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Montag, 29. Dezember 2014

Was nicht passt, wird passend gemacht: So leben Flüchtlinge in Deutschland

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Eines haben fast alle Asyl-Unterkünfte gemein - eine gewisse Trostlosigkeit. Doch abgesehen davon gibt es mittlerweile gewaltige Unterschiede. (Foto: REUTERS)

Eines haben fast alle Asyl-Unterkünfte gemein - eine gewisse Trostlosigkeit. Doch abgesehen davon gibt es mittlerweile gewaltige Unterschiede.

Eines haben fast alle Asyl-Unterkünfte gemein - eine gewisse Trostlosigkeit. Doch abgesehen davon gibt es mittlerweile gewaltige Unterschiede.

Klassische Asylbewerberheime sind entweder preisgünstige Anlagen in Modulbauweise, ...

... meist aber alte Kasernen ...

... oder andere Gebäude, für die niemand mehr eine Verwendung hat. So wie die Unterkünfte in diesem verlassenen Industriegebiet in Essen.

Die Zimmer sind bestenfalls steril, ...

... fast immer ungemütlich, ...

... manchmal aber auch schlichtweg verdreckt.

Gleiches gilt für die Koch- und Essensräume.

In den vergangenen Jahren stieg die Zahl der Flüchtlinge massiv an.

Die vorhandenen Asylbewerberheime in vielen Kommunen reichen nicht mehr, um die Menschen zu beherbergen. Alternativen müssen her.

Die Regierung von Oberbayern bringt Flüchtlinge deshalb auch im Münchener Olympiastadion unter.

Diese betreten ihre Behausung über den VIP-Eingang, ...

... auf den Luxus, den Fußballstars gewöhnt sind, können sie aber auch dort nicht hoffen.

Die Schlafräume ...

... und der Waschbereich versprühen bestenfalls Kasernencharme.

Auch Zelte kommen in Bayern zum Einsatz.

Gemütlich ist etwas anderes.

Das gilt auch für die Flüchtlingsunterkunft in einem ehemaligen Baumarkt in Köln.

Die Wände sind dünn, ...

... auch der Gang unter die Dusche lässt das Bedürfnis vieler Flüchtlinge nach Privatsphäre missen.

Auch Berlin muss zeitweise kräftig zubauen ...

... oder besser gesagt zustellen. Die Hauptstadt setzt im Bezirk Köpenick unter anderem auf Container-Lösungen, wenn es eng wird.

Eines hat sich seit den Tagen von Hoyerswerda grundlegend geändert.

Flüchtlinge müssen sich in ihren Unterkünften heute anders als Anfang der 90er-Jahre in der Regel keine Sorgen vor fremdenfeindlichen Übergriffen machen.

Vereinzelt kommt es immer noch zu Anschlägen, wie vor wenigen Tagen im fränkischen Ort Vorra. Insgesamt dominiert in der Bundesrepublik laut Umfragen derzeit aber vor allem eine Stimmung der Hilfsbereitschaft. Und es entstehen neue Lösungsansätze.

Länder wie Niedersachsen, Rheinland-Pfalz oder Bremen setzen verstärkt darauf, Flüchtlinge in Mietwohnungen unterzubringen. Das soll integrationsfördernd wirken und zudem Probleme in der Nachbarschaft verhindern, die es angesichts von großen Flüchtlingsheimen immer wieder gab.

Mancherorts können auch Bürger Flüchtlinge in ihrem Zuhause aufnehmen. In den meisten Bundesländern gibt es aber große juristische und bürokratische Hürden.

Oliver Junk, der Bürgermeister von Goslar, hat im November angeboten, dass seine Stadt doch mehr Flüchtlinge aufnehmen sollte und könnte, als sie eigentlich muss.

Als Grund nennt er den demografischen Wandel. Goslar ist wie viele andere kleinere Städte besonders betroffen. Junge Menschen zieht es weg, Häuser stehen leer.

Und das, während Städte wie Berlin nicht wissen, wohin mit den Menschen.

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