Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:40 Konjunkturpaket: Bund muss neue Schulden aufnehmen +++

Der Bund muss für das beschlossene Konjunkturpaket in der Corona-Krise zusätzliche Schulden machen. Ein Nachtragshaushalt werde nötig sein, die Höhe sei aber noch nicht absehbar, sagt Finanzminister Olaf Scholz von der SPD. Er betont zugleich: "Wir werden mit dieser Herausforderung auch finanziell gut zurechtkommen." Aus dem ersten, wegen der Pandemie beschlossenen Nachtragshaushalt seien noch mehr als 60 Milliarden Euro übrig, das gebe große Handlungsmöglichkeiten. Es sei wichtig gewesen, beherzt vorzugehen, um die Auswirkungen der Krise rechtzeitig abzufedern, so Scholz weiter. Das Konjunkturpaket hat ein Volumen von 130 Milliarden Euro, 120 Milliarden davon entfallen auf den Bund. Laut Scholz fällt der Großteil in diesem Jahr an, rund 30 Milliarden beträfen den nächsten Bundeshaushalt.

+++ 23:17 Kommunen bekommen Hilfe, Altschulden werden aber nicht erlassen +++
Im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung bekommen die vielfach klammen deutschen Kommunen Entlastungen, aber keine Hilfen bei ihren Altschulden. Finanzminister Olaf Scholz von der SPD sagt, der Bund werde seine Hilfen bei den Sozialkosten der Gemeinden ausweiten. Das sei eine dauerhafte Unterstützung. CSU-Chef Markus Söder sagt, es werde aber keine Übernahme von Altschulden geben. Scholz hatte das gefordert.

+++ 23:08 Söder: größte Steuersenkung seit Jahrzehnten +++
Im Rahmen des Konjunkturpakets der Bundesregierung soll die Mehrwertsteuer vorübergehend - beginnend ab 1. Juli, endend am 31. Dezember - gesenkt werden: 16 statt 19 Prozent sowie 5 statt 7 Prozent beim ermäßigten Satz. Er erwarte, dass die Wirtschaft sie nicht zu ihrem Vorteil nutze, sondern an die Bürger weitergebe, sagt Vizekanzler und Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD. CSU-Chef Markus Söder spricht vom Herzstück des Konjunkturpakets und von der "größten Steuersenkung der letzten Jahrzehnte".

+++ 22:55 Familien sollen pro Kind 300 Euro Bonus erhalten +++
Familien sollen pro Kind einen einmaligen Bonus von 300 Euro Bonus erhalten. Darauf verständigen sich Union und SPD im Rahmen ihres Konjunkturpakets zur Überwindung der Corona-Krise. Zudem soll jeder Jugendliche einen Ausbildungsplatz bekommen.

+++ 22:42 Konjunkturpaket hat Volumen von 130 Milliarden Euro +++
Das große Konjunkturpaket der Bundesregierung ist geschnürt. Union und SPD einigen sich auf umfassende Hilfsmaßnahmen für Familien, Kommunen, Infrastruktur und Autoindustrie. Das Volumen beziffern Kanzlerin Angela Merkel von der CDU und Vize-Kanzler sowie Bundesfinanzminister Olaf Scholz von der SPD auf 130 Milliarden Euro.

+++ 22:14 Trumps Hausarzt: Keine Nebeneffekte durch Malaria-Mittel +++
Sean Conley, der Hausarzt von Donald Trump, hat nach eigenen Angaben bei dem US-Präsidenten keine Nebeneffekte durch das Malariamedikament Hydroxychloroquin festgestellt. Trump hatte das Mittel, das Herzprobleme verursachen kann, zwei Wochen lang zur Vorbeugung gegen das Coronavirus eingenommen. Conley zufolge wird Trump regelmäßig auf das Virus getestet. Jeder Test sei negativ ausgefallen. Auch sonst sei der 73-Jährige gesund, wie die jährliche Untersuchung ergeben habe. Sein Gewicht habe sich nur leicht verändert: Trump wiege jetzt 110,68 Kilogramm. Vor einem Jahr waren es 110,22 Kilogramm.

+++ 21:42 Studie: Unter Zwölfjährige spielen bei Ausbreitung keine große Rolle +++
Eine Studie aus den Niederlanden kommt zu dem Ergebnis, dass Kinder unter zwölf Jahren bei der Übertragung des neuartigen Coronavirus nur eine kleine Rolle spielen. "Kinder können sich zwar infizieren, aber die Übertragung findet hauptsächlich zwischen Erwachsenen in ähnlichem Alter und von Erwachsenen auf Kinder statt", konstatieren die Autoren des Nationalen Gesundheitsinstituts (RIVM). Die in der Fachzeitschrift "Nederlands Tijdschrift Voor Geneeskunde" veröffentlichte Untersuchung wertet die Ausbreitung des Virus in 54 Familien aus. Betroffen sind 227 Personen.

+++ 20:54 Deutschland: 7-Tage-Schnitt der Neuinfektionen erstmals unter 400 +++
In Deutschland ist die Zahl der aktiven Infektionen weiter rückläufig. Das geht aus den Zahlen der Bundesländer und des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Als aktuell akut infiziert gelten derzeit noch 7780 Menschen - 803 weniger als am Tag zuvor. Im Sieben-Tage-Trend fällt der Durchschnitt der Neuinfektionen zudem erstmals unter 400. Im Vergleich zum Vortag wurden 331 neue nachgewiesene Coronavirus-Fälle gemeldet. Die Zahl der Genesenen wird mit 166.265 angegeben (teilweise RKI-Schätzungen). Die Zahl der Toten steigt um 38 auf 8599. Die Reproduktionsrate R liegt aktuell bei 0,71 und ist damit weiter rückläufig.

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+++ 20:20 Ruhani droht Iranern mit Rückkehr zu Beschränkungen +++
Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat mit einer Aufhebung der Lockerungen der Corona-Beschränkungen im Land gedroht. "Die Bevölkerung sollte sich im Klaren sein, dass bei einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen die Limitierungen umgehend wieder eingeführt werden", sagte Ruhani. Es wäre schade, wenn der mit großer Mühe erzielte Teilerfolg im Kampf gegen das Virus nun leichtfertig verspielt werden sollte, fügte der Präsident nach Angaben der Nachrichtenagentur Isna hinzu. Hintergrund der Drohung Ruhanis ist der Anstieg der Zahlen von Corona-Toten und Infizierten in den vergangenen Tagen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch gab es binnen 24 Stunden 70 Tote und mehr als 3000 Neuinfektionen. Damit sind seit Ende Februar im Iran mehr als 8000 Covid-19-Kranke gestorben, mehr als 160.000 Menschen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Gesundheitsexperten sehen die Lockerungen der vergangenen Wochen als Hauptgrund für den erneuten Anstieg der Opfer- und Infektionszahlen.

+++ 19:56 Göttingen verbietet nach Corona-Ausbruch auch Vereinssport +++
Nach dem Corona-Ausbruch in Göttingen hat die Stadt weitere Lockerungen zurückgenommen. Mannschafts- und Kontaktsport in Vereinen ist in der Unistadt für vorerst zwei Wochen verboten, weil viele der aktuell Infizierten Mannschaftssport betreiben. Außerdem wird ein Schwimmbad geschlossen. Bereits am Dienstag hatte die Verwaltung die Schließung sämtlicher Schulen verfügt, weil sich unter den Infizierten auch viele Kinder und Jugendliche befinden. Wenn das Infektionsgeschehen voranschreite, sei die Rücknahme weiterer Lockerungen nicht auszuschließen, sagte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Die Zahl der Neuinfizierten im Zusammenhang mit dem aktuellen Ausbruch stieg auf 105 Betroffene, 25 mehr als am Vortag, sagte Sozialdezernentin Petra Broistedt am Abend. Die Infektionen stehen im Zusammenhang mit privaten Feiern mehrerer Großfamilien zum Ramadan-Ende.

+++ 19:39 Spanien verlängert Corona-Notstand zum sechsten Mal +++
In Spanien ist der umstrittene Corona-Notstand zum sechsten und damit wohl letzten Mal um weitere zwei Wochen bis zum 20. Juni verlängert worden. Im Parlament stimmten 177 Abgeordnete für den Antrag von Regierungschef Pedro Sánchez. Es gab 18 Enthaltungen. Die Zustimmung wurde möglich, weil Sánchez als Chef einer Minderheitsregierung dank Absprachen mit den liberalen Ciudadanos und regionalen Parteien zusätzliche Stimmen auf seine Seite bringen konnte. Mit Nein stimmten 155 Abgeordnete der oppositionellen konservativen Partido Popular (PP) und der rechtspopulistischen Vox-Partei. Sánchez hatte vor der Abstimmung im Parlament in Madrid für die Verlängerung geworben: "Das Virus ist der Feind, und die Politik muss dazu dienen, dass wir es vereint bekämpfen."

+++ 19:17 WHO nimmt Studien mit Malaria-Mittel wieder auf +++
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nimmt die klinischen Studien zur Wirksamkeit des Medikaments Hydroxychloroquin im Kampf gegen das neuartige Coronavirus wieder auf. "Auf der Basis der vorhandenen Daten zur Sterblichkeit" könnten die Studien fortgesetzt werden, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die klinischen Tests waren vorübergehend ausgesetzt worden, nachdem eine kontroverse Studie zu dem Schluss gekommen war, dass Hydroxychloroquin Covid-19-Patienten zusätzlich gefährden könnte. Nach massiver Kritik an der Methodik der Studie hat sich "Lancet" inzwischen allerdings von der Veröffentlichung distanziert. Zuvor hatten sich dutzende Forscher skeptisch zu der Studie geäußert.

+++ 18:46 Deutschland schließt Impfallianz mit drei Nachbarländern +++
Deutschland, Frankreich, Italien und die Niederlande haben sich zusammengeschlossen, um die Herstellung eines Corona-Impfstoffs in Europa voranzutreiben. Ziel der "Inklusiven Impfallianz" sei die Herstellung eines Impfstoffs "auf europäischem Boden", "wo immer dies möglich ist", teilte das niederländische Gesundheitsministerium mit. Die vier Länder untersuchen demnach "gemeinsam verschiedene vielversprechende Initiativen" und führen Gesprächen mit diversen Pharmaunternehmen. Um möglichst schnell einen Impfstoff zu erhalten, seien eine gemeinsame Strategie und gemeinsame Investitionen notwendig, hieß es in der Mitteilung weiter. Künftige Impfstoffe sollten neben der EU auch anderen Ländern, insbesondere ärmeren afrikanischen Staaten, zugute kommen.

+++ 18:32 Italien meldet moderate Zuwächse bei Neuinfektionen +++
In Italien steigt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus um 71 (Vortag: 55) auf 33.601. Wie die Zivilschutzbehörde mitteilt, legt die Zahl der festgestellten Infektionen um 321 (318) zu. 237 davon wurden in der Krisenregion Lombardei im Norden des Landes ermittelt.

+++ 18:04 USA wollen Passagierflügen aus China Landung verbieten +++
In der Coronakrise verschärft sich der Streit zwischen den USA und China. Die US-Regierung in Washington will chinesischen Fluggesellschaften Passagierflüge in die Vereinigten Staaten bis auf Weiteres verbieten. Die Regelung soll ab dem 16. Juni gelten, wie das US-Verkehrsministerium mitteilte. Sie ist als Vergeltungsmaßnahme gedacht und gilt für Air China, China Eastern Airlines, China Southern Airlines und Hainan Airlines Holding.

+++ 17:43 Karliczek kritisiert Angriffe auf Wissenschaftler scharf +++
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek hat die Angriffe auf Wissenschaftler in der Corona-Pandemie scharf verurteilt. "Wer Wissenschaftler bedroht oder beschimpft, der greift uns alle an", sagte die CDU-Politikerin nach einem Besuch der Berliner Charité. Forschern, die in der augenblicklichen Krise so engagiert seien, müsse die Gesellschaft außerordentlich dankbar sein. Für die Gesellschaft seien Forscher, die ihre Arbeit allgemein verständlich erklären können, außerordentlich wichtig, fügte die Ministerin hinzu. Es müsse aber auch akzeptiert werden, "dass wissenschaftliche Erkenntnis immer einer gewissen Vorläufigkeit unterliegt und durch neue Erkenntnisse angepasst wird".

+++ 17:21 Brasilien meldet 1262 neue Todesfälle in nur einem Tag +++
An nur einem Tag hat Brasilien 1262 Corona-Tote und damit einen neuen Negativ-Rekord registriert. Dies geht aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervor. Im März war in Brasilien der erste Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet worden, ein 62 Jahre alter Mann. Seither sind noch nie so viele Infizierte an einem einzigen Tag gestorben. Die Gesamtzahl der Corona-Toten stieg in dem mit 210 Millionen Einwohnern größten Land Lateinamerikas auf 31.199. Das Ministerium meldete auch 28.936 Neuinfektionen, insgesamt liegt die Zahl der Infizierten bei 555.383.

+++ 17:06 Italiens Grenzen sind offen, viele Hotels aber noch zu +++
Italien hat seine Grenzen zwar für Urlauber geöffnet, doch noch sind viele Hotels geschlossen. In der bei deutschen Touristen beliebten Provinz Bozen zum Beispiel haben nach Schätzungen des Hotelier- und Gastwirteverbandes erst maximal 20 Prozent der Betriebe auf. Exakte Zahlen lägen nicht vor, teilte die Landesregierung in Bozen mit. Italien erlaubt seit heute den Bürgern aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz die freie Einreise. In Bozen schätzen die Verantwortlichen, dass die Zahl der offenen Häuser schnell steigen wird: Um den 15. Juni herum dürften sechs von zehn Hotels und Pensionen arbeiten, hieß es. Ein weiterer Teil der Betriebe werde voraussichtlich zwischen Anfang und Mitte Juli öffnen.

 

+++ 16:43 Tourismusbeauftragter ruft zu verantwortungsvollem Reisen auf +++
Der Tourismusbeauftrage der Bunderegierung, Thomas Bareiß, fordert die Deutschen zu verantwortungsvollem Reisen auf. Jedem sei "bewusst, dass das Reisejahr 2020 ein ganz besonderes ist", sagte er ntv. Wer ins Ausland reise, dem müsse klar sein, dass "er auch bestimmte Risiken auf sich nimmt". Deswegen habe die Bundesregierung beschlossen, von den Rückholaktionen aus Krisenregionen wegzukommen. Jeder Einzelne müsse gut "überlegen, wo geht er hin, wie viel Risiken kann er auf sich nehmen und dann eigenverantwortlich seine Reise" planen.

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+++ 16:22 Sachsen erlaubt Fachmessen mit 1000 Teilnehmern +++
Fach- und Regionalmessen mit bis zu 1000 Teilnehmern sind in Sachsen ab kommenden Samstag wieder erlaubt. Eine entsprechende Änderung der Corona-Regelungen hat die Landesregierung beschlossen. Große Publikumsmessen werden laut SPD-Wirtschaftsminister Martin Dulig vorerst aber nicht möglich sein. Das Kabinett entschied zudem, dass auch Besuche in sächsischen Pflegeheimen ab Samstag unter Auflagen wieder gestattet sind. Auch Feiern mit bis zu 50 Personen werden wieder erlaubt, wie SPD-Gesundheitsministerin Petra Köpping ankündigte. Unter Einhaltung der Abstandsregeln sollen sich zudem zehn Personen im öffentlichen Raum treffen können.

+++ 16:02 Hessen startet Corona-Studie mit Kindern +++
Hessen will herausfinden, welche Rolle Kinder bei der Verbreitung des Corona-Virus spielen. Dazu sollen in 60 Kindergärten jeweils 25 Kinder und ihre Erzieherinnen wöchentlich auf das Virus getestet werden, sagt Sandra Ciesek, Direktorin des Instituts für Medizinische Virologie am Universitätsklinikum Frankfurt. Die sogenannte Safe-Kids-Studie solle möglichst in der kommenden Woche beginnen und sei auf acht bis zwölf Wochen ausgelegt. Im Moment sei unklar, welche Rolle Kinder bei der Übertragung des Virus spielen und wie gefährdet die Kinder und das Personal in den Kindergärten seien.

+++ 15:41 Deutsche Airlines steuern im Juni 159 Ziele an +++
Der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) hat die Aufhebung der Reisewarnungen für die meisten europäischen Staaten durch die Bundesregierung begrüßt. Die Luftverkehrswirtschaft werde nun in den kommenden Tagen und Wochen zahlreiche Flugverbindungen wieder aufnehmen, kündigte der Verband an. Insgesamt würden im Juni von den deutschen Flughäfen aus 159 Ziele in 63 Ländern zu erreichen sein.

+++ 15:17 Innenministerium: "Corona-Rebellen" gewinnen an Boden +++
Selbst ernannte "Corona-Rebellen" breiten sich nach Erkenntnissen des Bundesinnenministeriums zunehmend aus. Allein in Nordrhein-Westfalen gibt es demnach 29 entsprechende Untergruppen bei Telegram, wo sich die Anhänger vernetzen. Begründer der Gruppierung soll ein Reichsbürger sein. Die "Corona-Rebellen" rufen bundesweit zu Demonstrationen gegen die Corona-Einschränkungen auf. "Wie hoch der Anteil von "Reichsbürgern" und "Selbstverwaltern" an diesem Protestmilieu ist, ist nicht bekannt", heißt es in der Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion. Diese Gruppen nutzten jedoch die Proteste gegen Corona-Maßnahmen, um Verschwörungstheorien zu verbreiten.

+++ 15:02 Bulgarien kündigt Ende der Maskenpflicht an +++
Der bulgarische Regierungschef Boiko Borissow drängt auf eine Aufhebung der Maskenpflicht in dem EU-Land ab 15. Juni. "Dann fallen alle (Corona-Schutz)Maßnahmen weg, und bleiben nur die sozialen (Hilfen)", sagte Borissow. In Bulgarien gilt seit 1. Mai die Maskenpflicht zum Schutz gegen das Coronavirus nur noch in geschlossenen öffentlichen Räumen und nicht mehr im Freien. In Bussen und Bahnen, Läden und Kirchen sowie in Institutionen müssen die Menschen jetzt noch immer einen Mund-Nasen-Schutz tragen.

+++ 14:40 EU-Reisen auf eigene Gefahr: Maas holt niemanden mehr zurück +++
Die Bundesregierung betont, dass deutsche Touristen nach der Aufhebung der Reisewarnung für EU-Staaten nicht mit einer erneuten Rückholaktion bei neuen Corona-Beschränkungen in diesen Ländern rechnen können. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes weist darauf hin, dass eine Wiederholung der Aktion im März und April nicht möglich sei, als Hunderttausende gestrandete Touristen mit Hilfe der Bundesregierung nach Deutschland zurückgebracht worden waren. "Jeder muss sich des Risikos bewusst sein", betont er. Das ändere nichts an einer konsularischen Betreuung im Notfall.

+++ 14:22 Fachzeitschrift warnt vor Studie zu Corona-Medikament +++
Nach massiver Kritik an einer folgenreichen Studie zum Einsatz von Hydroxychloroquin als Corona-Medikament hat sich die Fachzeitschrift "Lancet" von ihrer Veröffentlichung distanziert. In einem offiziellen Warnhinweis wies die renommierte Fachzeitschrift ihre Leser darauf hin, dass "schwerwiegende wissenschaftliche Fragen" an der Studie an sie herangetragen worden seien. Auch wenn "Lancet" die Studie damit noch nicht zurückgezogen hat, sorgt die Warnung für erhebliche Zweifel an der Untersuchung. Die Studie kommt zu dem Ergebnis, dass Hydroxychloroquin sowie der verwandte Wirkstoff Chloroquin nicht nur keinen Nutzen bei Covid-19-Patienten hätten, sondern möglicherweise wegen schwerer Nebenwirkungen sogar das Sterberisiko erhöhten. Daraufhin hatten mehrere Länder die Behandlung von Covid-19-Erkrankten mit dem Malariamittel untersagt, die Weltgesundheitsorganisation WHO setzte klinische Tests mit dem Mittel unter Verweis auf die Studie aus.

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+++ 14:02 Turkish Airlines setzt auf Flügen "Gesundheitsinspektoren" ein +++
Die türkische Fluggesellschaft Turkish Airlines setzt angesichts der Corona-Pandemie auf ihren Flügen nun sogenannte Hygiene-Experten ein. Je ein Mitglied der Crew werde sich als "Gesundheitsinspektor" allein darum kümmern, dass Reinlichkeitsmaßnahmen und Abstandsregeln eingehalten würden, heißt es in einer Stellungnahme. Die Flugbegleiter sollen beispielsweise darauf achten, dass sich vor den Toiletten keine Schlangen bilden, dass alle Passagiere ihre Masken tragen oder diese nicht alle auf einmal während der Essensausgabe abnehmen. Sie sollen die Toiletten regelmäßig desinfizieren und auf einigen Flügen an Passagiere Hygiene-Kits verteilen. Die enthalten eine Maske, Desinfektionsmittel und antiseptische Tücher.

+++ 13:43 Österreich öffnet Grenzen zu Nachbarn - nur zu Italien nicht +++
Österreich öffnet ab Donnerstag seine Grenzen zu allen Nachbarländern wieder - mit Ausnahme von Italien. Ab Donnerstag würden die Grenz- und Gesundheitskontrollen gegenüber Deutschland, Liechtenstein, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn eingestellt, sagte Außenminister Alexander Schallenberg. Zu Italien blieben die Beschränkungen wegen der dortigen Infektionslage hingegen bestehen. Für kommende Woche kündigte Schallenberg aber eine Überprüfung an. Vor drei Monaten hatte Österreich seine Grenzen wegen der Corona-Pandemie geschlossen, nun werden sie früher als geplant wieder geöffnet.

+++ 13:29 Tui bietet schon ab dem 17. Juni Urlaub am Mittelmeer an +++
Zwei Tage nach der Aufhebung der Reisewarnung für die meisten europäischen Länder Mitte Juni will der deutsche Reiseanbieter Tui seinen Sommerflugplan aufnehmen. Den "ersten eigenen Flug" plant Tui für den 17. Juni an die portugiesische Algarve, wie Deutschland-Chef Marek Andryszak dem Business Insider sagte. "Unsere Hauptreiseziele werden die Balearen, Kanaren, Griechenland, Portugal und Zypern sein", sagte Andryszak. Auch Kroatien und Bulgarien werde der Anbieter wieder ins Programm nehmen. Reisen nach Mallorca bietet Tui nach jetziger Planung zwar erst ab dem 1. Juli wieder an, doch Andryszak zeigte sich zuversichtlich, dass deutsche Urlauber auch früher auf die Baleareninsel fliegen können - womöglich sogar noch vor dem 17. Juni.

+++ 13:18 Zahl der aktiven Infektionen in Russland sinkt etwas +++
Russland ist schwer vom Coronavirus getroffen. Doch die Statistiken zeigen zumindest eine kleine positive Entwicklung: Denn die Zahl der aktiven Infektionen ist im Tagesverlauf ein wenig gesunken. Insgesamt hat das Land mehr als 430.000 bestätigte Fälle.

+++ 13:11 Maas fliegt erstmals seit Monaten wieder ins Ausland +++

Bundesaußenminister Heiko Maas will am Donnerstag erstmals seit Monaten wieder ins Ausland fliegen. Er werde seinen niederländischen Amtskollegen in Den Haag treffen, sagt ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Es werde um die Coronavirus-Pandemie, den EU-Haushalt sowie den geplanten Wiederaufbaufonds für Europa gehen.

+++ 12:57 Studie: Wertvollste Konzerne trotz Corona noch wertvoller +++
Trotz Corona-Pandemie ist der Wert der 100 wertvollsten Unternehmen der Welt einer Studie zufolge erneut gestiegen. Ihre Marktkapitalisierung lag Ende März bei fast 21,5 Billionen US-Dollar, wie aus einer Auswertung der Unternehmensberatung PwC hervorgeht, die heute veröffentlicht wurde. Damit liegt dieser Wert rund 400 Milliarden beziehungsweise zwei Prozent höher als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Dass die Corona-Krise wirtschaftliche Auswirkungen hat, zeigt sich laut PwC jedoch daran, dass dies dem geringsten prozentualen Anstieg seit 2016 entspricht. Besonders in Europa gab es aufgrund eines recht strikten Lockdowns in vielen Ländern große Einbußen. Als wertvollstes Unternehmen gilt der Ölkonzern Saudi Aramco aus Saudi-Arabien. Aus Deutschland schaffte es  mit SAP nur ein Unternehmen auf die Top 100-Liste.

+++ 12:13 Spahn kritisiert Berliner Boot-Demo mit Tausenden Leuten +++

Gesundheitsminister Jens Spahn kritisiert die Berliner Schlauchboot-Party vom Wochenende. "Die Bilder bereiten mir Sorgen", twittert er. Beim Feiern verbreite sich das Virus besonders leicht. Man sei noch mitten in der Pandemie. "Lasst uns das Erreichte sichern." Rund 3000 Menschen hatten auf dem Berliner Landwehrkanal mit 400 Booten an einer Techno-Party teilgenommen, die für 100 Teilnehmer angemeldet war.

+++ 11:46 Deutsche Messe erhält in der Krise riesigen Überbrückungskredit +++
Die Deutsche Messe AG erhält zur Überbrückung der Corona-Krise Medienberichten zufolge einen Bankkredit über 50 Millionen Euro. Der NDR und die "Hannoversche Allgemeine Zeitung" nannten diese Summe unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Die Messe AG bestätigte den Kredit auf Nachfrage nicht, teilte aber mit, man gehe "gestärkt" aus der Aufsichtsratssitzung am vergangenen Freitag. "Die Finanzierung des Unternehmens ist gesichert und die Anteilseigner unterstützen unsere Unternehmensstrategie mit Fokus auf Geschäftsentwicklung und Kostenmanagement ausdrücklich", sagte Vorstandschef Jochen Köckler.

+++ 11:23 Reisewarnung für Drittstaaten bleibt vorerst - Entscheidung erst später +++
Das Auswärtige Amt hält die Reisewarnung für Staaten außerhalb Europas vorerst aufrecht. Die Bundesregierung werde abwarten, ob die EU-Kommission in dieser Woche die Einreisebeschränkung nach Europa verlängere, sagte Außenminister Heiko Maas. Gegebenenfalls werde sich das Bundeskabinett dann in der kommenden Woche erneut mit dem Thema befassen. Zuvor hatte das Kabinett grundsätzlich beschlossen, die weltweite Reisewarnung ab dem 15. Juni für die Mitgliedstaaten der EU, Großbritannien, die Schweiz, Norwegen, Island und Liechtenstein aufzuheben und durch Reisehinweise zu ersetzen. Voraussetzung sei, dass es keine Einreiseverbote und großflächigen Ausgangssperren mehr gebe.

+++ 11:02 Schwedens Epidemiologe: Hätten mehr Maßnahmen ergreifen sollen +++
Schwedens Staatsepidemiologe Anders Tegnell hat sich erstmals selbstkritisch über den schwedischen Sonderweg in der Corona-Krise gezeigt. Schweden hätte schon von Beginn an mehr Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus ergreifen sollen, sagte Tegnell in einem veröffentlichten Interview mit dem schwedischen Radio. "Ich glaube, dass es sicherlich Verbesserungspotenzial bei dem gibt, was wir in Schweden gemacht haben, klar. Und es wäre gut gewesen, wenn man exakter gewusst hätte, was man schließen soll, um die Infektionsausbreitung besser zu verhindern." Zu viele Schweden seien zu früh gestorben.

Tegnell steht federführend hinter der schwedischen Strategie gegen die Pandemie. Das Land hatte deutlich freizügigere Maßnahmen ergriffen als etwa Deutschland oder der Rest Europas. Schulen, Restaurants oder Geschäfte wurden beispielsweise niemals geschlossen.

+++ 10:56 Maas erklärt Aufhebung der Reisewarnung zum 15. Juni +++
Gute Nachrichten für Urlauber: Die Bundesregierung hat die Reisewarnung für die meisten Länder der Europäischen Union aufgehoben und in länderspezifische Reisehinweise geändert. Ab dem 15. Juni sollen Reisen in die EU-Länder und sowie in Mitgliedsstaaten des Schengener Abkommens möglich sein.

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+++ 10:46 Marathon-Sitzung: GroKo-Spitzen beraten zunächst getrennt über Konjunkturpaket +++
Die Spitzen der Großen Koalition haben ihre Verhandlungen über ein milliardenschweres Konjunkturpaket in der Corona-Krise zunächst in getrennten Vorbesprechungen fortgesetzt. Nach einer kurzen nächtlichen Pause und der Sitzung des Kabinetts am Morgen kamen die Unions- und die SPD-Politiker am Mittwoch gegen 10.30 Uhr im Kanzleramt zunächst zu gesonderten Gesprächen zusammen. Anschließend wollte Kanzlerin Angela Merkel die Verhandlungen gemeinsam mit den Partei- und Fraktionsspitzen von CDU, CSU und SPD sowie Vizekanzler und Finanzminister Olaf Scholz fortsetzen. In Teilnehmerkreisen wurde nicht ausgeschlossen, dass die Beratungen erneut bis in die Nacht dauern. Es gebe einige große Brocken, die am Ende aus dem Weg geräumt werden müssten. Als einige der strittigsten Punkte galten die mögliche Prämie beim Autokauf oder Hilfen für die überschuldeten Kommunen.

+++ 10:15 Studien-Update: Drosten bleibt bei Aussagen zur Infektiosität von Kindern +++
In einer überarbeiteten Fassung seiner Studie zur Infektiosität von Kindern während der Corona-Krise hält das Forscherteam um den Berliner Virologen Christian Drosten an seiner grundlegenden Aussage fest. Es gebe keine Hinweise darauf, dass Kinder im Bezug auf Sars-CoV-2 nicht genauso ansteckend seien wie Erwachsene, heißt es in der aktualisierten Version der Studie.

Ein erster Entwurf der Untersuchung war Ende April veröffentlicht worden und hatte Kritik und teils heftige Auseinandersetzungen in den Medien nach sich gezogen. Die Aussage bereits damals: Kinder tragen eine ebenso hohe Viruslast wie Erwachsene - und sind mithin vermutlich genauso ansteckend. Die Forscher hatten aufgrund dieser Ergebnisse vor einer uneingeschränkten Öffnung von Schulen und Kindergärten in Deutschland gewarnt.

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+++ 09:57 Österreich will bald deutsche Touristen begrüßen +++
Die österreichische Regierung hofft, ab Mitte Juni wieder viele deutsche Gäste im Land zu begrüßen. Tourismusministerin Elisabeth Köstinger zeigte sich heute im Gespräch mit dem BR zuversichtlich, dass die deutsche Bundesregierung die wegen der Corona-Pandemie verhängte Reisewarnung für Österreich ab Mitte Juni aufhebe. Die Gespräche zwischen Berlin und Wien seien sehr konstruktiv. "Dementsprechend freuen wir uns natürlich, dass Grenzen wieder öffnen können ab 15. Juni und wir auch wieder unsere deutschen Freunde begrüßen können." Österreich hat mit Deutschland und der Schweiz eine vollständige Grenzöffnung ab Mitte Juni vereinbart. Experten gehen davon aus, dass bis zu zwei Drittel der österreichischen Beherbergungsbetriebe ein Ausbleiben der deutschen Touristen nicht verkraften könnten. Das Bundeskabinett will heute die Aufhebung der Reisewarnung für 31 europäische Staaten ab dem 15. Juni vorbereiten.

+++ 09:23 Mehr als 200.000 Infektionsfälle in Indien +++
In Indien sind inzwischen mehr als 200.000 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Ansteckungen stieg binnen 24 Stunden um 8909 auf 207.615, wie die Behörden mitteilen. Ein weiterer rasanter Anstieg wird erwartet. Indien sei noch weit vom Höhepunkt der Infektionswelle entfernt, sagt ein Vertreter der Gesundheitsbehörden. Bislang sind in dem Land 5815 infizierte Menschen gestorben.

+++ 09:03 FDP-Mann kritisiert hohe Ausgaben für Konjunkturpaket +++
Die FDP kritisiert den Ansatz der Bundesregierung, viel Geld mit dem Konjunkturpaket ausgeben zu wollen. "Ich bin da sehr skeptisch", sagt ihr haushaltspolitischer Sprecher, Otto Fricke, im Deutschlandfunk. Man könne Strukturen auch ohne Geld verbessern und so für mehr Wirtschaftswachstum sorgen. Die FDP lehne deswegen Prämien zum Kauf von Autos ab, obwohl die Branche sehr wichtig sei. "Das ist eine falsche Subvention." Sie lenke das Einkommen der Bürger in die falsche Richtung und sorge dafür, dass Geld an anderer Stelle dann fehle.

+++ 08:42 Mehrheit für eine komplette Schul-Öffnung nach den Ferien +++
Eine Mehrheit der Bundesbürger ist dafür, alle Schulen und Kindergärten nach den Sommerferien zu öffnen. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des Fernsehsenders SWR. In der bundesweiten Befragung sprachen sich 58 Prozent der Bundesbürger für eine komplette Öffnung der Schulen und Kitas in Deutschland nach den Sommerferien aus. Rund ein Drittel der Befragten (34 Prozent) meinten, der Kita- und Schulbetrieb sollte weiterhin nur teilweise erfolgen. Lediglich 3 Prozent der Befragten bevorzugen eine gänzliche Schließung der Schulen und Kindertageseinrichtungen.  Die Umfrage beruht auf der Befragung von mehr als 1000 Bundesbürgern.

+++ 08:01 Virologe Drosten sorgt sich um Corona-Fälle bei Kindern +++
Virologe Christian Drosten hat sich in seinem NDR-Podcast erneut zu den Corona-Fällen bei Kindern geäußert: "Was wir aber in der jüngeren Statistik sehen, ist eine Zunahme in der Alterskohorte 20 bis 29 und 10 bis 19 - und, wenn man genau hinschaut, auch bei den 0 bis 9-Jährigen." Er sorgt sich deshalb vor allem um die kleinen Kinder, denn sie hätte Schwierigkeiten die Abstandsregeln einzuhalten. Aber natürlich könne man versuchen, das ein wenig zu steuern. Zur Wiedereröffnung der Schulen äußert er sich weiter: "Wir öffnen jetzt zwar mit einer niedrigen Grund-Inzidenz, aber eben doch mit einer verschobenen Situation bei den Kindern".

Drosten hatte Ende April eine Studie vorab veröffentlicht, derzufolge Kiinder genauso ansteckend sein könnten wie Erwachsene. Seine Studie trug auch zur Debatte um die Wiedereröffnungen von Schulen und Kitas bei.  

+++ 07:40 Schulschließungen könnten sich negativ in Pisa-Studie niederschlagen +++
Die wochenlangen Schulschließungen und der weiterhin nur eingeschränkte Schulbetrieb könnten sich nach Ansicht von OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher auch in den nächsten Pisa-Testergebnissen niederschlagen. Es sei gut möglich, dass die "sozialen Disparitäten" in späteren Pisa-Vergleichen weiter zunähmen, sagte Schleicher. Die Veröffentlichung der letzten Pisa-Ergebnisse vor einem halben Jahr, am 3. Dezember, hatte den Zusammenhang, wonach Schulerfolg in Deutschland stark von der sozialen Herkunft abhängt, erneut bestätigt. Schleicher schließt nun nicht aus, dass sich dieser Effekt verstärken könnte. Kinder aus wohlhabenden Familien kämen oft mit Schulschließungen zurecht. "Kinder aus ungünstigem sozialen Umfeld haben dagegen meist nur eine einzige wirkliche Chance im Leben, das sind gute Lehrer und eine leistungsfähige Schule." Ihnen fehle der Zugang zu guten Angeboten zum Online-Lernen und manchmal auch ein Platz um zu Hause in Ruhe zu lernen.

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+++ 07:13 Republikaner wollen Trumps großen Parteitag verlegen +++
Die US-Republikaner werden ihren kommenden Parteitag Präsident Donald Trump zufolge wegen zu strenger Corona-Auflagen an einen anderen Ort verlegen. Die für Ende August im Bundesstaat North Carolina geplante Großveranstaltung müsse wegen fehlender Garantien von Gouverneur Roy Cooper verlegt werden, schrieb Trump auf Twitter. Der Parteitag soll mit Blick auf die Präsidentenwahl im November eine Krönungszeremonie für Trump als Kandidat der konservativen Partei werden. Cooper hatte zuvor in einem Schreiben erklärt, dass der geplante Parteitag mit rund 19.000 Delegierten in einem Stadion angesichts der anhaltenden Coronavirus-Pandemie nur mit Einschränkungen durchführbar wäre. Ein Parteitag ohne Vorsichtsmaßnahmen wie das Tragen von Masken und einer geringeren Teilnehmerzahl erscheine derzeit "sehr unwahrscheinlich", schrieb der Gouverneur in einem bei Twitter veröffentlichten Brief an die Republikaner.

+++ 06:48 Göttingen plant nach Ausbruch Hunderte Tests in Wohnanlage +++
Wegen eines Corona-Ausbruchs nach dem Zuckerfest will die Stadt Göttingen alle Bewohner einer Wohnanlage auf Covid-19 testen lassen. Das seien bis zu 700 Personen, hatte Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler erklärt: "Die Testung wird zur Zeit vorbereitet in einer Arbeitsgruppe." Der Wohnkomplex am nördlichen Rand der Innenstadt ist laut Köhler der Schwerpunkt der Covid-19-Infektionen. Nach privaten Feiern zum muslimischen Zuckerfest sind mehrere Hundert Menschen in Quarantäne. Es handele sich um 230 Personen in Stadt und Landkreis Göttingen sowie 140 im restlichen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen, sagte die Leiterin des Krisenstabs in Göttingen, Petra Broistedt. Die Zahl der Infizierten lag zuletzt bei 80 Personen. Dieser Wert könne sich aber erhöhen, es stünden noch Testergebnisse aus.

+++ 06:31 Südkorea will Patienten mit Remdesivir behandeln +++
Südkoreas Ministerium für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit lässt den Import des Medikaments Remdesivir zur Behandlung von Covid-19 zu. Das Ministerium erklärt, es werde mit den Zentren für Seuchenbekämpfung und -prävention, weiteren Ministerien und dem Hersteller Gilead Sciences zusammenarbeiten, um das Medikament so schnell wie möglich zu importieren. Vergangene Woche war ein Regierungsgremium zu dem Schluss gekommen, dass Remdesivir positive Ergebnisse bei der Behandlung der neuartigen Lungenkrankheit erziele.

+++ 06:08 Italien öffnet Grenzen für Bürger der EU +++
Nach rund drei Monaten mit strengen Corona-Beschränkungen sind Italiens Grenzen wieder für Urlauber geöffnet. Die Reisefreiheit gilt seit Mittwoch für Menschen aus den anderen 26 EU-Ländern sowie weiteren Staaten wie Großbritannien, Norwegen und der Schweiz. Eine Virus-Quarantäne von zwei Wochen entfällt damit. Außerdem dürfen die Italiener selbst wieder unbeschränkt zwischen den 20 Regionen hin- und herfahren. Das Verlassen der eigenen Region war lange stark eingeschränkt gewesen. Bisher duften zum Beispiel Menschen aus Rom nur ausnahmsweise in die Toskana fahren. Sie mussten dann eine schriftliche Selbsterklärung über ihre wichtigen Gründe parat haben. Auch Ausländer durften während der Corona-Sperren nur mit triftigem Grund einreisen, etwa wegen einer Arbeit.

+++ 05:37 Tausende Betrugsverdachsfälle bei Corona-Subventionen +++
In den Bundesländern gibt es Tausende Verdachtsfälle auf Betrug im Zusammenhang mit Corona-Soforthilfen. Die Zentralstelle für Finanztransaktionsuntersuchungen (FIU) teilt auf eine Anfrage der "Bild" mit, dass sie in den vergangenen neun Wochen knapp 5000 Meldungen mit möglichen Bezügen zu Covid-19 erhalten habe, davon rund 4100 Meldungen mit einem Hinweis auf das betrügerische Erlangen von Soforthilfen. Allein in Niedersachen würde demnach die Polizei aktuell in 70 Fällen ermitteln, schreibt das Blatt. Der daraus resultierende Schaden belaufe sich auf knapp 450.000 Euro. Nach Angaben des Bundeswirtschaftsministeriums wurden bislang rund 2,1 Millionen Anträge im Rahmen der Soforthilfe für Solo-Selbstständige, Freiberufler und kleine Unternehmen mit bis zu 10 Mitarbeitern gestellt und rund 13,1 Milliarden Euro bewilligt.

+++ 05:20 Maduro und Guaidó gehen gemeinsam gegen Corona-Krise vor +++
In Venezuela verständigen sich Staatschef Nicolás Maduro und sein Widersacher Juan Guaidó auf ein gemeinsames Vorgehen in der Corona-Krise. Maduro und Guaidó wollen zusammen und unter Beteiligung der Panamerikanischen Gesundheitsorganisation nach Finanzmitteln zur Bekämpfung des Coronavirus suchen, hieß es in einer im Staatsfernsehen verlesenen Erklärung. Die Vereinbarung zwischen dem Präsidenten und dem Oppositionschef ist erstaunlich, da beide seit mehr als einem Jahr in einen erbitterten Machtkampf verstrickt sind. Guaidó beansprucht das Amt des Staatschefs für sich. Anfang 2019 rief er sich zum Übergangspräsidenten aus.

+++ 04:48 RKI meldet 342 Neuinfektionen in Deutschland +++
Die Gesundheitsämter in Deutschland melden dem Robert Koch-Institut (RKI) 342 Corona-Infektionen binnen eines Tages. Damit haben sich seit Beginn der Corona-Krise 182.370 Menschen in Deutschland nachweislich mit Sars-Cov-2 angesteckt. Bislang starben nach RKI-Angaben in Deutschland 8551 nachweislich mit dem Virus Infizierte, damit steigt die Zahl der gemeldeten Toten innerhalb von 24 Stunden um 22. Etwa 167.300 Menschen haben die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden, das sind 800 mehr als noch einen Tag.

+++ 04:27 Erhöhter Krankenstand kostet Arbeitgeber 1,6 Milliarden +++
Wegen eines sprunghaften Anstiegs der Krankmeldungen in der Corona-Krise müssen die Arbeitgeber im laufenden Jahr rund 1,6 Milliarden Euro zusätzlich für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall hinblättern. Das geht aus einer noch unveröffentlichten Studie des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die der "Rheinischen Post" vorliegt. Dem Bericht zufolge hätten sich seit Anfang März ungewöhnlich viele Arbeitnehmer krankgemeldet. Das Wirtschaftsforschungsinstitut führe dies vor allem auf die vom 9. März bis Ende Mai geltende Sonderregelung der telefonischen Krankschreibungen zurück. Der von der gesetzlichen Krankenversicherung festgestellte Krankenstand sei daraufhin von 4,5 Prozent der Versicherten am 1. März auf 6,5 Prozent am 1. April in die Höhe geschnellt.

+++ 03:52 Corona-Krise könnte gesellschaftlichen Aufbruch bringen
Der Hirn- und Entwicklungsforscher Gerald Hüther rechnet zumindest bei einem Teil der Bevölkerung nach der Corona-Krise mit positiven Veränderungen. "Nach der Corona-Pandemie könnte sogar ein gesellschaftlicher Aufbruch stattfinden", sagt Hüther den Zeitungen der "Funke Mediengruppe". Sicher werde ein Großteil der Gesellschaft zu seinem Leben zurückkehren – "aber die Anzahl der Menschen, die ihr Leben künftig nicht mehr so weiterführen wollen, ist gewachsen." Während der Krise würden Menschen aus ihren üblichen Mustern und Abläufen herausgeworfen. "Die meisten haben bestimmte Pflichten, Regeln und Denkmuster, der ganze Tag ist durchfunktionalisiert." Doch in der Krise veränderte sich der Blick auf manche Dinge und Werte. Etwa Reichtum, Ansehen und Macht seien im Lichte der Corona-Pandemie nutzlos, so der frühere Professor für Neurobiologie der Universität Göttingen. Hüther schätzt, dass zwei Drittel der Bevölkerung einfach in ihren Alltag zurückkehren und etwa ein Drittel etwas ändern wollten - und dieses Drittel werde sich bemerkbar machen.

+++ 03:11 Mexiko meldet größten Anstieg an Neuinfektionen +++
Mexikanische Gesundheitsbehörden melden mit 3891 Fällen binnen 24 Stunden die höchste Zahl neuer Infektionen innerhalb eines Tages. Weitere 470 Menschen sind nach offiziellen Angaben dem Virus erlegen. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Fälle auf 97.326 und 10.637 Todesfälle. Die Gesundheitsbehörden vermuten, dass die Dunkelziffer deutlich höher liegt.

+++ 02:44 US-Topexperte Fauci: Seit Wochen kein Kontakt mit Trump +++
Anthony Fauci, Chef des US-Instituts für Infektionskrankheiten und das Gesicht der "Corona Task Force" im Weißen Haus, steht seit mehreren Wochen schon nicht mehr in Kontakt mit Präsident Donald Trump. Die Treffen mit Trump hätten sich "dramatisch verringert", sagt Fauci vor Reportern. Er befürchte, dass die Task Force kalt gestellt worden sei. Fauci hat zuvor mehrfach darauf hingewiesen, dass der Coronavirus-Ausbruch in den USA noch nicht unter Kontrolle sei.

+++ 02:03 Greenpeace-Aktive demonstrieren am Reichstagsgebäude +++
Vor den heutigen Verhandlungen über umfangreiche Wirtschaftshilfen, protestieren Aktivistinnen und Aktivisten von Greenpeace für ein ökologisches Konjunkturprogramm. "Kein Geld für Gestern!" projizieren sie in metergroßen Lettern auf die Fassade des Reichstagsgebäudes und appellieren an die Bundesregierung, den Klimaschutz ins Zentrum der geplanten Corona-Hilfen zu stellen. "Die Bundesregierung muss die Chance nutzen, die Wirtschaft mit diesem Konjunkturpaket in eine klimaschonende und damit sichere Zukunft zu steuern", sagt Greenpeace-Sprecherin Sonka Terfehr. "Kein Euro an Konjunkturhilfen darf in alte, klimaschädliche Geschäftsmodelle fließen."

+++ 01:31 Rund 30.000 Neuinfektionen und über 1200 Tote in Brasilien +++
In Brasilien sind in den vergangenen 24 Stunden mehr Menschen dem neuartigen Coronavirus erlegen als bislang täglich zuvor. Das Gesundheitsministeriums bestätigt 1262 Todesfälle und 28.936 weitere Infektionen. In dem lateinamerikanischen Land gibt es inzwischen insgesamt 555.383 bestätigte Coronavirus-Fälle, 31.199 Menschen sind an den Folgen von Covid-19 verstorben. Bislang gibt es keine Anzeichen für eine Verlangsamung des Ausbruchs in Lateinamerikas größtem Land.

+++ 00:47 Kompletter ukrainischer Fußballklub muss in Quarantäne +++
In der Ukraine wird eine komplette Fußballmannschaft unter Quarantäne gestellt, nachdem insgesamt 25 Spieler und Mitarbeiter des Vereins positiv auf das neuartige Coronavirus getestet wurden. Wie die erste Fußball-Liga des Landes mitteilt, muss sich der Klub Karpaty Lwiw "für mindestens zwei Wochen" in Quarantäne begeben. Die Infizierten befinden sich demnach bereits in häuslicher Isolation. Der Klub setzte das Training bis auf weiteres aus. Zwei für Mitte Juni geplante Spiele wurden verschoben. Insgesamt wurden nach Angaben des Klubs 65 Spieler und Mitarbeiter auf Sars-CoV-2 getestet. Der Verein ruft auch andere Fußballklubs dazu auf, Spieler und Mitarbeiter zu testen.

+++ 00:08 Koalitionsspitzen vertagen Verhandlungen über Konjunkturpaket +++
Die Spitzen der schwarz-roten Koalition vertagen ihre Beratungen über das milliardenschwere Paket zur Stärkung der Konjunktur nach rund neun Stunden. Wegen des großen Beratungsbedarfs soll an heutigen Mittwoch gegen 10.00 Uhr nach der Kabinettssitzung weiterverhandelt werden. Einige der strittigsten Punkte wie eine mögliche Prämie beim Autokauf oder Hilfen für die Kommunen wie eine Altschuldenregelung sollten erst am Ende beraten werden.

+++ 23:44 Lettland öffnet Grenzen für Europäer +++
Nach Estland und Litauen öffnet auch Lettland seine Grenzen wieder für die Bürger zahlreicher europäischer Länder. Reisende aus mehr als 20 europäischen Staaten dürfen ab Mittwoch wieder in Lettland einreisen, ohne sich in eine zweiwöchige Quarantäne begeben zu müssen, sagt Ministerpräsident Krisjanis Karins. Staaten wie Großbritannien und Schweden, in denen die Corona-Infektionsrate weiterhin hoch ist, sind von der Lockerung ausgenommen. Für den Reiseverkehr geschlossen bleiben die Grenzen zudem zu den Nachbarstaaten Russland und Belarus.

+++ 23:15 Zoom profitiert von Corona-Krise +++
In Zeiten der Corona-Krise schraubt der US-Videokonferenzdienst Zoom seinen Umsatz deutlich nach oben. Der Trend zum Homeoffice und zu Videokonferenzen schiebt den Erlös im abgelaufenen Quartal an, er springt auf 328 Millionen von 122 Millionen Dollar. Unterm Strich weist Zoom einen Gewinnsprung auf 27 Millionen von 0,2 Millionen Dollar im vergleichbaren Vorjahreszeitraum aus. Im laufenden Geschäftsjahr 2020/2021 geht das Unternehmen nun von einem Erlös von bis zu 1,8 Milliarden Dollar aus, nach 622 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Damals war der Umsatz bereits fast 90 Prozent gewachsen.

Zoom
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+++ 22:17 Trump will Parteitag als Großveranstaltung - Gouverneur rebelliert +++
Der demokratische Gouverneur des US-Bundesstaats North Carolina weist die Forderung von US-Präsident Donald Trump zurück, den Republikaner-Parteitag im August ohne Beschränkungen über die Bühne bringen zu können. In einem Brief an die republikanische Parteispitze führt Roy Cooper aus, wegen der unklaren Entwicklung rund um das Coronavirus sei es notwendig, eine kleinere Veranstaltung zu planen mit weniger Teilnehmern, Abstandsregeln und Maskenvorschrift. Auf dem Parteitag will Trump offiziell den Präsidentschaftswahlkampf einläuten. Er hat damit gedroht, die Großveranstaltung, zu der Tausende Delegierte erwartet werden, in einen anderen Bundesstaat zu verlegen, sollte sie etwa durch Abstandsregeln eingeschränkt werden.

+++ 21:55 Frankreich meldet wieder stärker wachsende Todeszahlen +++
Erstmals seit 13 Tagen sind in Frankreich wieder mehr als 100 Corona-Tote binnen eines Tages registriert worden. Die Gesamtzahl der Verstorbenen kletterte nach Angaben des Gesundheitsministeriums um 107 auf 28.940.

+++ 21:30 Zu hoher R-Wert: Berliner Corona-Ampel springt auf Rot +++
In Berlin steht die Corona-Ampel für den R-Wert auf Rot. Die Reproduktionsrate liegt zum dritten Mal in Folge über dem Grenzwert von 1,2. „Zwar ist die Reproduktionszahl Schwankungen ausgesetzt, aber auch die Zahl der Neuinfektionen nimmt zu, sodass man doch eine Trendwende erkennen muss“, kommentiert Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci die aktuellen Zahlen. Die beiden anderen Ampeln (Zahl der Neuinfektionen und Auslastung der Intensivbetten) stehen derzeit auf Grün. Erst wenn zwei der drei Ampeln auf Rot stünden, sei die Umsetzung von Maßnahmen erforderlich, heißt es in einer Pressemitteilung der Senatsverwaltung.

Hinweis: Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, bad/ibu/dpa/rts/AFP/sid