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Montag, 09. Juli 2018

Reitsport-Olympiasieger ist tot: Mit "Halla" wurde Winkler zur Legende

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Die deutsche Reitsport-Legende Hans-Günter Winkler ist im Alter von 91 Jahren gestorben. (Foto: picture alliance/dpa)

Die deutsche Reitsport-Legende Hans-Günter Winkler ist im Alter von 91 Jahren gestorben.

Die deutsche Reitsport-Legende Hans-Günter Winkler ist im Alter von 91 Jahren gestorben.

Er war der erfolgreichste Reiter in der Geschichte der Olympischen Spiele.

Der gelernte Bankkaufmann gewann fünf Mal Olympisches Gold sowie jeweils einmal Silber und Bronze.

Sein Ritt zu Olympiagold im Mannschafts-Springreiten bei den Olympischen Spielen in Stockholm 1956 ist bis heute legendär: Im ersten Durchgang zog sich Winkler einen Muskelriss zu und ...

... konnte sich vor Schmerzen nur mühsam im Sattel halten. Doch die "Wunderstute" Halla trug ihren verletzten Springreiter im zweiten Durchgang fehlerlos über den Parcours ...

... und die deutsche Mannschaft zum Sieg. Sportlich ist Winkler als Springreiter noch immer unerreicht. Den zwei Goldmedaillen von 1956 folgten drei weitere Olympia-Siege. ...

... Zudem gewann er während seiner Laufbahn eine Silber- und eine Bronzemedaille bei Olympischen Spielen. Zur imposanten Bilanz des Ausnahmereiters zählen auch zwei Einzel-Titel bei Weltmeisterschaften und fünf deutsche Meisterschaften. Winkler startete 105 Mal für die deutsche Mannschaft ...

... und zu seiner umfangreichen Titelsammlung gehört auch die zweimalige Wahl zum Sportler des Jahres - eine heutzutage kaum vorstellbare Ehre für einen Reiter.

Seine Karriere beendete Winkler 1986 in Aachen, wo er neben vielen Siegen beim CHIO auch dreimal den Großen Preis gewann.

Für seine Erfolge erhielt Winkler unter anderem das Große Bundesverdienstkreuz, das Deutsche Reiterkreuz sowie die Goldene Ehrennadel und das Goldene Ehrenzeichen des Weltverbandes FEI.

Der Sportler war viermal verheiratet. Seine letzte Frau Debbie starb 2011 nach einem Reitunfall (hier beide im Jahr 2005). Aus einer früheren Ehe stammen zwei Kinder.

Winkler veröffentlichte zudem viele Bücher über den Reitsport.

2016 wurde er zum Anlass seines 90. Geburtstags mit einer Gala geehrt.

Das Fest zu seinen Ehren beim CHIO Aachen war sein letzter großer öffentlicher Auftritt.

Winkler starb in der Nacht zum 9. Juli 2018, nachdem er mit einem plötzlichen Herzstillstand in ein Krankenhaus eingeliefert worden war.

Der Präsident der Deutschen Reiterlichen Vereinigung, Breido Graf zu Rantzau, sagte, man verliere mit Winkler einen Mann, der mit großer Disziplin und Leidenschaft sein Leben gemeistert hätte. Winklers Wohnsitz war bis zuletzt Warendorf - dort, wo auch ein Denkmal für seine Stute Halla steht. (psa/dpa)

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