Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 18:58 Fauci rechnet Anfang 2022 mit Covid-Impfungen für jüngere Kinder +++

Der US-Immunologe Anthony Fauci rechnet spätestens Anfang kommenden Jahres mit Coronavirus-Impfungen für Kinder aller Altersstufen. "Ich denke, bis zum ersten Quartal 2022 werden wir in der Lage sein, Kinder praktisch jeden Alters zu impfen", sagte der Corona-Berater von US-Präsident Joe Biden dem Sender CNN. "Hoffentlich schon vorher, aber ich denke, das wird der späteste Zeitpunkt sein." Für Kinder und Jugendliche im Alter ab zwölf Jahren gehe er davon aus, dass Impfungen schon zu Beginn des kommenden Schuljahres zur Verfügung stünden. Derzeit können in den USA Jugendliche erst ab 16 Jahren geimpft werden.

+++ 18:30 Großbritannien registriert zehn Todesfälle innerhalb eines Tages - geringste Zahl seit acht Monaten +++
Mit zehn zusätzlichen Todesfällen binnen 24 Stunden war die Covid-Sterblichkeit in Großbritannien so niedrig wie seit September nicht mehr. Am Samstag hatten die Behörden 35 zusätzliche Todesfälle gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen fiel auf 1882 von 2206 am Vortag.

+++ 18:04 Masken-Affäre: Justiz stellt bei Sauter Millionenbetrag sicher +++
Die Masken-Affäre hat weitere Konsequenzen für den ehemaligen bayerischen Justizminister Alfred Sauter. Das Oberlandesgericht München hat laut einem Bericht der Süddeutschen Zeitung einen sogenannten Vermögensarrest von rund 1,2 Millionen Euro gegen den Politiker und Anwalt verfügt. Dem 70-Jährigen wird vorgeworfen, gemeinsam mit weiteren Politikern und Geschäftsleuten, Maskenlieferungen an mehrere Ministerien in Bayern und im Bund vermittelt zu haben. Als Gegenleistung soll er rund 1,2 Millionen Euro erhalten haben. Das Geld wurde dann an die Firma Pecom weitergeführt, die in großen Teilen Sauters Töchtern gehört. Wegen der Maskenaffäre ist Sauter bereits aus der CSU-Landtagsfraktion ausgetreten.

+++ 17:20 Lauterbach: Mit "letztem strengen Lockdown" Wende der Lage bis Ende Mai +++
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält mit einem "letztem strengen Lockdown" bis Ende Mai ein starkes Senken der Fallzahlen der Corona-Infektionen und der Sterblichkeit für erreichbar. Erfahrungen aus Israel zeigten, dass dies erreicht werde, wenn mehr als die Hälfte der Bevölkerung die Erstimpfung habe, schrieb Lauterbach auf Twitter zu entsprechenden israelischen Statistiken. Es fehlten also nur noch sechs Wochen. Lauterbach erklärte, mit einem strengen Lockdown ließen sich "weit über 10.000 Menschen" meist im Alter von 40 bis 60 Jahren retten. "Oder wir sind dafür nicht bereit, weil es uns die Einschränkungen 10.000 Tote nicht wert sind. Dann hätten wir versagt", schrieb der SPD-Politiker weiter.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 16:57 Italien steuert Richtung Öffnung zu +++
In Italien sind wegen verbesserter Corona-Zahlen von Montag an nur noch drei Regionen als Rote Zonen ausgewiesen. Das süditalienische Kampanien mit der Hafenstadt Neapel dagegen wechselt nach einem Erlass von Gesundheitsminister Roberto Speranza zum Wochenstart in die mittlere Risikozone ("Orange"). Rote Zonen mit strengen Virus-Sperren bleiben Apulien, Sardinien und das Aosta-Tal. Viele Menschen in dem 60-Millionen-Einwohner-Land freuen sich schon jetzt auf die folgende Woche ab 26. April: Die Regierung von Premier Mario Draghi hat dann Öffnungsschritte wie den Start der Außengastronomie in bestimmten Regionen angekündigt. Vorgesehen ist ein Stufenplan mit Lockerungen von April bis Juli. Allerdings stritten Politiker am Wochenende über den Fortbestand der nächtlichen Ausgangsverbote.

+++ 16:20 Kassenärzte rechnen im Mai mit Aufhebung der Impf-Priorisierung +++
Die Kassenärzte erwarten, dass sie im kommenden Monat erstmals mehr Covid-19-Schutzimpfungen verabreichen können als die Impfzentren - und dass die Priorisierung, die bislang dazu führt, dass nur bestimmte Personengruppen geimpft werden, dann aufgehoben wird. Wenn die Lieferungen wie zugesagt zunähmen, erhielten die Praxen im Mai deutlich mehr als jene 2,25 Millionen Dosen, die jede Woche an die Impfzentren gingen, sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der F.A.Z. "Im Mai sind neben den Hausärzten sukzessive auch die Fachärzte mit an Bord, und wir werden immer mehr gesunde Menschen und andere Personen außerhalb der derzeit berechtigen Gruppen impfen", sagte Gassen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 15:57 Fauci prognostiziert baldige Entscheidung zu J&J +++
Der US-Seuchenexperte Anthony Fauci hat dem TV-Sender CBS gesagt, bis Freitag sei mit einer Entscheidung zu rechnen, ob der Impfstoff von Johnson & Johnson wieder eingesetzt werden sollte. Ihn würde nicht wundern, wenn dies in der einen oder anderen Form geschehen werde. Nach Meldungen über Thrombosefälle hatten die US-Behörden zuletzt empfohlen, das Vakzin in den Vereinigten Staaten vorerst nicht weiter einzusetzen.

+++ 15:36 Studie: Aggressivität im Alltag nimmt wegen Lockdown zu +++
Kunden, die im Supermarkt aneinandergeraten, Streitigkeiten um Masken, die eskalieren - die Republik scheint mehr und mehr gereizt. Das will eine neue Umfrage herausgefunden haben. Laut der Studie des Allensbach-Instituts nehmen 70 Prozent der befragten 30-59-Jährigen einen allgemeinen Anstieg von Ängsten, Ungeduld und Aggressivität im Alltag wahr. Gegenüber dem rbb-Verbrauchermagazin "Super.Markt" bestätigen Menschen mit täglichem Kundenkontakt dieses Bild. Grund ist der erlebte Kontrollverlust in der Pandemie. Einschränkungen im Alltag, Unsicherheit im Beruf, die Gefahr einer Ansteckung, die familiäre Situation. Durch diese zunehmende Frustration liegen die Nerven zunehmend blank, erklärt Sozialpsychologin Barbara Krahé von der Universität Potsdam.

+++ 15:15 Österreich erwartet größeres Defizit um weitere 8 Milliarden +++
Die Corona-Krise wirbelt den österreichischen Staatshaushalt für 2021 durcheinander. Finanzminister Gernot Blümel rechnet mit einem größeren Defizit, geringeren Steuereinnahmen und einer höheren Schuldenquote. Das Budget werde überarbeitet, um weitere Corona-Hilfen für die Wirtschaft zu gewähren und das Gesundheitssystem mit zusätzlichen Ressourcen auszustatten. Ähnliche Maßnahmen habe es auch in Deutschland und der Schweiz zuletzt gegeben. "Ich habe immer gesagt, wenn es mehr Geld braucht, wird es mehr Geld geben." Das Haushaltsdefizit wird nach Angaben des Ministeriums mit 30,7 Milliarden Euro um 8,1 Milliarden höher ausfallen als bisher angenommen.

+++ 14:47 Halle beschließt Ausgangssperre ab Dienstag +++
In Halle soll es ab Dienstag erneut nächtliche Ausgangsbeschränkungen geben. Das hat der Katastrophenschutzstab beschlossen, wie die Stadt auf ihrer Internetseite mitteilte. In der Zeit von 21 Uhr bis 5 Uhr sei es dann nur noch mit gewichtigen Gründen erlaubt, die Wohnung zu verlassen. Die Regelung werde am Montag bekanntgegeben und trete am Dienstag in Kraft. Das Robert Koch-Institut habe heute am fünften Tag in Folge eine Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 in der Stadt festgestellt, hieß es zur Begründung. Ausgangsbeschränkungen gab es in Halle zuletzt Anfang April.

+++ 14:32 Todesfälle im Gazastreifen auf Höchstwert +++
Die Zahl der täglichen Corona-Todesfälle im Gazastreifen hat einen Höchstwert erreicht. Innerhalb von 24 Stunden wurden in dem Palästinensergebiet direkt am Mittelmeer 23 neue Tote registriert. Insgesamt starben in dem Küstenstreifen, der von der islamistischen Hamas beherrscht wird, nach Angaben des Gesundheitsministeriums bereits 761 Menschen nach einer Corona-Infektion. Im Gazastreifen leben etwa zwei Millionen Menschen auf engem Raum, unter teilweise miserablen Bedingungen und bei schlechter medizinischer Versorgung.

+++ 13:50 Selbst Orban zweifelt: Ungarn öffnet trotz Inzidenz von 363 +++
Trotz einer hohen Zahl an Corona-Neuinfektionen öffnen an diesem Montag in Ungarn Kindergärten und Grundschulen wieder. Angesichts jüngster Bedenken vieler Eltern, Ärzte und Lehrer hat die Regierung ihre Entscheidung abgeschwächt: Eltern steht es frei zu entscheiden, ob sie ihre Kinder in Betreuung oder Unterricht schicken. Mit aktuell 363 Neu-Infektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von 14 Tagen ist Ungarn europaweit besonders hart von der Pandemie betroffen. Ministerpräsident Viktor Orban hatte am Freitag selbst Zweifel geäußert, ob die Öffnung von Schulen in die Zeit passe. Er berief sich jedoch auf eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WH0). Regierungskritische Medien äußerten Zweifel, dass es eine solche Empfehlung gibt.

+++ 13:38 Weniger Neuinfektionen - Inzidenz in Hamburg sinkt +++
Die Zahl der in Hamburg nachgewiesenen Corona-Infektionen hat sich um 297 erhöht. Das sind 105 weniger als am Samstag und 43 weniger als am Sonntag vor einer Woche, wie die Gesundheitsbehörde am Sonntagmittag mitteilte. Die Sieben-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen, sank von 141,0 auf 138,7. Vor einer Woche hatte der Wert 139,9 betragen. Am Sonntag sowie am Montag gehen die Infektionszahlen in der Regel im Vergleich zu den Vortagen zurück, weil am Wochenende generell weniger getestet wird.

+++ 13:13 Steinmeier: Gedenken derer, "die einsamen, qualvollen Tod gestorben sind" +++
Gut ein Jahr nach dem Beginn der Corona-Pandemie haben die Spitzen des deutschen Staates und die Kirchen der fast 80.000 Toten gedacht und den Hinterbliebenen ihr Mitgefühl bekundet. Bei der zentralen Gedenkfeier rief Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zudem die Gesellschaft zum Zusammenhalt auf. "Lassen wir nicht zu, dass die Pandemie, die uns schon als Menschen auf Abstand zwingt, uns auch noch als Gesellschaft auseinandertreibt", sagte er im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt. Zuvor hatten die Kirchen in einem ökumenischen Gottesdienst in der Gedächtniskirche den Trauernden Trost zugesprochen. Der Bundespräsident betonte: "Wir wollen heute als Gesellschaft derer gedenken, die in dieser dunklen Zeit einen einsamen und oft qualvollen Tod gestorben sind." Den um ihre gestorbenen Angehörigen Trauernden wolle man sagen: "Ihr seid nicht allein in eurem Leid, nicht allein in eurer Trauer."

+++ 12:44 Zahl der Covid-Intensivpatienten nähert sich Vierteljahreshoch +++
Auf Deutschlands Intensivstationen werden dem Register der Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) aktuell 4842 Corona-Patienten behandelt. Das sind 56 mehr als gestern und der höchste Wert seit dem 19. Januar. 2723 von ihnen - 31 mehr als gestern - werden invasiv beatmet. Dennoch sank insgesamt die Belegung auf den Intensivstationen. Die Zahl der freien Intensivbetten stieg um 281 auf 4302 beziehungsweise 16,3 Prozent.

+++ 12:25 Wirtschaftsweiser für Konsumgutscheine für alle und längeres Arbeitslosengeld +++
Der Wirtschaftsweise Achim Truger fordert eine Verlängerung der Corona-Hilfen und eine längere Bezugsdauer des Arbeitslosengelds. Solange es Einschränkungen wegen der Pandemie gebe, müsse die Unterstützung der Wirtschaft und der Beschäftigten aufrechterhalten werden, sagt Truger dem "Münchner Merkur". Vorschläge der Grünen und des Einzelhandelsverbands HDE zu Einkaufsgutscheinen für alle Bürger hält das Mitglied des Sachverständigenrates für sinnvoll. Auch andere Maßnahmen wie Prämien für Neuanmietungen von leerstehenden Geschäftsflächen seien geeignet.

+++ 11:43 69 Festnahmen bei Demo in Berlin +++
Auch in Berlin wurde gestern illegal gegen die Corona-Politik demonstriert. Laut Polizei wurden 69 Personen wegen diverser Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz und anderer Straftaten in der Friedrichstraße festgenommen.

+++ 11:45 "Trauma unserer Seele" - Kirchen gedenken Corona-Opfern +++
Mit einem zentralen ökumenischen Gottesdienst haben die christlichen Kirchen am Sonntag in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche an die Verstorbenen und Hinterbliebenen der Corona-Pandemie gedacht. In Zeiten der Trauer sei es umso wichtiger, nicht alleine zu sein, sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, in seiner Predigt. Dabei nannte er die Krisenerfahrung der Pandemiezeit ein "Trauma unserer Seele". "Wir werden viel Zeit brauchen, erst recht unsere Kinder, unsere Heranwachsenden, für die diese Krise die Ausdehnung einer gefühlten Ewigkeit hat."

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Georg Bätzing, sagte, Tod und Sterben seien in der Pandemie näher gerückt als zuvor. Von jetzt auf gleich müssten Patienten ins Krankenhaus, Abschiede seien holprig und überstürzt. "Dann oft kein Besuch, kein Sich-Aussprechen, kein Trösten in der Angst, kein vergewissernder Blick in die Augen, keine vertraute Hand."

+++ 11:21 GroKo will umstrittenes Infektionsschutzgesetz erweitern +++
Die Fraktionsspitzen der CDU/CSU und der SPD haben über die Ausgestaltung der Ausgangsbeschränkungen verhandelt. Das erfuhr die "Welt am Sonntag" aus Koalitionskreisen. In den Gesprächen zeichnet sich dem Vernehmen nach ein Kompromiss ab. "Für die SPD ist nach wie vor wichtig, dass Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben, während der Ausgangsbeschränkungen zu joggen oder vor die Tür zu gehen", sagte der stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Dirk Wiese der "Welt am Sonntag". Die Union bestand dem Vernehmen nach auf Verschärfungen des Gesetzentwurfs etwa im Bereich Schulen. Erst wie vorgesehen bei einer 200er-Inzidenz in den Distanzunterricht zu gehen, sei aus gesundheitspolitischer Sicht nicht akzeptabel, hieß es. Spätestens am heutigen Sonntag soll es eine Einigung geben.

Die Regierungspläne zu einer einheitlichen Ausgangssperre ab 21 Uhr sind umstritten. Marco Buschmann, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP im Bundestag, sagte der "Welt am Sonntag": "Sollte die Große Koalition starrsinnig bleiben, wird eine Flut von Verfassungsbeschwerden über Karlsruhe hereinbrechen. Auch die FDP-Fraktion behält sich eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht vor."

+++ 11:05 Frankreich verschärft Quarantäne für Reisende +++
Frankreich verschärft wegen der Corona-Pandemie die Einreise aus Brasilien, Chile, Argentinien und Südafrika. Angesichts der Besorgnis über Covid-19-Varianten soll ab dem 24. April eine zehntägige Pflichtquarantäne für Einreisende aus diesen Ländern gelten. Die Maßnahme trifft auch für Flugreisende aus dem französischen Überseedepartement Guyana zu. Frankreich will bis dahin ein System schaffen, das die Überprüfung des Aufenthaltsortes und die entsprechenden Quarantäneanforderungen erlaubt. Des Weiteren muss ein negativer PCR-Test nachgewiesen werden, der nicht älter als 36 Stunden sein darf. Für Brasilien hat Frankreich zudem die Anfang letzter Woche verhängte Aussetzung aller Flüge in das lateinamerikanische Land bis einschließlich 23. April verlängert. Die Maßnahme wurde wegen der als P1 bekannten brasilianischen Variante angeordnet, die besonders virulent sein soll und für einen starken Anstieg der Coronavirus-Todesfälle in Brasilien im März verantwortlich gemacht wird.

+++ 10:29 Zahl der Todesfälle weltweit steigt auf über drei Millionen +++
Mehr als ein Jahr nach dem ersten Corona-Todesfall hat die Coronavirus-Pandemie eine weitere düstere Wegmarke erreicht: Während in weiten Teilen der Welt Massenimpfungen laufen, ist die Zahl der weltweit im Zusammenhang mit Covid-19 stehenden Todesfälle auf mehr als drei Millionen gestiegen. Das geht aus den ntv.deDaten hervor. (Einigen Quellen zufolge war die Drei-Millionen-Grenze bereits gestern überschritten worden. Die ntv.de-Zählung stützt sich auf nationale Behördenangaben.)

Demnach verzeichnen die USA mit mehr als 566.000 Opfern die meisten Todesfälle. In Brasilien gab es bislang mehr als 371.000 Todesopfer. An dritter Stelle der Top Zehn nach Meldedaten folgt Mexiko: Dort sind mehr als 212.000 im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

+++ 10:15 Jetzt live bei ntv und ntv.de: Gedenk-Gottesdienst für die Corona-Toten +++
Ntv überträgt live aus der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche den ökumenischen Gottesdienst anlässlich des Gedenktags für die Opfer der Corona-Pandemie.

+++ 09:51 Ukraine will Millionen verschmähte Astrazeneca-Dosen von EU aufkaufen +++
Europäische Staaten wie Dänemark, Tschechien, Lettland und Litauen sitzen auf Millionen von Impfdosen des Herstellers Astrazeneca, die sie nicht mehr verimpfen wollen - wegen des erhöhten Risikos seltener Blutgerinnsel. Andere Länder allerdings sind verzweifelt auf der Suche nach Impfstoff und wollen das verschmähte Mittel gerne kaufen. Dazu gehört die Ukraine. Das Land hat bislang gerade einmal eine Millionen Impfdosen erhalten und hat damit einer der langsamsten Impfkampagnen in ganz Europa.

"Niemand würde eine Impfung zurückweisen", zitiert Bloomberg den ukrainischen Gesundheitsminister Maksim Stepanow. "Die Vorteile aller zugelassenen Impfstoffe überwiegen die Risiken bei weitem." Seinen Angaben zufolge befindet sich die Ukraine bereits in Verhandlungen mit mehreren europäischen Staaten, um deren verschmähte Astrazenecadosen zu kaufen.

+++ 09:38 Schwerverletzter bei Sechs-Meter-Sprung bei Flucht nach Corona-Party +++
Offenbar aus Angst vor der Polizei ist der Gastgeber einer Party in Mönchengladbach aus einem Fenster sechs Meter in die Tiefe gesprungen und hat sich schwer verletzt. Wie die Polizei am Sonntag mitteilte, hatten sich Nachbarn über eine lautstarke Party in dem Mehrfamilienhaus beschwert. Als die Beamten in der Nacht zu Sonntag eintrafen, flüchtete der Wohnungsinhaber und sprang aus dem Fenster. Dabei habe sich der 32-Jährige nach ersten Erkenntnissen beide Sprunggelenke gebrochen, teilte die Polizei weiter mit. Er wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Gastgeber und seine drei Gäste müssen sich nun wegen Ruhestörung und Verstoßes gegen die Coronaschutzverordnung verantworten.

+++ 09:28 Hunderte Anzeigen nach verbotenen Protesten in Stuttgart +++
Bei den verbotenen Protesten gegen die Corona-Politik in Stuttgart hat die Polizei Hunderte Verstöße festgestellt. Mehr als 700 Menschen, die am Samstag durch die Stadt gezogen waren, seien festgehalten und identifiziert worden. Wie die Polizei weiter mitteilte, wurden sie angezeigt und erhielten Platzverweise. Zudem habe es mehr als 1000 Verstöße gegen die Maskenpflicht gegeben. Zahlreiche "Querdenker" und weitere Gegner der Corona-Politik hatten sich am Samstag trotz Demo-Verboten in Stuttgart versammelt. In der Innenstadt skandierten sie Parolen, trugen Trommeln und Fahnen. Die Beamten stoppten den Angaben nach mehrere spontane, nicht genehmigte Aufzüge und Gruppenbildungen. Dabei seien zwei Polizisten verletzt worden. Insgesamt waren rund 1000 Corona-Gegner und ungefähr 400 Gegendemonstranten in der Stadt. Im Vorfeld hatte die Stadt zwei geplante Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen verboten und dafür Rückendeckung von den Gerichten erhalten. Noch am Samstag hatte das Bundesverfassungsgericht zwei gegen die Verbote gerichtete Eilanträge abgewiesen.

+++ 09:22 84 Prozent der Regionen über Notbremsen-Schwelle +++
Für 84 Prozent der deutschen Regionen sind mit Blick auf die aktuelle Sieben-Tage-Inzidenz vorerst keine gelockerten Pandemieregeln absehbar: Von den 412 Regionen, die das Robert-Koch-Institut ausweist (dazu gehören die Landkreise, kreisfreien Städte und die Berliner Bezirke), überschreiten 347 (gestern: 356, vorgestern: 349, vorvorgestern: 351) die für die "Notbremse" ausschlaggebende 100er-Marke. Zu Monatsbeginn lag der Wert noch bei 290 Regionen über dieser Schwelle. Dem jüngsten RKI-Datenstand zufolge liegen von den 20 Regionen mit den höchsten Werten allein sechs in Thüringen und sieben in Bayern. Beide Freistaaten befinden sich mit ihren Fallaufkommen über dem Bundeswert (162,3): Bayern mit 185,4 und Thüringen noch deutlicher mit der bundesweit höchsten Sieben-Tage-Inzidenz von 247,1.

+++ 09:17 Forscher: Covid-Genesene brauchen nur eine Impfdosis +++
In den vergangenen vier Monaten haben Forscher die Immun-Reaktion nach der Impfung von 1000 Klinik-Angestellten in Los Angeles untersucht. Ein Ergebnis der Studie: Teilnehmer, die bereits eine Corona-Infektion hinter sich hatten, zeigten bereits nach einer Impfdosis dieselbe Immunreaktion wie Nicht-Infizierte nach der zweiten Impfung. Das Ergebnis stimmt mit anderen Studien überein. Wenn Menschen, die bereits eine Infektion hinter sich haben, nur eine statt der bei den meisten bislang eingesetzten Impfstoffen empfohlenen zwei Dosen brauchen, könnte das die Impfkampagnen deutlich beschleunigen.

+++ 08:48 Deutschland hat neuen Super-Hotspot +++
Mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz ist nun der thüringische Landkreis Sonneberg die am stärksten von der Pandemie betroffene Region Deutschlands. Dem neuesten Datenstand des Robert-Koch-Instituts (RKI) zufolge (18. April, 3.09 Uhr) stieg das dortige Fallaufkommen auf 455,7 neu registrierte Fälle je 100.000 Einwohner binnen einer Woche (Vortag: 433,1). Der thüringische Landkreis Greiz, oftmaliger Spitzenreiter der Super-Hotspot-Liste, weist dem RKI nach einen stark gesunkenen Wert auf (396,3/Vortag: 450,7). Damit befinden sich nun nur noch zwei Regionen über der 400er-Schwelle. Die bundesweit geringste Sieben-Tage-Inzidenz gibt es laut RKI-Daten weiterhin mit 32,5 im Landkreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein.

+++ 08:42 Hamburger Kliniken trotz Corona-Ansturm in Geldnot +++
Trotz der starken Inanspruchnahme durch zahlreiche Corona-Patienten sehen sich die Hamburger Krankenhäuser in wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das ergab eine Befragung der Hamburgischen Krankenhausgesellschaft unter ihren 36 Mitgliedern. “Die Ergebnisse lassen den Rückschluss zu, dass alle Krankenhäuser weiterhin unter erheblichen wirtschaftlichen Problemen leiden”, teilte die Vereinigung mit.

Selbst die Hamburger Kliniken, die Anspruch auf staatliche Ausgleichszahlungen für coronabedingte Leerstände haben, meldeten den Angaben zufolge für das erste Quartal 2021 Erlösrückgänge von durchschnittlich 12 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Belegung der Betten sank um 15 Prozent. Die Ausgleichszahlungen hätten nur 81 Prozent der Erlösausfälle kompensiert. Trotz des staatlichen Rettungsschirms für 2021 bleibe die wirtschaftliche Lage angespannt. Den Defiziten könnten die Häuser nur durch Personalabbau entgegenwirken, warnte die Krankenhausgesellschaft.

+++ 08:10 Polizei wirft über 100 Eingereiste aus Mecklenburg-Vorpommern +++
Wegen der verschärften Einreisebeschränkungen in Mecklenburg-Vorpommern hat die Polizei am Samstag in den Landkreisen Mecklenburgische Seenplatte und Vorpommern-Greifswald insgesamt 620 Fahrzeuge entlang der Landesgrenzen kontrolliert. 69 Fahrzeuge mit 112 Insassen wurden von den Beamten wieder abgewiesen, wie die Polizei bekannt gab. Insgesamt verliefen die Kontrollen demnach ruhig.

Seit November sind Hotels und Pensionen in dem bei Touristen beliebten Bundesland wieder geschlossen. Längere Urlaubsaufenthalte und selbst Tagesausflüge aus anderen Bundesländern sind seit Monaten grundsätzlich verboten. Ausnahmen soll es nach Angaben der Landesregierung nach wie vor für Besuche der Kernfamilie geben. Dazu zählen etwa Eltern, Kinder und Geschwister. Auch wer aus einem anderen Bundesland kommt und einen Zweitwohnsitz im Nordosten hat, muss diesen bis spätestens Freitag nächster Woche verlassen, wie die Landesregierung in Schwerin am Samstag mitteilte. Dies gelte auch für Dauercamper, Kleingartenpächter sowie Bootseigentümer aus anderen Bundesländern.

+++ 08:03 Israel hebt Maskenpflicht im Freien auf +++
Gut ein Jahr nach Beginn der Corona-Pandemie ist die Maskenpflicht im Freien in Israel aufgehoben worden. Auf den Straßen waren am Sonntagmorgen bereits viele Menschen ohne Mundschutz unterwegs. In Innenräumen, die öffentlich genutzt werden, gilt die Pflicht weiterhin. Experten gehen aber davon aus, dass sie angesichts der stark gesunkenen Infektionszahlen in einem Monat ebenfalls aufgehoben werden kann. Erstmals seit einem Jahr wurden auch viele Schulen wieder vollständig geöffnet. Die Kinder und Jugendlichen lernen wieder in Klassenverbänden statt in kleinen Gruppen. In den Klassenräumen gilt allerdings weiterhin Maskenpflicht.

+++ 07:34 Nur ein Bundesland unter Notbremsen-Schwelle +++
In der aktuellen Virus-Lage bleibt es mit Blick auf die Sieben-Tage-Inzidenz bei lediglich einem Bundesland unterhalb der 100er-Schwelle. Laut aktuellen RKI-Datenstand weist nur Schleswig-Holstein (73,2) ein Fallaufkommen unter der "Notbremsen"-Marke von 100 neu registrierten Corona-Infektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohner auf. Wie in dem Nordland schwächten sich demnach die Werte in nur drei weiteren Bundesländern ab. In den anderen Ländern stiegen die Fallaufkommen indes an – so etwa in Bayern (185,4 | Vortag: 182,4). Im Super-Hotspot Thüringen ist der Wert leicht gesunken. Dennoch weist der Freistaat laut RKI mit 247,1 (Vortag: 249,7) das deutlich höchste Fallaufkommen im Ländervergleich auf und liegt zusammen mit Sachsen (233,6 | Vortag: 231,5) als eines der beiden einzigen Länder über der 200er-Schwelle.

+++ 07:25 Corona-Bußgelder spülen Geld in kommunale Kassen +++
Verstöße gegen die Corona-Auflagen haben den Kommunen in Rheinland-Pfalz Bußgelder von mehr als einer Million Euro beschert. Insgesamt wurden seit Beginn der Pandemie Tausende Bußgeldbescheide verschickt, wie eine stichprobenartige Umfrage der Deutschen Presse-Agentur ergab. Verstoßen wurde vor allem gegen die Maskenpflicht. So zählte alleine die Landeshauptstadt Mainz etwa 2400 Verfahren mit Bußgeldern von rund 530.000 Euro, wie die Stadtverwaltung mitteilte.

Nicht weit von dieser Summe entfernt liegt Ludwigshafen, wo bislang Bußgelder in Höhe von etwa 500.000 Euro festgesetzt wurden. In Kaiserslautern wurden alleine dieses Jahr bislang 570 Verstöße gezählt, daraus resultierten 70 verhängte Verwarnungsgelder und etwa 200 Bußgeldbescheide über insgesamt 40 000 Euro. Im vergangenen Jahr waren bei rund 800 Bußgeldverfahren etwa 280 000 Euro zusammen gekommen.

+++ 07:15 Deutsche Staatsspitze gedenkt Corona-Toten +++
Die Spitzen des deutschen States gedenken am Sonntag der Toten der Corona-Pandemie. Zunächst wird in einem ökumenischen Gottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche an die Verstorbenen erinnert (10.15 Uhr). Daran nehmen Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesratspräsident Reiner Haseloff (alle drei CDU) und der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, teil.

Am Nachmittag folgt eine zentrale Gedenkfeier im Berliner Konzerthaus. Nach einer Ansprache von Steinmeier folgen Wortbeiträge von Menschen, die in der Pandemie Angehörige verloren haben. ntv über trägt die Gedenkfeier live ab 12.55.

+++ 07:01 Neuinfektionen in Indien auf Höchststand +++
Indien meldet mit 261.500 Corona-Neuinfektionen erneut einen Höchstwert. Insgesamt wurde nun bei fast 14,8 Millionen Menschen das Coronavirus nachgewiesen, wie das Gesundheitsministerium mitteilt. Indien mit seinen rund 1,35 Milliarden Einwohnern weist damit weltweit die zweitmeisten Ansteckungsfälle auf, nach den USA, die mehr als 31 Millionen Fälle verzeichnen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus steigt in Indien binnen 24 Stunden um 1501 auf 177.150.

+++ 06:36 Altmaier für harten Lockdown - "Sonst zehntausende zusätzliche Tote" +++
Kurz vor der bevorstehenden Novelle des Infektionsschutzgesetzes hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier die konsequente Anwendung der geplanten Ausgangssperren angemahnt. "Die Ausgangssperre ist ein Signal für die Dramatik der Lage und dafür, dass wir es ernst meinen - gerade weil es sie bisher in Deutschland kaum gab", sagte er der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung". Es gehe nicht um den Spaziergänger mit Hund, sondern um die Einhaltung der Kontaktregeln.

"Überall auf der Welt, wo eine Infektionswelle erfolgreich gebrochen wurde, hat man das mit dem Instrument eines harten Lockdowns geschafft", betonte der Minister. "Auf der sicheren Seite sind wir, wenn wir insgesamt die Zahl der sozialen Kontakte reduzieren - und die entstehen, wenn alles geöffnet ist." Daran seien alle differenzierte Modelle wie in Tübingen oder Rostock gescheitert. Nur wenn sich die Bevölkerung an die verschärften Regeln halte, könne man Menschenleben retten, warnte Altmaier: "Die konkrete Alternative wäre die völlige Überlastung des Gesundheitssystems, mit zehntausenden zusätzlichen Toten."

+++06:31 Pandemie bremst deutsche Reiselust +++
Fast jeder dritte Verbraucher in Deutschland (rund 31 Prozent) ist einer aktuellen Umfrage zufolge angesichts der Corona-Pandemie noch unentschlossen, ob er in diesem Jahr in Urlaub fahren soll oder nicht. Für etwa 28 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher sind Reisen im Corona-Jahr 2021 schlicht kein Thema. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Unternehmensberatung PwC. Nur gut 15 Prozent der Befragten gaben bei der Umfrage an, bereits eine Urlaubsreise gebucht zu haben. Weitere 27 Prozent haben zwar noch nicht gebucht, planen aber eine Urlaubsreise.

Bei den Verbrauchern, die in diesem Jahr keine Reise planen, hat das laut Umfrage häufig ebenfalls mit der Pandemie zu tun. Immerhin 58 Prozent von ihnen gab an, ihnen sei das Ansteckungsrisiko zu hoch. Und rund 39 Prozent fanden die zu erwartenden Einschränkungen am Urlaubsort zu einschneidend. Knapp jeder Dritte gab allerdings auch an, sich keinen Urlaub leisten zu können. Mehrfachnennungen waren bei dieser Frage möglich.

+++05:46 RKI meldet 19.185 Neuinfektionen - Inzidenz auf höchstem Stand seit Vierteljahr +++
Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet binnen eines Tages 19.185 Corona-Neuinfektionen und 67 neue Todesfälle. Am Sonntag sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am Sonntag vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 17.855 Neuinfektionen und 104 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner liegt bundesweit bei 162,3. Das ist der höchste Stand seit drei Monaten. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,7 angegeben, vor vier Wochen hatte sie noch bei 129,7 gelegen.

Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.

Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.

+++05:15 Karliczek: Zusammenstehen, damit es nicht noch mehr Tote gibt +++
Vor der zentralen Gedenkveranstaltung für die Verstorbenen in der Corona-Pandemie hat Bundesforschungsministerin Anja Karliczek dazu aufgerufen, durch Zusammenhalt und persönliches Verhalten bei der Eindämmung der Pandemie mitzuhelfen. Mit dem Gedenken setze man ein sichtbares Zeichen der Anteilnahme, er sei aber auch eine Mahnung, sagt die CDU-Politikerin der dpa. "Wir müssen in dieser kritischen Phase der Pandemie weiter zusammenstehen, damit es nicht noch mehr Tote gibt. Wir können das nur durch Disziplin verhindern."

+++04:25 Scholz rechnet mit Lockerungen im Sommer +++
Bundesfinanzminister Olaf Scholz ist trotz der derzeitigen dritten Pandemiewelle optimistisch, dass die Menschen im Sommer in den Urlaub fahren können. Es sei mitten in der Dritten Welle noch zu unklar, um genauere Prognosen abgeben zu können, sagt der SPD-Kanzlerkandidat der "Welt am Sonntag". "Ich rechne aber fest damit, im Sommer im Biergarten zu sitzen und die nächste Bundesliga-Saison auch mal im Stadion verfolgen zu können."

+++03:14 Landkreise fordern Überarbeitung der Bundes-Notbremse +++
Die deutschen Landkreise fordern eine Überarbeitung der geplanten bundeseinheitlichen Corona-Notbremse. "Der Gesetzentwurf muss an vielen Stellen korrigiert werden", sagt der Präsident des Deutschen Landkreistages, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Die reine Anknüpfung an Inzidenzen wird dem Pandemiegeschehen nach mehr als einem Jahr und den regional sehr unterschiedlichen Situationen nicht gerecht." Sager fordert hingegen, die Belegung der Intensivbetten, die Reproduktionszahl und den Impffortschritt mit in die Betrachtung einzubeziehen.

+++01:50 Nach Infektion: Hertha-Torhüter Jarstein im Krankenhaus +++
Der Corona-Ausbruch beim Fußball-Bundesligisten Hertha BSC hat Torhüter Rune Jarstein am schwersten getroffen. Der Norweger musste kurzzeitig im Krankenhaus behandelt werden, wie Sportdirektor Arne Friedrich am späten Abend im ZDF sagte. "Auch ihm geht es mittlerweile wieder besser. Er ist auf dem Weg der Besserung", sagte Friedrich. Bei den anderen mit dem Virus Sars-CoV-2 Infizierten - Trainer Pal Dardai, Co-Trainer Admir Hamzagic und Stürmer Dodi Lukebakio - seien schwächere Verläufe zu beobachten gewesen.

+++00:45 Scholz: Geimpften und Genesenen rasch mehr Rechte gewähren +++
In der Debatte über die staatlichen Corona-Beschränkungen wirbt Vizekanzler Olaf Scholz dafür, dass Geimpfte und Genesene rasch genauso behandelt werden wie negativ getestete Menschen. Die genauen Regeln dazu werde die Ministerpräsidentenkonferenz noch in diesem Monat diskutieren, kündigt der SPD-Kanzlerkandidat in der "Welt am Sonntag" an. Im Infektionsschutzgesetz finde sich dazu eine Verordnungsermächtigung, "damit wir das dann rasch umsetzen können, ohne ein weiteres Gesetz machen zu müssen". Konkret müssten Geimpfte oder Genesene dann etwa beim Shopping oder Friseur keinen Corona-Test mehr vorweisen.

+++23:34 Hunderte Corona-Leugner demonstrierten in Düsseldorf +++
Mehrere Hundert Corona-Leugner haben heute in Düsseldorf demonstriert. Viele Teilnehmer hätten keine Masken getragen, berichtet ein Polizeisprecher. Zunächst hätten sich Demonstranten in der Innenstadt versammelt. Als die Versammlung für beendet erklärt worden sei, seien sie in verschiedenen Gruppen quer durch die Stadt zum Landtag gezogen. Sie wurden teils von Einsatzkräften gestoppt oder während ihres Fußmarschs begleitet, wie es hieß. Drei Polizisten seien verletzt worden. Wie die Polizei in einer Bilanz am späten Abend mitteilte, hatte ein angemeldeter Aufzug bereits während der Sammelphase einen Zulauf im vierstelligen Bereich. Die Stadt Düsseldorf hatte allerdings eine beschränkende Verfügung auf maximal 250 Teilnehmer für einen Aufzug erlassen. Die Versammlung wurde nach etwa einer halben Stunde von der Versammlungsleiterin beendet, so die Polizei.

+++22:07 Berlin gedenkt Pandemie-Toten +++
Am Sonntag wird mit einem Gottesdienst und einer Gedenkfeier an die Toten der Corona-Pandemie erinnert. Dafür ist in der Gedächtniskirche am Breitscheidplatz ein ökumenischer Gedenkgottesdienst geplant. Die zentrale Gedenkfeier mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier findet allerdings im Konzerthaus am Gendarmenmarkt statt. Zum Ausdruck der Trauer werden die Flaggen auf halbmast wehen.

+++21:35 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 20.572 neue Fälle gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 3.131.088 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 20.572 neue Fälle hinzu. Das sind rund 600 Fälle weniger als Samstag vor einer Woche (21.175 Neuinfektionen). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 154 auf 79.913. Auch bei den Todesfällen gibt es einen Rückgang. Vor sieben Tagen hatten die Landesbehörden insgesamt 186 übermittelte Todesfälle gemeldet. Als aktuell infiziert gelten rund 281.602 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,19 angegeben (Vortag: 1,18). Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,22 (Vortag: 1,24). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4786 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2692 davon werden beatmet. Rund 4021 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 21:05 CDU/CSU und SPD wollen Infektionsschutzgesetz wohl verschärfen +++
Die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und SPD wollen den Entwurf der Bundesregierung zum Infektionsschutzgesetz verschärfen. Der "Welt am Sonntag" zufolge haben die Fraktionen heute verhandelt und ihre Positionen dabei angenähert. Die Union bestand laut Koalitionskreisen darauf, dass die Schulen nicht erst ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200 schließen sollen. Dies ist in dem Entwurf der Regierung vorgesehen, wird aber von Gesundheitsexperten als nicht ausreichend angesehen. Die Länderchefs wehren sich allerdings dagegen, dass der Bund Vorgaben für die Schulen schon ab einer Inzidenz von 100 machen will.

+++ 20:32 Bremer Polizei verhindert Treffen von Lockdown-Kritikern und Gegenkundgebung +++
Bei einer Demonstration gegen die Corona-Maßnahmen mit rund 200 Teilnehmern hat die Polizei in Bremen mehrere Verstöße geahndet. Mehrere Teilnehmer hielten sich bereits auf dem Weg zur Versammlung nicht an die Abstandsregeln und trugen keine Masken, wie die Polizei mitteilte. 37 von ihnen hätten ärztliche Atteste vorgelegt. Ein Mann wurde kurzzeitig in Gewahrsam genommen. Zeitgleich fanden mehrere Gegenkundgebungen statt. Daran nahmen laut Polizei insgesamt etwa 100 Menschen teil. Die Polizei trennte die Versammlungen den Angaben nach und verhinderte ein Aufeinandertreffen.

+++ 19:54 Unternehmen wollen Impfaktion beschleunigen +++
In vielen deutschen Unternehmen stehen Betriebsärzte bereit, um gegen das Coronavirus zu impfen. Nahezu alle großen Konzerne haben ihre Bereitschaft signalisiert. Noch fehlt dafür aber der Impfstoff. Mehr als Pilotprojekte sind bisher nicht absehbar - und in den Impfzentren der Konzerne ist Geduld gefragt. Allein beim Autozulieferer Continental könnten in Deutschland in den werksärztlichen Diensten täglich mehr als 1000 Mitarbeiter geimpft werden, wie der Dax-Konzern aus Hannover auf Anfrage mitteilte. Auf die Forderung, auch Impfungen in Betrieben rasch voranzutreiben, hatte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zuletzt mehrmals auf den wenigen verfügbaren Impfstoff verwiesen. "Noch ist es zu knapp", sagte er Ende März. Die Betriebsärzte sollten nach Hausärzten in die Impfaktion einsteigen.

Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 19:20 Angekündigte Berlin-Demo fällt flach - Teilnehmer tauchen nicht auf +++
Eine angekündigte Demo in Berlin von Gegnern der Corona-Maßnahmen ist ausgefallen. Für den Nachmittag waren 5.000 Teilnehmer angemeldet worden, aber selbst Stunden nach dem angekündigten Start um 16 Uhr am Brandenburger Tor seien nur vereinzelt Anhänger gesichtet worden. Eine Absage der Initiatoren habe es nicht gegeben, berichtet die Berliner Polizei gegenüber dem rbb. Zuvor hatten rund 300 Menschen in der Friedrichstraße gegen die Corona-Politik protestiert.

+++ 18:40 Brasilianische Gouverneure suchen Hilfe bei UN +++
Angesichts einer außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie haben Gouverneure brasilianischer Bundesstaaten "humanitäre Hilfe" bei den Vereinten Nationen angefragt. Sie ersuchten im Videogespräch mit der stellvertretenden UN-Generalsekretärin Amina Mohammed Hilfe beim Kauf von Impfstoffen und Intubationsmedikamenten, wie das Nachrichtenportal "G1" berichtete. "In elf Bundesstaaten (von 26) fehlen Krankenhaus-Patienten Schmerz- und Beruhigungsmittel sowie Sauerstoff", sagte demnach der Gouverneur des Bundesstaates Piauí, Wellington Dias von der Arbeiterpartei. Erst kürzlich berichtete "BBC Brazil", dass 1300 Babies bereits an Covid-19 gestorben seien. 13.832.455 Millionen Menschen haben sich nach Daten des Gesundheitsministeriums im größten Land in Lateinamerika mit dem Coronavirus infiziert, 368.749 Patienten sind im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben. Präsident Jair Bolsonaro hat die Verantwortung auf die Bundesstaaten abgeschoben. Der politische Druck auf ihn steigt wegen seiner fehlenden Reaktion auf die Pandemie.

Die vorangegangenen Entwicklungen lesen Sie hier.

Quelle: ntv.de, ysc/jpe/dpa/AFP/rts

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.