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Mittwoch, 05. Juli 2017

Träumchen und Schätzchen: Junge Pandabären erobern die Hauptstadt

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Hoher Besuch im Berliner Zoo: Hinter Chinas Staatspräsident Xi Jinping und Kanzlerin Angela Merkel ist einer der neuen Pandas in seinem neu eröffneten Zuhause zu sehen. (Foto: REUTERS)

Hoher Besuch im Berliner Zoo: Hinter Chinas Staatspräsident Xi Jinping und Kanzlerin Angela Merkel ist einer der neuen Pandas in seinem neu eröffneten Zuhause zu sehen.

Hoher Besuch im Berliner Zoo: Hinter Chinas Staatspräsident Xi Jinping und Kanzlerin Angela Merkel ist einer der neuen Pandas in seinem neu eröffneten Zuhause zu sehen.

Das ist Meng Meng, ihr Name bedeutet übersetzt Träumchen. Sie ist knapp vier Jahre alt, 77 Kilogramm schwer und spielt in ihrer Freizeit gerne Querflöte. Korrektur: isst gerne Bambus.

Meng Mengs Artgenosse Jiao Qing ("Schätzchen") darf ebenfalls die nächsten 15 Jahre seines Panda-Daseins fern der Heimat in der Bundeshauptstadt verbringen.

Die Herkunft der beiden Tiere belegt dieses Buch, das Zoodirektor Andreas Knieriem (rechts) entgegennimmt.

"Berliner haben ein ganz besonderes Verhältnis zu Bären und ein ganz besonderes Herz für sie", glaubt Bundeskanzlerin Merkel.

Der Berliner Zoo heißt die Neuankömmlinge jedenfalls herzlich willkommen - auch auf Chinesisch.

Demonstranten vor der Tür halten jedoch nicht so viel von der "Panda-Diplomatie".

Aber zurück in den Zoo: Dort backen die Bärenpfleger nun nicht nur Haferplätzchen für Schätzchen und Träumchen.

Auch der massenhafte Import von Bambus aus Südeuropa ist schon organisiert.

Die Pandabären verputzen davon rund 80 Kilo am Tag.

Der Zoo hat genügend Spender und Sponsoren - er kann sich all diesen Luxus leisten.

Bereits in der vergangenen Woche waren Träumchen und Schätzchen in einer Maschine der Lufthansa auf dem krisengeplagten Flughafen BER gelandet.

Doch die Öffentlichkeit musste sich noch eine Weile gedulden: Die Bären sollten sich in Ruhe an ihr neues Zuhause gewöhnen und zunächst ihren liebsten Hobbys nachgehen: fressen und schlafen.

Die Aufregung in Berlin ist auch deswegen so groß, weil nur wenige Zoos weltweit ihr Publikum mit den Bambusfressern locken können.

Der Zoo lässt sich das einiges kosten - und zahlt für Träumchen und Schätzchen 920.000 Euro jährlich.

Die beiden Pandabären lagen nach ihrem zwölfstündigen Flug erschöpft in ihren Transportkäfigen aus Metall und Plexiglas. Das Blitzlichtgewitter ließen sie ungerührt über sich ergehen.

Während der Empfangszeremonie regte sich lediglich das Männchen kurz, als der chinesische Botschafter seinem Käfig etwas zu nah kam.

Schätzchen stellte sich auf seine Tatzen, brüllte laut und drückte sich gegen die Plexiglasscheibe.

"Wir freuen uns, dass Berlin nun um eine Attraktion reicher ist", sagte Bürgermeister Michael Müller. "Pandas sind etwas Besonderes und sie gehören nach Berlin. Nach dem Tod von Bao Bao im Jahr 2012 hatte man das Gefühl: da fehlt was."

Den Bären Bao Bao erhielt Bundeskanzler Helmut Schmidt einst als Staatsgeschenk aus China.

Er starb hochbetagt im Zoo - ohne mit einer seiner Partnerinnen Nachwuchs zu zeugen.

Die Erwartungen an Träumchen und Schätzchen sind dementsprechend hoch. In Berlin wünscht man sich Nachwuchs.

Doch einen Haken hat der Panda-Vertrag: Jungtiere müssen auf jeden Fall zurück nach China.

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