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Donnerstag, 08. März 2018

Zu wenig Raum zum Leben: Elefanten müssen Menschen weichen

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Afrika ohne Elefanten ist undenkbar. (Foto: imago/Xinhua)

Afrika ohne Elefanten ist undenkbar.

Afrika ohne Elefanten ist undenkbar.

Die sanften Dickhäuter bewegen sich in Herden übers Land.

Nur ausgewachsene Elefantenbullen leben als Einzelgänger.

Die größten Landtiere der Welt laufen täglich viele Kilometer, ...

... um Wasser und ausreichend Nahrung zu finden.

Wie Wissenschaftler herausgefunden haben, folgen sie dabei festen Wanderrouten, ...

... auf denen allerdings immer häufiger Felder und Siedlungen liegen.

Die Elefanten, deren Zahl bereits durch Wilderer deutlich dezimiert wurde und wird, verlieren ihren Lebensraum.

So kommt es, dass Elefanten und Menschen zu direkten Konkurrenten werden.

Farmer fürchten um ihre Ernte, Viehbauern um die Nahrung für ihre Tiere und alle um ihre Existenz.

Das führt zu Spannungen und häufig sogar zum Tod der grauen Riesen.

Kenias Regierung versucht seit einiger Zeit, deeskalierend einzugreifen.

Mit großem Aufwand und schwerem Gerät ...

... werden immer wieder Elefanten, die Ortschaften zu nahe kommen oder Ernten zerstört haben, aufgespürt, ...

... betäubt und schließlich umgesiedelt.

Die Aktion ist für alle Beteiligten gefährlich.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen könnte dass tonnenschwere Tier zu früh wieder zu Bewusstsein kommen, sich bewegen oder sogar wehren.

Gleichzeitig müssen Anwohner ruhig gehalten werden. Für viele von ihnen ist es nicht nachvollziehbar, warum für eine Umsiedlung eines Elefanten viel Geld ausgegeben wird, ...

... während der Verlust durch zerstörte Ernten nicht oder nur sehr selten finanziell ausgeglichen wird.

Für den Elefanten ist bereits die Betäubung eine echte Gefahr.

Tierärzte wissen, dass sie mit jeder Narkose das Leben des Elefanten riskieren.

Keiner weiß vorher, wie gesund das Tier ist, bevor es mit starken Narkosemitteln ...

... meistens von einem Heilikopter aus beschossen wird.

Fällt der Elefant durch die Betäubung um, kann er sich verletzen. Ist er erst einmal am Boden, müssen die Helfer, die dem Schauspiel aus sicherem Abstand folgen, schnell handeln.

Denn auch Elefanten sollten nur solange wie nötig in Narkose bleiben.

Zudem muss währenddessen der Rüssel des Tieres die ganze Zeit so gelagert oder gehalten werden, dass der Elefant durch ihn atmen kann, sonst droht der Erstickungstod.

Da die Umsiedlung von Elefanten über mehrere hundert Kilometer hinweg geschieht, braucht man dafür große Lkw mit vielen Sicherungsgurten.

Genauso wie für die umgesiedelten Tiere ist auch für alle Beteiligten die Aktion eine große Sache. Verantwortliche wollen so die Leben der Elefanten schützen und die Konflikte zwischen Menschen und Tieren aus dem Weg räumen.

Manche Tierschützer hingegen sehen Umsiedlungen dieser Art kritisch. Die Elefanten werden so aus ihren Familien und ihrer gewohnten Umgebung gerissen.

Auch wenn sie ihren Lebensraum über Jahrtausende hinweg mit den Einheimischen geteilt haben, scheint jetzt kein Platz mehr für sie zu sein.

Der Mensch ist damit als Elfenbeinräuber und Verdränger der gefährlichste Feind für die sanften Dickhäuter.

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