Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:37 Brasilien meldet über 33.000 neue Infektionen +++

Während in Brasilien heute die ersten Impfdosen verabreicht wurden, breitet sich das Virus in dem Land weiter rasant aus. Das Gesundheitsministerium meldet 33.040 Neuinfektionen binnen eines Tages. Offiziell haben sich damit 8,48 Millionen Menschen in dem Land mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Todesfälle legte um 551 auf 209.847 zu.

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+++ 22:44 Söder bringt Grenzkontrollen ins Spiel +++
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder schließt Grenzkontrollen zur Pandemie-Bekämpfung nicht aus: "Am besten wäre eine einheitliche europäische Strategie in der Corona-Bekämpfung", sagte der CSU-Chef der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Sollte dies weiter nicht gelingen, wären Grenzkontrollen sinnvoll." Das habe schon im Frühjahr effektiv geholfen. "Es dauert ja auch nicht ewig. Wenn mehr Impfstoff da ist, kann sich die Situation rasch verbessern", fügte Söder hinzu.

+++ 21:54 Zahl der Neuinfektionen auf Wochensicht rückläufig +++
Am Sonntagabend erlauben wir uns einen Blick zurück auf die Woche: Es zeigt sich dabei ein deutlicher Rückgang bei den Neuinfektionen. Die Bundesländer meldeten 121.676 neue Fälle, in der Vorwoche waren es noch 144.752 Meldungen. Einen niedrigeren Wochenwert gab es zuletzt Ende Oktober 2020. Die Zahl der gemeldeten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus waren in dieser Woche dagegen erneut sehr hoch, insgesamt 6027. In der Vorwoche waren 6179 Todesfälle zu beklagen. Hier die Daten im Überblick:

+++ 21:29 Oberbayern beklagt zwei Ausbrüche in Altenheimen +++
In einem Altenheim in Benediktbeuern hat es eine neue Corona-Masseninfektion gegeben. Sechzehn Bewohnerinnen und Bewohner haben sich mit dem Erreger angesteckt, weitere sieben Infektionen gibt es beim Personal, wie das Landratsamt von Bad Tölz und Wolfratshausen mitteilte. Drei Menschen waren so krank, dass sie stationär behandelt wurden. Die Behörden verhängten Besuchsverbot, neue Bewohner werden vorerst nicht aufgenommen. Zuvor hatte es schon im nahe gelegenen Geretsried einen ähnlichen Fall in einem Altenheim gebeben. Dort stieg die Zahl der Infektionen seit Freitag auf insgesamt 21 am Sonntag.

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Historischer Moment: Mônica Calazans wird geimpft.

(Foto: REUTERS)

+++ 21:11 Nach Notzulassung: Erste Brasilianierin geimpft +++
Das ging schnell: Nach der Notfallzulassung der Corona-Impfstoffe von Sinovac und Astrazeneca durch die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien, Anvisa, ist die erste Brasilianerin geimpft worden. Dies ging aus einer Mitteilung der Regierung des Bundesstaates São Paulo am Sonntag hervor. Demnach bekam die Krankenschwester Mônica Calazans, 54, in dem Hospital das Clínicas in São Paulo den Impfstoff Coronavac des chinesischen Unternehmens Sinovac gespritzt, mit dem der Bundesstaat São Paulo ein Abkommen hat.

+++ 20:39 Deutschland meldet knapp 13.000 Neuinfektionen und 319 Todesfälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.043.371 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 12.851 neue Fälle hinzu. Das sind 2961 Fälle weniger als am vergangenen Sonntag gemeldet wurden. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 319 auf 46.821. Als aktuell infiziert gelten rund 312.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,07 angegeben (Vortag: 0,99). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 107 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,93 (Vortag: 0,95).

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 4971 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2835 davon werden beatmet. Rund 4950 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 20:01 Brasilien erteilt Vakzinen von Sinovac und Astrazeneca Notzulassung +++
Die Nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung in Brasilien, Anvisa, hat den Corona-Impfstoffen von Sinovac und Astrazeneca jeweils eine Notfallzulassung erteilt. Fünf Direktoren stimmten in einer live übertragenen, fünf Stunden dauernden Sitzung am Sonntag geschlossen dafür. Von dem Impfstoff Coronavac des chinesischen Unternehmens Sinovac, mit dem die Regierung des Bundesstaates São Paulo ein Abkommen hat, sind sechs Millionen Dosen verfügbar. Ein Versuch der brasilianischen Regierung, zwei Millionen Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca aus Indien zu holen, war am Freitag zunächst gescheitert.

+++ 19:02 Strengere Test-Pflicht auch für Einreisen aus Brasilien +++
Auch für Einreisen aus Brasilien gelten in Deutschland bald besonders strenge Corona-Testpflichten. Wie aus einer am Sonntagabend aktualisierten Übersicht des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervorgeht, gilt Brasilien von diesem Dienstag an als ein Gebiet, in dem neue Virus-Varianten mit wohl besonderen Risiken kursieren. Wer in den letzten zehn Tagen vor der Einreise in einem solchen Gebiet war, muss schon vor der Einreise ein negatives Corona-Testergebnis haben und es auch der Fluggesellschaft vorlegen können. Als solche Gebiete gelten bisher schon Großbritannien, Irland und Südafrika.

+++ 18:30 Auf Gran Canaria und Lanzarote gelten schärfere Regeln +++
Auf den bei deutschen Urlaubern gerade im Winter beliebten Kanareninseln Gran Canaria und Lanzarote gelten ab Montag verschärfte Corona-Maßnahmen. So wird der Beginn der nächtlichen Ausgangssperre ab Montag um eine Stunde auf 22.00 Uhr vorgezogen, Zusammenkünfte mit Menschen aus anderen Haushalten sind untersagt, Gaststätten dürfen nur noch im Freien servieren und Sport ist nur noch unter freiem Himmel ohne Kontakt zu anderen erlaubt, wie der TV-Sender Canarias7 und die Zeitung "El País" am Sonntag berichteten. Die Maßnahmen auf den beiden zu Spanien gehörenden Inseln vor der Westküste Afrikas gelten zunächst für 14 Tage. Auf der Kanareninsel Teneriffa hingegen sei die Zahl der Corona-Infektionen rückläufig, weshalb die dortige Ausgangssperre nun erst eine Stunde später ab 23.00 Uhr gelte.

+++ 17:37 Bund und Länder planen Ausgangssperre und "Homeoffice-Pflicht light" +++
Bund und Länder wollen laut "Business Insider" bundesweit eine nächtliche Ausgangssperre einführen. Offen sei lediglich noch, von wann bis wann eine solche Ausgangssperre gelten und ob sie erst ab einer bestimmten Inzidenz in Kraft treten solle, berichtete das Magazin unter Berufung auf Angaben aus Regierungskreisen. Zudem sei eine Vorgabe im Gespräch, wonach beim Einkaufen und im öffentlichen Nahverkehr nur noch die qualitativ hochwertigeren FFP2-Masken getragen werden dürfen, gegebenenfalls aber auch die einfacheren OP-Masken. Für Betriebe und Verwaltungen solle es "eine Art Homeoffice-Pflicht light" geben. Demnach soll, wo dies möglich ist, Home Office angeboten werden müssen. Vom Tisch sei eine zwischenzeitlich diskutierte Reduzierung des Bus- und Bahnverkehrs. Schulen und Kitas sollen dem Bericht zufolge vorerst weitgehend geschlossen bleiben.

+++ 17:12 Kita-Elternvertreter: Kinderbetreuung und Homeoffice nicht vereinbar +++
Die Bundeselternvertretung für Kitas - kurz Bevki - wendet sich zwei Tage vor den neuerlichen Bund-Länder-Beratungen zu den Corona-Maßnahmen gegen weitere Belastungen. "Für Familien mit Kindern ist jetzt eindeutig die Grenze der Belastbarkeit erreicht", erklärte Bundeselternsprecher Axel Briege. "Weitergehende Maßnahmen zur Pandemieeindämmung müssen nun von anderen, stärkeren Partnern mitgeschultert werden." Die Elternvertretung unterbreitete ihre Forderungen in einem Offenen Brief an Bundeskanzlerin Merkel und die Abgeordneten des Bundestages. Sie verlangte darin eine bessere Unterstützung der arbeitnehmenden Elternteile durch zusätzliche, vom Bund finanzierte Urlaubstage, die Neuauflage des Corona-Kinderbonus in Höhe von 1000 Euro pro Kind und Monat und die verbindliche Festlegung auch für Unternehmen, dass die Betreuung von Kindern nicht zeitgleich mit dem Homeoffice zu vereinbaren sei.

+++ 16:20 Epidemiologe: Lockdown noch mindestens sechs Wochen nötig +++
Ein wenig sind die Corona-Zahlen seit Weihnachten schon gesunken, doch nach Experteneinschätzung wird der Lockdown noch eine Weile nötig sein. Entscheidend für seine Dauer sind nach Ansicht des Bremer Professors Hajo Zeeb vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie eine Trendwende mit deutlich sinkenden Corona-Zahlen, gleichzeitig intensives Testen und besonders die breite Akzeptanz sowie erfolgreiche Durchführung der Impfung. "Da gerade der letzte Teil noch dauert nach den letzten Nachrichten, gehe ich von mindestens weiteren sechs bis acht Wochen aus." Falls eine Trendwende vorher gelinge, könnte auch vorher schon etwas geändert werden - "aber immer mit vorsichtigen und gut monitorierten Lockerungen".

+++ 15:31 Belgisches Pflegeheim erlebt Ausbruch mit mutierter Variante - 75 Fälle +++
In einem Altenheim Belgien sind zahlreiche Bewohner mit dem zuerst in England entdeckten mutierten Coronavirus infiziert worden. In dem Heim "De Groene Verte" in Merkem im Westen Flanderns seien 75 Menschen - zwei Drittel aller Bewohner - positiv auf den neuen Virustyp getestet worden, meldete die Nachrichtenagentur Belga. Alle gesellschaftlichen Aktivitäten in der Gemeinde seien nun untersagt. Nur Schulen, Kitas und medizinische Dienste blieben geöffnet. Im übrigen Gebiet der Gemeinde stieg die Zahl der Fälle auf 53 an. "Der Ursprung des Ausbruchs ist noch unbekannt, aber wir sind jetzt bei der Kontaktnachverfolgung", sagte Bürgermeister Joris Hindryckx nach Angaben von Belga. Nach wochenlangem Rückgang sind die täglichen Corona-Fallzahlen in Belgien zuletzt wieder deutlich gestiegen.

+++ 14:44 Patientenschützer: Maas beginnt "Gespenster-Diskussion" +++
Die Deutsche Stiftung Patientenschutz kritisiert Außenminister Heiko Maas scharf für den Vorschlag, Menschen mit Corona-Impfung früher als anderen den Besuch von Restaurants oder Kinos zu erlauben. Vorstand Eugen Brysch sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, Maas befeuere eine "Gespenster-Diskussion" über Impf-Privilegien. Es gebe zu wenig Impfstoff. "Bei der Organisation des Impfangebots hapert es. Auch weiß heute niemand, ob ein Geimpfter das Virus weitergeben kann." Als Außenminister sei Maas zudem nicht zuständig für das Thema.

+++ 14:02 Gesundheitsministerium: Keine Ausnahmen für Geimpfte +++
Das Bundesgesundheitsministerium hat einen Vorstoß von Außenminister Heiko Maas zurückgewiesen, geimpften Menschen Ausnahmen von Corona-Beschränkungen zu ermöglichen. "Eingriffe in Freiheitsrechte müssen immer gut begründet sein", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums auf Anfrage in Berlin. "Aber solange nicht klar ist, ob ein Geimpfter das Virus übertragen kann, kann es keine Ausnahmen geben." Maas hatte gefordert, Geimpften früher als anderen den Besuch von Restaurants oder Kinos zu erlauben.

+++ 13:56 Studie zu Anti-Corona-Maßnahmen und Einkommen +++
Während der Pandemie haben Menschen mit hohem Einkommen häufiger auf soziale Distanzierung und Hygienemaßnahmen geachtet. Dies geht aus einer Untersuchung unter US-Amerikanern hervor, deren Ergebnisse jetzt im Journal of Population Economics veröffentlicht wurden. Ein Grund seien die schlechteren Wohn- und Arbeitsverhältnissen bei den unteren Einkommensschichten. Diese hatten in der Regel seltener die Möglichkeit zur Arbeit im Homeoffice. An der repräsentativen Umfrage hatten Mitte April 1.000 Erwachsene aus den Bundesstaaten Texas, Florida, Kalifornien und New York teilgenommen. Sie war Teil einer internationalen Studie, die auch in China, Großbritannien, Italien, Japan und Südkorea durchgeführt wurde.

+++ 13:17 Polizei löst Hochzeitsfeier in Berlin auf +++
Wegen Verstößen gegen die Corona-Regeln hat die Polizei in Berlin-Mitte eine Hochzeitsfeier mit 60 Menschen aufgelöst. Durch einen Anrufer wurden die Beamten am Samstagabend auf die Gesellschaft in einer Wohnung aufmerksam, wie ein Sprecher am Sonntag mitteilte. "Wir haben die Menschen aufgefordert, sich in ihre Wohnungen zu begeben", sagte der Sprecher. Es seien alle Personalien sowie 56 Verstöße gegen den Infektionsschutz notiert worden. "Hier haben sich deutlich mehr Menschen getroffen als nur aus einem fremden Haushalt."

+++ 12:50 Linkes Bündnis demonstriert in Hamburg +++
In Hamburg sind rund 780 Linke gegen die Corona-Politik auf die Straße gegangen. Sie versammelten sich nach Angaben eines Polizeisprechers vor der Roten Flora in der Hamburger Schanze. Anschließend zogen sie in vier Blöcken in Richtung des Neuen Pferdemarkts. Die Demonstration verlief zunächst friedlich, wie der Sprecher berichtete. "Wir werden nicht zulassen, dass die Corona-Krise auf dem Rücken jener abgewälzt wird, die im Kapitalismus eh schon die Zeche zahlen: Frauen, Migranten, Arbeiter", sagte die Aktivistin der Roten Flora, Svenja Lorelai. Das linke Bündnis fordere, dass reiche Menschen für die Krise zahlen.

+++ 12:09 Tod einer 90-Jährigen steht wohl nicht mit Impfung in Zusammenhang +++
Der Tod einer 90-jährigen Frau in einem Seniorenheim in Weyhe im Landkreis Diepholz hat laut Staatsanwaltschaft Verden nichts mit einer vorherigen Corona-Impfung zu tun. Die Rechtsmedizin habe keinen Zusammenhang festgestellt, teilte der Landkreis mit. Eine abschließende Bewertung durch das Paul-Ehrlich-Institut bleibe aber abzuwarten. Das für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel zuständige Bundesinstitut im hessischen Langen hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass es bislang zehn Todesfälle kurz nach einer Corona-Impfung prüfe. Ein Zusammenhang gilt den Experten zufolge aber als eher unwahrscheinlich.

+++ 11:23 Zwangseinweisungen für Quarantäneverweigerer +++
Mehrere Bundesländer wollen schärfer gegen hartnäckige Quarantäneverweigerer vorgehen. Das berichtet die "Welt am Sonntag". Neben hohen Bußgeldern droht bei Missachtung der geltenden Bestimmungen künftig im Extremfall die Zwangseinweisung in zentrale Sammelstellen, Kliniken oder Jugendarrestanstalten. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 11:08 Lockerungen in Großbritannien ab März denkbar +++
Großbritannien hofft, ab März auf Lockerungen der Corona-Beschränkungen. "Wir wollen den Lockdown so schnell wie möglich beenden", sagt Außenminister Dominic Raab dem TV-Sender Sky News. Ab März sollte sich das Land hoffentlich in einer Lage befinden, die Entscheidungen dazu ermöglichten. Es könne natürlich nicht alles auf einmal gelockert werden, sondern müsse schrittweise geschehen, sagt Raab. In keinem anderen Land in Europa sind so viele Menschen in Zusammenhang mit dem Coronavirus gestorben wie in Großbritannien.

+++ 10:17 Corona-Impftermin-Rechner gibt Zeitraum an +++

Zu den angelaufenen Covid-19-Impfungen gibt es viele Fragen. Unter anderem, ab wann man sich impfen lassen kann. Zwei Absolventen haben deshalb einen Corona-Impfrechner entwickelt. Nach der Eingabe persönlicher Parameter errechnet das Tool von Philip Maus und Bogna Szyk einen voraussichtlichen Zeitraum, indem man geimpft werden könnte. Zu finden ist der Rechner hier.

+++ 09:56 RKI meldet knapp 14.000 Neuinfektionen +++

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) knapp 14.000 Corona-Neuinfektionen und 445 weitere Todesopfer gemeldet. Wie das RKI mitteilte, stieg die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden um 13.882 auf 2.033.518 Fälle. Die Zahl der Corona-Toten stieg auf insgesamt nun 46.419 Fälle. Am Wochenende fallen die Zahlen in der Regeln niedriger aus, da nicht alle Gesundheitsämter ihre Zahlen an das RKI melden und insgesamt weniger Tests vorgenommen und ausgewertet werden.

Bei der Überschrift ist es zunächst zu einer falschen Angabe bei den Neuinfektionen gekommen. Wir bitten das zu entschuldigen.

+++ 09:32 In Italien dürfen manche Museen wieder öffnen +++
Trotz verlängerter Corona-Beschränkungen in Italien können ab Montag in einigen Regionen des Mittelmeerlandes Museen und Ausstellungen wieder von Montag bis Freitag öffnen. Diese Regel gelte für die sogenannten Gelben Zonen, in denen die Corona-Lage weniger angespannt ist als im Rest des Landes, wie aus dem von Ministerpräsident Giuseppe Conte unterschrieben Dekret hervorgeht. Das sind gute Nachrichten beispielsweise für die in diese Zone eingeteilte Region Kampanien. Dort ist auch der archäologische Park zur der versunkenen Pompeji. Er gehört zu Italiens beliebtesten Touristen-Attraktion.

+++ 09:10 Intensivpatient stirbt wegen Kliniküberlastung in Tel Aviv +++

Ein Corona-Intensivpatient ist in Israel gestorben, nachdem die Verbindung mit seinem Beatmungsgerät unterbrochen wurde, ohne dass das medizinische Personal dies bemerkte. Das Ichilov-Krankenhaus in Tel Aviv begründete dies mit sehr hoher Arbeitsbelastung. "Der Beatmungsschlauch hatte sich abgetrennt", sagte ein Sprecher zu dem Vorfall. "Angesichts einer großen Menge gleichzeitiger Alarme auf der Intensivstation war das Team mit der Behandlung anderer Fälle beschäftigt und hat dies erst nach einigen Minuten bemerkt". Der 47-jährige Mann hatte fünf Kinder. Die Klinik will nun die Zahl der Betten auf der Corona-Station verringern und mehr Personal einsetzen

+++ 08:39 Knapp 400.000 Menschen starben in den USA an Corona +++
Die Zahl der Coronavirus-Infektionen in den USA ist binnen 24 Stunden um mindestens 221.828 Fälle gestiegen . Das geht aus offiziellen Daten hervor. Mindestens 3273 weitere Menschen starben an oder mit dem Virus. Die Zahl der Todesfälle erhöhte sich damit auf 395.564. Die USA weisen weltweit die meisten Infektionen und Todesfälle auf.

+++ 07:50 Die aktuellen Fallzahlen des RKI verspäten sich +++
Täglich meldet das Robert-Koch-Institut die aktuellen Zahlen über Sars-CoV-2-Neuinfektionen und gibt die Zahl der mit oder an Covid-19 Gestorbenen bekannt. Heute muss auf den aktuellen Corona-Lagebericht noch etwas gewartet werden. Am Wochenende melden viele Gesundheitsämter keine Daten.

+++ 07:34 Schleicher spricht sich für Öffnung von Kita und Grundschulen aus +++
Der Verantwortliche für die internationalen Pisa-Studien, Andreas Schleicher, plädiert trotz der hohen Corona-Zahlen für die Öffnung von Grundschulen und Kindergärten. "Selbst in der gegenwärtigen Infektionslage habe ich wenig Verständnis dafür, dass Grundschulen und Kindergärten flächendeckend geschlossen werden", sagt der Leiter des Direktorats Bildung bei der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

+++ 06:58 Altmaier will Corona-Hilfen erhöhen und Zugang vereinfachen +++
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier plant angesichts von Antrags- und Auszahlungsschwierigkeiten bei den Corona-Hilfen für Unternehmen eine deutliche Vereinfachung der Anträge und eine kräftige Erhöhung der Hilfen. Für den Erhalt der Überbrückungshilfen III solle künftig nur noch ein Kriterium gelten, berichtet "Der Spiegel". Sie müssten wegen der Corona-Pandemie im antragsberechtigten Monat einen Umsatzrückgang von mindestens 30 Prozent erlitten haben.

Die monatlichen Hilfssummen sollen dem Bericht zufolge angehoben werden: Betriebe, die unmittelbar von Schließungen betroffen sind, sollten bis zu 1,5 Millionen Euro vom Bund bekommen, statt derzeit maximal 500.000 Euro. Alle anderen Betriebe könnten bis zu eine Million erhalten, so das Magazin. Bislang ist dieser Betrag bei 200.000 Euro gedeckelt. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 05:57 Polizei sprengt Party in Bar mit 24 Gästen +++
Die Polizei hat eine Feier mit 24 Menschen in einer Bar im südhessischen Höchst aufgelöst. Die Beamten hatten beobachtet, wie mehrere Personen am Samstagabend durch den Hintereingang herein- und herauskamen, teilte die Polizei mit. Bei der anschließenden Kontrolle entdeckten sie die Gruppe, die sich trotz der geltenden Corona-Regeln zum Feiern traf. Keiner der Beteiligten trug eine Mund-Nasenbedeckung und auch die coronabedingten Abstände wurden nicht eingehalten. Alle müssen nun mit einer Anzeige rechnen. Da sich niemand als Inhaber der Bar zu erkennen gab, wurde das Lokal durch die Polizei geschlossen.

+++ 04:53 Zahl der Infektionen in China sinkt nach 10-Monats-Hoch erneut +++
In China ist die Zahl der Neuinfektionen den zweiten Tag in Folge gesunken. Binnen 24 Stunden wurden 109 neue Covid-19-Fälle bekannt, wie die Gesundheitsbehörde in Peking mitteilte. Tags zuvor waren es 130, nachdem am Freitag noch mit 138 der höchste Wert seit dem 1. März 2020 gemeldet wurde. Die Gesamtzahl der bestätigten Corona-Fälle liegt den offiziellen Angaben zufolge nunmehr bei 88.227. Die Zahl der Todesfälle blieb mit 4635 unverändert. Die Behörden haben im Januar mehr als 28 Millionen Menschen unter häusliche Quarantäne gestellt, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen.

+++ 03:50 Bayer-Konzern will bei Impfstoff-Produktion helfen +++
Vor dem Hintergrund der Knappheit an Impfstoffen in Deutschland und weiteren Ländern hat der Pharmakonzern Bayer Unterstützung zugesagt. "Wir sind bereit, dafür alle Hebel in Bewegung zu setzen", sagte Bayer-Chef Werner Baumann der Zeitung "Welt am Sonntag". "Wir prüfen intensiv, ob wir neben der bereits vereinbarten Entwicklung und Bereitstellung des Impfstoffs auch bei der Produktion helfen können", fügte er hinzu. Es gehe dem Bayer-Konzern dabei nicht primär um finanzielle Überlegungen, versicherte der Konzernchef. Vielmehr wolle sein Unternehmen dazu beitragen, den Impfstoff so schnell wie möglich verfügbar zu machen.

+++ 02:58 Städte- und Gemeindebund gegen strengeren Lockdown +++
Der Städte- und Gemeindebund warnt vor überzogenen Corona-Maßnahmen. Zwar sei eine Verlängerung des Lockdowns angesichts der Infektionslage notwendig, sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der geforderte "Mega-Lockdown" sei allerdings "keine Lösung und könnte die unverzichtbare Akzeptanz der Menschen für die zahlreichen Maßnahmen gefährden". "Da der Lockdown nun schon Wochen anhält, sollte man sich nicht für eine generelle Schließung von Schulen und Kitas entscheiden, sondern zumindest eine Notbetreuung sicherstellen", forderte Landsberg.

+++ 01:47 Bericht: Deutsche Bahn prüft FFP2-Maskenpflicht +++
Die Deutsche Bahn prüft einem Zeitungsbericht zufolge die Einführung einer FFP2-Maskenpflicht in ihren Regional- und Fernzügen. Demnach seien bis April bereits vorsorglich zehn Millionen Masken bei Herstellern bestellt worden, wie die "Bild am Sonntag" unter Berufung auf einen internen Bericht schreibt. Bislang gilt in den Zügen der Deutschen Bahn nur die Verpflichtung zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung. FFP2-Masken sind dichter als herkömmliche Mund-Nase-Masken und bieten daher mehr Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus. Allein für die 40.000 Mitarbeiter mit Kundenkontakt werde mit einem täglichen Bedarf von 80.000 Masken gerechnet. Sollten Masken an Reisende verkauft und ausgegeben werden, würden täglich 6,6 Millionen Stück benötigt, so die Zeitung.

+++ 00:47 Maas: Geimpfte in Restaurants und Kinos lassen +++

Als erster Bundesminister fordert Außenamtschef Heiko Maas, Menschen mit Corona-Impfung früher als anderen den Besuch von Restaurants oder Kinos zu erlauben. "Geimpfte sollten wieder ihre Grundrechte ausüben dürfen", sagte Maas der "Bild am Sonntag". "Es ist noch nicht abschließend geklärt, inwiefern Geimpfte andere infizieren können. Was aber klar ist: Ein Geimpfter nimmt niemandem mehr ein Beatmungsgerät weg. Damit fällt mindestens ein zentraler Grund für die Einschränkung der Grundrechte weg." Maas erinnerte auch an die Betreiber von derzeit geschlossenen Restaurants, Kinos, Theater oder Museen.

+++ 23:46 Lockdown in Österreich wird bis Februar verlängert +++
In Österreich wird der bislang bis 24. Januar angekündigte Lockdown laut der Agentur APA um zwei Wochen bis zum 7. Februar verlängert. Danach soll schrittweise wieder geöffnet werden, wobei die Gastronomie, Hotels und Veranstalter hingegen noch bis Ende Februar warten müssen, berichtet die Agentur unter Berufung auf Verhandlerkreise. Ab 8. Februar sollen der Handel, körpernahe Dienstleistungen und Museen öffnen dürfen, allerdings nur unter verschärften Bedingungen wie dem verpflichtenden Tragen einer FFP2-Maske und strengeren Abstandsregeln. Auch die Schulen sollen dem Bericht zufolge ab dem 8. Februar wieder geöffnet werden. Die Regierung verhandelt seit Freitag mit Landeshauptleuten, Sozialpartnern und Wissenschaftlern über die weitere Vorgehensweise. Das Ergebnis soll am Sonntagvormittag bekannt gegeben werden.

+++ 22:20 Rund 10.000 Teilnehmer bei Corona-Demo in Wien +++
In Wien sind am Abend rund 10.000 Menschen gegen die Corona-Maßnahmen der österreichischen Regierung auf die Straße gegangen. Darunter waren auch viele Vertreter der rechten Szene. Die Polizei Wien teilte mit, dass es bis zum frühen Abend fünf Festnahmen gab. Zudem wurden zahlreiche Teilnehmer angezeigt, weil sie sich etwa nicht an Abstandsregelungen gehalten und keinen Mund-Nasen-Schutz getragen haben. Die Demonstration begann friedlich, später kam es teilweise zu Tumulten. Die Polizei konnte einen Zusammenstoß mit einer Gegendemonstration verhindern. Medienvertreter berichteten davon, angepöbelt und bedroht worden zu sein. Sie bekamen erstmals Polizisten zum Schutz beigestellt. Unter den Teilnehmern befanden sich auch der zurückgetretene Ex-Vizekanzler und frühere FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache und bekannte Personen aus der Neonazi-Szene.

+++ 21:45 Anzahl der Corona-Toten in Frankreich übersteigt 70.000 +++
In Frankreich ist die Zahl der infolge des Coronavirus gestorbenen Menschen auf mehr als 70.000 gestiegen. Nach Angaben der Gesundheitsbehörde stieg die Zahl der Toten binnen 24 Stunden um 196 auf 70.142. Die Zahl der Neuinfektionen binnen 24 Stunden liegt mit 21.406 knapp über dem Wert vom Freitag. Dem Gesundheitsministerium zufolge wurden bereits 413.046 Menschen geimpft.

+++ 21:04 Corona-Lage im Osten bleibt angespannt +++
Die Corona-Lage unterscheidet sich in Deutschland je nach Region erheblich. Besonders betroffen sind laut der neuen Daten von heute weiter die ostdeutschen Bundesländer, vor allem Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Hier liegt die Sieben-Tage-Inzidenz jeweils bei deutlich über 200, teils fast 300. Derzeit am schwächsten betroffen sind Schleswig-Holstein und Bremen mit einer Inzidenz von 85,4 und 86,4. Hier der Überblick:

+++ 20:34 Deutschland meldet knapp 16.000 neue Fälle und 776 Tote +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 2.030.520 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit 15.928 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 776 auf 46.502. Als aktuell infiziert gelten rund 313.000 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 0,99 angegeben (Vortag: 0,91). Das bedeutet, dass im Durchschnitt 100 Infizierte 99 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 0,95 (Vortag: 0,99).

Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 5015 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 2865 davon werden beatmet. Rund 4500 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

+++ 19:55 Großbritannien betrauert erneut viele Todesfälle +++
In Großbritannien melden die Behörden die dritthöchste Todeszahl an einem Tag seit Beginn der Corona-Pandemie. Das Gesundheitsministerium gibt 1295 Todesfälle bekannt nach 1280 am Freitag. Die Zahl der Todesopfer steigt damit auf insgesamt 88.590. Die Zahl der positiven Tests beträgt 41.342 nach 55.761 am Freitag. Bislang wurden in Großbritannien rund 3,6 Millionen Impfungen verabreicht.

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Quelle: ntv.de, jpe/jaz/rts/dpa/AFP