Panorama

Zusammenstoß mit Bagger 17 Menschen sterben bei Zugunglück im Iran

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Der Unfall ereignete sich um 5.30 Uhr Ortszeit, insgesamt hätten sich 348 Passagiere an Bord befunden.

(Foto: picture alliance/dpa/Iranian Red Crescent Society/AP)

Rund 900 Kilometer von der Hauptstadt Teheran entfernt, stößt im Iran ein Zug mit einem Bagger zusammen. Nach Angaben von Rettungskräften entgleisen fünf von elf Waggons, mindestens 17 Menschen sterben.

Bei der Entgleisung eines Zuges im Iran sind mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. "17 Menschen sind tot, 37 Verletzte wurden ins Krankenhaus eingeliefert", sagte der Sprecher der Rettungskräfte, Modschtaba Chaledi, im Staatsfernsehen. Medienberichten zufolge ereignete sich der Vorfall, als der Zug in Tabas im Zentrum des Landes, rund 900 Kilometer von der Hauptstadt Teheran entfernt, mit einem Bagger kollidierte. Rettungskräfte-Sprecher Chaledi erklärte, 24 Rettungsfahrzeuge und drei Hubschrauber seien an der Unglücksstelle im Einsatz.

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Die Unfallstelle liegt in einer Wüstenregion auf der Strecke zwischen Maschhad und Jasd.

(Foto: picture alliance/dpa/Iranian Red Crescent Society/AP)

Der Zug sei mit einem Bagger zusammengestoßen, der sich nahe der Gleise befand, sagte der stellvertretende Leiter der iranischen Bahngesellschaft, Mir Hassan Mussawi, dem Staatsfernsehen. Der Unfall ereignete sich demnach um 5.30 Uhr Ortszeit (3.00 Uhr MESZ), insgesamt hätten sich 348 Passagiere an Bord befunden. Nach Angaben der Rettungskräfte entgleisten fünf der elf Waggons. Auf Bildern der Nachrichtenagentur Isna waren ein auf das Gleis gekippter und vier weitere ineinander verkeilte Waggons zu sehen. Die Unfallstelle liegt in einer Wüstenregion auf der Strecke zwischen Maschhad und Jasd. Laut Medienberichten hat der örtliche Staatsanwalt den Ort des Geschehens besichtigt, zur Unglücksursache seien Ermittlungen eingeleitet worden.

2016 war es im Norden des Iran zu einem schweren Zugunglück gekommen. 44 Menschen starben, als zwei Züge miteinander kollidierten und in Brand gerieten. Nach dem Unfall wurden vier Angestellte der iranischen Eisenbahngesellschaft festgenommen, der Chef der Gesellschaft trat daraufhin zurück.

Zwei Wochen vor dem aktuellen Zugunglück hatte in Abadan im Südwesten des Iran der Einsturz eines im Bau befindlichen Gebäudes an einer Hauptverkehrsstraße 43 Menschen das Leben gekostet. Das Unglück löste landesweite wütende Proteste aus. Die Demonstranten machten Korruption und Inkompetenz in den Behörden für den Gebäudeeinsturz verantwortlich.

Quelle: ntv.de, jki/AFP

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