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Samstag, 12. Mai 2018

Farbenfeuer und Wikingerschnee: Das sind alle ESC-Finalisten

von Max Raudszus

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Der Auftakt zum ganz großen Showfinale des Eurovision Song Contest 2018 ist gemacht, alle Länder sind einmal über die Bühne getanzt, die 26 Kandidaten der letzten Runde stehen fest. (Foto: imago/ITAR-TASS)

Der Auftakt zum ganz großen Showfinale des Eurovision Song Contest 2018 ist gemacht, alle Länder sind einmal über die Bühne getanzt, die 26 Kandidaten der letzten Runde stehen fest.

Der Auftakt zum ganz großen Showfinale des Eurovision Song Contest 2018 ist gemacht, alle Länder sind einmal über die Bühne getanzt, die 26 Kandidaten der letzten Runde stehen fest.

Aus einer Rekordzahl von 43 Teilnehmern ziehen zwischen Schnulzen, Schnee und Spektakel die fulminantesten Acts nach Lissabon, um die Krone der europäischen Musikunterhaltung weiterzureichen.

Nach dem Vorjahressieg des Portugiesen Salvador Sobral ist sein Heimatland als Gastgeber bereits für das Finale qualifiziert und schickt ...

... für 2018 Claudia Pascoal ins Rennen zur Titelverteidigung.

Die 23-jährige "The Voice of Portugal"-Teilnehmerin singt "O Jardim" (Der Garten) in ihrer Landessprache und liegt damit voll im Trend.

Denn weniger Kandidaten als sonst verlegen sich auf internationalisiertes Englisch, sondern präsentieren ihre Songs in verschiedenen Sprachen des Kontinents. So auch Ermal Meta und Fabrizio Moro, die mit ...

... "Non Mi Avete Fatto Niente" (Ihr könnt mir nichts anhaben) für Italien auf der großen Bühne und als Vertreter eines der "Big 5" ebenfalls automatisch im Finale stehen.

Genau wie das französische Duo Madame Monsieur, das mit "Mercy" den ersten ESC-Erfolg für ihre stolze Künstlernation holen wollen ...

... und sich sogar zum erweiterten Favoritenkreis zählen dürfen.

Ganz anders die "Big 5"-Spanier Amaia y Alfred, die zwar ebenfalls ihrer Muttersprache treu bleiben, sich mit ...

... "Tu Canción" (Dein Lied) aber vermutlich eher nicht zum erhofften Triumph schmachten dürften.

Etwas mehr Hoffnung macht sich da schon der deutsche Kandidat. Michael Schulte liefert mit "You Let Me Walk Alone" (Du lässt mich allein gehen) eine emotionale Hommage an seinen verstorbenen Vater, die, ...

... noch dazu mit einer ergreifenden Bühnenshow gespickt, durchaus Anklang finden könnte. Auch wenn der Deutsche als Einziger der "Big 5" nicht in seiner Landessprache singt, ...

... denn SuRie performt "Storm" als letzte "Große" zwar auch in Englisch, ...

... als Vertreterin Großbritanniens sei ihr das jedoch gestattet. Nicht gesetzt waren 20 weitere Kandidaten, die sich im offenen Wettbewerb gegeneinander durchsetzen mussten. Im ersten Halbfinale ...

... qualifiziert sich Eugent Bushpepa für Albanien mit seinem Song "Mall" (Sehnsucht) zur großen Show an diesem Samstag.

Bei der Übertragung im chinesischen Fernsehen war sein Auftritt übrigens nicht zu sehen. Er wurde wohl aufgrund eines Gesetzes herausgeschnitten, das das Zeigen von tätowierten Künstlern untersagt.

Ebenfalls ins Finale und ebenfalls nicht ins chinesische Fernsehen schaffte es der Ire Ryan O'Shaughnessy mit seiner Ballade "Together".

Sie erzählt die anrührende Liebesgeschichte zweier junger Männer und dürfte daher ebensowenig durch die chinesische Zensur gekommen sein wie die Regenbogenfahnen des Publikums.

Nicht an der Zensur, sondern am Wohlwollen von Publikum und Jury scheiterte dagegen Julija Samoilowa. Russland schickte sie nach dem ukrainischen Boykott im Vorjahr erneut ins Rennen, ist nach ihrem Ausscheiden nun aber erstmals nicht in einem ESC-Finale vertreten.

Düstere Stimmung herrscht auch bei den Bulgaren der Gruppe Equinox - die ist allerdings beabsichtigt und formt sich auf der Bühne zu einem Beitrag, der unter die Haut geht.

"Bones" (Knochen) könnte der nächste Spitzensong des Landes werden und vielleicht sogar einmal mehr als ein Achtungserfolg.

Dunkel und martialisch geht es auch zu, wenn die Dänen ihre Fahnen schwenken. Rasmussen donnern mit "Higher Ground" ...

... nordmännischen Wikinger-Rock auf die Bühne - und haben sogar Schnee mitgebracht.

Wesentlich bunter kommen die Wirbelwinde aus der Republik Moldau daher. DoReDoS tanzen mit ihrer knallig-musicalartigen Show zu "My Lucky Day" ins Finale.

Noch ein Stück farbenfroher und ein ganzes Ende schriller kommt die klare Favoritin des Jahres: Netta könnte mit "Toy" groß abräumen und die Eurovisions-Krone nach ...

... Israel tragen, das trotz geografischer Entfernung den Nagel des europäischen Musiknervs auf den Kopf trifft.

Von noch weiter her bringt Jessica Mauboy Glitzern und strahlendes Lachen auf die Bühne Lissabons.

Mit "We Got Love" singt sie Australien ins ESC-Finale - auch wenn sie dort weniger gute Aussichten haben dürfte.

Cesár Sampson hofft auf "12 Points for Austria". Unsere österreichischen Nachbarn schicken den 34-Jährigen mit ...

... "Nobody But You" an die Atlantikküste Portugals.

Etwas uninspiriert tritt der Schwede Benjamin Ingrosso auf, schafft es aber mit "Dance You Off" dennoch ins Finale und könnte sich auf dem Weg dorthin vielleicht nochmal von seinen ...

... norwegischen Nachbarn coachen lassen. Die lassen nämlich mit "That's How You Write A Song" (So schreibt man einen Song) erklären, nun ja, wie man eben einen Song schreibt.

Ihr Kandidat Alexander Rybak hat genau darin eben auch schon Erfahrung. 2009 landete er bereits einen Riesenhit beim ESC. Auch wenn er seine Geige wieder mitgebracht hat, dürfte es mit einer Wiederholung durch Hit-Anleitung schwer werden.

Gegen Monster der eigenen Vergangenheit kämpft auch die Finnin Saara Aalto. Mit "Monsters" ...

... überwindet sie nicht nur Ängste, sondern auch die Hürde zum Finale.

Mit jeder Menge guter Laune im Schulranzen tanzt sich Mikolas Josef aus Tschechien unter die letzten 26.

Der 22-Jährige stellt mit "Lie To Me" Mitstreiter und Publikum auf den Kopf und könnte es bis ganz nach oben bringen.

Erwachsener gibt sich Ieava Zasimauskaitė aus Litauen, die sich mit englisch-litauisch-romantischer Prophezeihung, was passiert, wenn wir alt sind ("When We're Old") für Litauen ins Finale säuselt.

Weniger schmachtend, dafür ebenfalls zweisprachig sagt Lea Sirk "Hvala, Ne!" (Nein, danke!). Sie will mit ihrer Muttersprache Slowenisch, aber auch in für die Gastgeber gut verständlichem Portugiesisch überzeugen.

Auf die Kraft des Südländischen setzt auch Elina Netsajeva. Sie kommt zwar aus dem baltischen Estland, schmettert "La Forza" (Die Kraft) jedoch auf Italienisch durch Lissabon, ...

... während ihre Stimme den Saal ausfüllt und ihr Kleid mit der gesamten Bühne verschmilzt. Während sich die einen der Opernweltsprache bedienen, ...

... gehen Sanja Ilić & Balkanika aus Serbien den entgegengesetzen Weg. Sie singen nicht nur auf Serbisch, sondern auch im torlakischen Dialekt ihres Landes und tragen so noch mehr sprachliche Vielfalt ins Finale, in dem aber ...

... Niederländisch nicht zu hören sein wird. Zum Country-Ohrwurm "Outlaw in 'Em" von Waylon hätte dessen Muttersprache vermutlich auch nicht so gut gepasst.

Dass man nicht nur mit poppigen Ohrwürmern Erfolg haben kann, beweist die Überraschungsband AWS aus Ungarn.

Mit Heedbanging zu krachendem Nu-Metal sagen sie in "Viszlát Nyár" (Tschüss, Sommer) dem Sommer Lebewohl und geben vor feuriger Bühnenshow ordentlich was auf die Ohren.

Feuer und Flamme ist auch Eleni Foureira, die mit "Fuego" nicht nur durch Special Effects eine heiße Show aufs Parkett legt.

Temperamentvoll und freizügig rückt sich die Zypriotin ins beste Licht, ...

... in dem sich auch Mélovin aus der Ukraine zu gefallen scheint. Der 21-Jährige haut ...

... in "Under The Ladder" (Unter der Leiter) kräftig in die Tasten und fackelt für das Finale ein fulminantes Feuerwerk ab.

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