Panorama

Gewalttat in Indien schockiert 14-Jährige stirbt nach Vergewaltigung

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Immer wieder werden Frauen in Indien Opfer von Gewalt.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wieder wird ein entsetzlicher Vergewaltigungsfall in Indien bekannt. Die Polizei sagt, dass ein Mann seine Nachbarin mehrfach vergewaltigt hat. Er soll sie auch gezwungen haben, Chemikalien zu trinken. Die 14-Jährige erliegt im Krankenhaus ihren Verletzungen.

Eine 14-Jährige ist in Indien nach Polizeiangaben mehrfach vergewaltigt worden und gestorben. Ein Nachbar habe die Jugendliche aus der niedrigen Dalit-Kaste im Mai im nördlichen Delhi entführt, sagte ein Polizeisprecher. Der Mann habe sie bereits ein halbes Jahr zuvor vergewaltigt. Im Juni kam das junge Mädchen demnach in ein Krankenhaus und erlag am Wochenende seinen Verletzungen.

Die Eltern des Mädchens sagten, der 20-jährige Nachbar habe ihre Tochter gefoltert und gezwungen, ätzende Chemikalien zu trinken. Eine Festnahme gab es zunächst aber nicht. Er sei erst festgenommen worden, nachdem sich der Frauenausschuss der Regierung von Delhi eingeschaltet habe, sagte deren Vorsitzende Swati Maliwal laut Medienberichten.

Indien hat nach mehreren aufsehenerregenden Vergewaltigungsfällen und öffentlichen Protesten wegen Gewalt gegen Frauen die Strafen für Vergewaltiger verschärft. Aktivisten zufolge hat sich die Situation für Frauen aber nicht gebessert.

Erst vergangene Woche hatte die Massenvergewaltigung einer jungen Frau der Dalit-Kaste für Entsetzen gesorgt. Auch sie hatte angegeben, von den Tätern bereits zuvor vergewaltigt worden zu sein. Am Montag war bekannt geworden, dass eine Touristin aus Israel in einem nordindischen Urlaubsort vergewaltigt worden war.

Quelle: ntv.de, hul/dpa