Technik

Kurbeln bis der Strom kommtNotstromgenerator fürs Handy

13.05.2008, 08:22 Uhr

Akku leer: Mitten im Gespräch bricht die Verbindung zusammen oder die sorgfältig getippte SMS wird nicht mehr losgeschickt. Für diese Fälle kann man jetzt eine Art Notstromgenerator nutzen, einen Dynamo mit USB-Anschluss und Adapter für unterschiedliche Handy-Modelle.

Der "revolt Dynamo" hat eine Handkurbel, die sich mit einem deutlich spürbaren und hörbaren Widerstand drehen lässt. Eine rote Leuchtdiode zeigt an, dass dabei Strom erzeugt wird. Die Kurbel soll nicht zu schnell und nicht zu langsam gedreht werden; der Hersteller empfiehlt zweieinhalb Umdrehungen pro Sekunde und verspricht: "Wenn Sie so für etwa drei Minuten Ihr Handy aufladen, wird dieses wieder einige Minuten Sprechzeit oder Bereitschaftszeit zur Verfügung haben."

Unterschiedliche Empfindlichkeit

Im Test mit einem Nokia-Handy zeigt das Mobiltelefon prompt an: "Akku wird geladen." Der Ladevorgang wird fortgesetzt, solange gekurbelt wird. Ein iPod reagiert empfindlicher auf Unterbrechungen oder langsameres Kurbeln - der Musikplayer lädt nur bei optimaler und gleichbleibender Kurbelumdrehung auf.

Der Hersteller räumt ein, dass sich ein vollständig leerer Handy-Akku "mit dem Dynamo nur schwer wieder aufladen" lässt - im Test ließ sich das Gerät auch nach zehn Minuten Kurbeln nicht wieder einschalten. Die Kurbelei hilft aber, die Akku-Dauer zu verlängern, wenn sich das Handy mit einer ersten Warnung zu Wort meldet. Für den Outdoor-Einsatz eignet sich der Dynamo kaum - im Campingurlaub ist das vom gleichen Hersteller verfügbare Solarladegerät eine sinnvollere Anschaffung.

Dem handlichen Gerät mit einem Gewicht von 57 Gramm liegen Adapter bei für die Ladebuchsen gängiger Handy-Modelle von Nokia, Sony-Ericsson und Motorola. Angeboten wird derr "revolt Dynamo" vom Versandhändler Pearl zum Preis von 6,90 Euro.