Noch vor wenigen Wochen warnte der frühere Bundeswirtschaftsminister die schwarz-gelbe Bundesregierung vor einem "Schuldenrausch".Bild 1 von 21 | Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb
Zwei Wochen vor seinem 83. Geburtstag ist der FDP-Ehrenvorsitzende in einem Bonner Krankenhaus gestorben.Bild 2 von 21 | Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb
Lambsdorff war ein Markenzeichen der Freidemokraten.Bild 3 von 21 | Foto: picture alliance / dpa
Als unbedingter Verfechter der freien Marktwirtschaft und scharfer Analytiker mit markiger Rhetorik genoss er hohes Ansehen über die Parteigrenzen hinweg (Bundespräsident Johannes Rau gratuliert Lambsdorff bei der Verleihung des Großkreuzes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, 2000).Bild 4 von 21 | Foto: picture-alliance / dpa
"Zwischen Bismarck und Erhard" wurde der FDP-Politiker angesiedelt - wegen seiner preußischen Härte, …Bild 5 von 21 | Foto: picture-alliance / dpa
… gepaart mit liberalem Bekenntnis zur freien Marktwirtschaft.Bild 6 von 21 | Foto: dpa
Sein langjähriger Spitzname "Marktgraf" wurde zu einer Art Ehrentitel.Bild 7 von 21 | Foto: picture-alliance / dpa
In der deutschen Regierungsgeschichte ist Lambsdorffs Name mit der "Wende" von der sozial-liberalen Regierung Helmut Schmidts (Lambsdorff nach der Probeabstimmung der FDP-Fraktion, in der sich eine Mehrheit für das Konstruktive Misstrauensvotum gegen SPD-Kanzler Schmidt ausspricht) ...Bild 8 von 21 | Foto: picture-alliance/ dpa
… zur CDU/CSU/FDP-Koalition von Helmut Kohl verbunden. (v.l.: Kohl, Lambsdorff, seine Frau Alexandra, Ex-FDP-Chef Wolfgang Gerhardt, Kohls Ehefrau Maike Richter und Guido Westerwelle)Bild 9 von 21 | Foto: REUTERS
Lambsdorff, von 1977 bis 1984 Chef des Wirtschaftsressorts, schrieb damals einen Text, …Bild 10 von 21 | Foto: picture-alliance / dpa
… in dem er einen Kurswechsel in der Wirtschaftspolitik mit drastischen Einschnitten bei den Sozialleistungen forderte (mit dem ehemaligen Außenminister Hans-Dietrich Genscher).Bild 11 von 21 | Foto: dpa
Das "Lambsdorff-Papier" läutete 1982 den Koalitionswechsel der FDP von der SPD zur Union ein.Bild 12 von 21 | Foto: picture alliance / dpa
In den 80er Jahren überschattete die Flick-Parteispendenaffäre die Karriere des langjährigen Bundestagsabgeordneten Lambsdorff (Friedrich Karl Flick mit einem Rechtsberater auf dem Weg zu einer Verhandlung vor dem Landesgericht in Bonn).Bild 13 von 21 | Foto: picture-alliance/ dpa
Lambsdorff wurde 1987 zu einer Geldstrafe verurteilt.Bild 14 von 21 | Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb
Dem Ansehen in seiner Partei schadete das nicht. Von 1988 bis 1993 war er FDP-Bundesvorsitzender.Bild 15 von 21 | Foto: picture-alliance / dpa
Auch danach blieb der Kaufmannssohn aus westfälischem Adel kantig. (Ministerpräsident Jürgen Rüttgers verleiht Lambsdorff 2006 in Bonn den Verdienstorden des Landes Nordrhein-Westfalen)Bild 16 von 21 | Foto: picture-alliance/ dpa
SPD-Kanzler Gerhard Schröder beauftragte 1999 den FDP-Mann, die Verhandlungen über die Entschädigung von NS-Zwangsarbeitern zu führen.Bild 17 von 21 | Foto: AP
Das Verhandlungsgeschick Lambsdorffs in den diffizilen Gesprächen mit Anwälten und Verbänden der Opfer fand hohe Anerkennung (hier mit Stuart Eizenstat, dem Unterhändler der US-Regierung).Bild 18 von 21 | Foto: picture-alliance / dpa
Die internationalen Verbindungen, die Lambsdorff auch als Vorsitzender der FDP-nahen Friedrich-Naumann-Stiftung hatte, halfen ihm dabei (Lambsdorff mit dem Dalai Lama - die Friedrich-Naumann-Stiftung berät auch das tibetische Exil-Parlament in Indien).Bild 19 von 21 | Foto: picture-alliance / dpa
Als Lambsdorff den Stiftungsvorsitz im April 2006 an Wolfgang Gerhardt abgab, hielt der frühere US-amerikanische Außenminister Henry Kissinger im Reichstaggebäude die Laudatio auf seinen Freund.Bild 20 von 21 | Foto: AP
Ganz verschwinden wird der Name Lambsdorff aber auch nach dem Tod des FDP-Ehrenvorsitzenden nicht aus der Politik: Alexander Graf Lambsdorff, ein Neffe des "Marktgrafen", ist seit 2004 Europaabgeordneter der FDP.Bild 21 von 21 | Foto: picture-alliance/ dpa