Panorama

Bombendrohung gegen Freizeitpark 19-Jähriger muss für Polizeieinsatz zahlen

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Besucher vor dem Eingang des "Movie Parks" im Oktober 2018.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein junger Mann erlaubt sich einen Scherz und droht dem Bottroper "Movie Park" telefonisch mit einer Bombe. Etwa 10.000 Besucher werden daraufhin evakuiert. Für den Polizeieinsatz bekommt der 19-Jährige nun eine saftige Rechnung. Es könnte nicht die einzige bleiben.

Fünf Monate nach einer Bombendrohung gegen einen Freizeitpark in Bottrop hat die Polizei ihre Rechnung an einen 19-Jährigen geschickt. Der junge Mann soll für den Polizeieinsatz 22.156,75 Euro zahlen, wie ein Polizeisprecher sagte. Zudem hat die Staatsanwaltschaft Essen Anklage gegen ihn erhoben. Die Ermittler werfen ihm Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten vor.

Der 19-Jährige soll im Oktober vergangenen Jahres dem Bottroper "Movie Park" telefonisch mit eine Bombe gedroht haben. Etwa 10.000 Menschen mussten das Parkgelände daraufhin verlassen. Die Polizei konnte schnell Entwarnung geben. Die Inhalte des Anrufs seien "frei erfunden", hatten die Ermittler mitgeteilt. Hintergrund der Drohung sei ein privater Streit unter einer Gruppe von Verwandten und Bekannten gewesen. Ein einzelnes Mitglied dieser Gruppe sollte mit der Telefonwarnung getroffen werden. "Dieser einen Person, die sich im Freizeitpark aufhielt, wollte man den Spaß verderben", sagte ein Polizeisprecher damals.

Zusätzlich erwägen die Betreiber des Freizeitparks, den 19-Jährigen zur Kasse bitten. "Unser Anwalt hat Akteneinsicht bei der Staatsanwaltschaft beantragt. Wir befinden uns derzeit in der rechtlichen Prüfung, um dann gegebenenfalls zivilrechtliche Schritte einzuleiten", sagte eine Sprecherin.

Quelle: n-tv.de, jpe/dpa

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