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Sonntag, 01. Juli 2018

Unwirtlich und besonders schön: Gesichter der Wüsten

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"Wüsten existieren in vielen Regionen unserer Erde. ... (Pilzförmig erodierter Stein im Wadi Rum, einer Wüstengegend im Süden Jordaniens) (Foto: C & D Wicher)

"Wüsten existieren in vielen Regionen unserer Erde. ... (Pilzförmig erodierter Stein im Wadi Rum, einer Wüstengegend im Süden Jordaniens)

"Wüsten existieren in vielen Regionen unserer Erde. ... (Pilzförmig erodierter Stein im Wadi Rum, einer Wüstengegend im Süden Jordaniens)

... Es sind Orte, die gemeinhin als lebensfeindlich, abweisend und schroff angesehen werden. ... (Runde Granitsteine im Northern Territory Australien, durch "Wollsackverwitterung" entstanden. Sie werden von den Aborigines als Eier der Regenbogenschlange angesehen und als Teufelsmurmeln bezeichnet)

... Und dennoch weisen Wüsten eine beeindruckende Vielfalt an Farben und Oberflächenformen auf", so die Jenaer Fotografen Carola und Dieter Wicher. (Markant erodierter Sandstein nahe Twyfelfontain im Norden Namibias. Der Name Twyfelfontain deutet an, dass auf die namensgebende Quelle nur bedingt Verlass war)

Das Paar hat die Vielfalt der Wüsten der Welt in Fotos festgehalten. (Gehirn genannte Verwitterungsstruktur am zentralaustralischen Sandsteinmonolithen Uluru. Diese auch als Ayers Rock bekannte Formation gilt den Aborigines als heiliger Berg)

Die Fotografen stellen aber auch Parallelen ... (Tonpfanne im Sossusvlei, einem Teil der Namib-Naukluftwüste. In dieser Pfanne in Deadvlei, Namibia stehen jahrhundertealte, abgestorbene Kameldornbäume)

... zwischen verschiedenen Sand-, Stein- und Salzwüsten dar ... (Deadvlei, Namibia)

... und zeigen diese in ihrer Ausstellung in Jena. (Sanddüne 45, 45 Kilometer vom Eingang des Sossusvlei-Nationalparks in Namibia gelegen, kurz nach Sonnenaufgang)

Die Fotografen stellen die Fotos mit wiederkehrenden Mustern oder Figuren im Sand oder auf Gesteinsoberflächen gegenüber oder ... (Teil einer der vielen Sandsteinformation im Wadi Rum, Jordanien)

... Übereinstimmungen in Form und Ausrichtung von Dünen (Düne im Sossusvlei, Namibia bei Tagesanbruch) ...

... und Felsen. (Das Amphitheater ist eine Formation im Mondtal - Valle de la Luna - in der chilenischen Atacamawüste. Namensgebend für die Struktur war deren Arenaform.)

Aus diesem Grund sind die Fotografien in der Ausstellung paarweise angeordnet. (Aus dem anstehenden Sandstein gehauenes Grabmal, das "Kloster" genannt wird. Es liegt in der ehemaligen Nabatäerstadt Petra im Süden Jordaniens)

Die Motive darauf stammen manchmal aus der gleichen Region, (Pura Luhur Poten, ein Hindutempel am Fuße des noch aktiven Vulkans Bromo in Zentral-Java, Indonesien) ...

... ein anderes Mal liegen sie ... (Ehemaliges Verwaltungshaus der Diamantminengesellschaft in Kolmanskuppe. Die seit der Minenschließung um 1930 verfallende Stadt liegt im Süden Namibias, nahe der Hafenstadt Lüderitz)

... einen halben Erdumfang auseinander. (Valle de la Luna, das Mondtal, ist Teil der Atacama-Wüste im Norden Chiles. Die Oberfläche ähnelt der des Mondes, sie ist nahezu vegetationslos und zeigt neben Sanddünen weiße Salzflächen.)

Einen starken Kontrast zu den Wüstenformationen stellen für Carola und Dieter Wicher verlassene Gebäude ... (Rest eines Waggons auf dem Eisenbahnfriedhof Uyuni. Die Stadt Uyuni am Rande des gleichnamigen Salzsees im Südwesten Boliviens hatte sich Ende des 19. Jahrhunderts zu einem Bahnknotenpunkt für den Transport von Erzen und Salzen entwickelt, nach 1940 erlosch die wirtschaftliche Tätigkeit)

... oder andere Relikte ehemaliger menschlicher Nutzung dar, ... (Blick aus der Veranda eines verlassenen Hauses am Rande der Diamantenstadt Kolmanskuppe, Namibia)

... die in dieser kargen Umgebung wie Fremdkörper aus einer anderen Welt wirken ... (Kessel einer ausrangierten Lokomotive auf dem Eisenbahnfriedhof Uyuni, Bolivien)

... und sich nicht in die Wüstenlandschaften einfügen wollen. (Autowrack in Solitaire, einem kleinen Ort am Rande der Namib-Naukluftwüste)

Das Paar ist nicht hauptberuflich mit der Kamera unterwegs. (Blick von der Kaktusinsel Isla Incahuasi auf den Salar de Uyuni , die größte Salzpfanne der Welt. Sie liegt im Südwesten Boliviens auf einer Höhe von etwa 3600 Metern)

Carola Wicher arbeitet als Hochschullehrerin im Fachbereich SciTec an der Erst-Abbe-Hochschule Jena. (Der Salzsee ist Teil der Atacamawüste, seine Oberfläche besteht aus rauer Salzkruste, die von Soleläufen durchzogen ist. Er liegt 2300 Meter über Normalniveau in der Nähe von San Pedro de Atacama, Chile)

Dieter Wicher ist Arbeitsgruppenleiter am Max-Planck-Institut für Chemische Ökologie Jena. (Wellenförmige Oberflächenstruktur im Kings Canyon, die an die Vorzeit am Grunde eines Meeres erinnert. Der Kings Canyon liegt im Northern Territory Australiens)

Dass das Paar in der Freizeit gern mit der Fotoausrüstung in der Welt unterwegs ist, sieht man den Bildern an. (Wabenförmige Oberflächenstruktur im Bereich Twyfelfontain, Namibia)

Ihre Ausstellung noch bis zum 20. Juli 2018 im Haus 5 der Ernst-Abbe-Hochschule Jena zu sehen.

Es werden Aufnahmen aus Australien, Chile, Java, Jordanien, Namibia und den USA gezeigt. Der Eintritt ist frei.

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