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Samstag, 03. Oktober 2015

Phoenix aus der Asche : The Rise of David Bowie

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Wer oder was ist das? Ein Zwitterwesen, eine Hydra, eine Chimäre, ein Typ mit einer Zucchini-Scheibe auf der Stirn? (Foto: Mick Rock)

Wer oder was ist das? Ein Zwitterwesen, eine Hydra, eine Chimäre, ein Typ mit einer Zucchini-Scheibe auf der Stirn?

Wer oder was ist das? Ein Zwitterwesen, eine Hydra, eine Chimäre, ein Typ mit einer Zucchini-Scheibe auf der Stirn?

Es ist David Bowie. Es ist Ziggy Stardust, es ist der Mann mit den verschiedenfarbigen Augen und den vielen Facetten.

Und es ist eindeutig ein Mann, wie sich einige Jahre später wieder deutlich herausstellen wird, aber ein Mann, der auf enge Hosen (an der Taille) mit weitem Schlag steht, sich die Haare färbt und die Augen schminkt ...

... und sich so offensichtlich androgyn gibt, wie es vor ihm noch keiner gewagt hat.

Die Grenzen zwischen männlich und weiblich verschwammen, und ob man oder frau auf männlich oder weiblich stand, wurde auch in sexueller Hinsicht immer unwichtiger.

Bowie war der Typ im Glitzerfummel, der mit tiefer Stimme "See these eyes so green/ I can stare for a thousand years" brummeln konnte und ein hysterisches "And I've been putting out fire with gasoline" hinterschreien konnte, mit wackelndem Timbre. Wenngleich dieser Song auch einer aus den Achtzigern ist.

Mick Rock, der diese Bilder schoss, gehört(e) zu Bowies engstem Kreis und wurde sein Haus- und Hoffotograf. "Ich denke, David vertraute mir ganz einfach", so Rock, der mittlerweile die komplette Rock- Pop- und Star-Szene vor der Linse hatte.

"Ich fühle mich sogar bis heute verpflichtet, sein Image zu schützen", ergänzt der Fotograf.

In dem Fotoband des TASCHEN Verlags "Collector’s Edition, The Rise of David Bowie: 1972–1973", limitiert auf 1972 Kopien, signiert von David Bowie und Mick Rock, kann man das ganz gut nachvollziehen, wie er das meint.

Mick Rock kennt sich von Anfang an aus mit Rock-Stars: Sein erstes Shooting hatte er mit Syd Barret, dem Mitbegründer der legendären Band Pink Floyd.

Nach Bowie sollen viele andere kommen, wie Lou Reed, Queen, Iggy Pop, Roxy Music und Blondie.

Aber kaum ein anderer Künstler ist so vielfältig, so wandelbar wie David Bowie.

Rock übernahm auch die Regie bei Musikvideos von Bowie, darunter "John, I’m Only Dancing", "The Jean Genie", das geniale "Space Oddity" und "Life On Mars?".

Rock (links im Bild, mit Benedict Taschen bei der Ausstellungseröffnung) hatte in jüngster Zeit Künstler wie Snoop Dogg, The Black Keys, Skrillex, Daft Punk, Lady Gaga und Pharrell Williams vor der Kamera.

Dieser Spaß - also das Buch - hat leider seinen Preis: 500 Euro. Aber Wert ist es das allemal. (soe)

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