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Veruntreuung von Steuergeld Ex-Premier Fillon droht Prozess

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Ein Fall für die Justiz: Frankreichs Ex-Premier Fillon.

(Foto: picture alliance / Guillaume Hor)

Die Affäre kostet den früheren französischen Premier seine politische Karriere. Im Präsidentschaftswahlkampf büßt der konservative Hoffnungsträger Fillon seine Favoritenrolle ein. Nun muss er vielleicht sogar vor Gericht: Er soll seine Familie jahrelang ohne Gegenleistung beschäftigt haben.

Der frühere französische Premierminister François Fillon muss sich in einer Scheinbeschäftigungsaffäre möglicherweise vor Gericht verantworten: Richter ordneten einen Prozess gegen Fillon und seine Frau Penelope an, hieß es vonseiten der Justiz. Dem konservativen Präsidentschaftskandidaten von 2017 wird vorgeworfen, seine Frau und seine Kinder jahrelang aus öffentlichen Mitteln als parlamentarische Mitarbeiter bezahlt zu haben - ohne, dass diese dafür wirklich arbeiteten.

Nach Angaben der Zeitung "Le Monde" wird Fillon unter anderem die Veruntreuung öffentlicher Gelder vorgeworfen. Seine Frau muss sich als Komplizin verantworten. Ein Datum für den Prozess steht noch nicht fest. Die Entscheidung der Pariser Justiz bedeutet allerdings noch nicht definitiv, dass es auch zu einem Prozess kommt - die Betroffenen können sie noch anfechten, hieß es aus Justizkreisen weiter.

Die Fillon-Affäre war vor der Präsidentschaftswahl vom Frühjahr 2017 ins Rollen gekommen. Sie hatte den lange Zeit als Favoriten gehandelten Konservativen den Sieg gekostet. Fillon war von 2007 bis 2012 Premier unter Präsident Nicolas Sarkozy.

Quelle: n-tv.de, mau/AFP/dpa

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