Die auch in der westlichen Welt bekannten Begriffe Yin und Yang sind ein wichtiger Bestandteil chinesischer Philosophie.Bild 1 von 55 Bemühen wir die Philosophie einmal, um den Wirtschaftsstandort China zu beleuchten.Bild 2 von 55 Und fangen wir mit Yin an - dem Prinzip für Schatten.Bild 3 von 55 Denn es ist unübersehbar: Die Finanzkrise hat auch im Wirtschaftswunderland China schwere Blessuren hinterlassen.Bild 4 von 55 Im schwarzen Oktober stürzten die Kurse in Shanghai um 25 Prozent in die Tiefe - so stark wie seit 14 Jahren nicht mehr.Bild 5 von 55 Die gedrückte Stimmung reicht bis in die höchsten Regierungskreise:Bild 6 von 55 Er sehe sein Land in einer sehr schwierigen Lage, erklärte Regierungschef Wen Jiabao.Bild 7 von 55 "Die Turbulenzen an den Finanzmärkten und der wirtschaftliche Abschwung verschlimmern sich."Bild 8 von 55 Die Folge: China kann sein zweistelliges Wachstumstempo nicht halten. Im dritten Quartal wurden neun Prozent erreicht.Bild 9 von 55 Das ist der niedrigste Wert seit 2003.Bild 10 von 55 Bankenexperten prophezeien für 2009 nur noch Werte knapp über sieben Prozent.Bild 11 von 55 Auch wenn das aus Sicht der westlichen Länder immer noch exorbitante Raten sind, ...Bild 12 von 55 ... fürchten einige Experten, dass diese Abkühlung gravierende Folgen haben könnte.Bild 13 von 55 Die Einkommensentwicklung würde nicht mehr ausreichen, um die schwierige soziale Balance aufrechtzuerhalten, heißt es.Bild 14 von 55 Auch könnte die Wirtschaftsabkühlung dazu führen, dass die Umweltbemühungen wieder nachlassen -Bild 15 von 55 China hat mittlerweile die USA als weltgrößten Klimasünder eingeholt und spürt bereits jetzt die Auswirkungen der Erderwärmung.Bild 16 von 55 In Peking selbst gilt die Acht-Prozent-Marke als rote Linie für den Wachstum, die nicht unterschritten werden darf.Bild 17 von 55 Soweit die düsteren Prognosen. Da in der chinesischen Philosophie die Übergänge von Schatten und Sonne, ...Bild 18 von 55 ... von Yin zu Yang fließend sind, wechseln wir hier die Perspektive:Bild 19 von 55 Mit einem Konjunkturpaket in Höhe von rund 458 Mrd. Euro will die Regierung das Wachstum neu anfeuern.Bild 20 von 55 Peking hat darüber hinaus bereits einige Hebel in Bewegung gesetzt:Bild 21 von 55 Die Zentralbank senkte dreimal die Zinsen und lockerte die Bedingungen für die Vergabe von Krediten.Bild 22 von 55 Die Finanzkrise trägt auf diesem Weg also auch zu einer weiteren Öffnung des chinesischen Marktes bei.Bild 23 von 55 An den Börsen waren am Ende des Rekord-Verlust-Monats dank der Zinssenkungen verhalten optimistische Stimmen zu hören.Bild 24 von 55 Die Erholung habe jetzt angefangen, flüstern Händler hinter vorgehaltener Hand.Bild 25 von 55 Etwas lauter tönt es bei den Investmentexperten.Bild 26 von 55 China könne aus der "Pole Position" in die nächste Erholungsphase starten, heißt es.Bild 27 von 55 Die Verwerfungen im US-Finanzsystem dürften China weniger schmerzlich treffen, schreibt etwa Joseph Tang ...Bild 28 von 55 ... von Invesco Hongkong in seiner Publication "The Dragon Code" und begründet dies folgendermaßen:Bild 29 von 55 Punkt 1: Die chinesischen Banken waren relativ gering in den Finanzsystemen der Industrieländer engagiert.Bild 30 von 55 Punkt 2: China ist zunehmend unabhängig vom US-Exportgeschäft.Bild 31 von 55 Punkt 3: Die niedrige Bewertung der chinesischen Aktien macht sie wieder attraktiv.Bild 32 von 55 Punkt 4: Mit den Maßnahmen zur Stabilisierung des Aktienmarktes sorgt die chinesische Regierung bereits für eine Kurserholung.Bild 33 von 55 Auch ausländische Investoren glauben weiter an China:Bild 34 von 55 So schickt sich beispielsweise der US-Konzern Pepsi an, in den nächsten vier Jahren eine Milliarde Dollar in China zu investieren.Bild 35 von 55 Für Pepsi ist China einer der wachstumsstärksten Zukunftsmärkte.Bild 36 von 55 Thailands Vizepremier Olarn Chaipravat geht noch einen Schritt weiter.Bild 37 von 55 Er sieht angesichts der Schwäche der G8-Staaten in China einen globalen Stabilitätsanker.Bild 38 von 55 "Es gibt Anzeichen, dass China bereit ist, in Währungs- und Finanzfragen eine Führungsrolle zu ergreifen", so Chaipravat.Bild 39 von 55 Ganz Asien sei auf dem Weg, zum neuen Stützpfeiler des Weltfinanzsystems zu werden.Bild 40 von 55 Die Fähigkeit dazu hat der Kontinent bitteren Erfahrungen zu verdanken: Nach der selbst verschuldeten Krise 1997 ...Bild 41 von 55 ... mussten besonders die Banken ihre Hausaufgaben nachholen.Bild 42 von 55 Und so verfügt Asien heute über eine solide Banklandschaft -Bild 43 von 55 ... kein geringer Faktor in Zeiten, wo die Exporte wegbrechen und die weltweiten Kreditmärkte austrocknen.Bild 44 von 55 Last but not least: Die riesigen Devisenberge, die China angehäuft hat.Bild 45 von 55 Insgesamt verfügte China Ende September 2008 über Devisen im Umfang von 1,9 Billionen US-Dollar - die größte Reserve weltweit.Bild 46 von 55 Nun besteht die berechtigte Hoffnung, dass China diese Reserve im Notfall auch stabilisierend einsetzen wird.Bild 47 von 55 Ein erster Schritt ist bereits getan:Bild 48 von 55 Gemeinsam mit den zehn Asean-Staaten sowie Japan und Südkorea wurde eine Kriegskasse mit 80 Milliarden Dollar eingerichtet.Bild 49 von 55 Diese soll helfen, die angeschlagenen asiatischen Währungen zu stützen.Bild 50 von 55 Angedacht ist zudem ein gemeinsam verwalteter Pool asiatischer Staatsfonds - in Höhe von etwa 200 Milliarden Dollar.Bild 51 von 55 Aber dafür müssten auch Japan und China gemeinsam an einem Strang ziehen und die Führung bei der Aktion übernehmen.Bild 52 von 55 Ein schwieriges Unterfangen für die rivalisierenden Wirtschaftsmächte, aber nicht undenkbar.Bild 53 von 55 In den nächsten Wochen und Monaten hat China die Gelegenheit, zu beweisen, ob es diese neue Rolle ausfüllen kann ...Bild 54 von 55 ... und das Prinzip Sonne, Yang, wieder die Oberhand hat. (Text: Samira Lazarovic, Bilder: dpa, AP, Reuters)Bild 55 von 55