Panorama

Prozess um Auto-Attacke18-Jähriger soll Kind aus Rache überfahren haben

11.03.2026, 13:07 Uhr
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Die Anklage geht von Mord aus niederen Beweggründen aus. (Foto: picture alliance/dpa)

Ein Streit auf einem Parkplatz bei Heilbronn eskaliert: Ein 12-Jähriger wird überfahren. Ein halbes Jahr später erklärt der 18-jährige Täter vor Gericht, dass er absichtlich handelte.

Ein 12-Jähriger wird auf einem Supermarkt-Parkplatz angefahren und stirbt. Jetzt wirft die Staatsanwaltschaft einem 18-Jährigen vor, einen Mord aus Rache begangen zu haben.

Der 18-Jährige habe den sechs Jahre jüngeren Jungen nach einem Streit und nach Beleidigungen mit seinem Auto verfolgt und angefahren, weil er sich zutiefst gekränkt gefühlt habe, hieß es zur Anklageverlesung vor dem Landgericht Heilbronn. Die Mutter des getöteten Kindes verfolgte den Prozessauftakt im Gerichtssaal unter Tränen.

Der Fall geschah am 11. September 2025 in Niedernhall nordöstlich von Heilbronn. Im Streit habe das Kind unter anderem damit gedroht, das Auto des 18-Jährigen zu zerkratzen, sagte die Staatsanwältin vor der Jugendkammer des Landgerichts. Der 18-Jährige sei "von Rache getrieben" worden und habe beschlossen, den 12-Jährigen "als Mittel zur Machtdemonstration massiv abzustrafen".

Kind auf Fahrrad unterwegs

Der angeklagte junge Mann soll den Jungen verfolgt und überfahren haben. Das Kind war mit dem Fahrrad unterwegs und starb noch vor Ort; sein ein Jahr älterer Freund und Begleiter konnte sich vor dem Auto in Sicherheit bringen und blieb unverletzt.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit äußerte sich der Angeklagte später zu seinem Lebenslauf. Über seinen Anwalt will er zudem eine Stellungnahme abgeben. Unklar ist bislang, ob auch für diesen Teil der Verhandlung die Türen geschlossen bleiben.

Quelle: ntv.de, raf/dpa

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