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Donnerstag, 03. Oktober 2013

Katastrophe im Mittelmeer: Dramatischer Schiffbruch vor Lampedusa

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Mehr als 130 Flüchtlinge ertrinken kurz vor ihrem Ziel Europa. (Foto: AP)

Mehr als 130 Flüchtlinge ertrinken kurz vor ihrem Ziel Europa.

Mehr als 130 Flüchtlinge ertrinken kurz vor ihrem Ziel Europa.

Es ist einer der tragischsten Schiffbrüche vor der italienischen Insel Lampedusa seit Langem.

"Sie hören nicht auf, weitere Leichen zu bringen", wird die Bürgermeisterin von Lampedusa, Giusi Nicolini, zitiert.

Schon in der Nacht beginnt die Rettungsaktion der italienischen Küstenwache.

Rund 150 der aus Ostafrika stammenden Migranten werden bis zum Mittag an Land gebracht.

Die Zahl der Opfer wird wohl noch steigen. Mehr als 130 Leichen sind geborgen, doch viele Menschen werden noch vermisst.

Unter den bisher geborgenen Toten sind Männer, Frauen und auch einige Kinder.

EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström twitterte entsetzt in Reaktion auf das Bootsdrama: "Wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln, um den Schleusern das Handwerk zu legen."

Seit Jahren ist es das gleiche Bild: Seeuntüchtige und völlig überbesetzte Schiffe setzen von Afrikas Nordküste über in Richtung der südeuropäischen Inseln.

Die Insel Lampedusa liegt zwischen Sizilien und Tunesien. Von Tunesien aus beträgt die Entfernung gerade einmal 130 Kilometer.

Wer von der italienischen Küstenwache gerettet und an Land gebracht worden ist, ist zumindest mit dem Leben davongekommen.

Die unterkühlten Flüchtlinge erhalten erste Hilfe im Krankenhaus von Lampedusa.

Es folgt meist ein Dasein in einem der überfüllten Auffanglager auf Lampedusa oder anderswo in Italien.

Besonders dramatisch war die Situation auf Lampedusa im Jahr 2011, als im Zuge der Umstürze in Tunesien fast 50.000 Migranten versuchten, nach Europa zu fliehen.

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