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Montag, 22. Januar 2018

Im Kriegseinsatz gegen Kurden: Türkei setzt in Syrien Panzer aus Deutschland ein

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Die Offensive hat begonnen: Seit dem Wochenende geht die Türkei mit Waffengewalt gegen kurdische Kämpfer im Nordwesten Syriens vor. (Foto: imago/Xinhua)

Die Offensive hat begonnen: Seit dem Wochenende geht die Türkei mit Waffengewalt gegen kurdische Kämpfer im Nordwesten Syriens vor.

Die Offensive hat begonnen: Seit dem Wochenende geht die Türkei mit Waffengewalt gegen kurdische Kämpfer im Nordwesten Syriens vor.

Von mehreren Seiten aus dringen Kolonnen der türkischen Streitkräfte in die Region Afrin im Nordwesten Syriens vor.

Fotos, die von der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu, aber auch von internationalen Agenturen verbreitet werden, zeigen, mit welchen Waffen das türkische Militär und verbündete Milizen in den Krieg ziehen.

Auf Tiefladern rollen Kampfpanzer aus deutscher Produktion in Richtung Grenze. Im Konvoi transportieren Militär-Lkw - wie hier bei Kilis - Munition und Mannschaften ins Kriegsgebiet.

Die Afrin-Region wird von Kämpfern einer von Kurden geführten Militärallianz kontrolliert, die zu den Verbündeten der USA im Kampf gegen IS zählen.

Mit dem massiven Militäreinsatz - hier türkische Leopard 2 an der Grenze bei Reyhanli - will die Türkei gegen die Kurdenmiliz YPG vorgehen.

Die Türkei - hier Aufnahmen aus der grenznahen Stadt Kilis - sieht in der YPG den Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK und damit eine Terrorgruppe.

Es gehe bei der Offensive ausschließlich um die Bekämpfung von Terroristen, betont der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu.

Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan - hier bei einem Auftritt am Tag nach dem Beginn der Offensive - will mit dem Vorstoß nach Syrien die Region Afrin seinen "ursprünglichen Besitzern" zurückzugeben.

Das Ziel der Türkei, so Erdogan, sei die Befreiung der lokalen Bevölkerung Afrins von der Vorherrschaft der Kurden.

Für diesen Einsatz bringt das türkische Militär große Mengen an Material in Bewegung.

Hier bringen geländegängige Unimogs aus deutscher Produktion Nachschub in den Grenzort Sugedigi.

Sugedigi liegt im Norden der türkischen Provinz Hatay und grenzt direkt an die umkämpfte Region Afrin.

Bei den schweren Kampfpanzern die in Hatay und der weiter östlich gelegenen Provinz Kilis auftauchen, handelt es sich nach Einschätzung von Experten größtenteils um gebrauchte Leopard 2 A4 aus deutschen Beständen.

Der Nato-Partner Türkei hatte die Panzer 2005 in einem umstrittenen Rüstungsexportgeschäft von Deutschland übernommen.

Daneben sind weitere Panzermodelle der türkischen Streitkräfte im Einsatz: Das Militär verfügt unter anderem über das Vorgängermodell Leopard 1 aus Deutschland sowie ...

... über aufgerüstete M-60-Panzer aus US-Produktion.

Begleitet werden die Panzerverbände von zahlreichen Truppentransportern und geschützten Fahrzeugen für die Infanterie.

Die Masse des eingesetzten Militärmaterials deutet darauf hin, dass es sich bei der "Operation Olivenzweig" um eine größere Offensive handelt.

Das türkische Militär rechnet beim Vormarsch nach Syrien offenbar mit massivem Widerstand.

Offen ist noch, welchen Blutzoll die beteiligten Konfliktparteien beim Kampf um Afrin zahlen müssen.

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