Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 22:02 Drogenkonsum in Finnland steigt massiv +++

In Finnland hat sich während der Corona-Krise der Konsum von Amphetaminen massiv erhöht. Wie die Gesundheitsbehörden in Helsinki erklärten, stieg der Verbrauch von Amphetaminen seit der Verhängung der Ausgangsbeschränkungen Mitte März um 15 Prozent. Zwar konnten die Studienautoren einen Zusammenhang zwischen den Ausgangsbeschränkungen und dem Anstieg beim Amphetamin-Konsum nicht zweifelsfrei belegen. Allerdings sei es eine "Tatsache, dass der Amphetamin-Konsum so hoch ist wie noch nie zuvor - zumindest im Großraum Helsinki". Auch die Polizei sprach von einem mutmaßlichen "Rekordhoch" beim Amphetamin-Konsum in Helsinki.

+++ 21:28 "Werde unruhig" - Merkel kritisiert Sorglosigkeit der Deutschen +++ Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert die zunehmende Sorglosigkeit der Deutschen in der Corona-Krise. "Ich werde unruhig, wenn Menschen glauben, wir brauchen die Abstandsmaßnahmen nicht mehr. Die brauchen wir", sagte Merkel im ZDF. Maßnahmen wie das Abstandhalten müssten nach wie vor eingehalten werden. "Ein Meter fünfzig. Dort, wo man die nicht einhalten kann: Maske tragen. Das ist absolut notwendig", sagte die Kanzlerin.

+++ 20:52 Zweifel an russischen Corona-Zahlen +++
Neue Sterbedaten aus der russischen Stadt St. Petersburg haben erneut Fragen nach der Glaubwürdigkeit der offiziellen Coronavirus-Bilanz des Landes aufgeworfen. Wie der britische "Guardian" berichtet, hat die zweitgrößte Stadt Russlands im Mai 1.552 Sterbeurkunden mehr ausgestellt als im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Das entspricht einem Anstieg von fast 32 Prozent. Laut der Zeitung ein Hinweis, dass Hunderte Todesfälle im Zusammenhang mit der Pandemie nicht in der offiziellen Corona-Statistik enthalten sind. Diese zählt im Mai 171 Tote im Zusammenhang mit einer Infektion.

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+++ 20:03 Mehr als 183.000 Infektionsfälle seit Corona-Ausbruch in Deutschland +++
Die Zahl der Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt nach einer Zählung von ntv.de auf 183.088. Demnach sind bislang 8631 Infizierte gestorben. Mehr als 166.900 Menschen gelten als genesen. Aktuell sind 7468 Personen mit dem Virus infiziert. Das sind 312 Personen mehr als am Mittwochabend.

 


+++ 19:10 Bremerhaven überschreitet Grenzwert für Neuinfektionen  +++

Bremerhaven hat den von Bund und Ländern vereinbarten Grenzwert von 50 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten. Nach neuesten Laborergebnissen seien seit Mittwoch 27 Neuinfizierte mit Wohnsitz in Bremerhaven hinzugekommen, teilte der Magistrat mit. Davon stünden 26 im Zusammenhang mit einer freikirchlichen Gemeinde, in der sich damit insgesamt 96 Menschen infiziert haben. Von ihnen wohnen 59 in Bremerhaven. Auf die aktuellen Lockerungen der Beschränkungen habe die Entwicklung zunächst keinen Einfluss, sagte ein Sprecher der Stadt. Bisher gebe es keinen Hinweis für Infektionsketten außerhalb der Gemeinde und der betroffenen Familien.

 

+++ 18:14 Jeder Zweite will Corona-App nicht nutzen +++
Weniger als die Hälfte der Bundesbürger würde sich einer Umfrage zufolge eine Corona-Warn-App herunterladen. 42 Prozent der Befragten würden laut dem neuen ARD-Deutschlandtrend eine solche App zur Nachverfolgung von Corona-Infektionsketten auf dem eigenen Smartphone nutzen. 39 Prozent würden sie nicht nutzen. 16 Prozent gaben in der Umfrage an, kein Handy oder Smartphone zu besitzen. Die Bundesregierung will mit einer sogenannten Tracing-App die Infektionsketten des Coronavirus besser erkennen und dafür sorgen, dass bei einer Lockerung für das öffentliche Leben die Ausbreitung des Virus nicht wieder stark ansteigt. Die App soll noch im Juni veröffentlicht werden.

+++ 17:32 Lufthansa will ab September deutlich mehr Flüge anbieten +++
Nach dem massiven Einbruch des Flugverkehrs in der Corona-Krise planen die Airlines der Lufthansa-Gruppe in den nächsten Wochen einen deutlichen Ausbau ihres Angebots. Im September sollen wieder 90 Prozent aller ursprünglich geplanten Kurz- und Mittelstreckenziele sowie 70 Prozent der Langstreckenziele angeflogen werden, teilte der Konzern mit. Allein die Kernmarke Lufthansa werde im Herbst über die Drehkreuze Frankfurt und München wöchentlich mehr als hundert Mal Ziele in Nordamerika anfliegen. Rund 90 Flüge seien wöchentlich nach Asien geplant, mehr als 20 in den mittleren Osten und mehr als 25 nach Afrika. Auf der Kurz- und Mittelstrecke biete Lufthansa ab September insgesamt 1800 wöchentliche Verbindungen an.

+++ 16:55 Schweden hebt Reisebeschränkungen auf +++
In Schweden darf man ab Mitte Juni wieder unbegrenzt innerhalb des Landes umherreisen. Wer keine Krankheitssymptome zeige, dürfe in Schweden ab dem 13. Juni auf Reisen gehen, sagte Ministerpräsident Stefan Löfven in Stockholm. Die Lage im Land verbessere sich, die Corona-Patientenzahlen gingen seit Wochen zurück. Dieser Bescheid bedeute jedoch nicht, dass die Gefahr der Pandemie vorbei sei, machte Löfven klar. Andere Beschränkungen bleiben weiter in Kraft. Bislang galt für die Schweden, dass in ihrem Land unter bestimmten Bedingungen nur kürzere Reisen möglich waren. Die Ziele der Fahrten sollten maximal zwei Autostunden vom Wohnort entfernt liegen.

 

+++ 16:23 Maskenzwang in Moskau wohl bis nächstes Jahr +++
In Moskau sollen die Menschen dauerhaft Mund-Nasen-Schutz tragen. Diese Pflicht gelte so lange, bis es für die breite Masse einen Impfstoff gebe, sagte Bürgermeister Sergej Sobjanin der russischen Staatsagentur Tass. "Verschiedenen Prognosen zufolge wird das zwischen Oktober und Februar nächsten Jahres der Fall sein." In Moskau müssen Masken unter Androhung von hohen Geldstrafen auch auf der Straße getragen werden. Russland hat mit aktuell 441.100 Corona-Fällen die meisten Infektionen in Europa. Knapp die Hälfte davon entfällt auf Moskau, wo es wochenlang strenge Ausgangssperren gab.

 

+++ 15:55 Rechtsschutzversicherer verzeichnen Anrufer-Rekord +++
Während der Corona-Krise sind die Anrufe bei Rechtsschutzversicherern in rekordverdächtige Höhen geschnellt. "Noch nie haben sich so viele Kunden innerhalb kürzester Zeit bei Rechtsfragen an ihren Rechtsschutzversicherer gewandt, wie in den Wochen der Corona-Krise", teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Während der strengen Beschränkungen zwischen Mitte März und Anfang April hätten die Experten über 35.000 Beratungen am Telefon durchgeführt. Besonders oft erkundigten sich die Anrufer zum Vertrags- und Arbeitsrecht. Darunter fielen etwa Fragen wie zu Kurzarbeit und Kündigung. Im Bereich Reiserecht wurde meist nach Stornierungen gefragt.

+++ 15:19 Waffenhersteller Sig Sauer ist pleite +++
Deutschlands ältester Waffenhersteller Sig Sauer ist pleite. "Die Entscheidung der Gesellschafter ist bitter und macht mich traurig", bestätigte Geschäftsführer Tim Castagne gegenüber der "Bild"-Zeitung. Er informierte demnach die Belegschaft und den Betriebsrat darüber, dass der Standort in Eckernförde geschlossen werden muss. 125 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeit. Grund für die Schließung sei hauptsächlich das ausbleibende Geschäft in der Corona-Lage. In Eckernförde wurde die gesamte Bandbreite an Kurz- und Langwaffen produziert und vermarktet.

+++ 14:53 Reisen nach Tschechien wieder möglich +++
Reisen nach Tschechien sind ab Freitag wieder erlaubt. Die Regierung hebe das Einreiseverbot für Bürger aus Deutschland, Österreich und Ungarn auf, zitiert die tschechische Agentur CTK Ministerpräsident Andrej Babis. Die Grenze zum Nachbarland Slowakei ist schon offen.

+++ 14:23 GroKo: Mehrwertsteuer steigt 2021 definitiv wieder +++
Die Parteivorsitzenden von CDU und SPD schließen eine Verlängerung der geplanten Mehrwertsteuersenkung über das Jahresende hinaus aus. "Der Impuls, dass die Kauflaune dadurch angeregt wird, kommt vor allem dadurch, dass die Absenkung zeitlich befristet ist", sagte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer. SPD-Chef Norbert Walter-Borjans betonte ebenfalls: "Es ist jetzt definitiv festgelegt: Die geht für ein halbes Jahr runter."

 

+++ 14:05 Duisburg: 99-Jähriger übersteht Covid-19 +++
Ein 99-Jähriger aus Duisburg hat eine Infektion mit dem Coronavirus überstanden. Der hochbetagte Patient sei nach gut vier Wochen als genesen aus der Helios Marien Klinik in Duisburg-Hochfeld entlassen worden, teilte eine Sprecherin der Klinik mit. Demnach war der Mann nach einem positiven Corona-Test mit Atemwegsbeschwerden ins Krankenhaus gekommen. Während seines Aufenthalts dort habe er eine leichte Lungenentzündung entwickelt, insgesamt aber nur vergleichsweise milde Symptome gezeigt. Nun sei er wieder gesund. "Da ältere Menschen die am stärksten betroffene Risikogruppe in der Pandemie sind, ermutigt uns solch ein Ausgang sehr", sagte Stationsleiter Max-Martin Pasternack. Feste Bezugspersonen und ein regelmäßiger Austausch mit seiner Familie hätten dem Senior die wochenlange Isolation ohne Besuch erleichtert. "Alle haben sich toll gekümmert, und wir hatten die ganze Zeit ein gutes Gefühl, obwohl wir ihn nicht sehen konnten", sagte sein 68-jähriger Sohn.

+++ 13:43 Kommt eine zweite Welle? +++
Wird es eine zweite Infektionswelle mit dem Coronavirus geben? Nach den Sommerferien oder im nächsten Herbst/Winter? Die Experten sind sich nicht einig. Nachdem sie noch im vergangenen Monat mehrheitlich sicher waren, dass es zu wieder steigenden Fallzahlen kommt, herrscht nun eine andere Meinung vor: Eine zweite Welle kann verhindert werden, wenn sich die Bevölkerung - auch abseits staatlicher Beschränkungen - aufmerksam und verantwortungsvoll verhält und auf Abstand und mögliche eigene Symptome achtet. Was denken Sie?

+++ 13:40 EZB weitet Anleihenprogramm um 600 Milliarden Euro aus +++
Im Kampf gegen die von der Corona-Pandemie ausgelöste Rezession weitet die EZB ihr Notfallprogramm aus. Sie erhöhte das Volumen ihrer dafür eingesetzten Anleihenkäufe von bislang 750 Milliarden auf 1,35 Billionen Euro. Der Leitzins im Euroraum bleibt auf dem Rekordtief von null Prozent.

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+++ 13:00 Das sind die weltweiten Corona-Brennpunkte +++
Sowohl bei der Zahl der Infizierten als auch bei der Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen liegen die USA weiter an Platz 1 der Welt. Dort leben allerdings auch gut 330 Millionen Menschen. In Russland leben rund 145 Millionen Menschen, 441.000 Infektionen sind hier offiziell gemeldet. Problematisch ist vor allem, dass die Zahl der Neuinfektionen in Russland und Brasilien (210 Millionen Einwohner, knapp 600.000 Infizierte) nach wir vor deutlich steigt. Die Dynamik der Corona-Pandemie hat sich von Asien über Europa und Nordamerika nun vor allem nach Mittel- und Südamerika verlagert.

Relatives Fallaufkommen: Brasilien zählt die meisten Coronavirus-Fälle der Region, im Verhältnis zur Einwohnerzahl sind jedoch Chile und Peru sehr viel schwerer betroffen.

+++ 12:48 Bahn will Mehrwertsteuersenkung weitergeben +++
Die Deutsche Bahn will die im geplanten Konjunkturpaket vorgesehene Mehrwertsteuersenkung an ihre Kunden weitergeben. Die Senkung sei für viele überraschend beschlossen worden, auch für die Bahn, sagte Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla. "Wir prüfen mit Hochdruck, wie und in welcher Form wir die Mehrwertsteuersenkung an die Kunden weitergeben können", so Pofalla. Dass es dazu kommen soll, sei aber unstrittig.

+++ 12:30 Kinderbonus kommt in drei Schritten +++
Die im Konjunkturpaket geplante Extrazahlung für Familien mit Kindern soll "aller Wahrscheinlichkeit nach" in drei Raten in Höhe von jeweils 100 Euro überwiesen werden. Das sagte Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Nach ihren Angaben ist geplant, die Auszahlung über die monatliche Kindergeldzahlung abzuwickeln. "Dann würden auf dem Kontoauszug für die Kindergeldzahlung nicht die 204 Euro stehen, sondern über drei Monate 304 Euro." Wann genau der Kinderbonus ausgezahlt werden soll, ist noch offen. Familien mit hohen Einkommen werden von der Leistung allerdings nichts haben, weil sie bei der Steuer mit den Kinderfreibeträgen verrechnet werden soll. Bei einer Paarfamilie mit einem Kind gehe man davon aus, "dass man bis zu einem Bereich von 90.000 Euro zu versteuerndem Einkommen hier noch vom Kinderbonus profitiert", sagte Giffey.

+++ 12:19 Frankreich sagt Militärparade ab +++
Frankreich verzichtet wegen der Corona-Krise auf die traditionelle Militärparade am Nationalfeiertag 14. Juli. Stattdessen solle es auf der Place de la Concorde im Herzen von Paris eine militärische Feier mit mehreren Tausend Menschen geben, bei der auch Krankenhaus- und Pflegekräfte für ihre Arbeit während der Covid-19-Pandemie gewürdigt werden sollen. Frankreich erinnert am 14. Juli an den Sturm auf die Bastille im Jahr 1789, der als symbolischer Beginn der Französischen Revolution angesehen wird. Seit 1980 ist der Vorzeigeboulevard Champs-Élysées Schauplatz der Parade.

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(Foto: picture-alliance/ dpa)


+++ 11:56 Coronavirus schlägt in Mittel- und Südamerika zu +++
Die Behörden in Mexiko haben innerhalb eines Tages eine Rekordzahl an Corona-Toten gemeldet: Mexiko gab am Mittwoch zum ersten Mal mehr als tausend Coronavirus-Todesfälle an einem Tag bekannt. Auch in anderen Ländern der Region sorgt die Pandemie weiterhin für Ausnahmesituationen: In Chile wurde die Ausgangsbeschränkung in der Haupstadt Santiago um weitere drei Wochen verlängert. Peru rückt in der Gruppe der am schwersten von der Pandemie betroffenen Staaten weltweit immer weiter nach oben und liegt aktuell bereits dicht hinter Deutschland. In dem Andenstaat gab die örtliche Journalistengewerkschaft an, dass mindestens 20 Reporter an dem neuartigen Coronavirus gestorben seien. In den Krankenhäusern Perus werden unterdessen die benötigten Sauerstoffflaschen knapp, weil die Menschen versuchen, sie für ihre Angehörigen zu kaufen.

+++ 11:45 "Impfstoff muss in jeden Winkel der Welt kommen" +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht die Europäische Union bei der Frage eines Corona-Impfstoffes in der Pflicht. "In dieser Corona-Krise gilt es, gut sich zu koordinieren, aber vor allen Dingen auch miteinander Solidarität zu zeigen, füreinander zu sorgen", sagte von der Leyen vor einer internationalen Geberkonferenz. Die Europäische Kommission müsse einerseits für die europäischen Bürger sicherstellen, "dass wir einen Impfstoff nicht nur entwickeln, sondern der auch zugänglich ist". Es müsse aber auch an die Nachbarn gedacht werden. Als Beispiele nannte von der Leyen Afrika und den Westbalkan.

+++ 11:40 Pandemie verlagert sich +++
In Europa nimmt das Infektionsgeschehen ab, Russland, Süd- und Mittelamerika leiden dagegen unter anhaltend hohen Fallzahlen. Die Übersicht:

+++ 11:33 Deutschlands Schulden steigen deutlich +++
Deutschland wird mehr Schulden machen. Da ist sich Bundesfinanzminister Olaf Scholz sicher. Er erwartet wegen des Konjunkturpakets aber immer noch eine akzeptable Verschuldung Deutschlands. Er habe schon beim Rettungspaket vom März prognostiziert, dass die Schuldenquote auf mindestens 75 Prozent ansteigen werde, sagte Scholz im ZDF. "Das wird jetzt ein bisschen mehr." Es gehe aber um eine Größenordnung, die zu bewältigen sei. Die Schuldenquote drückt das Verhältnis des Stands der öffentlichen Schulden zum Bruttoinlandsprodukt aus. Ohne die jetzt vereinbarten Maßnahmen könne es zu einer "lang anhaltenden wirtschaftlichen Depression" kommen, rechtfertigte Scholz die Beschlüsse des Koalitionsausschusses.

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(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 11:20 Deutscher Pkw-Markt bricht um die Hälfte ein +++
Der deutsche Automarkt hat im Mai einen weiteren Einbruch verzeichnet. Wie das Kraftfahrtbundesamt mitteilt, sackt die Pkw-Neuzulassungen um 49,5 Prozent auf 168.148 Fahrzeuge ab. Im Zeitraum von Januar bis Mai lag der Rückgang bereits bei 35 Prozent auf 990.350 Autos. Die deutschen Marken lagen im Berichtsmonat allesamt tief im Minus. So verzeichnete BMW einem Rückgang von 62,1 Prozent. Volkswagen verbuchte ein Minus von 51,5 Prozent. Schwacher Trost: Noch schlimmer traf es den britischen Automarkt. Dort sackten die Autoverkäufe im vergangenen Monat im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 89 Prozent ab. Lediglich 20.247 Fahrzeuge wurden ausgeliefert nach 183.724 im Mai vergangenen Jahres. Damit war der vergangene Monat der schlechteste Mai seit 1952.

+++ 11:03 Russland: Wieder über 8000 Neuinfektionen +++
Die Zahl der Infizierten in Russland steigt weiter. Nach Angaben der Behörden kamen binnen 24 Stunden 8831 neue Fälle hinzu. Insgesamt verzeichnet Russland damit 441.108 Corona-Infizierte. Am Vortag hatte es 8536 neue Fälle gegeben. Die offizielle Zahl der Toten wird mit 5384 angegeben, 169 mehr als am Vortag. An der Zahl der Todesopfer gibt es allerdings erhebliche Zweifel. Experten gehen davon aus, dass die tatsächliche Zahl wesentlich höher liegt.

Die Entwicklung der Coronavirus-Fallzahlen in Russland seit dem 1. März 2020. Zu diesem Zeitpunkt gab es in Russland zwei bestätigte Infektionen, die am 31. Januar 2020 gemeldet worden waren.

+++ 10:48 Chancen für Sommerurlaub in der Türkei steigen +++
Der Tourismusbeauftragte der Bundesregierung, Thomas Bareiß, sieht Chancen für deutsche Urlauber auf einen Sommerurlaub in der Türkei. "Wir setzen uns dafür ein, Reisewarnungen auch für Drittstaaten in den nächsten Wochen Schritt für Schritt zurücknehmen zu können. Wenn die Infektionszahlen niedrig sind und es hohe Sicherheitsstandards und Schutzvorkehrungen gibt, sehe ich keinen Grund dafür, eine Reisewarnung aufrechtzuerhalten", sagte der CDU-Politiker. Die Bundesregierung sei dazu auch mit der Türkei im Gespräch. "Unter den genannten Voraussetzungen sollte es möglich werden, dass deutsche Urlauber in diesem Sommer Urlaub in der Türkei machen können."

+++ 10:30 Nur noch fünf Neuinfektionen in Österreich +++
Österreich öffnet seine Grenzen und fährt die Beschränkungen im Land zurück. Das scheint angemessen, denn Österreich verzeichnet aktuell nur noch fünf Neuinfektionen am Tag. Die drastischen Maßnahmen zu Beginn der Epidemie in Österreich waren augenscheinlich zielführend. Und so sieht daher das Säulendiagramm in einem Land aus, in welchem die Eindämmung der Infektionsketten gelungen ist (anders als in Brasilien, s.u.).

+++ 10:11 Hydroxychloroquin schützt nicht vor Ansteckung +++
Das Mittel Hydroxychloroquin schützt Kontaktpersonen von Sars-CoV-2-Infizierten nicht vor einer Ansteckung. Das hat eine Studie US-amerikanischer Wissenschaftler ergeben. Sie hatten Personen das Mittel verordnet, die sich ohne Mund- oder Augenschutz mit einem Abstand von weniger als 1,80 Meter für mindestens 10 Minuten in der Nähe eines nachweislich Infizierten aufgehalten hatten. Die Betroffenen erkrankten später selbst mit der gleichen Wahrscheinlichkeit an Covid-19 wie Kontaktpersonen, die ein wirkungsloses Scheinmedikament bekommen hatten. Die Forscher stellen ihre Ergebnisse im "The New England Journal of Medicine" vor. Das Mittel eigne sich somit nicht zur Vermeidung einer Erkrankung, schreiben die Forscher. Sie schränken ein, dass ihre Teilnehmer vornehmlich jung waren und zu keiner Risikogruppe gehörten. Ob das Mittel bei Hochrisikopatienten zur Vorbeugung nutze, müsse weiter untersucht werden. Die Wirksamkeit von Hydroxychloroquin bei bestehender Erkrankung wird derzeit in mehreren Studien getestet. Bisherige Untersuchungen brachten keinen Hinweis, dass es die Symptome bessert oder die Erkrankungsdauer verkürzt. Das Mittel steht auch deshalb unter besonderer Beobachtung, weil US-Präsident Donald Trump es wiederholt als Wundermittel gepriesen und angegeben hatte, es prophylaktisch einzunehmen, um sich vor dem Virus zu schützen.

Mehr zu Thema Hydroxychloroquin lesen Sie hier.

+++ 09:48 Virus-Lage: Landkreis Göttingen schert aus +++
Die aktuelle Virus-Lage in Deutschland: Keine Region liegt aktuell über der 50er-Obergrenze. Allerdings zeigt der Landkreis Göttingen aufgrund der Ereignisse der letzten 14 Tage eine deutlich erhöhte Sieben-Tage-Inzidenz und liegt mit 24,4 Neuinfektionen binnen sieben Tagen je 100.000 Einwohnern knapp unter der Warnschwelle.

Mehr zum Infektionsgeschehen in Göttingen lesen Sie hier.

+++ 09:25 Corona-Fälle steigen in Brasilien ungebremst +++
Brasilien bekommt die Corona-Pandemie nicht wirklich in den Griff. Wieder verzeichnet das Land mehr als 28.000 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Die Zahl der im Zusammenhang mit Covid-19 Verstorbenen erhöht sich um 1300 Todesfälle.

+++ 09:14 China hebt Flugverbot für US-Airlines teilweise auf +++
Im Luftverkehrsstreit zwischen den USA und China setzt Peking ein Zeichen des guten Willens. China teilt, ausländische Fluggesellschaften dürften ab dem 8. Juni wieder begrenzt Flüge in der Volksrepublik anbieten - und damit auch US-Airlines. Washington hatte aus Verärgerung über das derzeit geltende De-facto-Flugverbot für US-Airlines in China am Mittwoch chinesischen Airlines vorübergehend Flüge aus den und in die USA untersagt.

+++ 08:59 Corona-Fall in der Knesset +++
Nach der Infektion eines Abgeordneten mit dem Coronavirus sind die für heute geplanten Ausschusssitzungen des israelischen Parlaments abgesagt worden. Allen Beschäftigten sei zudem mitgeteilt worden, zu Hause zu bleiben, sollte ihre Anwesenheit nicht zwingend erforderlich sein, erklärte die Knesset in Jerusalem. Vertreter des Parlaments wollten mit dem Gesundheitsministerium über das weitere Vorgehen beraten. Der Abgeordnete Sami Abu Schehade von der Vereinigten Arabischen Liste war am Mittwochabend positiv auf Covid-19 getestet worden. Er begab sich umgehend in Quarantäne. Zuvor war bei seinem Fahrer eine Infektion mit dem Coronavirus festgestellt worden.

+++ 08:30 Corona in Europa auf dem Rückzug +++
Die "Virus-Lage" in Europa: Island zählt nur 2 Fälle in den letzten sieben Tagen. Die Schweiz nähert sich dem grünen Bereich. Grün sieht es auch in Griechenland, Bulgarien, der Slowakei und in Lettland aus.

+++ 08:25 Dudenhöffer: "Kein großer Schub für die Autoindustrie" +++
Ferdinand Dudenhöffer sieht bei den geplanten Hilfen der Großen Koalition mit Blick auf die Autoindustrie Licht und Schatten. "Bei der Elektromobilität sind die 6000 Euro für die rein batteriegetriebenen Autos ein sehr kräftiger Impuls", so der Auto-Experte. Er könne sich allerdings vorstellen, dass die Autobauer ihre heutigen Zuschüsse zu den Elektroautoprämien zurückfahren. Mit dem staatlichen Rabatt fördere man zudem nur einen kleinen Teilmarkt. "Es fehlt der große Schub für die restlichen 90 Prozent, und genau die 90 Prozent bewegen unsere Wirtschaft und unser Sozialprodukt", meint Dudenhöffer.

+++ 08:11 AKK: "Es ist ein ausgewogenes Paket"
CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat das Konjunkturpaket der Koalition gegen Kritik aus der Opposition verteidigt. "Es ist ein tolles Kraftpaket für Deutschland, das die Konjunktur jetzt anreizt, das in die Zukunft zeigt", sagte sie bei RTL. Auf die Frage, ob sich angesichts von Kinderbonus und E-Auto-Förderung nicht vor allem die SPD durchgesetzt habe, entgegnete sie: "Wir stützen insbesondere mit der Senkung der Mehrwertsteuer den Konsum – auch den Kauf von Autos. Aber wir setzen insbesondere auf die Weiterentwicklung von klimafreundlicher Mobilität, von Elektromobilität. Und das trägt sehr wohl die Handschrift der CDU." Insgesamt sei das Paket "ausgewogen".

+++ 07:53 Opposition nennt Konjunkturpaket "wildes Sammelsurium" +++
Oppositionspolitiker kritisieren das von der Großen Koalition vereinbarte Konjunkturprogramm größtenteils scharf. Es seien zwar "sinnvolle Entscheidungen für Kommunen und Familien" getroffen worden, erklärt Linksfraktionschef Dietmar Bartsch. Jedoch sei in dem Paket auch "viel Stückwerk und Strohfeuer". Das Programm sei "wenig zielgenau, wenig nachhaltig und unfassbar teuer". Die vorübergehende Senkung der Mehrwertsteuer bezeichnete Bartsch als "ökonomisch widersinnig". Zugleich finde sich in dem Paket zu wenig zu den Themen Bildung und Zukunft - dafür "viel Lobbyismus". FDP-Fraktionsvize Michael Theurer sagt, das Konjunkturprogramm enthalte zwar "einige gute, wichtige Aspekte", etwa die temporäre Senkung der Mehrwertsteuer. Insgesamt aber habe sich die Koalition "mit diesem wilden Sammelsurium an unausgegorenen, sehr teuren, aber ineffizienten Vorschlägen mächtig verstolpert".

+++ 07:31 Umweltschützer kritisieren Kaufprämie für Verbrenner "durch die Hintertür" +++
Die geplante Erhöhung der Kaufprämie für Autos mit Elektroantrieb hat nach Ansicht von Umweltschützern noch zu große Schlupflöcher. "Die zusätzliche Förderung von Fahrzeugen mit Plug-in-Hybrid-Technologie ist eine Kaufprämie für Verbrenner durch die Hintertür", sagt der Verkehrsexperte der Umweltorganisation BUND, Jens Hilgenberg. Es brauche einen Nachweis, wie die Plug-in-Hybride bewegt würden, etwa über das Auslesen von Verbrauchsdaten bei der Hauptuntersuchung. Wenn nicht mindestens 70 bis 80 Prozent der Strecke elektrisch gefahren würden, sei das Auto ein Verbrenner. Förderungen sollten dann erst nachträglich gewährt werden.

+++ 07:17 Amazon vergrößert Frachtflugzeug-Flotte +++
Der US-Internet-Riese Amazon least zwölf zusätzliche Frachtflugzeuge. In einer Mitteilung verwies der Konzern auf die in Zeiten der Pandemie in den USA landesweit gestiegene Nachfrage nach Lieferungen an die Haustür. Mit den neuen Maschinen vom Typ Boeing 767-300 vergrößere sich die Amazon-Flotte auf mehr als 80 Flugzeuge. Eine sei bereits im Mai übernommen worden, die übrigen elf würden 2021 ausgeliefert. Geleast würden sie bei der Luftfahrtholdinggesellschaft ATSG. Amazon Air habe während der Covid-19-Pandemie eine zentrale Rolle beim Transport von Schutzausrüstungen für Amazon-Geschäftspartner, das Personal im Gesundheitswesen und Hilfsorganisationen in den ganzen USA gespielt, hieß es weiter.

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+++ 06:34 Getöteter Afroamerikaner George Floyd hatte Coronavirus +++
Der bei einem brutalen Polizeieinsatz getötete Afroamerikaner George Floyd ist einer offiziellen Autopsie zufolge mit dem Coronavirus infiziert gewesen. Die Infektion stand jedoch nicht in Zusammenhang mit seinem Tod, zumal sie seit April bekannt war und er "höchstwahrscheinlich" keine Symptome mehr hatte. Floyds Familie habe der Veröffentlichung des Autopsieberichts zugestimmt, hieß es. Die Staatsanwaltschaft hatte bereits unter Berufung auf die Autopsie erklärt, dass Floyd am Montag vergangener Woche wegen des brutalen Polizeieinsatzes gestorben war. Ein Polizist in der Stadt Minneapolis im Bundesstaat Minnesota hatte sein Knie fast neun Minuten lang in den Hals des am Boden liegenden Floyds gedrückt. Der 46-Jährige war festgenommen worden, weil er verdächtigt wurde, mit einem gefälschten 20-Dollar-Schein bezahlt zu haben.

+++ 06:14 Mexiko überschreitet offiziell Marke von 100.000 Infektionen +++
In Mexiko sind inzwischen mehr als 100.000 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das Land ist nach Zahlen der Johns-Hopkins-Universität in den USA das 14. der Welt, das diese Marke überschritten hat - das vierte in Lateinamerika. Weil in Mexiko sehr wenig auf das Coronavirus getestet wird, dürfte die wahre Zahl der Menschen, die in dem nordamerikanischen Land an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankt sind, deutlich höher liegen. In der Statistik des Gesundheitsministeriums stieg die Zahl der Infektionen im Vergleich zum Vortag um 3912 auf 101.238. Demnach starben inzwischen 11.728 der Erkrankten - eine Zunahme von 1091 Todesfällen im Vergleich zum Vortag.

+++ 05:42 RKI: 394 Neuinfektionen in Deutschland +++
Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle in Deutschland steigt nach Angaben des Robert-Koch-Institutes (RKI) binnen 24 Stunden um 394 auf 182.764. Weitere 30 Personen sind an den Folgen von Covid-19 gestorben. Damit steigt nach offiziellen Angaben die Zahl der Todesopfer in Deutschland auf 8581. Rund 167.800 Menschen sind nach offiziellen Angaben bereits genesen, das sind fast 600 mehr als tags zuvor.

+++ 05:32 Tourismusbeauftragter hält Reisen auch in entferntere Länder für möglich +++
Für den Tourismusbeauftragten der Bundesregierung, Thomas Bareiß, ist der Verzicht auf Reisewarnungen innerhalb Europas nur der erste Schritt. Das Reisen werde "demnächst auch in entferntere Urlaubsländer" wieder möglich werden, sagt Bareiß der "Rheinischen Post". In vielen Regionen sei Tourismus ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. "Nicht zuletzt haben sich die Menschen, die in den letzten Wochen durch die Kontaktbeschränkungen häufig starken Belastungen ausgesetzt waren, eine Auszeit und etwas Erholung verdient", unterstreicht der CDU-Politiker.

+++ 05:03 Werbewirtschaft rechnet mit Umsatzrückgängen +++
Die Werbewirtschaft in Deutschland rechnet wegen der Coronavirus-Krise für dieses Jahr mit deutlich weniger Umsätzen als 2019. Für 2020 gehe man vorläufig von einem Rückgang der Werbeinvestitionen in der Spanne zwischen 10 und 20 Prozent aus, teilt der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) mit. Die Schätzung gelte vorausgesetzt, dass es keine zweite Covid-19-Welle gibt, sich eine "konjunkturelle Starre" auch bei der Konsumstimmung auflöst und wirtschaftspolitische Maßnahmen greifen.

+++ 04:46 Linke kritisiert Konjunkturpaket: "Vertane Chance" +++
Linken-Chef Bernd Riexinger kritisiert das geplante Konjunkturpaket der Bundesregierung als "vertane Chance". "Die soziale Absicherung sehr vieler Menschen in der Krise fehlt", so Riexinger. Union und SPD hätten zwar wirtschaftlich teils notwendige Maßnahmen vereinbart, es fehlten jedoch nötige Investitionen und eine zukunftsgewandte soziale oder ökologische Idee. Der Klima- und Energiepolitiker der Linken im Bundestag, Lorenz Gösta Beutin, kritisiert, dass Corona-Konjunkturhilfen für Unternehmen nicht an verbindliche Klimavorgaben geknüpft würden. Andere EU-Länder hätten hier deutlich ambitioniertere Pläne. "Die Corona-Milliarden an Steuergeldern können die Wirtschaft retten, für die Klimarettung hat die Große Koalition (...) eine große historische Chance vertan", erklärt er.

+++ 04:22 China öffnet Flughäfen für internationale Verbindungen +++
Der internationale Flugverkehr nach China kann wieder aufgenommen werden. Die chinesische Regulierungsbehörde für zivile Luftfahrt lässt ab dem 08. Juni wieder ausländische Streckenverbindungen zu, berichtet die Online-Nachrichtenseite "The Paper". Fluggesellschaften könnten zunächst einmal pro Woche eine frei wählbare Stadt anfliegen.

+++ 04:04 Sozialverband VdK kritisiert Kinderbonus +++
Der Sozialverband VdK kritisiert den von der Großen Koalition beschlossenen Familienbonus von 300 Euro pro Kind. "Der Kinderbonus wird verbrennen wie ein Strohfeuer", sagt Präsidentin Verena Bentele der "Rheinischen Post". Viel zielgenauer wäre es, nur arme und bedürftige Familien zu unterstützen. "Wenn der Kinderbonus im Sparschwein oder im Aktienfonds landet, verpufft der Konjunkturimpuls. Und wer echte finanzielle Sorgen hat, dem helfen 300 Euro gar nichts."

+++ 03:18 Österreich hält Grenze zu Italien weiter geschlossen +++
Österreich will seine Grenze zu Italien wegen der Coronavirus-Pandemie vorerst weiter geschlossen halten. "Für eine Öffnung (...) ist es noch zu früh, das geben die Gesundheitsdaten noch nicht her", sagt die österreichische Tourismusministerin Elisabeth Köstinger den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". "Wir sehen, dass sich die Situation auch in Italien deutlich verbessert hat und einzelne Regionen - wie beispielsweise Südtirol - schon gute Covid-19-Zahlen vorweisen können", fügt Köstinger hinzu. "Unser Ziel ist klar: Eine Öffnung zu Italien, sobald die Zahlen es zulassen."

+++ 02:48 Ukraine: "Lage ist ziemlich dramatisch" +++
Die Lage in der Ostukraine infolge der Corona-Krise sei "ziemlich dramatisch", sagt der Chef des Präsidialbüros der Ukraine, Andrij Jermak, den Zeitungen der "Funke Mediengruppe" in einem Vorabbericht (Donnerstagsausgaben). "Heute hat niemand verlässliche Informationen, wie viele Menschen in den besetzten Gebieten mit dem Coronavirus infiziert sind." Deshalb habe die Regierung in Kiew die Grenze an den fünf Übergangspunkten geschlossen, "um unsere Bürger zu schützen". Zum 30. Mai waren in der Ukraine nach offiziellen Angaben 23.304 Coronavirus-Infektionen verzeichnet und 696 Todesfälle gemeldet.

+++ 01:35 Koalition will im September Kurzarbeiterregelung ab 2021 vorlegen +++
Im September will die Große Koalition eine Regelung für das Kurzarbeitergeld ab 2021 vorlegen. Darauf einigen sich die Spitzen von Union und SPD. Die Koalitionäre konnten sich demnach nicht auf eine direkte Verlängerung der Bezugsdauer auf bis zu 24 Monate einigen. Grundsätzlich gilt derzeit eigentlich eine zeitliche Befristung für Kurzarbeitergeld auf maximal zwölf Monate. In bestimmten Fällen kann die Bezugsdauer aber bereits jetzt auch auf bis zu 21 Monate verlängert werden.

+++ 00:53 EU-China-Gipfel im September in Leipzig abgesagt +++
Die EU und China sagen ihr für September geplantes Gipfeltreffen in Leipzig ab. Bundeskanzlerin Angela Merkel, Chinas Staatspräsidenten Xi Jinping und EU-Ratspräsident Charles Michel seien sich einig, dass das Treffen "angesichts der pandemischen Gesamtlage" im Zusammenhang mit dem Coronavirus nicht stattfinden könne, teilt die Bundesregierung mit. Es solle aber nachgeholt werden, Details dazu sollten "zeitnah abgesprochen werden".

+++ 00:12 Städte- und Gemeindebund begrüßt Konjunkturpaket +++
Der Deutsche Städte- und Gemeindebund begrüßt das Konjunkturpaket der Großen Koalition ohne Abstriche. "Der Städte- und Gemeindebund ist erleichtert, dass die Koalitionspartner einen klaren Rettungsschirm für die Kommunen formuliert haben", sagt der Hauptgeschäftsführer des Gemeindebunds, Gerd Landsberg, der "Rheinischen Post". Das beschlossene Konjunkturprogramm mit einem starken kommunalen Baustein gebe den Städten und Gemeinden den notwendigen Spielraum, um 2020 und 2021 notwendige Investitionen auf den Weg zu bringen.

"Das ist das Signal, auf das die Bürgerinnen und Bürger sowie die Wirtschaft gewartet haben", so Landsberg weiter. "Richtig und längst überfällig ist auch die zusätzliche Beteiligung des Bundes an den Sozialkosten. Wenn coronabedingt immer mehr Menschen zusätzliche Sozialleistungen geltend machen, muss der Bund einspringen, denn es handelt sich um eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung", sagt Landsberg weiter. Die Altschuldenhilfe für hochverschuldete Kommunen sei zwar nicht Bestandteil der Einigung, werde aber auch auf der politischen Agenda bleiben.

+++ 23:40 Konjunkturpaket: Bund muss neue Schulden aufnehmen +++
Der Bund muss für das beschlossene Konjunkturpaket in der Corona-Krise zusätzliche Schulden machen. Ein Nachtragshaushalt werde nötig sein, die Höhe sei aber noch nicht absehbar, sagt Finanzminister Olaf Scholz von der SPD. Er betont zugleich: "Wir werden mit dieser Herausforderung auch finanziell gut zurechtkommen." Aus dem ersten, wegen der Pandemie beschlossenen Nachtragshaushalt seien noch mehr als 60 Milliarden Euro übrig, das gebe große Handlungsmöglichkeiten. Es sei wichtig gewesen, beherzt vorzugehen, um die Auswirkungen der Krise rechtzeitig abzufedern, so Scholz weiter. Das Konjunkturpaket hat ein Volumen von 130 Milliarden Euro, 120 Milliarden davon entfallen auf den Bund. Laut Scholz fällt der Großteil in diesem Jahr an, rund 30 Milliarden beträfen den nächsten Bundeshaushalt.

+++ 23:17 Kommunen bekommen Hilfe, Altschulden werden aber nicht erlassen +++
Im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung bekommen die vielfach klammen deutschen Kommunen Entlastungen, aber keine Hilfen bei ihren Altschulden. Finanzminister Olaf Scholz von der SPD sagt, der Bund werde seine Hilfen bei den Sozialkosten der Gemeinden ausweiten. Das sei eine dauerhafte Unterstützung. CSU-Chef Markus Söder sagt, es werde aber keine Übernahme von Altschulden geben. Scholz hatte das gefordert.

+++ 23:08 Söder: größte Steuersenkung seit Jahrzehnten +++
Im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung soll die Mehrwertsteuer vorübergehend - beginnend ab 1. Juli, endend am 31. Dezember - gesenkt werden: 16 statt 19 Prozent sowie 5 statt 7 Prozent beim ermäßigten Satz. Er erwarte, dass die Wirtschaft sie nicht zu ihrem Vorteil nutze, sondern an die Bürger weitergebe, sagt Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD. CSU-Chef Markus Söder spricht vom Herzstück des Konjunkturpakets und von der "größten Steuersenkung der letzten Jahrzehnte".

+++ 22:55 Familien sollen pro Kind 300 Euro Bonus erhalten +++
Familien sollen pro Kind einen einmaligen Bonus von 300 Euro Bonus erhalten. Darauf verständigen sich Union und SPD im Rahmen ihres Konjunkturpakets zur Überwindung der Corona-Krise. Zudem soll jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz bekommen.

+++ 22:42 Konjunkturpaket hat Volumen von 130 Milliarden Euro +++
Das große Konjunkturpaket der Bundesregierung ist geschnürt. Union und SPD einigen sich auf umfassende Hilfsmaßnahmen für Familien, Kommunen, Infrastruktur und Autoindustrie. Das Volumen beziffern Kanzlerin Angela Merkel von der CDU und Vize-Kanzler sowie Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD auf 130 Milliarden Euro.

+++ 22:14 Trumps Hausarzt: Keine Nebeneffekte durch Malaria-Mittel +++
Sean Conley, der Hausarzt von Donald Trump, hat nach eigenen Angaben bei dem US-Präsidenten keine Nebeneffekte durch das Malariamedikament Hydroxychloroquin festgestellt. Trump hatte das Mittel, das Herzprobleme verursachen kann, zwei Wochen lang zur Vorbeugung gegen das Coronavirus eingenommen. Conley zufolge wird Trump regelmäßig auf das Virus getestet. Jeder Test sei negativ ausgefallen. Auch sonst sei der 73-Jährige gesund, wie die jährliche Untersuchung ergeben habe. Sein Gewicht habe sich nur leicht verändert: Trump wiege jetzt 110,68 Kilogramm. Vor einem Jahr waren es 110,22 Kilogramm.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/rts/AFP/sid