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Mittwoch, 16. November 2016

Steinmeier wird Bundespräsident: Der graue Liebling der Nation

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Er ist der beliebteste Politiker Deutschlands. (Foto: dpa)

Er ist der beliebteste Politiker Deutschlands.

Er ist der beliebteste Politiker Deutschlands.

Nun wird Frank-Walter Steinmeier Nachfolger von Joachim Gauck und somit zwölfter Bundespräsident der Republik.

Nach langem Ringen einigen sich die Spitzen der Großen Koalition Mitte November 2016 auf den Kandidaten Steinmeier.

Bundeskanzlerin Angela Merkel freut sich über diese Entscheidung: "Steinmeier ist der richtige Kandidat in dieser Zeit."

Der bisherige Außenminister ...

... gilt über die Parteigrenzen hinweg als bestens geeignet für das höchste Amt im Staat: ...

... Mit 61 Jahren ist er im richtigen Alter …

… und national ...

... wie international erfahren wie kaum ein anderer deutscher Politiker.

Sein Noch-Parteichef Sigmar Gabriel betont zudem, dass Steinmeier das Vertrauen der Bevölkerung genießt.

Als Außenminister habe sich Steinmeier hohes Ansehen erworben ...

... und trage Verantwortung für die liberalen, sozialen und demokratischen Grundwerte der Verfassung. Bei diplomatischen Treffen mahnt er diese Werte immer wieder an.

Am 5. Januar 1956 wird Steinmeier in Detmold als Sohn eines Tischlers …

… und einer Fabrikarbeiterin geboren …

… und wächst im ostwestfälischen Brakelsiek auf.

Als Jugendlicher kickt Steinmeier für den TuS Brakelsiek.

Ein Jahr nach dem Abitur im Jahr 1974 tritt Steinmeier in die SPD ein, die damals von Willy Brandt geführt wird und mit Helmut Schmidt den Bundeskanzler stellt.

Danach studiert das engagierte Juso-Mitglied Jura und Politikwissenschaft an der Universität Gießen. 1991 wird er dort zum Dr. jur. promoviert.

Im selben Jahr beginnt Steinmeier seine politische Karriere in der niedersächsischen Staatskanzlei. Unter dem damaligen Ministerpräsidenten Gerhard Schröder arbeitet er als Medienreferent.

Ab 1993 ist Steinmeier Büroleiter in der niedersächsischen Staatskanzlei.

Ein Jahr später wird der damals 43-Jährige Kanzleramtschef und Schröders engster Berater.

Steinmeier ist in dieser Zeit maßgeblich an der Entwicklung der umstrittenen Agenda 2010 beteiligt. Er gilt als "graue Effizienz", als Schröders "Mein Mach mal".

Nach Schröders Wahlniederlage wird er in der ersten Großen Koalition unter CDU-Chefin und Kanzlerin Angela Merkel ...

... von 2005 bis 2009 Außenminister.

Im Jahr 2009 will er seine Regierungschefin ablösen ...

… und tritt als SPD-Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl an.

Mit 23 Prozent fährt er das schlechteste Ergebnis in der Geschichte der Sozialdemokraten ein.

Steinmeier bezeichnet das Wahlergebnis als "Tiefpunkt meiner politischen Karriere".

Im Bundestag sitzt er seitdem trotzdem. In seinem Wahlkreis Brandenburg/ Potsdam-Mittelmark ...

... holt er zwei Mal in Folge das Direktmandat.

In der zweiten Großen Koalition unter Merkel kehrt er ab 2013 ...

... wieder in das Amt des Außenministers zurück.

In dieser Funktion erwirbt er sich in innen- …

… und außenpolitischen Kreisen höchsten Respekt für seine diplomatischen Bemühungen.

Einer der größten Erfolge seiner außenpolitischen Arbeit ist die Einigung beim Atomabkommen mit dem Iran.

Trotz zahlreicher Rückschläge kämpft er unermüdlich um friedliche Lösungen in den Konflikten in Syrien ...

... und der Ukraine.

Für den Sozialdemokraten Steinmeier ...

… ist Diplomatie zur Berufung geworden.

Dafür legt er jedes Jahr rund 400.000 Kilometer im Flugzeug zurück.

Das wird sich nun ändern. Steinmeiers Leben im Schloss Bellevue wird deutlich ruhiger sein.

Tochter Merit und Ehefrau Elke Büdenbender wird's freuen.

Für seine Frau lässt das Präsidiumsmitglied des Deutschen Evangelischen Kirchentags …

… im Jahr 2010 sogar seine politische Arbeit ruhen, um ihr eine Niere zu spenden.

Die erfolgreiche Nierentransplantation sowie der überzeugte Kampf für den politischen Interessenausgleich sichern ihm viele Sympathien in der Bevölkerung.

Steinmeiers Beliebtheit ist eine gute Voraussetzung für das Amt des Bundespräsidenten.

Einen Kuschelkurs möchte das künftige Staatsoberhaupt jedoch nicht einschlagen: ...

... "Wer mich kennt, weiß, dass ich es mir nie einfach gemacht habe, sondern immer auch unbequeme Dinge sage, für die es in der Öffentlichkeit keinen Applaus gibt. Und ich baue darauf, dass dieser Weg am Ende die Oberhand gewinnt."

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