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Freitag, 26. Oktober 2018

Von "Jackie" bis Michelle: Was "Leading Ladies" eint und trennt

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An die First Lady der USA werden hohe Ansprüche gestellt: Sie soll eine liebevolle Mutter sein, ihren Ehemann unterstützen, souverän Gäste im Weißen Haus empfangen, zudem gerne eine politische Initiative ins Leben rufen. Und bei all dem auch noch immer eine gute Figur machen. (Foto: Courtesy of CAMERA WORK)

An die First Lady der USA werden hohe Ansprüche gestellt: Sie soll eine liebevolle Mutter sein, ihren Ehemann unterstützen, souverän Gäste im Weißen Haus empfangen, zudem gerne eine politische Initiative ins Leben rufen. Und bei all dem auch noch immer eine gute Figur machen.

An die First Lady der USA werden hohe Ansprüche gestellt: Sie soll eine liebevolle Mutter sein, ihren Ehemann unterstützen, souverän Gäste im Weißen Haus empfangen, zudem gerne eine politische Initiative ins Leben rufen. Und bei all dem auch noch immer eine gute Figur machen.

Zu den prägendsten und einflussreichsten Präsidentengattinnen gehören Jacqueline Kennedy (im Bild mit Ehemann John F.), Nancy Reagan, Hillary Clinton und Michelle Obama.

Wie haben sie ihre Rolle als erste Frau der Vereinigten Staaten interpretiert? Dieser Frage geht die Ausstellung "Leading Ladies" im Berliner Museum "The Kennedys" nach.

Wer an Jacqueline Kennedy denkt, dem schießt wohl als erstes das Wort "Stilikone" durch den Kopf. Mit ihrer französisch-eleganten Art sich zu kleiden, prägte die First Lady das Modeverständnis der 1960er-Jahre. Millionen Frauen auf der Welt kopierten ihre Garderobe.

Dass die Ehefrau von US-Präsident John F. Kennedy mehrere Sprachen beherrschte, Kunst und Kultur ins Weiße Haus brachte und eine talentierte Journalistin war, wird oft vergessen. Immer war "Jackie" nur die "schöne Frau an seiner Seite" - und wurde nach der Ermordung ihres Mannes zur berühmtesten Witwe der Welt.

Wie die Öffentlichkeit Nancy Reagan ab 1981 als First Lady wahrnahm, verraten die ihr verpassten Spitznamen: "Dragon Lady" hieß sie, weil sie ihrem Mann Ronald entschlossen den Rücken freihielt und im Hintergrund maßgeblich Einfluss auf ihn und sein Team ausgeübt haben soll.

"Queen Nancy" hingegen spielt auf den Lebensstil der konservativ eingestellten Ex-Schauspielerin an, die großen Wert auf adrette Kleidung und einen glamourösen Auftritt legte.

Hillary Clinton, die 1993 mit ihrem Mann Bill und der gemeinsamen Tochter Chelsea ins Weiße Haus einzog, war schon als Präsidentengattin politisch äußerst aktiv. Die Juristin mischte sich ein und kämpfte für eine Gesundheitsreform, die jedoch im Kongress scheiterte.

Nach ihrer Zeit als First Lady nahm sie ihre eigene politische Karriere in Angriff und wollte als erste Präsidentin der Vereinigten Staaten Geschichte schreiben. Das US-Wahlsystem machte ihr einen Strich durch die Rechnung.

Dass die studierte Anwältin Michelle Obama ihren Mann Barack in naher Zukunft zum ersten "First Gentleman" der USA macht, wünschen sich nicht wenige Amerikaner.

Mit ihr brach 2009 eine neue Ära im Weißen Haus an: Sie wirkte nahbar, machte mit charmanten Reden auf sich aufmerksam, kleidete sich so elegant wie seit Jackie Kennedy keine mehr, ohne dabei gestylt zu erscheinen. Schnell gewann sie die Sympathien der US-Bürger und war in Umfragen bald beliebter als ihr Mann.

Nicht nur einmal legte Michelle Obama lockere Fernsehauftritte hin. Dort gab sie alles für ihr großes Anliegen, Amerikas oft übergewichtigen Nachwuchs für gesunde Ernährung und Fitness zu begeistern.

Mit 70 Fotografien, historischen Dokumenten und seltenen Filmaufnahmen zeigt die Ausstellung vier Frauen bei der Gratwanderung zwischen dem traditionellen Bild der Ehefrau und Mutter …

… und dem der emanzipierten politischen Akteurin, die eigene Ambitionen verfolgt.

Noch bis zum 24. Februar 2019 können sich Interessierte im Museum "The Kennedys" anschauen, wie sich das Selbstverständnis der "Leading Ladies" im Laufe der Zeit sowohl gefestigt als auch gewandelt hat. (kse)

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