Panorama

Angst vor Blitzer-Konsequenzen 20-Jähriger versenkt Radarfalle im Baggersee

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Der Mann verursachte einen Schaden von mehr als 15.000 Euro. (Symbolbild)

(Foto: picture alliance / Patrick Seege)

Über Radarfallen ärgert sich so mancher Autofahrer regelmäßig - vermutlich aber nicht so sehr wie ein junger Mann aus Baden-Württemberg. Nachdem der 20-Jährige geblitzt wird, nimmt er die Radarfalle auseinander und versenkt Teile davon in einem See.

Ein in eine mobile Radarfalle geratener junger Autofahrer hat in Baden-Württemberg die Nerven verloren und damit alles noch viel schlimmer gemacht. Wie die Polizei Ludwigsburg mitteilte, wurde der 20-Jährige abends auf einer Bundesstraße geblitzt. Offenbar aus Sorge vor Konsequenzen stahl er Teile der Anlage und versenkte diese in einem See. Bei der Aktion vollzog er zudem verkehrsgefährdende Manöver.

Nach Angaben der Beamten richtete der junge Mann dadurch einen Schaden von mehr als 15.000 Euro an und handelte sich Strafanzeigen wegen Straßenverkehrsgefährdung und Diebstahl ein. Dabei war die Aktion völlig unsinnig: Zum einen stahl er nur die Blitzlichter der Radarfalle, ließ Kamera und Datenträger aber unangetastet. Zum anderen überschritt er die zulässige Höchstgeschwindigkeit gerade einmal "im einstelligen Bereich", also lediglich marginal.

Nach Angaben der Beamten war der Mann bei Vaihingen geblitzt worden. Nach rund zehnminütiger "Bedenkzeit" kehrte er zurück, stellte sein Auto am gegenüberliegenden Fahrbahnrand ab und rannte quer über alle vier Fahrbahnen der Bundesstraße zu dem mobilen Tempomessgerät. Er stahl die zugehörigen Blitzlichter, packte diese in sein Auto, wendete laut Polizei mitten auf der Straße und raste mit "quietschenden Reifen" davon.

Dabei kam er kurzzeitig ins Schleudern und geriet auf die Gegenfahrbahn, sodass ein entgegenkommendes Fahrzeug ihm ausweichen musste. Später stellte sich der Fahrer selbst auf einem Polizeirevier und gab zu, die Blitzlichter in einen Baggersee geworfen zu haben. Die Beamten prüfen noch, ob er eventuell noch weitere Menschen gefährdete.

Quelle: ntv.de, agr/AFP