Coronavirus-Liveticker+++ 19:07 Demonstranten stürmen bei Protestmarsch in Leipzig Klinikgelände +++
Dutzende Gegner der Maßnahmen sind in Leipzig bei einem ihrer als "Spaziergänge" deklarierten Protestmärsche auf das Gelände der Uniklinik gestürmt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin hatte der Protestzug von "mehreren hundert" Menschen am Nachmittag nahe des Völkerschlachtdenkmals begonnen und war dann in der Nähe der Klinik für Psychiatrie von der Polizei gestoppt worden. Dort seien dann Dutzende auf das Gelände der zur UKL gehörenden Psychiatrie-Klinik gestürmt - vermutlich in der Hoffnung, dem Polizeikessel zu entkommen. Auf Videos, die auf Twitter veröffentlicht wurden, war zu sehen, wie einige Polizisten am Tor zu dem Gelände noch vergeblich versuchen, die Menge zurückzuhalten. Doch waren sie dem Ansturm offensichtlich nicht gewachsen. Der Polizeisprecherin zufolge stellte die Polizei die Identität der Eingedrungenen für mögliche strafrechtliche Ermittlungen fest. Die restlichen "Spaziergänger" seien nach einer Identitätskontrolle wieder gehen gelassen worden.
+++ 18:51 Hunderte Menschen lassen sich in Airbus impfen +++
Impfen statt Fliegen: Am Kassel Airport im nordhessischen Calden haben sich Hunderte Menschen gegen Corona impfen lassen. Den Piks erhielten sie in einem Airbus A400M der Luftwaffe. Zu der gemeinsamen Aktion des Kassel Airport, von Sanitätsstabsoffizieren der Reserve, dem Johanniter Regionalverband Kurhessen und dem Lufttransportgeschwader 62 aus dem niedersächsischen Wunstorf kamen allein bis zum Nachmittag deutlich mehr als 500 Menschen, wie eine Flughafen-Sprecherin sagt. "Es ist ein wirklicher Erfolg." Impfstoff gab es den Angaben zufolge für 850 Termine. Wer zur Impfung zum Airport kam, erhielt neben dem Vakzin einen exklusiven Einblick in den Airbus A400M, der bereits am Freitagnachmittag in Calden gelandet war. Die Maschine dient als strategisches und taktisches Transportflugzeug für Material und Personal und ist auch als fliegende Tankstelle sowie zur Versorgung erkrankter oder verwundeter Soldaten einsetzbar.
+++ 18:17 Großbritannien: Neuinfektionen im Wochenvergleich rückläufig +++
Die Zahl der Neuinfektionen in Großbritannien ist im Wochenvergleich rückläufig. Die Behörden melden aktuell 72.727 Neuinfektionen und 296 weitere Todesfälle. In den vergangenen sieben Tagen seien insgesamt 3,6 Prozent weniger neue Fälle verzeichnet worden als in der Woche zuvor, heißt es weiter. Die Zahl der Toten sei in diesem Zeitraum um 3,2 Prozent gefallen.
+++ 17:51 Rund 4500 Menschen demonstrieren in Freiburg gegen Impfpflicht und Maßnahmen +++
Auch in anderen deutschen haben wieder Menschen gegen die Corona-Politik demonstriert. Allein in Freiburg beteiligten sich nach ersten Schätzungen der Polizei etwa 4500 Menschen an einer Demonstration, um gegen eine Impfpflicht und die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu protestieren. Der Veranstalter hatten mit rund 7000 Teilnehmern gerechnet. Es habe keine nennenswerten Vorkommnisse gegeben, sagt ein Polizeisprecher. Gegendemonstranten hätten aber versucht, mit Fahrrädern die Strecke der Demo zu blockieren. In Brandenburg an der Havel löste die Polizei eine nicht angemeldete Demonstration auf. Vor der Versammlung war bekanntgeworden, dass erneut zu einem "Spaziergang" aufgerufen worden war, ohne diesen bei der Versammlungsbehörde anzumelden, wie die Polizeidirektion West mitteilt. Es seien die Identitäten von Teilnehmern festgestellt worden, um Anzeigen wegen Ordnungswidrigkeiten zu erstellen. Auch in Schwerin demonstrierten mehrere Hundert Menschen gegen die Beschränkungen.
+++ 17:23 Verfechter wie Gegner der Maßnahmen: Mehrere Kundgebungen in Niedersachsen +++
Verfechter wie Gegner der Corona-Maßnahmen haben in verschiedenen Städten in Niedersachsen demonstriert. Ein Schwerpunkt war Osnabrück, wo sich nach Polizeiangaben etwa 1150 Gegner der staatlichen Maßnahmen versammelten. Die Organisatoren der Kundgebung "Grundrechte sind nicht verhandelbar" hatten 1800 Teilnehmer angemeldet. Die Demonstranten protestierten gegen eine mögliche Impfpflicht und forderten auf Plakaten eine "freie Impfentscheidung für alle". Zu Zwischenfällen kam es nicht, wie eine Polizeisprecherin sagt. Der Protest der Gegner der Maßnahmen zog eine spontane Gegendemo mit etwa 30 Personen an. Außerdem fand in Osnabrück eine linksgerichtete Demo unter dem Motto "Die Krise hat System" statt. In Cuxhaven kamen etwa 1250 Menschen zu einer Kundgebung für gesellschaftliche Solidarität in der Pandemie zusammen, wie ein Stadtsprecher sagt. Mit Abstand bildeten sie eine 2,5 Kilometer lange Menschenkette, die einmal um die Innenstadt reichte. Auch die niedersächsische Gesundheitsministerin Daniela Behrens von der SPD, der CDU-Bundestagsabgeordnete Enak Ferlemann und andere Politiker nahmen teil. Zu der Kundgebung aufgerufen hatte ein Cuxhavener Bündnis für Respekt und Menschenwürde, an dem den Angaben nach etwa 80 Parteien und Organisationen beteiligt sind.
+++ 16:51 Neuseeländische Premierministerin in Isolation +++
Die neuseeländische Premierministerin Jacinda Ardern hat sich bis Dienstag in Selbstisolation begeben, nachdem sie als enge Kontaktperson einer Person eingestuft wurde, die positiv auf Corona getestet wurde. Zu dem Kontakt kam es auf einem Flug von der Stadt Kerikeri nach Auckland. Die Premierministerin sei asymptomatisch und fühle sich wohl, teilt ihr Büro mit. Auf Anraten des Gesundheitsministeriums werde sie sich morgen testen lassen und bis Dienstag in Isolation bleiben.
+++ 16:22 Zuschauer fragen Experten: Was rechtfertigt Verkürzung des Genesenenstatus? +++
Im Corona-Spezial beantwortet ntv-Moderatorin Vivian Bahlmann zusammen mit dem Epidemiologen Prof. Timo Ulrichs Zuschauerzuschriften. Wer eine Frage an das Expertenteam hat, kann sie an "Coronafragen@ntv.de" schicken.
+++ 15:57 Künast: Corona-Boni an Grünen-Vorstand waren "absolut nicht in Ordnung" +++
Die frühere Grünen-Vorsitzende Renate Künast kritisiert mit deutlichen Worten die Corona-Bonuszahlung an den scheidenden Bundesvorstand. "Das ist absolut nicht in Ordnung", sagt Künast im Bayerischen Rundfunk. Die eingeleiteten staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen seien rein rechtlich betrachtet "eigentlich logisch" gewesen. Künast sagt dem Sender Bayern 2, vermutlich sei "im Stress vergessen" worden, es rechtlich sauber zu machen. Die frühere Grünen-Chefin und Bundesverbraucherministerin fügt hinzu: "Es ist vielleicht auch heilsam fürs Regieren." Künast weiter: "Man muss immer hinter die Kulisse gucken, man muss genau gucken, ist das richtig so, muss es rechtlich absichern."
+++ 15:32 Diese Corona-Regeln gelten auf Skipisten im Alpenraum +++
Lange mussten Wintersport-Fans auf eine Abfahrt in den Alpen warten. Da die Skigebiete wieder geöffnet sind, ist die Freude umso größer. Doch fallen die Corona-Maßnahmen im Alpenraum von Land zu Land recht unterschiedlich aus. Der "ntv Ratgeber" verrät, was wo gilt.
+++ 15:08 Brandenburger Polizei verbietet generell nicht angemeldete Corona-Demos in Cottbus +++
Nach zahlreichen nicht angemeldeten Demonstrationen gegen die Corona-Politik mit Tausenden Teilnehmern hat die Polizei diese Versammlungen in Cottbus für 14 Tage generell untersagt. Das Verbot - insbesondere im Zusammenhang mit Aufrufen zum "Cottbuser Spaziergang" - gelte vom kommenden Montag an bis zum 13. Februar. Und das unabhängig vom Wochentag und betreffe auch Ersatzveranstaltungen, teilt die Polizeidirektion Süd mit. Im Gegensatz zu angezeigten Veranstaltungen könne die Polizei bei den nicht angemeldeten Aufzügen die Sicherheit und Ordnung sowie insbesondere den Infektionsschutz nicht auf eine sichere Grundlage stellen, heißt es zur Begründung des Verbots. So hätten bei den Demonstrationen in Cottbus die meisten Teilnehmer keine Masken getragen und nicht den vorgeschriebenen Mindestabstand eingehalten.
+++ 14:43 Vorsitzende des Ethikrates: Impfen soll möglichst einfach sein +++
Die Vorbereitung einer Impfpflicht gegen das Coronavirus sollte nach Ansicht der Vorsitzenden des Deutschen Ethikrates mit anderen Maßnahmen flankiert werden. Dazu zählten "niedrigschwellige Impfangebote und zielgruppenspezifische Beratung und Information", sagt die Münchner Medizinethikerin Alena Buyx dem Bremer "Weser-Kurier". Sie verweist dabei auch auf die Stellungnahmen des Ethikrates. "Wir haben sehr klar gesagt: Das Vorbereiten einer Impfpflicht entbindet die Verantwortlichen in keiner Weise davon, dass man sich weiter um die Freiwilligkeit bemüht und es den Menschen wirklich einfach macht", sagt Buyx. Eine Impfpflicht könne in der derzeitigen Welle nicht helfen, sondern ziele auf den kommenden Herbst. Deshalb sollte sich Deutschland Zeit für eine ausführliche Debatte nehmen. Es gebe hier im Vergleich zu anderen Ländern viel Impfskepsis. "Aber auf lange Sicht ist die Erfahrung mit Rechtspflichten, dass sie, wenn sie denn gelten und ordentlich umgesetzt werden, insgesamt gut wirken", sagt die Professorin der TU München.
+++ 14:19 "Werden bedroht und geschubst": Corona-Kontrolleure beklagen steigendes Gewaltpotenzial +++
In Bus und Bahn müssen längst nicht mehr nur die Fahrausweise vorgezeigt werden. Dass auch 3G-Nachweise kontrolliert werden, passt allerdings nicht allen Passagieren. Die Eisenbahner-Gewerkschaft EVG beklagt, dass das Sicherheitspersonal vermehrt Gewalt erfahre.
+++ 13:55 Studie: Corona verursacht anhaltende Schäden in der Lunge +++
In der Lunge von Patienten, die lange Zeit wegen Covid behandelt wurden, sind Schäden festgestellt worden. Diese könnten eine mögliche Erklärung dafür sein, warum manche Menschen noch lange nach der Infektion unter Kurzatmigkeit leiden. Wie der Guardian berichtet, deuten die Ergebnisse einer Pilotstudie darauf hin, dass Corona mikroskopische Schäden in der Lunge verursachen kann. Diese werden in der Regel bei Routineuntersuchungen nicht erkannt. Laut Dr. Emily Fraser, Fachärztin am Universitätskrankenhaus Oxford und Mitverfasserin der Studie, sind die neuesten Erkenntnisse der erste Beweis dafür, dass die Lungengesundheit beeinträchtigt werden kann. "Es ist die erste Studie, die Lungenanomalien bei [Menschen mit Long Covid], die atemlos sind, zeigt", sagt Fraser der britischen Zeitung. "Das deutet darauf hin, dass das Virus irgendeine Art von anhaltender Abnormität verursacht."
+++ 13:16 Niedersachsen: Kita-Teststrategie soll künftig auf Familien ausgeweitet werden +++
Die Corona-Teststrategie an Niedersachsens Kitas könnte bald auf die Familien der Kinder ausgeweitet werden. Eine "Umfeldtestung, in die die unmittelbaren Kontaktpersonen der Kinder zu Hause einbezogen werden", sei eine Option, die derzeit erwogen werde, erklärt das Kultusministerium. Die Landeselternvertretung der Kitas hatte zuvor gefordert, nicht nur die Kinder, sondern auch die Erwachsenen zu testen - so wie es Schleswig-Holstein bereits angekündigt hat.
+++ 12:44 Corona-Fall beim Kölner Dreigestirn +++
Im Kölner Dreigestirn - bei Karnevalisten eine echte Institution - hat es erneut einen positiven Corona-Test gegeben. Wie das Festkomitee Kölner Karneval mitteilt, wurde bei Bauer Gereon, der bürgerlich Gereon Glasemacher heißt, das Virus nachgewiesen. “Bauer Gereon hat bisher nur leichten Schnupfen und darüber hinaus keine weiteren Symptome”, heißt es in einer Mitteilung.
+++ 12:24 Österreich lockert Einschränkungen in Handel und Gastronomie +++
Österreichs Kanzler Karl Nehammer kündigt weitere Lockerungen der Corona-Einschränkungen an. Unter anderem wird ab dem 5. Februar die Sperrstunde für Restaurants auf Mitternacht verschoben. Bei Veranstaltungen dürfen dann zudem bis zu 50 statt bisher 25 Personen zusammenkommen. Am 12. Februar soll die 2G-Regel im Handel aufgehoben werden und ab dem 19. Februar soll in Gastronomie und Tourismus wieder 3G ausreichend sein.
+++ 11:55 Altersinzidenz der 0- bis 14-Jährigen bei über 2000 +++
Das Infektionsgeschehen wird derzeit maßgeblich von Menschen unter 60 Jahren getrieben. Die Verbreitung von Corona unterscheidet sich aber auch in den jüngeren Altersgruppen massiv. Eindeutig am stärksten betroffen sind derzeit die unter 14-Jährigen. Die Inzidenz in dieser Altersgruppe liegt in Deutschland derzeit bei 2296,7. 0 bis 14-Jährige sind für rund 27 Prozent der Infektionsfälle verantwortlich, machen aber nur etwa 13 Prozent der Bevölkerung aus. Bei den 15- bis 34-Jährigen liegt die Inzidenz bei 1513,6, bei den 60- bis 79-Jährigen nur bei 306,1.
+++ 11:21 Russland meldet erstmals mehr als 100.000 Neuinfektionen +++
In Russland sind nach offiziellen Angaben erstmals seit Ausbruch der Corona-Pandemie mehr als 100.000 Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet worden. Die Corona-Taskforce des Landes meldet 113.122 bestätigte Fälle. 668 weitere Menschen starben demnach zudem innerhalb von 24 Stunden im Zusammenhang mit einer Infektion. Die Behörden führen die Ausbreitung auf die besonders ansteckende Omikron-Variante zurück.
+++ 10:57 STIKO-Chef Mertens zu Novavax-Impfstoff: "Man kann sicherlich Empfehlung erwarten" +++
Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (STIKO), Prof. Thomas Mertens, rechnet mit einer Empfehlung des proteinbasierten Impfstoffes "Novavax" seitens der STIKO bis Ende Februar. Im Interview mit RTL/ntv sagt er dazu: "Man kann sicherlich eine Empfehlung - wie auch immer die aussieht - dazu erwarten." Er hoffe, dass dies rechtzeitig passiere, bevor der Impfstoff verfügbar sei. Trotz "vorübergehender Nebenwirkungen" - ähnlich wie bei den mRNA-basierten Impfstoffen von Biontech/Pfizer und Moderna - schätzt Mertens den Impfstoff als sicher ein: "Ich glaube nicht, dass der Impfstoff ein besonderes Sicherheitsproblem darstellt und hoffe das." Allerdings fehlten derzeit noch diverse Daten aus Studien, erklärt Mertens gegenüber RTL/ntv. So sei die Wirkung für bestimmte Gruppen wie Ältere oder Schwangere "nicht richtig beurteilbar". Ob die STIKO-Empfehlung daher nur für bestimmte Gruppen gelten wird, wollte Mertens zum aktuellen Zeitpunkt nicht festlegen.
+++ 10:34 Scholz verfehlt Ziel von zehn Millionen Impfungen pro Woche +++
Nach der Booster-Welle vor Weihnachten ist das Impftempo in Deutschland seit Anfang des Jahres zurückgegangen. Inzwischen liegt der Sieben-Tage-Durchschnitt der insgesamt verabreichten Dosen unter 370.000. Es wird weiterhin am meisten geboostert. Der Sieben-Tage-Schnitt für die Erstimpfungen ist auf rund 33.700 gefallen. Damit wurde das Ziel von Bundeskanzler Olaf Scholz, im Januar zehn Millionen Impfungen pro Woche zu verabreichen, nicht erreicht. Die beste Woche war in der zweiten Kalenderwoche, vom 3. bis 9. Januar, als 4,42 Millionen Dosen verabreicht wurden.
+++ 10:13 Beschäftigte in Gesundheitsberufen erkranken überdurchschnittlich häufig an Corona +++
Daten der AOK Nordost zufolge sind im November 2021 in Mecklenburg-Vorpommern Beschäftigte in Gesundheitsberufen überdurchschnittlich oft an Corona erkrankt. Den Angaben der Krankenkasse zufolge haben mehrere Berufsgruppen der sogenannten kritischen Infrastruktur ein deutlich höheres Risiko, sich wegen einer Corona-Infektion krank zu melden als der Durchschnitt. In der Gruppe Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege liegt die Ausfallquote sogar doppelt so hoch wie in der Gesamtbevölkerung. Es sei deshalb nachvollziehbar, dass die Bundesregierung die Impfpflicht für Pflegepersonal eingeführt habe, sagt Daniela Teichert, Vorstandsvorsitzende der AOK Nordost.
+++ 09:47 BDI-Präsident kritisiert Corona-Politik +++
Nach Ansicht von BDI-Präsident Siegfried Russwurm ist es nach zwei Jahren Corona "völlig inakzeptabel, dass es nicht genug aktuelle Daten, PCR-Testkapazitäten und einheitliche Hygienekonzepte für Schulklassen gibt". Auch verwundere ihn manche Entscheidungsfindung: "Wir erleben Corona-Gipfel von Bund und Ländern mit großer Einigkeit − und ein paar Stunden später landesspezifische Varianten der Entscheidung", zitieren die Zeitungen der Funke Mediengruppe den Präsidenten des Industrieverbands BDI. Das führe zu Vertrauensverlust und zu einem Flickenteppich, den keiner mehr verstehe. Russwurm äußert sich ablehnend gegenüber einer Homeoffice-Pflicht. Zu einer Impfpflicht sehe er dagegen "keine bessere Alternative, wenn wir Deutschland aus dieser Dauerkrise herausbringen wollen". Eine Beteiligung der Unternehmen an der Durchsetzung lehnt er allerdings ab.
+++ 09:20 Papst Franziskus: Eine "Infodemie" verbreitet sich+++
Informationen, die auf wissenschaftlichen Fakten beruhen, sind ein Menschenrecht, sagte Papst Franziskus. Wie der Guardian berichtet, forderte er katholische Journalisten auf, Menschen zu helfen, die durch falsche Berichte über das Coronavirus und Impfstoffe irregeführt wurden. "Es ist ein Menschenrecht, richtig informiert zu werden und die Situation auf der Grundlage von wissenschaftlichen Daten und nicht von Fake News zu verstehen", sagte der Papst vor den Mitgliedern des Internationalen Katholischen Medienkonsortiums zu Corona-Impfstoffen. Eine "Infodemie" verbreite sich, sagte der Papst, und nannte sie "eine Verzerrung der Realität, die auf Angst, gefälschten oder erfundenen Nachrichten beruht".
+++ 08:56 Hamburger Polizei löst Partys mit bis zu 200 Teilnehmern auf ++
Zweimal hat die Hamburger Polizei am späten Freitagabend die Party einer Gruppe von Feiernden aufgelöst. Nachdem der erste Rave im Bereich der großen Elbstraße durch die Polizei beendet worden war, setzten die 100 bis 200 Partygäste ihre Feier wenig später in der HafenCity fort. Das teilte ein Sprecher des Hamburger Lagezentrums am frühen Samstagmorgen mit. Die Beamten rückten demnach erneut an und lösten die Veranstaltung wieder auf. "Die Jugendlichen haben outdoor gefeiert", sagte der Sprecher. Da die Eindämmungsverordnung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zum Teil nicht eingehalten worden ist, musste die Veranstaltungen beendet werden. Mehrere Teilnehmer müssen nun mit einem Ordnungswidrigkeitsverfahren rechnen.
+++ 08:30 Mehr als zwei Millionen 3G-Kontrollen bei der Bahn +++
Seit rund zwei Monaten gilt die 3G-Regel in öffentlichen Verkehrsmitteln - und die allermeisten Fahrgäste halten sich daran, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Rund zwei Millionen Kontrollen seien bisher im Nah- und Fernverkehr absolviert worden, 99 Prozent der Reisenden hätten dabei nachgewiesen, dass sie geimpft, genesen oder getestet seien. Wer dies nicht kann, muss beim nächsten Halt aussteigen und sich vor einer Weiterfahrt testen lassen. Im Konfliktfall wird die Bundespolizei hinzugerufen. Bei der Deutschen Bahn erfolgen die Kontrollen stichprobenartig und in Zweierteams. Die 3G-Regel gilt seit dem 24. November.
+++ 08:11 Söder: Brauchen bundesweite und aussagekräftige "Krankenhaus-Ampel" +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder fordert von der Bundesregierung neue und verlässliche Maßstäbe zur Bewertung der Corona-Lage. Da die bisher im Fokus stehende Sieben-Tage-Inzidenz in der laufenden Omikron-Welle auch wegen mangelnder Testmöglichkeiten ihre vorwarnende Wirkung verliere, "brauchen wir ein neues Bewertungssystem, das sich an der Belegung der Krankenhausbetten orientieren sollte", sagte der CSU-Chef der "Welt am Sonntag". "Nur so erfahren wir, ob das Gesundheitssystem stabil bleibt - oder ob eine Überlastung droht." Er fügte an: "Der Bund ist gefordert, eine funktionierende und aussagekräftige Krankenhaus-Ampel auf den Weg zu bringen." Söder sagte, diese Ampel müsse den Corona-Anteil an der Belegung der Krankenhäuser und eine mögliche Überlastung des Pflegepersonals berücksichtigen. Wichtig sei dabei: "Wir müssen wissen, wie viele Personen ausschließlich wegen Corona ins Krankenhaus kommen - und wie viele lediglich mit Corona."
+++ 07:47 36 weitere Infizierte unter Olympia-Teilnehmern in Peking +++
Bei den Teilnehmern der Olympischen Winterspiele sind 36 zusätzliche Covid-Infizierte entdeckt worden. Wie das Organisationskomitee in Peking mitteilte, seien insgesamt 29 Einreisenden kurz nach ihrer Ankunft am Flughafen positiv auf das Virus getestet worden, bei 19 von ihnen soll es sich um Athleten oder Teammitglieder handeln. Sieben weitere Infektionen wurden zudem unter Personen festgestellt, die sich bereits innerhalb der "Olympia-Blase" befunden haben.
+++ 07:25 CDU-Gesundheitspolitiker: Impfpflicht nur mit enger Befristung +++
Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Tino Sorge, hält eine Corona-Impfpflicht nur unter Bedingungen und mit enger zeitlicher Befristung für sinnvoll. "Eine Impfpflicht wäre nur dann sinnvoll, wenn besonders gefährliche Virusvarianten drohen - und wenn es zugleich passende Impfstoffe gibt", sagte der CDU-Politiker der "Welt am Sonntag". "Trifft eines von beidem nicht zu, wäre eine Impfpflicht wenig zielführend." Das klare Signal an die Bevölkerung müsse außerdem sein: "Wenn eine Impfpflicht kommt, dann nur mit einer klaren, engen zeitlichen Befristung." Die bislang bekannten Initiativen verschiedener Bundestagsabgeordnete für eine allgemeine Impfpflicht kritisierte Sorge: "Die Differenzierung nach Virusvarianten und zeitlicher Komponente fehlt allen Gruppenanträgen - ebenso wie Ideen zur Verbesserung der Datenbasis." Zu diesen drei Punkten werde die Union einen Vorschlag unterbreiten, sagte er.
+++ 07:05 Pariser Krankenhauschef erwägt kostenpflichtige Behandlung für ungeimpfte Patienten +++
Sollten nicht geimpfte Corona-Patienten die Kosten für eine Notfallbehandlung selbst tragen, wenn sie schwer an dem Virus erkranken? Diese Frage wurde vom Leiter der Pariser Krankenhäuser, Martin Hirsch, aufgeworfen. Das berichten mehrere französische Medien. Hirsch sagte, die Tür zur Krankenhausbehandlung stehe allen Menschen offen. Er stellte aber infrage, ob dies mit "Verantwortung einhergehen müsse, damit alle davon profitieren können", was er als "heikle Debatte" bezeichnete. "Wenn ein kostenloses Präventionsmittel zur Verfügung steht, das verwendet werden kann und von der wissenschaftlichen Gemeinschaft als nützlich anerkannt ist, und Sie es ablehnen, tun Sie das, ohne irgendwelche Konsequenzen zu tragen? Oder sagen wir, wir werden Sie behandeln, aber es gibt keinen Grund, warum Sie keine Konsequenzen haben sollten, während andere Patienten, die Schwierigkeiten haben, eine Behandlung zu bekommen, und nichts dagegen tun können, Konsequenzen haben werden", sagte Hirsch in der Fernsehsendung C à vous.
+++ 06:49 Kanadische Lkw-Fahrer protestieren gegen Impfpflicht +++
Seit Tagen fahren kanadische Lastwagenfahrer quer durch das Land, um in der Hauptstadt Ottawa gegen die Impfpflicht zu protestieren. Das berichten kanadische Medien. Seit Anfang dieses Monats müssen alle Lkw-Fahrer, die aus den USA einreisen, einen vollständigen Impfschutz gegen Corona nachweisen. Wer nicht geimpft ist, muss 14 Tage lang in Quarantäne bleiben. Die Trucker, die sich selbst als "Freedom Rally" oder "Freedom Convoy" bezeichnen, reisen aus dem Westen, Osten und Süden des Landes nach Ottawa. Die Polizei schätzt, dass sich dort am Samstag 1000 bis 2000 Menschen einfinden werden. Die meisten kanadischen Lkw-Fahrer seien geimpft, sagte der kanadische Premierminister Justin Trudeau am Mittwoch auf einer Pressekonferenz. Er verwies auf eine Impfquote von fast 90 Prozent unter ihnen und bezeichnete die Demonstranten als "kleine Randgruppe". Amerikanische Prominente wie Elon Musk, Donald Trump Jr. und Joe Rogan haben in sozialen Medien und Talkshows ihre Unterstützung für die kanadische Demonstration zum Ausdruck gebracht.
+++ 06:23 US-Wissenschaftler entwickeln schnellere und billigere Alternative zu PCR-Tests +++
Wissenschaftler haben einen hochempfindlichen Covid-Test entwickelt, der nur ein einfaches Laborkit und ein Smartphone erfordert und eine schnellere und billigere Alternative zu PCR-Tests darstellen könnte. Dies berichtet die britische Zeitung "The Guardian". Demnach benötigt der Test nur einen Karton, eine kleine Heizplatte und eine LED-Lampe und kann für weniger als umgerechnet 90 Euro hergestellt werden. Die Kosten für die Durchführung eines Tests betragen etwa ein Zehntel eines PCR-Tests und sind auch billiger als ein Antigentest. Die Ergebnisse des Teams sind in der Zeitschrift JAMA Network Open veröffentlicht.
+++ 06:02 Weltweit knapp 6 Millionen Corona-Tote +++
Weltweit haben sich bislang rund 365,8 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Das ergibt eine Reuters-Erhebung auf Basis offizieller Daten. Über 5,98 Millionen Menschen starben mit oder an dem Virus, das erstmals im Dezember 2019 im chinesischen Wuhan nachgewiesen wurde. Die meisten Infektions- und Totenzahlen weisen die USA auf. Bei den Ansteckungen folgen Indien und Brasilien.
+++ 04:50 Städtetag fordert Klarheit bei einrichtungsbezogener Impfpflicht +++
Der Präsident des Deutschen Städtetages, Markus Lewe, bemängelt offene Fragen bei der beschlossenen Impfpflicht für Beschäftigte von Krankenhäusern und Pflegeheimen. Die einrichtungsbezogene Impfpflicht werde nur Wirkung entfalten, "wenn Arbeitgeber, Arbeitnehmer und Behörden klar erkennen können, in welchen Fällen Ungeimpfte ihre Tätigkeit nach dem 15. März nicht mehr ausüben dürfen und welche Ausnahmen es gibt", sagt der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Hier stocherten im Moment alle im Nebel. "Zudem müssen die Verfahren deutlich vereinfacht werden, damit die Gesundheitsämter sie überhaupt durchführen können."
+++ 04:26 Sieben-Tage-Inzidenz steigt auf 1127,7 +++
Die Inzidenz bei den Neuinfektionen in Deutschland hat erneut einen Höchstwert erreicht. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die Sieben-Tage-Inzidenz mit 1127,7 an. Am Freitag hatte der Wert noch bei 1073,0 gelegen, am Samstag vergangener Woche bei 772,7. Wie das RKI unter Berufung auf Daten der Gesundheitsämter mitteilt, liegt die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden bei 189.166 - nach 190.148 am Freitag und 135.461 am Samstag vergangener Woche. Wie das RKI weiter mitteilt, wurden am Samstag zudem 182 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gezählt.
Hinweis: Die Zahlen des RKI weichen in der Regel leicht von jenen Falldaten ab, die ntv.de täglich am Abend meldet. Das ntv.de-Datenteam greift direkt auf die Meldezahlen aus den Bundesländern zu, wie sie von den Ministerien und Behörden vor Ort veröffentlicht werden. Das RKI hingegen ist an die gesetzlich vorgeschriebenen Meldewege gebunden, was zu einem zeitlichen Verzug führen kann.
Zudem bilden die jeweiligen Tageswerte unterschiedliche Erfassungszeiträume ab: Die ntv-Auswertung sammelt die jeweils bis zum Abend veröffentlichten Länderangaben und errechnet daraus einen täglichen Stand der gemeldeten Fallzahlen, der in der Regel ab 20.00 Uhr veröffentlicht wird. Das Erfassungssystem des RKI dagegen berücksichtigt eingehende Meldungen bis Mitternacht, wobei der aktuelle Datenstand dann am nachfolgenden Morgen bekannt gegeben wird.
+++ 03:28 Ärztepräsident: Verkürzung des Genesenenstatus sinnvoll +++
Ärztepräsident Klaus Reinhardt bezeichnet die umstrittene Verkürzung des Genesenenstatus aus medizinischer Sicht als sinnvoll. "Die bisherige wissenschaftliche Evidenz deutet darauf hin, dass sich Ungeimpfte nach einer durchgemachten Delta-Infektion schon deutlich früher als nach sechs Monaten mit der Omikron-Variante anstecken können", sagt Reinhardt der "Rheinischen Post". "Deshalb ist die Verkürzung des Genesenenstatus aus medizinischer Sicht sinnvoll". Der Genesenenstatus war Mitte Januar auf Basis neuer Vorgaben des Robert-Koch-Instituts überraschend auf eine Zeitspanne von 28 bis 90 Tagen nach einem positiven PCR-Test verkürzt worden.
+++ 02:18 Habeck stellt Verlängerung von Corona-Hilfen in Aussicht +++
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck stellt eine Verlängerung der Corona-Hilfen in Aussicht. "Ich hoffe, dass wir Ende März in einer anderen Situation sind. Sollte es aber nötig sein, die Hilfen erneut zu verlängern, um das Überleben hart betroffenen Betriebe zu sichern, dann werden wir in der Bundesregierung die Gelder hierfür bereitstellen", sagt Habeck den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Die aktuellen Hilfen seien gut angelaufen, erklärt Habeck. Erste Teilzahlungen - sogenannte Abschlagszahlungen - flössen seit dem 18. Januar und seien auf den Konten der Betroffenen angekommen.
+++ 01:09 Philippinen lassen nach zwei Jahren wieder internationale Touristen ins Land +++
Die Philippinen öffnen ab kommendem Monat erstmals seit zwei Jahren wieder ihre Grenzen für internationale Touristen. Urlauber aus 157 Staaten, die den vollständigen Corona-Grundschutz mit der meist nötigen zweiten Spritze haben, dürften ab dem 10. Februar wieder visa- und quarantänefrei in den Inselstaat einreisen, sagt Regierungssprecher Karlo Nograles. Dazu gehören auch Deutschland sowie alle anderen Länder Europas. Voraussetzung für die Einreise sind demnach ein negativer PCR-Test, der maximal 48 Stunden vor Abreise gemacht werden müsse, sowie ein internationaler Impfausweis.
+++ 23:28 Island lockert Maßnahmen +++
Rund zwei Wochen nach einer Verschärfung will Island seine Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung wieder deutlich lockern. "Heute haben wir gute Nachrichten", sagt die isländische Ministerpräsidentin Katrín Jakobsdóttir bei einer Pressekonferenz in Reykjavik. Ab morgen dürfen sich wieder 50 Menschen versammeln, zuvor hatte diese Zahl bei 10 gelegen. Clubs und Pubs dürfen wieder öffnen, nachdem sie Mitte Januar schließen mussten. Damals sah sich die Regierung zu einer Verschärfung veranlasst, weil sie das Gesundheitssystem als stark belastet ansah. Nun gibt es insbesondere im Freizeitbereich viele Lockerungen, etwa eine höhere Auslastung von Schwimmbädern oder Fitnessstudios.
+++ 22:20 Rostock verbietet Corona-Demos +++
Die Hansestadt Rostock hat die für Montagabend angemeldete Demonstration gegen die Anti-Corona-Maßnahmen untersagt. Wie die Stadt mitteilt, hätten sich die Teilnehmer in den vergangenen Wochen weit überwiegend nicht an Auflagen gehalten und seien auch nicht zu deren Einhaltung zu bewegen gewesen. Auch der Anmelder, der teilweise auch als Versammlungsleiter fungierte, habe sich wiederholt nicht in der Lage gezeigt, Versammlungsauflagen zu erfüllen.
+++ 21:50 Auch in Frankreich gehen die Infektionen zurück +++
Wie in Spanien und Italien sinkt auch in Frankreich die Zahl der täglichen Ansteckungen. Die Behörden registrieren einen Rückgang den vierten Tag in Folge, allerdings weiterhin auf sehr hohem Niveau von 353.503 Neuinfektionen, nach 392.168 am Vortag, 428.008 am Mittwoch und am Dienstag über 501.000 nachgewiesenen Fällen. In Krankenhäusern seien 263 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben. Insgesamt sind es damit 102.875 Todesfälle.
+++ 21:20 Fast jede zweite Region übersteigt die 1000er-Inzidenz +++
Seit gestern liegen laut Angaben der Bundesländer alle 411 Regionen in Deutschland bei der 7-Tage-Inzidenz über 200. Tatsächlich liegen die meisten - nämlich 404 von 411 Regionen - sogar über der 300er Marke. Unter dieser Schwelle liegen nur noch 7 Regionen. Sogar über 500 liegen bereits 373 von 411 Regionen. Die 1000er Schwelle wird inzwischen von 202 von 411 Regionen überschritten, also fast jeder zweiten Region.
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