Überspannte Träume am Golf: Böses Erwachen in Dubai
Bilderserien
Mit einer überraschenden Bitte um Zahlungsaufschub sorgt der Golfstaat Dubai für erhebliche Unruhe an den Finanzmärkten.Bild 1 von 25 | Foto: REUTERSRund um die Welt geben die Börsenkurse nach: Die Anleger werden vorsichtig. Auf Verdacht verkaufen sie vor allem die Aktien, die sich mit dem Dubai-Boom in Verbindungen bringen lassen.Bild 2 von 25 | Foto: REUTERS"Wir verstehen die Unruhe der Märkte und besonders der Gläubiger", sagt Scheich Ahmed bin Said el Maktum.Bild 3 von 25 | Foto: REUTERSAls Vorsitzender des obersten Haushaltsausschusses des Emirats Dubai muss er versuchen, die Wogen zu glätten.Bild 4 von 25 | Foto: REUTERSDas Vorgehen sei, so der Scheich weiter, notwendig gewesen, um "entschieden" gegen die Schuldenlast vorzugehen.Bild 5 von 25 | Foto: REUTERSDubai habe eine "nachhaltige" Wirtschaft, die nach einem "Jahrzehnt beispiellosen Wachstums" über große Rücklagen verfüge.Bild 6 von 25 | Foto: REUTERSAm Tag nach der Ankündigung aus Dubai fallen islamische Finanzprodukte in Asien im Schnitt um 15 Prozent.Bild 7 von 25 | Foto: REUTERSDer Deutsche Aktienindex in Frankfurt am Main schließt mit einem Minus von mehr als drei Prozent. Auch andere europäische und asiatische Börsen rutschten ab.Bild 8 von 25 | Foto: REUTERSBetroffen von der Bitte um Zahlungsaufschub sind die Kreditgeber des Staatsfonds Dubai World und von dessen Immobilientochter Nakheel.Bild 9 von 25 | Foto: REUTERSStaatsfonds und Immobilientochter sind am Bau der künstlichen Inseln vor der Küste von Dubai beteiligt.Bild 10 von 25 | Foto: APDas Emirat Dubai, der wirtschaftliche Mittelpunkt der Golfregion, beheimatet den größten Hafen, die größten Bauprojekte und das bedeutendste Handelszentrum der Vereinigten Arabischen Emirate.Bild 11 von 25 | Foto: REUTERSDer Export des in der Region geförderten Erdöls sowie der Tourismus gehören zu den rentabelsten Wirtschaftszweigen.Bild 12 von 25 | Foto: REUTERSBei Urlaubern sind die Einkaufszentren und Luxushotels beliebt - wie das berühmte segelförmige Burj al-Arab.Bild 13 von 25 | Foto: REUTERSAuf künstlichen Inseln, die in Form von Palmen angelegt wurden, sollen neben langen Sandstränden auch Luxuseinrichtungen für Urlauber geschaffen werden.Bild 14 von 25 | Foto: REUTERSMit einer Fläche von etwa 3900 Quadratkilometern ist das Emirat am Persischen Golf etwas größer als das Saarland und Berlin zusammen.Bild 15 von 25 | Foto: REUTERSNach Angaben des Auswärtigen Amtes leben rund 1,3 Millionen Menschen in dem vergleichsweise ölarmen Emirat, etwa 80 Prozent davon sind Ausländer.Bild 16 von 25 | Foto: REUTERSIn den vergangenen Jahren lockte der beispiellose Bauboom Menschen aus aller Welt an:Bild 17 von 25 | Foto: REUTERSIngenieure aus China, Architekten aus Deutschland und vor allem billig entlohnte Bauarbeiter aus Pakistan und Indien.Bild 18 von 25 | Foto: REUTERSMit dem Ende der hochwachsenden Träume haben sich auch die Zahlenverhältnisse in der Bevölkerungsstatistik rapide gedreht:Bild 19 von 25 | Foto: REUTERSDas Aufenthaltsrecht für Gastarbeiter ist scharf begrenzt. Binnen Tagen nach der Kündigung müssen die meisten das Land verlassen. Dubai wird damit zum Alptraum von Planern und Verwaltern: eine Volkswirtschaft mit extrem beweglichen Variablen.Bild 20 von 25 | Foto: REUTERSGeografisch gesehen, besteht der größte Teil Dubais ohnehin aus Wüste. Doch nach der Idee eines einzelnen Mannes soll Dubais Zukunft die Wirtschaftskraft der Nachbarstaaten überstrahlen.Bild 21 von 25 | Foto: REUTERSScheich Mohammed bin Rashid al-Maktoum (in blau), Herrscher von Dubai und Vizepräsident der Vereinigten Arabischen Emirate, setzt auf Visionen, Innovationen und kühne Pläne.Bild 22 von 25 | Foto: REUTERSMega-Projekt für Mega-Projekt soll sich der öde Küstenstreifen zwischen Saudi-Arabien und Oman seinen Vorstellungen annähern.Bild 23 von 25 | Foto: REUTERSNicht ganz zu unrecht sieht der Herrscher in der Neuausrichtung des Landes die einzige Chance auf künftigen Wohlstand. Vor allem mit seinen spektakulären Bauvorhaben in nie dagewesenen Ausmaßen hat Dubai hochfliegende Erwartungen geweckt.Bild 24 von 25 | Foto: REUTERSMit den Zweifeln an der Finanzkraft einheimischer Unternehmen gerät das alles in Misskredit: Weltweit fürchten Anleger und Großinvestoren nun, dass von der Dubai-Story ohne Boom nicht viel mehr übrig bleibt als Sand und schöne Sonnenuntergänge.Bild 25 von 25 | Foto: REUTERS