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Sonntag, 26. November 2017

Die Bundesliga in Wort und Witz: "Wir haben gewonnen, äh, Unentschieden gespielt"

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Die Schalker begnügen sich in aller Bescheidenheit mit einem Remis beim BVB. (Foto: imago/DeFodi)

Die Schalker begnügen sich in aller Bescheidenheit mit einem Remis beim BVB.

Die Schalker begnügen sich in aller Bescheidenheit mit einem Remis beim BVB.

Und verlassen das Dortmunder Westfalenstadion nach einem Spektakel der ganz besonderen Art doch als Sieger.

Beim FC Bayern erteilt Jupp Heynckes derweil nach der Niederlage bei der Mönchengladbacher Borussia Uli Hoeneß eine Abfuhr.

Und die Rasenballsportler aus Leipzig mausern sich immer mehr zur Spitzenmannschaft.

Der 13. Spieltag der Fußball-Bundeliga in Wort und Witz.

Hannover 96 - VfB Stuttgart 1:1 (0:1)

"Ja, ich möchte mit Köln reden."

Horst Heldt, seit neun Monaten Hannovers Sportchef, will offenbar zum 1. FC Köln wechseln.

Dort soll er Nachfolger des zurückgetretenen Jörg Schmadtke werden. Weil: "Das ist mein Heimatverein, ich bin da groß geworden."

Sein Problem ist nur: Hannovers Klubchef Martin Kind will ihn nicht ziehen lassen:

"Ich weiß, dass der 1. FC Köln ein Problem hat. Wenn die erwarten, dass 96 das Problem löst, um dann im Ergebnis ein eigenes Problem zu haben - das ist kein Geschäftsmodell über das man ernsthaft diskutieren kann."

"Wir haben keine Prio-Liste, sondern eine Alphabet-Liste. Da kann sich keiner auf den Schlips getreten fühlen."

Kölns Vize-Präsident Toni Schumacher bei Sport1 über das Vorgehen des FC bei der Manager-Suche,

Borussia Dortmund - FC Schalke 04 4:4 (4:0)

"An die Wende habe ich nicht geglaubt und den Vierten Offiziellen bereits nach 25 Minuten gefragt, ob wir heute nur 70 Minuten spielen dürfen."

Schalkes Trainer Domenico Tedesco hatte so seine Zweifel.

"Es ist enorm. Man kann im Leben Briefmarken oder sonstige Sachen sammeln. Ich glaube, dass es das Wichtigste ist, Momente zu sammeln. Ich habe tolle Momente auf Schalke. Das macht Schalke aus, das ist die Liebe und Nähe der Fans."

Sagte Tedesco - vor dem Revierderby bei Borussia Dortmund.

"Schalke hat Charakter, Schalke hat Mentalität, und Schalke kann Spektakel bieten."

Sagte Tedesco - nach dem 4:4 beim BVB nach 0:4-Rückstand.

"Wir haben heute gewonnen, äh wir haben heute Unentschieden gespielt und eine wahnsinnige Aufholjagd gezeigt. Aber gefühlt sind wir ja Gewinner, das ist schon richtig."

Schalkes Profi Leon Goretzka verspricht sich beim Bezahlsender Sky.

Und was sagen die Dortmunder?

Eher wenig bis nichts.

Ach, doch. Trainer Peter Bosz war ja auf der Pressekonferenz.

Und sagte: "Wir haben keinen Fußball mehr gespielt."

Am Tag nach dem Totaleinbruch meldete sich dann Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke auf der BVB-Mitgliederversammlung.

Und reagierte auf ein Interview des Schalker Klub-Bosses:

"Clemens Tönnies will uns überholen. Ich biete ihm etwas an: Wir warten zehn Jahre ab. Wenn sie dann erreicht haben, was wir erreicht haben: also über 100 Punkte mehr als wir holen, zweimal Meister werden und keine Schulden haben, dann gehe ich nach Rheda-Wiedenbrück und sage: Herzlichen Glückwunsch! Aber diesen Canossagang werde ich nicht antreten müssen."

RB Leipzig - Werder Bremen 2:0 (1:0)

"Es war diese Woche das große Thema bei den Jungs, dass wir die Spiele nach der Champions League gewinnen, mit Mentalität und Willen."

Leipzigs Trainer Ralph Hasenhüttl ist mit seinen Jungs zufrieden: "Wir müssen in solchen Spielen auf alles zurückgreifen, was noch im Tank ist. Die Jungs, die dann auf dem Platz stehen, machen es auf eine tolle Art und Weise."

"Auch wenn es ein Arbeitssieg ist, es ist relativ egal. Wichtig ist, solche Spiele zu gewinnen. Unsere Defensive hat gut funktioniert", sagte Torhüter Peter Gulacsi.

"In Verhandlungen geht es ums Geld, das ist auch klar. Wir verhandeln tatsächlich darum, dass ich mehr verdiene und nicht weniger."

Österreichs Nationalspieler Marcel Sabitzer, einer von Hasenhüttls Jungs, spricht über seine Vertragsverhandlungen mit den Rasenballsportlern.

"Mein Vater hat kein Tor in der Bundesliga gemacht, es war das erste Tor für unsere Familie, ich bin sehr glücklich."

Sagt Leipzigs Torschütze Bernardo.

"Wir sind hier mutig aufgetreten. Daher war ich grundsätzlich mit unserer Leistung zufrieden, mit dem Ergebnis aber nicht."

Werders Trainer Florian Kohfeldt war dann nicht ganz so zufrieden.

SC Freiburg - FSV Mainz 05 2:1 (0:0)

"Jetzt muss er vorausgehen, und er tut es, und er kann es auch. Das ist herausragend."

Freiburgs Trainer Christian Streich lobt seinen Angreifer Nils Petersen.

Der kann es nicht nur als ewiger Einwechselspieler, wie er nun bewies.

Gegen Mainz nämlich war ihm das nicht unwichtige 1:0 gelungen.

"Ich bin zufrieden mit mir, und das bin ich selten", sagte der 28-Jährige.

"Ich bin zufrieden, dass ich ein Tor geschossen habe, aber die Überschrift heute lautet, dass wir alle vom Resultat enttäuscht sind."

Der Mainzer Torschütze Emil Berggreen feierte nach langer Verletzungspause sein Comeback.

"Das Ergebnis nervt."

Der Mainzer Trainer Sandro Schwarz in Freiburg.

"Wir waren die letzten zwei Jahre sehr verwöhnt. Wir haben die letzten zwei Jahre mit der Zweitliga-Saison von vier Spielen drei gewonnen im Schnitt - das ist ja fast Bayern München gewesen."

Freiburgs Streich hat noch etwas anzumerken.

Eintracht Frankfurt - Bayer 04 Leverkusen 0:1 (0:0)

"Spiele gegen Dortmund sind immer etwas Besonderes. Da geht es um viel, die sind ja nicht weit weg von uns."

Leverkusens Kevin Volland freut sich schon auf das Heimspiel am kommenden Samstag:

"Aktuell sind wir in der Verfolgerrolle - das ist gar nicht so schlecht. Wir wollen gewinnen und den Anschluss nach oben halten."

"Ich habe neun Jahre in dem Verein gespielt, deshalb freue ich mich immer, wenn Dortmund gewinnt. Außer gegen uns."

Leverkusens Trainer Heiko Herrlich über das bevorstehende Duell mit dem BVB.

Eintrachts Trainer Niko Kovac haderte dagegen mit der ersten Niederlage nach sechs Spielen.

"Die Partie hätte eigentlich Remis enden müssen. Der schnelle Konter zum Gegentor ärgert mich. Das darf nicht passieren und war am Ende der kleine, aber feine Unterschied."

FC Augsburg - VfL Wolfsburg 2:1 (0:1)

"Einmal ist man der Baum, und einmal der Hund, das hat der Herr Götze zuletzt gesagt, das hat mir gefallen. Es bringt ja nichts, wenn ich an der Linie den Hampelmann mache, es hat noch nie ein Schiedsrichter eine Rote Karte zurückgenommen."

Wolfsburgs Trainer Martin Schmidt nach der 1:2-Niederlage beim VfL Wolfsburg zum strittigen Platzverweis für Maximilian Arnold und zum Elfmeter.

"Wir dürfen den Baum jetzt nicht anbrennen lassen, wir müssen ihn langsam schmücken."

Wolfsburgs Maximilian Arnold zur Situation beim VfL.

"19 Punkte sind Weltklasse."

Torschütze Michael Gregoritsch über die Ausbeute des FC Augsburg.

Borussia Mönchengladbach - FC Bayern München 2:1 (2:0)

"Das ist in den Hirnen der Journalisten. Wir sind Profis. Ich bin sehr gerne in Mönchengladbach, lebe am Rande, war hier Spieler, Trainer, alles. Aber es ist doch ganz klar: In erster Linie bin ich Profi und arbeite für meinen neuen Verein und wollte gewinnen."

Jupp Heynckes, bekanntlich Trainer des FC Bayern, zu seiner Gladbacher Vergangenheit.

"Ich weiß nicht, was Uli bewegt hat, so etwas zu sagen. Das war in der Generalversammlung und dann ist man schon einmal emotional. Es gibt eine klare Vereinbarung, und dabei bleibt es. Da gibt es nichts dran zu rütteln."

Heynckes widerspricht seinem Freund Uli Hoeneß. Der Präsident des FC Bayern hatte auf der Jahreshauptversammlung verkündet, dass es durchaus eine Chance gebe, den Trainer über die laufende Spielzeit hinaus in München halten zu können.

"Mein Job ist es in erster Linie Tore zu verhindern. Das soll auch so bleiben."

Gladbachs Abwehrspieler Matthias Ginter nach seinem Siegtreffer gegen die Bayern, seinem dritten Saisontor.

"Ich bin noch mal raus zum Trainer und habe ihn gefragt: Muss ich wirklich? Und ich musste."

Ginter, der nach dem frühen Ausfall von Mitspieler Christoph Kramer von der Innenverteidigung ins defensive Mittelfeld vorgezogen wurde.

"Da gab es heute nix mit dem Trainer zu diskutieren."

Gladbach Trainer Dieter Hecking zur Umstellung Ginters.

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