Coronavirus-Liveticker+++ 16:15 Erste Impfungen in NRW mit dem Wirkstoff von Novavax +++
In mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen sind heute die ersten Bürgerinnen und Bürger mit dem Wirkstoff von Novavax gegen Corona geimpft worden. Von 11 Uhr an konnten sich Erwachsene bei einer Sonder-Impfaktion am Unesco-Weltkulturerbe Zollverein in Essen mit dem proteinbasierten Impfstoff immunisieren lassen. "Das schöne Wetter kam uns sicher zugute. Es ist der erwartete Andrang. Wir hatten zuvor 400 Termine vergeben", berichtet Essens Stadtsprecherin Silke Lenz. Zudem wich Essen im Laufe des Tages von der Strategie ab, nur Menschen mit Terminen zu impfen. "Wir haben dann mitgeteilt, dass jeder am Sonntag auch ohne Termin kommen kann." Essen hatte beispielsweise rund 5000 der landesweit 154.500 zur Verfügung stehenden Dosen erhalten. "Ungefähr die Hälfte der am Sonntag geimpften Personen waren priorisiert. Die anderen 50 Prozent waren Menschen, die zum Beispiel eine Unverträglichkeit gegen die mRNA-Impfstoffe haben oder ihnen skeptisch gegenüberstehen", so Lenz. Auch in anderen NRW-Städten wie Duisburg, Lünen oder Viersen wurde am Sonntag erstmals mit dem neuen Impfstoff Nuvaxovid des Herstellers Novavax geimpft.
+++ 15:34 Wüst will Vorbereitung der Impfpflicht vorantreiben +++
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst spricht sich dafür aus, die Vorbereitungen für eine Impfpflicht voranzutreiben. "Impfen ist der einzige Weg, um dauerhaft aus der Pandemie zu kommen", sagt der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Es werde aber "immer schwieriger, die Menschen zu erreichen, die bis jetzt nicht geimpft sind". Beim Thema Impfvorsorge seien sich Kanzler Olaf Scholz und die Bundesländer einig, sagt Wüst. Bei der Ausgestaltung der Impfpflicht habe die Ampel jedoch die ausgestreckte Hand der von CDU und CSU geführten Bundesländer ausgeschlagen, kritisiert er. "Ich selbst habe der Regierung Scholz für die unionsgeführten Länder bereits Mitte Januar Gespräche über die Impfpflicht angeboten", so Wüst. Seither habe die "Ampel" aber wertvolle Zeit verstreichen lassen, Gespräche hätten bis heute nicht stattgefunden.
+++ 14:50 Britische Behörde: 32 Fälle von "Deltakron"-Infektionen erfasst +++
Während der Leiter des Corona-Krisenstabs im Kanzleramt, General Carsten Breuer, ein mögliches Worst-Case-Szenario einer Rekombination vorbereitet (Eintrag 14.15 Uhr), sind in Großbritannien inzwischen 32 Corona-Fälle erfasst worden, bei denen eine Mischung aus den Varianten Delta und Omikron nachgewiesen wurde. Das teilte die Gesundheitsbehörde UK Health Security Agency in dieser Woche mit. Die inoffiziell als "Deltakron" bezeichnete Variante war Anfang des Monats auf eine Beobachtungsliste gesetzt worden, nachdem erste Fälle aufgetaucht waren. Große Besorgnis löst die Variante bisher unter Experten nicht aus. Da sowohl die Infektionszahlen mit Delta als auch mit Omikron in Großbritannien fallen, sei nicht mit einer größeren Ausbreitung der neuen Mischvariante zu rechnen.
+++ 14:15 Krisenstabschef Breuer mahnt weiter zur Vorsicht +++
Der Leiter des Corona-Krisenstabs im Kanzleramt, General Carsten Breuer, mahnt weitere Vorsicht an. "Wir können noch längst nicht von einem Pandemieende sprechen", sagt Breuer der "Wirtschaftswoche". Zwar sei die Omikron-Welle "offenbar bezwungen" und erste Lockerungen seien möglich, "aber wir müssen vorsichtig bleiben - und auch damit rechnen, dass es Richtung Herbst wieder zu verschärften Maßnahmen kommen kann." Derzeit würden verschiedene Szenarien vorbereitet. "Ein mögliches Worst-Case-Szenario wäre eine Kombination aus der Delta- und Omikron-Variante, die eine neue, heftige Welle auslöst, mit der das Gesundheitssystem an seine Grenzen gebracht wird", so Breuer. "Das ist nicht das wahrscheinlichste, aber das schlimmste Szenario, auf das wir uns aber vorbereiten müssen. Etwa damit, dass wir die Impflogistik und die Impfstoffproduktion entsprechend vorbereiten und auch die Impfquote weiter erhöhen." Hoffnung setzt Breuer dabei auch in den neuen Novavax-Impfstoff.
+++ 13:32 Corona-Test verweigert: ARD schmeißt Schlagersängerin aus Quiz-Show +++
Weil sie einen Corona-Test am Set verweigerte, hat die ARD die Schlagersängerin Rosanna Rocci kurzfristig aus der Quizshow "Wer weiß denn sowas?" mit Kai Pflaume ausgeladen. Alle Mitwirkenden der Sendung müssten entweder einen aktuellen PCR-Test nachweisen oder vor Ort einen Schnelltest machen, teilte eine Sprecherin des produzierenden NDR gegenüber der "Bild"-Zeitung mit. "Diese Voraussetzungen wurden nicht erfüllt." Einen Nasen-Rachen-Abstrich vor Ort verweigerte Rocci, weil sie "gegen diesen Test allergisch" sei, erklärte sie der Zeitung. "Ich habe angeboten, einen Spucktest zu machen. Doch den lehnte die die Produktion ab. Ich sollte dann sofort das Studio verlassen", so die Musikerin. Zuvor habe es bereits im Hotel Probleme gegeben, weil sie dort keine Maske trug. "Ich verfüge aber über ein ärztliches Attest, keine Maske tragen zu müssen. Da war die Produktion schon sauer auf mich, und sie hatten mich auf dem Kieker", behauptete die 53-Jährige.
+++ 11:59 Novavax-Impfungen nehmen Fahrt auf+++
Die Impfungen gegen das Coronavirus mit dem neuen Vakzin des US-Herstellers Novavax nehmen in Deutschland Fahrt auf. Erste Bundesländer beginnen am Wochenende damit, das Präparat zu verabreichen. Am Montag wollen unter anderem Rheinland-Pfalz und Berlin nachziehen. Weitere Länder folgen im Wochenverlauf.
+++ 11:07 Keine Corona-Delle bei Versorgung chronisch kranker Menschen +++
Bei der Versorgung chronisch kranker Menschen hat es durch die Corona-Pandemie offenbar keinen Einbruch gegeben. Das zeigen bisher unveröffentlichte Daten des Zentralinstituts für die kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) für das Jahr 2020, die der "Ärzte Zeitung" vorliegen. Demnach haben die Hausärzte in ihren Praxen die Versorgung von mehr als 30 Millionen chronisch kranken Menschen sichergestellt. "Die Schutzkonzepte der Praxen waren im Frühjahr etabliert. Die Patienten, die tatsächlich krank waren, haben ihren Ärzten vertraut und sind in die Praxen gekommen", sagte der Bundesvorsitzende des Virchowbundes, Dirk Heinrich, der Zeitung.
+++ 10:08 Pandemiegeschichte schreiben: Museen bitten um Mithilfe +++
Zu Pandemiebeginn haben Museen und Initiativen in Hessen dazu aufgerufen, Erinnerungen an die Corona-Zeit einzusenden. Seitdem sind zwei Jahre vergangen und viele Objekte zusammengekommen. Rund 300 Objekte sowie 150 weitere digitale Zusendungen sind in den zwei Jahren allein im Historischen Museum Frankfurt eingegangen. Darunter sind viele Fotografien und Papierobjekte wie Flyer und Plakate, aber auch Tagebücher und Installationen etwa aus Toilettenpapierrollen. Sie beschreiben den Alltag verschiedenster Menschen und deren Erleben der Pandemie, wie die zuständigen Kuratorinnen, Dorothee Linnemann und Nina Gorgus, erklären.
+++ 09:26 Sachsen-Anhalts Apotheken impfen noch nicht - sind aber bereit +++
Die Apothekerinnen und Apotheker in Sachsen-Anhalt bereiten sich weiter auf die Impfung gegen das Coronavirus vor. Aktuell hat die Apothekerkammer Sachsen-Anhalt 117 Apothekerinnen und Apotheker geschult, weitere 32 Anmeldungen für Schulungen liegen derzeit vor, teilt die Kammer auf Anfrage mit. Momentan sind die Apotheken diesen Angaben nach noch nicht in das aktuelle Impfgeschehen eingestiegen, da der Bedarf noch durch die Arztpraxen gedeckt wird. Schon jetzt haben der Kammer zufolge zahlreiche Apotheken nachgewiesen, dass sie die personellen, räumlichen und versicherungstechnischen Voraussetzungen zum Impfen erfüllen. Impfbereite Apotheken seien auf dem Portal mein-apothekenmanager.de zu finden, das vom Deutschen Apothekerverband (DAV) betrieben wird. Über eine Suchfunktion kann dort die nächste Vor-Ort-Apotheke gefiltert werden, in der auch wirklich geimpft werden kann.
+++ 08:17 Bundesarbeitsminister Heil hat Corona +++
Nach SPD-Chef Lars Klingenbeil ist heute auch Parteikollege und Bundesarbeitsminister Hubertus Heil positiv auf das Coronavirus getestet worden. "Jetzt hat es auch mich erwischt", schreibt Heil auf Twitter. Er sei in Quarantäne. "Trotz einiger Symptome bin ich verhältnismäßig in Ordnung. Ich kann leider an der heutigen Bundestagssitzung nicht teilnehmen und muss in der kommenden Woche Termine absagen."
+++ 07:33 Deutschland streicht fast 40 Länder von Hochrisiko-Liste +++
Die Bundesregierung streicht heute 37 Länder von der Liste der Corona-Hochrisikogebiete. Das hatte das Robert- Koch-Institut (RKI) am Freitag mitgeteilt. Für Reisende, die aus diesen Ländern kommen, erleichtert sich die Rückkehr nach Deutschland. Neu als Hochrisikogebiet eingestuft wird kein Land. Die nun von der Liste gestrichenen EU-Länder sind Belgien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Luxemburg, Polen, Schweden, Ungarn. Außerdem einige Überseegebiete Frankreichs und unter anderem Argentinien, Australien, Philippinen, Moldau, Serbien und die Ukraine.
+++ 06:12 Kanada lässt pflanzenbasierten Impfstoff zu +++
Kanada lässt als erstes Land der Welt den Einsatz eines Corona-Impfstoffs auf Pflanzenbasis zu. Das Mittel des Herstellers Medicago werde in zwei Dosen verabreicht und sei für Menschen zwischen 18 und 64 freigegeben, teilen die Aufsichtsbehörden mit. Für noch Ältere gebe es nach einer Studie mit 24.000 Menschen noch zu wenige Daten. Der Impfstoff habe in 71 Prozent der Fälle eine Infektion verhindert. Die Studie stamme allerdings aus der Zeit vor der Dominanz der besonders ansteckenden Omikron-Variante.
+++ 04:04 RKI: Sieben-Tage-Inzidenz sinkt erneut +++
Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Neuinfektionen ist erneut gesunken. Der Wert liegt nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) bei 1240,3. Am Samstag hatte er 1253,3 betragen, am Sonntag vor einer Woche 1346,3. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilt, liegt die Zahl der erfassten Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 107.913, nach 175.833 am Vortag und 118.032 vor einer Woche. Außerdem verzeichnet das RKI 57 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 22:29 Italien registriert mehr als 38.000 neue Fälle +++
Italien registriert innerhalb von 24 Stunden 38.375 Neuinfektionen. Am Tag zuvor waren es 40.948 gewesen. Außerdem starben laut Gesundheitsministerium 210 Menschen im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.
+++ 21:45 Bundesweit Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen - weniger Teilnehmer als erwartet +++
Gegner der Corona-Maßnahmen sind heute erneut bundesweit auf die Straße gegangen, es kamen aber weniger Menschen als erwartet. Dabei blieb es nach ersten Angaben der Polizei größtenteils friedlich. Im baden-württembergischen Reutlingen beteiligten sich etwa 6000 Menschen an einem Protestmarsch durch die Innenstadt, wie die Polizei mitteilt. Die Veranstalter hatten nach Angaben der Kommune bis zu 7000 Menschen angemeldet. Der Protestzug stand unter dem Motto "Wir sind die Menschheitsfamilie". In Freiburg nahmen nach Polizeiangaben 1600 Menschen an einer Versammlung teil, angemeldet waren 4500. Auch in Stuttgart waren mehrere Hundert Leute unterwegs. In Bayern nahmen in Augsburg nach Angaben der Polizei rund 4200 Menschen an einer Versammlung teil, in Aschaffenburg etwa 2700 Menschen. In Regensburg kamen etwa 900 Teilnehmer zusammen. In Nordrhein-Westfalen zählte die Polizei in Düsseldorf rund 2500 Versammlungsteilnehmer. In Hamburg hatten von Gegnern der Maßnahmen organisierte Demonstrationen weniger Zulauf als vom Veranstalter erwartet (Eintrag 17:33 Uhr).
+++ 20:55 Sachsen-Anhalt meldet neuen Höchststand bei Neuinfektionen +++
Bundesweit geht das Fallaufkommen weiter konstant zurück. Auf der Ebene der Bundesländer aber zeigt sich ein differenzierteres Bild: Während sich in Hamburg und Bremen die Sieben-Tage-Inzidenz in den vergangenen Tagen mehr als halbiert hat, scheinen Sachsen-Anhalt und Thüringen den Höhepunkt der Omikron-Welle noch vor sich zu haben. Sachsen-Anhalt meldet gar einen neuen Höchststand bei den Neuinfektionen.
+++ 20:02 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 154.925 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 14.612.473 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 154.925 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 198 auf 122.638. Als aktuell infiziert gelten rund 3.692.572 Personen.
Im Wochenvergleich geht die Zahl der neu entdeckten Ansteckungen damit weiter zurück. Vergangenen Samstag wurden 165.692 Neuinfektionen registriert, heute waren es 6,5 Prozent weniger. Die Zahl der im Laufe des Tages gemeldeten Todesfälle liegt dagegen über dem Vorwochenniveau. Am 19. Februar wurden 180 Tote im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion registriert. Im Schnitt werden derzeit 205 Todesfälle pro Tag gemeldet.
Die Ansteckungsrate (7-Tage-R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,98 angegeben (Vortag: 0,98). Laut DIVI-Intensivregister werden in Deutschland derzeit 2257 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 1029 davon werden invasiv beatmet.
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