Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 19:10 Kinderkrankengeld-Nachfrage bei AOK steigt um 41 Prozent +++

Berufstätige Eltern in Niedersachsen haben im vergangenen Jahr deutlich häufiger Kinderkrankengeld bezogen. "Der Anteil der AOK-Mitglieder, die diese Leistung in Anspruch nahmen, stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr um 41 Prozent", sagt AOK-Vorstandschef Jürgen Peter. Der wellenartige Verlauf von Covid-19-Infektionen spiegele sich auch in den krankheitsbedingten Fehlzeiten der AOK-versicherten Beschäftigten wider. Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte die Pandemie in Niedersachsen im November 2021 (773 Erkrankte in Zusammenhang mit Covid-19 je 100.000 Beschäftigte). Zwischen März 2020 und Dezember 2021 erhielten knapp 76.000 der bei der AOK Niedersachsen versicherten Beschäftigten mindestens eine Krankschreibung in Zusammenhang mit Covid-19. Die höchsten Fehlzeiten hatten die Branchen Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege sowie Arzt- und Praxishilfe. Die niedrigsten Fehlzeiten wiesen Berufe in der Landwirtschaft, Gastronomie und Hotellerie auf. Insgesamt ist der Krankenstand der AOK-Versicherten in Niedersachsen 2021 im Vergleich zu den beiden Vorjahren mit 5,7 Prozent auf gleichem Niveau geblieben. Damit habe jeder Beschäftigte im Durchschnitt 20,7 Tage im Job gefehlt, hieß es weiter.

+++ 18:19 Rio de Janeiro feiert inoffiziellen Karneval +++
Die brasilianische Metropole Rio de Janeiro feiert in diesem Jahr einen ungewöhnlichen Karneval. So hat die Stadtverwaltung wegen der Corona-Pandemie zwar den Straßenkarneval abgesagt und die berühmten Umzüge im Sambodrom auf April verschoben. Veranstaltungen in geschlossenen Räumen sind aber erlaubt mit dem Argument, dass dort Einlasskontrollen und Checks von Impfnachweisen leichter möglich seien als auf der Straße. So stehen an den Karnevalstagen in Rio verschiedene Feste auf dem Programm. Der Verband der Sambaschulen von Rio de Janeiro (Liesa) etwa wollte den Karneval mit einer Veranstaltung in der "Cidade de Samba" und mit Mini-Umzügen der zwölf besten Sambaschulen am Samstag inoffiziell eröffnen. Rund 80 sogenannte Blocos - Sambagruppen, die sonst durch die Straßen ziehen oder auf Plätzen musizieren - sollen in Hotels, Clubs und an anderen Orten auftreten.

+++ 17:33 Hamburg: Demos von Gegnern der Corona-Maßnahmen ohne großen Zulauf +++
In Hamburg haben mehrere von Corona-Maßnahmen-Gegnern organisierte Demonstrationen nur wenig Zulauf gehabt. Auf der Reeperbahn versammelten sich am Nachmittag nach Polizeiangaben nur 70 Demonstranten, um gegen die Maskenpflicht und andere Maßnahmen zu protestieren. Angemeldet waren 2000. Auch an den drei anderen Startpunkten der Demos, am Klosterstern, der Mundsburg und in St. Georg kamen den Angaben zufolge insgesamt nur rund 180 Menschen zusammen. Der Anmelder, ein vom Verfassungsschutz als verfassungsfeindlich eingestufter Verein, hatte mit insgesamt 7000 gerechnet. Das Landesamt für Verfassungsschutz hatte den Verein United Movement for Equal Human Rights (UMEHR) als Beobachtungsobjekt eingestuft und gewarnt: "Wer bei diesen Versammlungen mitläuft, marschiert mit Verfassungsfeinden."

+++ 16:53 Erste Bundesländer starten mit Novavax-Impfungen +++
In Hamburg, Schleswig-Holstein und im Saarland sind heute die ersten Dosen des neuen Impfstoffs von Novavax verabreicht worden. Die Gesundheitsminister der Länder hatten sich dafür ausgesprochen, das Vakzin zunächst vorrangig ungeimpften Beschäftigten im Gesundheitswesen anzubieten. In der Branche greift ab dem 15. März eine einrichtungsbezogene Impfpflicht. Die rot-grün-gelbe Bundesregierung hofft, dass der Impfstoff des US-Herstellers Novavax der Impfkampagne in Deutschland Schwung verleiht. Das Mittel wurde als fünfter Corona-Impfstoff in der EU zugelassen - für Menschen ab 18 Jahren. Zwei Dosen werden im Abstand von etwa drei Wochen gespritzt. Es handelt sich um einen Proteinimpfstoff - er basiert also auf einer anderen Technologie als die bisher zumeist eingesetzten mRNA-Corona-Präparate von Pfizer und Moderna, gegen die manche Menschen Bedenken haben.

+++ 16:29 Spritzen nur in Praxen? Gespräche über Impfstellen in Thüringen laufen +++
In Thüringen könnten die zentralen Corona-Impfstellen nach den Vorstellungen der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) bald nicht mehr nötig sein. Ziel sei, die regionalen Anlaufstellen ab dem zweiten Quartal schrittweise zu schließen und die Impfungen allein in die Arztpraxen zu legen, heißt es im aktuellen Vorstandsbericht der KV-Vorsitzenden Annette Rommel an die Vertreterversammlung, der auf der Internetseite der KV veröffentlicht wurde. Voraussetzung sei, dass sich ausreichend Praxen beteiligten. Bei einer zentralen Vergabe von Impfterminen - dann für die Praxen - über das Internetportal soll es Rommel zufolge bleiben. Über die Zukunft der zuletzt wenig ausgelasteten Impfstellen laufen derzeit Absprachen zwischen KV und Gesundheitsministerium.

+++ 15:45 Impfdosen von Novavax treffen in NRW ein +++
In Nordrhein-Westfalen ist heute der neue Novavax-Impfstoff in den Impfzentren angekommen. Laut Gesundheitsministerium stehen zunächst die Hälfte der rund 300.000 Einheiten für die Erstimpfung zur Verfügung. Der Rest der vom Bund gelieferten Dosen wird für die Zweitimpfung zurückgehalten. So kamen im Kreis Viersen rund 2600 Dosen an, die ab morgen nach Terminvereinbarung gespritzt werden. Die Stadt Düsseldorf rechnet mit 5390 Dosen. Auch im Kreis Warendorf im Münsterland ist der Impfstoff der Firma Novavax angekommen. Der Großteil davon (75 Prozent) ist für Menschen vorgesehen, die wegen ihres Jobs einer Impfpflicht unterliegen. 20 Prozent der Dosen dürfen an Menschen gegeben werden, denen eine Unverträglichkeit für andere Impfstoffe attestiert wurde. Fünf Prozent stehen für die Allgemeinbevölkerung zur Verfügung. Die nordrhein-westfälische Landesregierung hofft, mit dem neuen Impfstoff auch Impfskeptiker erreichen zu können.

+++ 15:04 Vorsitzende der Jungen Liberalen zu Schulen: "Masken- und Testplicht muss wegfallen" +++
Der Bundesvorsitzenden der Jungen Liberalen, Franziska Brandmann, gehen die bisherigen Vorschläge für Lockerungen der Maßnahmen nicht weit genug. "Wenn die Masken- und Testpflicht im Einzelhandel, in der Gastronomie und in anderen Bereichen der Gesellschaft wegfällt, dann muss sie auch in Schulen wegfallen", sagt die 27-Jährige im Interview mit dem "Spiegel". Die Wissenschaft habe immer wieder betont, dass Kinder und Jugendliche in der Regel keinen schweren Krankheitsverlauf zu erwarten hätten, sagte Brandmann. "Dass gerade sie vielerorts weiterhin mit Masken im Klassenraum sitzen müssen, aber ohne Maske shoppen gehen können, halte ich für unverhältnismäßig." In Bezug auf die regelmäßigen Tests sagt die Bundesvorsitzende: "Sie binden Zeit und Kapazitäten. Werden die Tests in der Schule durchgeführt, bleibt weniger Zeit für das, wofür Schulen eigentlich da sind." Stattdessen sollten Familien die Möglichkeit haben, sich kostenfrei Corona-Schnelltests nach Hause zu bestellen.

+++ 14:28 SPD-Chef wegen Corona nicht bei Bundestagssitzung zum Ukraine-Krieg +++
Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil wird wegen einer Corona-Infektion nicht an der Sondersitzung des Bundestags zum Ukraine-Krieg an diesem Sonntag teilnehmen. "Mich hat Corona nun auch erwischt", schreibt er auf Twitter. "Mir geht es den Umständen entsprechend ok, ich habe Symptome und bin in Quarantäne." Eigentlich habe er im Bundestag reden wollen. "Danach wollte ich mit vielen von Euch für Frieden in der Ukraine demonstrieren. Beides musste ich leider absagen." Nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine will Bundeskanzler Olaf Scholz bei der Sondersitzung des Bundestags eine Regierungserklärung "zur aktuellen Lage" abgeben.

+++ 13:56 Strobl erwartet auch nach Lockerungen kein Ende der Proteste +++
Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl erwartet auch nach den Lockerungen der Corona-Maßnahmen kein Ende der Proteste im Land. "Wir haben eine recht verfestigte Szene und auch ein weites Netzwerk, so dass ich mir unabhängig von Corona durchaus vorstellen könnte, dass die Szene sich in der Zukunft auch anderen Themen zuwendet", sagt Strobl der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Die Luft gehe zwar ein bisschen raus, von einer Trendwende könne man nicht ausgehen. Es sei bis heute ein gefährlicher Mix aus Rechtsextremisten, Selbstverwaltern, "Reichsbürgern", Antisemiten, Verschwörungsideologen und Sektierern bei den Demonstrationen unterwegs. "Dabei handelt es sich eindeutig um eine Minderheit, die jedoch versucht, die Mehrheit zu instrumentalisieren", so Strobl.

+++ 13:31 Mehrere Corona-Fälle bei Langlauf-Weltcup +++
Beim ersten Langlauf-Weltcup nach den Olympischen Winterspielen von Peking gibt es mehrere Corona-Fälle. Im finnischen Lahti seien vier Mitglieder der russischen Mannschaft sowie ein Dienstleister des Weltverbandes Fis positiv auf das Virus getestet worden, wie die Fis am Morgen mitteilte. Alle Personen haben sich im Anschluss isoliert.

+++ 12:59 Hongkong meldet neuen Höchstwert +++
Hongkong hat in der Corona-Pandemie einen weiteren scharfen Anstieg der täglichen Infektionszahlen verzeichnet. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden kletterte auf 17.063, teilen Vertreter des Gesundheitswesens mitteilten. Außerdem wurden 66 Todesfälle gemeldet. In der chinesischen Stadt und Sonderverwaltungszone wurden zuletzt täglich etwa 50 Corona-Todesfälle verzeichnet, viele davon betrafen ungeimpfte, ältere Menschen. Die Regierung hatte Pläne bekanntgegeben, im März alle 7,4 Millionen Einwohner der Stadt auf das Virus zu testen. Sie versucht, der strikten Pandemie-Politik im chinesischen Mutterland zu folgen.

+++ 12:20 Virologe verärgert über Bericht zu möglichen Impfschäden +++
Der Heidelberger Uni-Chefvirologe Hans-Georg Kräusslich ärgert sich über eine Meldung zu Impfschäden der Krankenkasse BKK Provita. "Ich finde dieses Vorgehen ärgerlich, schlecht und schädlich. Es geht hier eben nicht um schwerwiegende Impfkomplikationen, sondern vermutlich um ganz normale Impfreaktionen, wobei die Kasse gerade nicht sagt, um welche", sagt Kräusslich der "Rhein-Neckar-Zeitung". Die BKK Provita behauptet in einer Analyse, alleine in den ersten sieben Monaten des Jahres 2021 seien 216.695 BKK-Versicherte wegen Nebenwirkungen durch Impfstoffe behandelt worden. Welche das gewesen sein sollen, wird aber nicht gesagt. Jeder Arzt sei verpflichtet, vermutete Nebenwirkungen an das Gesundheitsamt zu melden, so Kräusslich. Das Paul-Ehrlich-Institut veröffentliche alle gemeldeten Nebenwirkungen. Der Bericht der BKK Provita könne eigentlich keine zusätzlichen schwerwiegenden Nebenwirkungen umfassen. "Man darf nicht einfach potenziell lebensbedrohliche Nebenwirkungen behaupten, ohne in irgendeiner Form darzulegen, was man meint."

+++ 11:32 Ulmer gießt heißes Wasser auf Anti-Corona-Demonstranten +++
Bei einer unangemeldeten Demonstration gegen die staatlichen Corona-Maßnahmen in der Ulmer Innenstadt hat eine bislang unbekannte Person einen Eimer heißen Wassers aus einem Fenster gekippt. Nach jetzigem Kenntnisstand wurde dabei am Freitagabend niemand verletzt, wie die Polizei mitteilt. Angaben zu den Teilnehmerzahlen machte die Polizei nicht.

+++ 10:51 GEW findet Lockerungen an Schulen verfrüht +++
Das zweite Schulhalbjahr startet in Sachsen am Montag mit den gewohnten Corona-Regeln - diese sollen jedoch schon eine Woche später gelockert werden. Das kommt nach Ansicht der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) etwas zu früh. "Uns wären Lockerungen lieber, die erst zwei Wochen nach Schulstart in Kraft treten. Dann könnte man noch besser beobachten, wie sich die Ferien auf das Infektionsgeschehen ausgewirkt haben", sagte die Vorsitzende der GEW Sachsen, Uschi Kruse. Erfahrungsgemäß werden nach dem Ende der Ferien vergleichsweise viele Corona-Infektionsfälle entdeckt.

+++ 10:06 Zukunftsforscher: Nicht nur negativ auf Corona blicken +++
Der Zukunftsforscher Matthias Horx wirbt zwei Jahre nach Beginn der Corona-Pandemie dafür, die Krise anders zu bewerten als immer nur im Modus der Katastrophe. "Corona hat auch Positives in Gang gesetzt, das wir unterschätzen, weil wir so aufs Negative fixiert sind, auf Skandal und Streit", sagt Horx. "Das Virus hat uns mit unserer menschlichen Bedrohtheit und Verletzlichkeit konfrontiert. Dadurch hat in vielen Bereichen ein Umdenken eingesetzt." Tatsächlich habe es auch viele Erfahrungen von Solidarität, Bewältigung, Zusammenhalten und Mut gegeben. Die "Angstwut" bei manchen Menschen sei ein Phänomen der "Ränder", das medial verstärkt werde, sagt Horx. Im Privaten würden viele Menschen eine andere Bilanz ziehen. Zwischen 30 und 40 Prozent hätten sogar so etwas wie eine persönliche Wachstums-Erfahrung gemacht.

+++ 09:19 Corona-Müll verschmutzt Brandenburgs Städte +++
Ob aus Versehen verloren oder absichtlich weggeworfen: Seitdem es Corona-Schutzmasken gibt, sind sie auch auf Gehwegen, Parkwiesen oder Plätzen zu finden. Und während der Lockdowns kam so manche Verpackung für Take-Away-Speisen und -Getränke dazu. Eine Umfrage unter Städten in Brandenburg ergab: Es gibt vielerorts insgesamt nun mehr Müll. "Die Müllmenge in öffentlichen Abfallbehältern hat nach einer Schätzung um etwa fünf Prozent zugenommen", sagte Potsdams Stadtsprecherin Juliane Güldner. Darunter seien auch immer wieder Masken, Corona-Tests und Verpackungen. Der Müll müsse hauptsächlich von Straßen, Plätzen oder Grünanlagen entfernt werden. Dazu seien zusätzliche Reinigungstouren notwendig. Im Bereich der öffentlichen Straßen etwa seien die Kosten 2020 und 2021 im Vergleich zu den Vorjahren um rund 15 Prozent gestiegen.

+++ 08:40 Giffey kann Isolation verlassen - Infektion gut überstanden +++
Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey hat ihre Corona-Erkrankung gut überstanden. Sie konnte am Freitag die Isolation nach "Tagesspiegel"-Informationen wieder verlassen. Giffey war laut Senatssprecherin Lisa Frerichs die gesamte Zeit symptomfrei und hat sich gestern nach Ablauf einer siebentägigen Quarantäne mit einem PCR-Test freigetestet. Frerichs sagte der Zeitung: "Sie ist seit heute wieder im Roten Rathaus."

+++ 07:47 Hamburg und Schleswig-Holstein starten mit Novavax-Impfungen +++
Heute sind in Schleswig-Holstein mehrere offene Impfaktionen mit dem neuen Mittel von Novavax geplant. In den Impfstellen in Kiel, Lübeck, Neumünster, Itzehoe und Prisdorf gibt es nach Angaben des Gesundheitsministeriums auch Impfungen ohne vorherige Anmeldung mit dem Impfstoff des US-Herstellers. Hamburg beginnt ebenfalls mit den Novavax-Impfungen gegen das Coronavirus. Zunächst stünden rund 33.000 Impfstoffdosen zur Verfügung, teilt die Gesundheitsbehörde laut NDR mit. Termine seien ab sofort online buchbar - man könne sich im Rahmen der offenen Impfaktionen der Stadt auch ohne Termin impfen lassen.

+++ 06:51 John Mayer steckt sich innerhalb kürzester Zeit zweimal mit Corona an +++
US-Singer-Songwriter John Mayer wendet sich mit einer enttäuschenden Nachricht an seine Fans. Zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit wird er positiv auf das Coronavirus getestet. Als direkte Folge müssen er und seine Band vier Auftritte in ihrem Heimatland USA absagen. Die Konzerte in Boston, Pittsburgh und Belmont Park sollen nun im Mai dieses Jahres nachgeholt werden, wie Mayer via Instagram mitteilt. Neben Mayer selbst seien dem Post zufolge noch weitere Bandmitglieder positiv getestet worden. Eine Frage treibe ihn dabei besonders um: "Wie kann ich innerhalb von zwei Monaten zwei Mal positiv bei einem PCR-Test sein?" Schon zu Beginn des neuen Jahres musste er sich deswegen in Quarantäne begeben, so wie jetzt auch wieder.

+++ 06:06 Berliner Impfzentrum an der Messe schließt +++
Nach mehr als einem Jahr schließt in Berlin am kommenden Montag das Impfzentrum an der Messe. Als Ersatzstandort wird bereits im benachbarten Internationalen Congress Center ICC geimpft. "Im Anschluss wird das Impfzentrum zurückgebaut, um wieder für Messen zur Verfügung zu stehen", teilte Emanuel Höger, Sprecher der Messe Berlin, auf Anfrage der "Berliner Morgenpost" mit. Das Freiwerden des Messegeländes ist ein wichtiger Baustein für die Rückkehr in das normale Geschäft des Landesbetriebs. Die Freude darüber ist sichtlich groß. "Die letzten Wochen und Monate haben bestätigt, dass Besucher und Aussteller ungebrochen interessiert sind an Messen, Kongressen und Veranstaltungen in Berlin", erklärte Messechef Martin Ecknig der Zeitung.

+++ 4:26 Sieben-Tage-Inzidenz sinkt auf 1253,3 +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet 175.833 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das sind 13.272 Fälle weniger als am Samstag vor einer Woche, als 189.105 Neuinfektionen gemeldet wurden. Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz fällt weiter auf 1253,3 von 1259,5 am Vortag. 250 Menschen starben im Zusammenhang mit dem Virus. Damit erhöht sich die Zahl der gemeldeten Todesfälle auf 122.621. Insgesamt fielen in Deutschland bislang mehr als 14,57 Millionen Corona-Tests positiv aus.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++ 00:16 USA lockern Masken-Pflicht +++
Die US-Gesundheitsbehörde CDC hat ihre Leitlinien für das Tragen von Schutzmasken in der Corona-Pandemie deutlich gelockert. Aufgrund einer neuen Bewertungsmethode für das Corona-Risiko lebten jetzt mehr als 70 Prozent der Bevölkerung in Gegenden, in denen das Tragen von Masken in Innenräumen nicht länger empfohlen wird, hieß es. Das Tragen einer Schutzmaske in Innenräumen wird fortan nur noch in Regionen mit einem hohen Corona-Risiko empfohlen und nicht mehr in Gegenden mit einem niedrigen oder mittleren Risiko. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt dagegen nach wie vor grundsätzlich eine Maskenpflicht.

+++ 21:50 Neuinfektion im Südwesten weiter rückläufig +++
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Baden-Württemberg ist weiter leicht rückläufig. Das Landesgesundheitsamt in Stuttgart verzeichnet 1444,1 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen. Vor einer Woche hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei mehr als 1600 gelegen. Die Behörde vermeldete 27.919 Fälle mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit dem Virus steigt um 39 auf 14.230. Die tatsächliche Zahl der Infektionsfälle dürfte weiter deutlich höher sein. Hintergrund ist die fehlende Nachverfolgung von Kontakten durch die Gesundheitsämter und eine vermutlich hohe Dunkelziffer. Zuletzt war weiter mehr als jeder zweite PCR-Test im Land positiv. Je höher die Positivrate ist, desto größer fällt laut Experten die Zahl der unerkannten Infektionen aus.

+++ 20:30 Thüringen will auf 3G im Außenbereich von Gaststätten verzichten +++
Im Außenbereich von Gaststätten soll es in Thüringen bald keine 3G-Regel mehr geben. Das geht aus einem Entwurf für die neue Corona-Verordnung hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Demnach muss kein Nachweis für eine Impfung, Genesung oder ein negatives Testergebnis mehr gezeigt werden - es gelten aber Abstand und Maskenpflicht, außer am Tisch. In geschlossenen Räumen von Gaststätten bleibt es bei der 3G-Regelung. Dort müssen Gäste, die weder geimpft noch genesen sind, also einen negativen Test vorzeigen. Die neuen Regeln sollen ab 1. März gelten.

+++ 19:54 Lauterbach bemängelt Integration von Wissenschaft in Politik +++
Karl Lauterbach bemängelt generell, dass es bisher keine systematische Integration der Wissenschaft in den politischen Alltag gebe. "Mit dem Corona-Expertenrat, der mein Ministerium und das Bundeskanzleramt berät, ist dies zum ersten Mal gelungen. Er tagt nicht einmal im Jahr und überreicht uns dann ein Gutachten, das niemand liest." Die Politik der vergangenen Wochen sei maßgeblich durch den Rat und auch seine eigene wissenschaftliche Zuarbeit geprägt. "So wie mit dem Expertenrat müsste es auch in anderen Bereichen der Politik laufen."

+++ 19:12 Bundesländer melden 200.201 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 14.457.548 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 200.201 neue Fälle hinzu. Das sind 6,2 Prozent weniger als am vergangenen Freitag. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 236 auf 122.440. In der Vorwoche waren 255 gemeldet worden. Als aktuell infiziert gelten rund 3.671.294 Personen.

In Thüringen steigen nicht nur Fallzahlen und Inzidenz, sondern auch der Anteil der Covid-19-Fälle auf den Intensivstationen.

Bremen, Hamburg, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein haben nach eigenen Angaben eine Inzidenz <1000. In SH ist der Trend jedoch wieder eindeutig steigend seit einigen Tagen.

+++ 19:07 Bremen startet Novavax-Impfungen im März +++
Impfungen mit dem neuen Corona-Impfstoff des Herstellers Novavax beginnen in Bremen und Bremerhaven ab dem kommenden Dienstag (1. März). Das teilt das Bremer Gesundheitsressort mit. Der Impfstoff wird immer dienstags und donnerstags zunächst ausschließlich in Bremen am Impfzentrum Am Brill sowie in Bremerhaven an denselben Wochentagen an einer Impfstelle in der Innenstadt verabreicht. Für Termine sind Registrierungen nötig, die bereits seit dem 9. Februar möglich sind. Alle bereits registrierten Menschen sollen nun Termine buchen können, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Bislang sind knapp 750 Personen im Land Bremen für eine Impfung mit Novavax registriert. Bremen hat nun 12.000 Dosen des Impfstoffes erhalten.

+++ 18:12 Drei Personen wegen Schnelltest-Betrug in U-Haft +++
Wegen mutmaßlichen Abrechnungsbetrugs mit Corona-Schnelltest sind vier Personen im Alter von 32 bis 50 Jahren ins Visier der Ermittler geraten. Sie sollen von rund 30.000 abgerechneten Tests im Kreis Heilbronn, in Baden-Baden, Stuttgart und Leinfelden-Echterdingen einen großen Teil nicht ausgeführt haben, wie die Polizei mitteilt. Es sei ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro entstanden. Drei Männer zwischen 32 bis 48 Jahren und eine 50-jährige Frau sollen die Betrügereien begangen haben. Bei acht Durchsuchungen wurden unter anderem Bargeld und eine Luxusuhr beschlagnahmt. Zudem wurden zwei Verdächtige, ein 48-Jähriger und die 50-Jährige, festgenommen. Sie kamen in Untersuchungshaft. Ein 38-Jähriger habe sich zu diesem Zeitpunkt bereits in Untersuchungshaft befunden.

+++ 17:28 Berlin will bei Veranstaltungen über Beschlusslage hinausgehen +++
Der Berliner Senat will bei seiner Sitzung am Dienstag die Abschaffung der festen Personenobergrenze für Großveranstaltungen im Innenbereich beschließen. Künftig dürften damit grundsätzlich 60 Prozent der Kapazitäten ausgeschöpft werden, ohne die von Bund und Ländern beschlossene Grenze von maximal 6000 Menschen, wie die Gesundheitsverwaltung am Freitag mitteilt. Eigentlich hatten Bund und Länder am 16. Februar vereinbart, dass bei einer maximalen Auslastung von 60 Prozent die Grenze von 6000 Menschen nicht überschritten werden darf. Wenn der Senat diese neue Regel am Dienstag beschließt, tritt sie voraussichtlich ab dem 4. März in Kraft.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, hek/hny//jpe/dpa/AFP/rts

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen