1. Die Geschichte der USA beginnt nicht mit den Indianern. Eher könnte man sagen: Der Beginn der USA war der Anfang vom Ende der Indianer. Um 1500 lebten auf dem Gebiet der heutigen USA und Kanadas schätzungsweise 7 Millionen Menschen.Bild 1 von 100 2. Historiker haben folgende "Faustregel" formuliert: Innerhalb von 100 Jahren nach dem ersten Kontakt mit Europäern reduzierte sich die Zahl der amerikanischen Ureinwohner um rund 90 Prozent.Bild 2 von 100 3. Die Indianer sterben an Krankheiten, die aus Europa und Afrika eingeschleppt werden, sie sterben in Kriegen, durch Vertreibung und Massaker. (Das Bild zeigt US-Soldaten im Kampf gegen Indianer kurz nach dem Bürgerkrieg.)Bild 3 von 100 4. Geradezu legendär ist die Schlacht am Wounded Knee vom 29. Dezember 1890, in der die US-Armee mehr als 300 Männer, Frauen und Kinder tötet.Bild 4 von 100 5. Um 1900, 400 Jahre nach Kolumbus, gibt es in den USA noch rund 200.000 Indianer. Die meisten von ihnen leben zusammengepfercht in Reservaten. Erst 1924 erhalten die Indianer die Staatsbürgerschaft der USA.Bild 5 von 100 6. Die eigentliche Geschichte der Vereinigten Staaten von Amerika beginnt 1607 in Jamestown, Virginia. Hier entsteht die erste dauerhafte Siedlung auf dem Kerngebiet der späteren USA.Bild 6 von 100 7. Schon 1619 erreichen die ersten afrikanischen Sklaven den Hafen von Jamestown. Bis zum Unabhängigkeitskrieg steigt ihre Zahl auf eine halbe Million - damit ist etwa jeder fünfte Einwohner der USA ein Sklave.Bild 7 von 100 8. 1620 geht die "Mayflower" bei Cape Cod (Massachusetts) vor Anker. An Bord sind die berühmten Pilgerväter: Puritaner aus England. Auf sie geht das amerikanische Thanksgiving der Legende nach zurück.Bild 8 von 100 9. Die Pilgerväter verweisen auf ein Merkmal, das Europäern bis heute an den USA auffällt: starke Religiosität, jedoch keine Staatskirche.Bild 9 von 100 10. In den folgenden 100 Jahren werden insgesamt 13 Kolonien gegründet. Georgia im Süden ist 1732 die vorerst letzte.Bild 10 von 100 11. Kulturell unterscheiden sich Norden und Süden stark von einander. Der Norden ist puritanisch dominiert, im Süden entwickelt sich die sogenannte "Virginia Aristocracy" der Plantagenbesitzer und Sklavenhalter.Bild 11 von 100 12. In "New England" zwingen die kargen Böden die Siedler, sich nach Alternativen zur Landwirtschaft umzusehen. So werden die Bäume gefällt, Schiffe gebaut, Häfen angelegt. Hier entstehen die ersten Städte. Boston hat um 1750 bereits über 15.000 Einwohner.Bild 12 von 100 13. In den 1760er Jahren geraten die amerikanischen Kolonien zunehmend mit der Regierung in London in Konflikt. 1763 will König George III. die Westsiedelung per Proklamation stoppen. Zudem sorgen einige Steuergesetze für Unmut in den Kolonien.Bild 13 von 100 14. Als 1773 drei Schiffe mit Tee an Bord in den Hafen von Boston einlaufen, weigert sich die Stadt, die Ladung zu löschen und den Zoll zu entrichten. In der Nacht entern rund 60 als Indianer verkleidete "Sons of Liberty" die Schiffe ...Bild 14 von 100 15. ... und werfen die Teeballen über Bord. Das Ereignis geht als "Boston Tea Party" in die Geschichte ein. Die britische Krone und das Parlament in London reagieren mit Strafen für Massachusetts. Das provoziert die Solidarität der anderen Kolonien.Bild 15 von 100 16. Am 19. April 1775 kommt es bei Lexington und Concord in Massachusetts zu den ersten Gefechten zwischen amerikanischen "Patrioten" und britischen Truppen.Bild 16 von 100 17. Ein "Kontinentalkongress" versetzt die 13 Kolonien in den Verteidigungszustand und beauftragt den Großgrundbesitzer George Washington aus Virginia mit dem Oberbefehl.Bild 17 von 100 18. Ein Jahr später, am 4. Juli 1776, erklärt der Kontinentalkongress die Unabhängigkeit der 13 Kolonien. "Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen wurden, ...Bild 18 von 100 19. ... dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden, worunter Leben, Freiheit und das Streben nach Glückseligkeit sind", heißt es in der Unabhängigkeitserklärung.Bild 19 von 100 20. Der Unabhängigkeitskrieg endet 1781 mit dem Sieg der Amerikaner, die noch bis 1789 brauchen, um ihren ersten Präsidenten zu wählen: George Washington.Bild 20 von 100 21. 1803 kaufen die USA den Franzosen das riesige Gebiet Louisiana ab; die Staatsfläche der USA verdoppelt sich.Bild 21 von 100 22. Als Missouri 1819 die Aufnahme in die Union beantragt, ist der Süden beunruhigt: Das bisher ausgewogene Verhältnis von Sklavenhalter-Staaten und freien Staaten droht zugunsten des Nordens zu kippen.Bild 22 von 100 23. Missouri wird schließlich als Sklaven-Staat aufgenommen, doch nur unter der Bedingung, dass künftig die Verlängerung der Südgrenze von Missouri Richtung Westen die Grenze zwischen Sklavenhalter- und freien Staaten bildet.Bild 23 von 100 24. Dieser Kompromiss steht von Anfang an auf wackeligen Beinen. Den fundamentalen Konflikt zwischen der Kultur der Freiheit im Norden und dem perversen System der Sklaverei im Süden löst er nicht.Bild 24 von 100 25. 1845 wird Texas annektiert, 1850 tritt Kalifornien der Union bei. 1854 hebt der Kongress den Missouri-Kompromiss auf: Künftig sollen alle neuen Staaten selbst entscheiden, ob sie die Sklaverei zulassen wollen oder nicht.Bild 25 von 100 26. Gegner der Sklaverei gründen daraufhin eine eigene Partei: die Republikaner. Schon 1860 gewinnt ihr Kandidat Abraham Lincoln die Präsidentschaftswahl. Ihm reichen die Stimmen der Wahlmänner aus dem Norden für eine deutliche Mehrheit.Bild 26 von 100 27 Bislang waren die meisten US-Präsidenten aus dem Süden gekommen. Jetzt zeigt sich die Dominanz der Nordstaaten. Am 20. Dezember 1860 erklärt South Carolina den Austritt aus der Union. Sechs weitere Südstaaten folgen dem Beispiel.Bild 27 von 100 28. 1861 schließen sie sich zur den Konföderierten Staaten von Amerika zusammen, zu ihrem Präsidenten wählen sie Jefferson Davis. Vier weitere Südstaaten treten der Konföderation bei.Bild 28 von 100 29. Der Krieg wird zum Gemetzel. Gemessen an der Bevölkerungszahl ist er der verlustreichste Krieg, den die USA je geführt haben. (Auf Platz zwei steht der Unabhängigkeitskrieg.)Bild 29 von 100 30. Der Bürgerkrieg endet 1865 mit dem Sieg des Nordens. Die Sklaverei wird beendet. Doch die Republikaner schaffen es nicht, die Gleichberechtigung der Schwarzen im ganzen Land durchzusetzen.Bild 30 von 100 31. Vor allem für die Nordstaaten ist die Zeit nach dem Bürgerkrieg ein Aufschwung sondergleichen. Es ist die Zeit des großen Aufbaus, der Eisenbahn und des Telefons, der Kartelle und Trusts, ?Bild 31 von 100 32. ? der Erfindung von Coca-Cola, die Zeit der Rockefellers und Carnegies, die Zeit des grenzenlosen Konsums, ...Bild 32 von 100 33. ... die Zeit der Kinderarbeit und der Diskriminierung von Frauen, Katholiken, Juden, Schwarzen und Asiaten. Regierung und Arbeitgeber schaffen es, Gewerkschaften als "unamerikanisch" darzustellen.Bild 33 von 100 34. Zwischen 1865 und 1914 wächst das amerikanische Bruttosozialprodukt jährlich um mehr als vier Prozent. Mark Twain prägt den Begriff des "gilded age", des "vergoldeten", nur äußerlich goldenen Zeitalters.Bild 34 von 100 35. Auch geografisch wachsen die Vereinigten Staaten: 1867 kaufen die USA Russland Alaska für 7,2 Millionen Dollar ab - angesichts der später dort entdeckten Rohstoffe ein Spottpreis.Bild 35 von 100 36. 1889 wird das letzte Schutzgebiet der Indianer freigegeben und sogleich überrannt: Das sogenannte Indianer-Territorium war den Ureinwohnern als letztes Rückzugsgebiet zugesichert worden. Nun entsteht dort Oklahoma als 46. Bundesstaat.Bild 36 von 100 37. 1898 wird Hawaii annektiert - ein wichtiger Stützpunkt auf dem Weg nach China und Japan. Mehr und mehr wird der Pazifik zum Bezugspunkt für die USA. Das Bild zeigt eine Szene der Annektierungszeremonie in Honolulu.Bild 37 von 100 38. Im selben Jahr führen die USA einen Krieg gegen die alte Kolonialmacht Spanien - und werden durch den schnellen Sieg selbst zur Kolonialmacht. Kuba wird unabhängig, zählt jedoch nun zum "Hinterhof" der USA, ...Bild 38 von 100 39. ... Puerto Rico und Guam werden unter US-Verwaltung gestellt, ohne den Status von Bundesstaaten zu erlangen. Die Philippinen werden annektiert, ein Aufstand dort wird zwischen 1899 und 1902 blutig niedergeschlagen (Bild).Bild 39 von 100 40. Ähnlich brachial wird der Bau des Panamakanals durchgesetzt. Als Kolumbien sich weigert, den Kanal zu bauen, unterstützen die USA 1903 eine Revolution im Norden des Landes: Der neue Staat Panama entsteht.Bild 40 von 100 41. Innenpolitisch ist die Zeit nach der Jahrhundertwende der Beginn einer Reform-Ära. Das "progressive movement" will die Rolle des Staates stärken und den Verlierern der Industrialisierung helfen.Bild 41 von 100 42. Die Ergebnisse dieser Bewegung sind zweischneidig. Ihr ist sowohl die Einführung des Frauenwahlrechts 1920 zu verdanken ...Bild 42 von 100 43. ... wie auch die Prohibition, die den Konsum von Alkohol nicht verhindern kann, aber der organisierten Kriminalität in den USA zu ungeahntem Reichtum verhilft.Bild 43 von 100 44. Im Ersten Weltkrieg bleiben die USA zunächst neutral. Erst im April 1917 treten sie in den Krieg ein. Für die deutsche Kultur in den USA ist dieser Krieg das Ende.Bild 44 von 100 45. Präsident Wilson ist nach dem Krieg entscheidender Impulsgeber für die Gründung des Völkerbunds - doch die USA selbst treten diesem Vorläufer der Vereinten Nationen nicht bei.Bild 45 von 100 46. Die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg ist geprägt vom Isolationismus. Wirtschaftlich geht es aufwärts, die 1920er Jahre sind die "Roaring Twenties", kulturell vergleichbar den "Goldenen Zwanzigern" in Deutschland.Bild 46 von 100 47. 1929 folgt der Zusammenbruch der New Yorker Börse. Er ist nicht Auslöser, wohl aber Signal für den Beginn der "großen Depression", der Weltwirtschaftskrise. Die Arbeitslosigkeit in den USA steigt auf über 20 Prozent.Bild 47 von 100 48. Präsident Hoover gilt - zu Unrecht - als Laissez-faire-Politiker, der allein auf die berühmt-berüchtigten Selbstheilungskräfte des Marktes vertraut. Sozialpolitisch setzt er dennoch vor allem auf private Wohltätigkeit; Mitleid mit den Armen lässt er nicht erkennen.Bild 48 von 100 49. Auf dem Nominierungsparteitag der Demokraten 1932 verkündet Franklin D. Roosevelt "a new deal for the American people" - die Karten sollen neu verteilt werden, jeder soll eine Chance bekommen.Bild 49 von 100 50. Die Epoche hat ihr Schlagwort, ihre Erfolge sind umstritten. Dennoch steht Roosevelts "New Deal" für einen für amerikanische Verhältnisse beispiellosen Versuch, soziale Reformen durchzusetzen.Bild 50 von 100 51. Unterdessen kommt 1934 Donald Duck zur Welt. Mickey Mouse gibt es bereits seit 1928.Bild 51 von 100 52. Roosevelt ist der einzige US-Präsident, der mehr als zwei Amtsperioden regiert. Grund ist der Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Wie im Ersten Weltkrieg bleiben die USA zunächst offiziell neutral, unterstützen vor allem Großbritannien aber mit Waffen und Krediten.Bild 52 von 100 53. Für die USA beginnt und endet der Zweite Weltkrieg im Pazifik: Er beginnt im Dezember 1941 mit dem Angriff auf Pearl Harbor ...Bild 53 von 100 54. ... und endet im August 1945 mit dem Abwurf der Atombomben auf Hiroschima und Nagasaki (Bild).Bild 54 von 100 55. Für Großbritannien und die USA gilt: "Germany first", Deutschland soll zuerst besiegt, Europa befreit werden. Anders als nach dem Ersten Weltkrieg werden die USA zur dominierenden Gestaltungsmacht der Nachkriegszeit.Bild 55 von 100 56. Die USA sind 1942 Gründungsmitglied der Vereinten Nationen (Bild), sie etablieren den Dollar als internationale Leitwährung und setzen in ihrem Einflussbereich ihre Vorstellung von freiem Welthandel durch.Bild 56 von 100 57. In Westdeutschland und West-Berlin werden die USA von Siegern zu Beschützern, ...Bild 57 von 100 58. ... in Korea führen sie einen blutigen Krieg gegen den kommunistischen Norden und das kommunistische China. Antikommunismus wird zur Parole der amerikanischen Außen- und Innenpolitik.Bild 58 von 100 59. Der Ursprung der nun einsetzenden Hexenjagd liegt im Kampf der Republikaner gegen den New Deal. Sie hatten schon 1938 im Repräsentantenhaus einen "Ausschuss für unamerikanische Umtriebe" eingerichtet.Bild 59 von 100 60. Zur Symbolfigur des Gesinnungsterrors der fünfziger Jahre wird der republikanische Senator Joseph R. McCarthy, ein Fanatiker. Er beschuldigt schließlich sogar den ebenfalls republikanischen Präsidenten Eisenhower, ein "verkappter Kommunist" zu sein.Bild 60 von 100 61. Dennoch sind die fünfziger Jahre auch in den USA "golden"; es ist die Zeit vor den Protestbewegungen, als Normen noch klar und Konformität ein Wert war.Bild 61 von 100 62. Zugleich hat der Wandel längst begonnen. Es ist Eisenhower, der Earl Warren zum Obersten Richter der USA ernennt. Unter Warren erklärt der Supreme Court die Rassentrennung an den Schulen für verfassungswidrig.Bild 62 von 100 63. Eisenhowers demokratischer Nachfolger John F. Kennedy gilt als Verkörperung des Aufbruchs in eine neue Zeit. Tatsächlich ist Kennedy jedoch innenpolitisch zögerlich, außenpolitisch geht er riskante Wege.Bild 63 von 100 64. Eine von den USA unterstützte Invasion von Exilkubanern in der Schweinebucht wird zum Debakel, in der Kubakrise von 1962 riskiert Kennedy einen Atomkrieg.Bild 64 von 100 65. Am 22. November 1963 wird Kennedy in Dallas, Texas, ermordet. Sein früher Tod lässt ihn zum Mythos werden.Bild 65 von 100 66. Das Bürgerrechtsgesetz, das den Schwarzen gleiche Rechte gibt, setzt 1964 Kennedys Nachfolger Lyndon B. Johnson durch. Er führt einen "bedingungslosen Krieg gegen die Armut in Amerika" ...Bild 66 von 100 67. ... und weitet den Krieg in Vietnam drastisch aus. Dieser Krieg ist in jeder Hinsicht ein Desaster: Die USA führen ihn ohne Rücksicht auf zivile Verluste.Bild 67 von 100 68. Innenpolitisch höchst unpopulär, sorgt der Vietnam-Krieg für das Scheitern von Johnsons Reformpolitik: Er verschlingt Mittel, die für den Kampf gegen die Armut fehlen, und kostet Johnson die Unterstützung der Wählerschichten, die er für seine Sozialpolitik bräuchte.Bild 68 von 100 69. Überall in den USA wird gegen Krieg und Rassendiskriminierung demonstriert. Meist friedlich, nicht immer. Bei den "city riots" von 1967 sterben Hunderte von Menschen.Bild 69 von 100 70. Am 28. August 1963 hatte Martin Luther King seine berühmte Rede gehalten: "I have a dream". 1968 wird King ermordet.Bild 70 von 100 71. Es ist die Hochzeit der Hippies. 1967 zieht der "Summer of Love" zehntausende von ihnen nach San Francisco (Bild), 1969 findet das legendäre Konzert in Woodstock statt.Bild 71 von 100 72. Die Protestbewegung ebbt noch vor dem Ende des Vietnamkriegs ab. Johnsons Nachfolger Richard Nixon, ein Republikaner, weitet den Krieg noch einmal durch den Einmarsch in Kambodscha aus. 1973 zieht er die letzten US-Truppen aus Vietnam ab.Bild 72 von 100 73. Nixon ist der erste und bislang einzige Präsident, der während seiner Amtszeit (1974) zurücktritt. Grund ist die Watergate-Affäre, die die USA nach der traumatischen Niederlage in Vietnam in eine weitere moralische Krise stürzt.Bild 73 von 100 74. Aus Sicht der Konservativen hatte der Verfall längst begonnen. Ihr Kampf gegen das liberale Amerika konzentriert sich seit 1973 auf das Thema Abtreibung. In diesem Jahr setzt der Oberste Gerichtshof im Fall Roe vs. Wade das Recht auf Abtreibungen durch.Bild 74 von 100 75. Der Kulturkampf zwischen Konservativen und Liberalen bestimmt spätestens seit den 70er Jahren die Politik der USA, wobei die Republikaner verstärkt als Vertreter der Konservativen auftreten, während den Demokraten die Rolle der Liberalen zufällt.Bild 75 von 100 76. Nach außen bleibt die Abwehr des Kommunismus die Richtschnur. Mit Unterstützung der USA beseitigt 1973 in Chile eine Militärjunta unter General Pinochet die demokratisch gewählte Regierung von Salvador Allende.Bild 76 von 100 77. Ein zweites Vietnam riskieren die USA jedoch nicht. Als 1979 die Regierungen im Iran und in Nicaragua gestürzt werden, interveniert Jimmy Carter nicht.Bild 77 von 100 78. Die Geiselkrise in Teheran von 1979 bis 1981 sowie eine Rezession in den USA lassen Carter als Versager erscheinen. 1980 verliert er die Wahl gegen den früheren Schauspieler und Gouverneur von Kalifornien, ...Bild 78 von 100 79. ... Ronald Reagan, dessen Regierung vielen Republikanern heute als Glanzzeit erscheint. Reagan steht für eine konservative Wende: Soziale Maßnahmen werden gestrichen, die Steuern gesenkt. Die "Reaganomics" funktionieren: ...Bild 79 von 100 80. ... Am Ende von Reagans Amtszeit sind Einkommen und Vermögen in den USA so ungleich verteilt wie nie zuvor. Reagan unterstützt die nicaraguanischen Contra-Rebellen, interveniert auf Grenada und bombardiert Libyen.Bild 80 von 100 81. Und er verdoppelt den Verteidigungshaushalt - und trägt so zum Niedergang der Sowjetunion bei. (Manche Experten sagen allerdings, der Einbruch des Ölpreises habe die Sowjetunion in die Knie gezwungen.)Bild 81 von 100 82. Mit dem sowjetischen Staatschef Gorbatschow handelt Reagan 1987 den Vertrag zur Abschaffung der amerikanischen und sowjetischen Mittelstreckenraketen in Europa aus.Bild 82 von 100 83. Diese Politik setzte George Bush fort. In seine Regierungszeit fallen der Zusammenbruch des Ostblocks und die Neuordnung Europas.Bild 83 von 100 84. Der Irak-Krieg von 1991 bleibt eine begrenzte Intervention, das Regime von Saddam Hussein wird nicht beseitigt.Bild 84 von 100 85. Bush scheitert an wirtschaftlichen Schwierigkeiten und einem gebrochenen Versprechen aus dem Wahlkampf von 1988: "Read my lips: no new taxes!" Mit dem Slogan "It's the economy, stupid" gewinnt 1992 Bill Clinton die Wahl.Bild 85 von 100 86. Nach dem Scheitern der USA in Somalia überlässt die Clinton-Regierung den Umgang mit dem zerfallenden Jugoslawien zunächst den überforderten Europäern. Erst nach dem Massaker von Srebrenica 1995 ...Bild 86 von 100 87. ... beginnen die USA mit Luftangriffen auf Verbände der bosnischen Serben. Später vermittelt die Clinton-Regierung das Friedensabkommen von Dayton, das die Kriege in Bosnien und Kroatien beendet.Bild 87 von 100 88. Im Kosovokrieg übernehmen die USA von Anfang an die Führung.Bild 88 von 100 89. Überschattet ist Clintons zweite Amtszeit von der Lewinsky-Affäre, die von den Republikanern gegen jede Vernunft bis zum Amtsenthebungsverfahren getrieben wird - ohne Erfolg.Bild 89 von 100 90. Die Wahl von 2000 wird nicht von den amerikanischen Wählern entschieden, sondern vom Obersten Gerichtshof. Bundesweit erhält George W. Bush rund 500.000 Stimmen weniger als der bisherige Vizepräsident Al Gore, ...Bild 90 von 100 91. ... doch das zählt im Mehrheitswahlrecht nicht. Es kommt auf Florida an. Am 12. Dezember entscheiden die Bundesrichter mit 5:4 Stimmen, dass in Florida nicht mehr nachgezählt werden darf.Bild 91 von 100 92. Als eine der ersten Maßnahmen seiner Amtszeit setzt Präsident Bush die größte Steuersenkung in den USA seit Ronald Reagan durch. Zum außenpolitischen Markenzeichen wird der Unilateralismus. Bush steigt aus dem Kyoto-Protokoll aus.Bild 92 von 100 93. Am 11. September 2001 werden die USA von Terroristen angegriffen. Zwei Flugzeuge rasen in die Türme des World Trade Center, eines ins Pentagon, ein viertes stürzt in der Nähe von Pittsburgh ab.Bild 93 von 100 94. Bush wandelt sich vom leicht unbeholfen wirkenden Präsidenten, der in zweiter Reihe hinter seinem Vize zu stehen scheint, zur unumstrittenen Führungspersönlichkeit. Nach 9/11 hat Bush Zustimmungsraten von bis zu 90 Prozent.Bild 94 von 100 95. Am 12. September 2001 beschließt die NATO zum ersten Mal in ihrer Geschichte den Bündnisfall. In kurzer Zeit schmiedet Bush eine internationale "Koalition gegen den Terror", der auch Russland und China angehören.Bild 95 von 100 96. Am 7. Oktober beginnen die USA und Großbritannien Luftangriffe gegen Ziele in Afghanistan.Bild 96 von 100 97. Hinter den Kulissen wird zugleich ein Krieg gegen den Irak vorbereitet. Am 29. Januar 2002 bezeichnet Bush den Iran, Irak und Nordkorea als "Achse des Bösen". Vor allem der Irak wird wahrheitswidrig in die Nähe des islamistischen Terrorismus gerückt.Bild 97 von 100 98. Mit großem Erfolg: Im September 2003 glauben 70 Prozent der Amerikaner, dass Saddam Hussein eine Rolle bei den Anschlägen vom 11. September gespielt hat.Bild 98 von 100 99. Im letzten Jahr der Bush-Regierung weitet sich die Subprimekrise zu einer globalen Finanzkrise aus: Banken gehen pleite, Amerikaner verlieren Häuser, Altersversorgung und Jobs, eine Rezession droht.Bild 99 von 100 100. Am 4. November wählen die Amerikaner einen neuen Präsidenten. Eine neue Ära beginnt. (Text: Hubertus Volmer)Bild 100 von 100