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Mittwoch, 17. Juni 2015

Russland, Jemen und ...: Die zehn lahmsten Volkswirtschaften der Welt

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In ihrem jüngsten Bericht wagt die Weltbank einen Blick auf die künftige Entwicklung der weltweiten Wirtschaft. Das US-Nachrichtenportal "Business Insider" hat aus diesem Bericht die zehn Länder ermittelt, deren Volkswirtschaften bis 2017 voraussichtlich besonders langsam wachsen werden. Gezeichnet von diversen Problemen sind sie die Schlusslichter der Weltwirtschaft. Los geht es mit ... (Foto: picture alliance / dpa)

In ihrem jüngsten Bericht wagt die Weltbank einen Blick auf die künftige Entwicklung der weltweiten Wirtschaft. Das US-Nachrichtenportal "Business Insider" hat aus diesem Bericht die zehn Länder ermittelt, deren Volkswirtschaften bis 2017 voraussichtlich besonders langsam wachsen werden. Gezeichnet von diversen Problemen sind sie die Schlusslichter der Weltwirtschaft. Los geht es mit ...

In ihrem jüngsten Bericht wagt die Weltbank einen Blick auf die künftige Entwicklung der weltweiten Wirtschaft. Das US-Nachrichtenportal "Business Insider" hat aus diesem Bericht die zehn Länder ermittelt, deren Volkswirtschaften bis 2017 voraussichtlich besonders langsam wachsen werden. Gezeichnet von diversen Problemen sind sie die Schlusslichter der Weltwirtschaft. Los geht es mit ...

... Platz 10 unter den lahmsten Volkswirtschaften der Welt. Dieser geht an: den Jemen. Das vor allem von Energieexporten abhängige Land leidet besonders unter dem 2014 begonnenen Verfall der Ölpreise. Außerdem wird der Jemen derzeit von einem blutigen Bürgerkrieg erschüttert. Dem Land wird von der Weltbank für die Jahre 2014 bis 2017 daher nur ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 0,9 Prozent zugetraut.

Platz 9: Auch ein EU-Land ist unter den lahmen Enten der Volkswirtschaften: Kroatien. Ein schwaches Wirtschaftswachstum von gerade mal 0,7 Prozent zwischen 2014 und 2017 wird dem Land an der Adria vorhergesagt.

Kroatien hat sich bis heute nicht von der großen Krise 2008 erholt. Das Land leidet weiter unter hoher Arbeitslosigkeit und nachlassenden Investitionen aus dem Ausland.

Platz 8: Zwar sah die Fußball WM 2014 in Brasilien nach einer tollen Party aus, aber volkswirtschaftlich betrachtet war die Veranstaltung eine große Belastung für das Gastgeberland. Auch leidet Brasilien ...

... unter der fragwürdigen Wirtschaftspolitik der vergangenen Jahre. Diese fußte auf hohen Rohstoffpreisen und der Ankurbelung des Binnenkonsums, vernachlässigte aber Investitionen. Die Weltbank rechnet nun mit einem Wachstum von lediglich 0,5 Prozent bis 2017.

Platz 7: Noch etwas schlechter läuft es derzeit für Serbien. Die Weltbank sagt dem EU-Beitrittskandidaten ein Wachstum von gerade mal 0,3 Prozent vorraus - in den Jahren 2014 bis 2017 wohlgemerkt. Besonders belastend wirkte sich die Rezession von 2014 aus, als die Wirtschaft um 1,8 Prozent schrumpfte. Nach einem weiteren Minus in diesem Jahr könnte es bereits 2016 jedoch ...

... wieder leicht nach oben gehen. Für kommendes Jahr rechnet die Weltbank mit einem Anstieg des Bruttoinlandprodukts (BIP) um 1,5 Prozent. Serbiens Probleme sind allerdings immer noch vielschichtig: Dazu zählen versäumte Reformen, hohe Arbeitslosigkeit, eine alternde Bevölkerung und ein ineffizientes Rechtssystem.

Platz 6: Auch Russlands Wirtschaft ist stark vom Exporten fossiler Energieträger abhängig - und leidet deshalb wie der Jemen unter dem jüngsten Preisverfall beim Öl. Vor allem in diesem und vergangenem Jahr wird die Wirtschaft zusätzlich belastet durch ...

... Strukturdefizite, Finanzierungsprobleme und die westlichen Sanktionen als Reaktion auf den Ukraine-Konflikt. Obwohl für Russland ab kommenden Jahr ein leichtes und darauf wieder ein deutliches Wachstum von 2,5 Prozent erwartet wird, bleibt 2017 möglicherweise unterm Strich nur ein Plus zwischen 0,2 und 0,3 Prozent.

Platz 5: Das Karibik-Paradies Saint Lucia ist wirtschaftlich vor allem auf den Tourismus angewiesen. Der Strom der Besucher war in Folge der 2008er Krise allerdings zurückgegangen. Nun geht es langsam aufwärts, die Besucher kommen wieder zahlreicher. Bis 2017 könnte die Wirtschaft minimal um 0,1 bis 0,2 Prozent wachsen.

Platz 4: Belarus, hierzulande auch Weißrussland genannt, hat ein großes Problem. Die Wirtschaft des Landes ist stark mit der des Nachbarn Russland verflochten. Und Letzterer gehört - wie bereits gezeigt - ebenfalls zu den derzeit lahmenden Volkswirtschaften. Das bekommt auch Weißrussland zu spüren. Zudem bremst ...

... die zwar angekündigte aber nur in geringem Maße umgesetzte Liberalisierung und Privatisierung der Wirtschaft. In diesem Jahr droht Weißrussland laut Weltbank daher ein Einbruch des BIP um 3,5 Prozent. Bis 2017 könnte die Wirtschaft insgesamt um 0,5 Prozent schrumpfen.

Platz 3: Seit dem Sturz von Ex-Diktator Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 ist die Wirtschaftsleistung Libyens extrem schwankend. Im vergangenen Jahr gab es einen Einbruch um dramatische 24 Prozent. Auch für das nordafrikanische Land zählen der Erdöl- und Erdgassektor zu den wichtigsten Geldquellen - nur versäumte die in zwei Lager gespaltene Regierung, die Einnahmen sinnvoll zu reinvestieren. Dennoch rechnet die Weltbank für die kommenden zwei Jahre mit ...

... einem erneuten Anstieg der Ölförderung in Libyen. Dieser könnte das BIP des Landes bereits 2016 um rund 15 Prozent nach oben treiben, 2017 um mehr als zehn Prozent. Dennoch bleibe, so die Weltbank, Ende 2017 unterm Strich ein Minus der Wirtschaftsleistung von 0,7 Prozent.

Platz 2: Die ebenfalls starke Abhängigkeit von Erdölexporten macht auch die Wirtschaft von Venezuela anfällig für Schwankungen beim Ölpreis. Mit dessen Absturz seit Mitte 2014 ging auch die Wirtschaft des lateinamerikanischen Landes in die Knie. Für das laufende Jahr erwartet die Weltbank einen Rückgang des BIP um mehr als fünf Prozent. Zwischen 2014 und 2017 könnte die Wirtschaftsleistung um insgesamt 2,3 Prozent abnehmen.

Platz 1: Trauriger Spitzenreiter mit der derzeit sich am schwächsten entwickelnden Wirtschaft: die Ukraine. Bereits von der Finanzkrise 2008 wurde das Land schwer getroffen, konnte sich danach aber langsam wieder erholen. Dennoch war die Zeit unter dem 2014 gestürzten Präsidenten ...

... Wiktor Janukowytsch (Mitte) durch stetig steigende Korruption, Oligarchie und Vetternwirtschaft belastet. Kräftig bergab ging es dann schließlich nach ...

... der Krim-Annexion durch Russland im vergangenen Jahr. Das BIP der Ukraine schmolz um 6,8 Prozent, dieses Jahr könnten es sogar 7,5 Prozent werden. Auch wenn, wie die Weltbank es vorhersagt, es ab kommenden Jahr wieder leicht bergauf gehen sollte: Im Jahr 2017 bleibt - auf das Jahr 2014 bezogen - immer noch ein Minus von rund 2,5 Prozent bestehen.

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