Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:46 Italien verschärft Maßnahmen für Gastronomie +++

Italien verschärft zum dritten Mal in weniger als zwei Wochen die Vorschriften zum Coronaschutz. Nach den neuen Vorschriften dürfen in Lokalen höchstens sechs Menschen am Tisch sitzen, wie Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte. Die Sperrstunde für Restaurants und Bars mit Tischservice bleibe bei Mitternacht. Lokale ohne Sitzplätze müssten jedoch nach 18 Uhr den Service einstellen. Bürgermeister werden ermuntert, beliebte Plätze abends zu schließen, auf denen sich viele Leute treffen. Büros sollen die Arbeit zu Hause forcieren. Sportwettbewerbe von Amateuren sollen eingeschränkt werden. Außerdem gab Conte den Sportstudios eine Woche Zeit für schärfere Anti-Corona-Maßnahmen. Ansonsten drohe eine Schließung. Das entsprechende Dekret will die Regierung in Kürze veröffentlichen. Im Laufe des Oktobers hatte sich der Anstieg der Infektionszahlen drastisch beschleunigt. Italien verzeichnete am Sonntag fast 12.000 Ansteckungen in 24 Stunden.

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+++ 23:05 Sperrstundenverstöße: Hamburgs Polizei leitet fast 150 Ordnungswidrigkeitsverfahren ein +++
Auch in Hamburg ist jetzt ab 23 Uhr Sperrstunde. Doch nicht überall wurden die Bürgersteige am Wochenende ordnungsgemäß hochgeklappt: Bei Kontrollen in der Nacht zum Sonntag hat die Polizei fast 150 Ordnungswidrigkeitsverfahren eingeleitet. Insgesamt blieb die Nacht jedoch vergleichsweise ruhig, wie eine Polizeisprecherin am Sonntag berichtete. Den größten Verstoß stellten Beamte im "Club 25" auf der Reeperbahn fest, wo rund 90 Menschen eine Party im Kellerbereich des Gebäudes feierten. Sie müssen jetzt mit Bußgeldern rechnen. Über 300 Örtlichkeiten hat die Polizei insgesamt kontrolliert. Vier Betriebe mussten geschlossen werden. Auch eine Feier in einem Kleingartenverein wurde abgebrochen. "Die Akzeptanz der Sperrstunde war im Großen und Ganzen aber sehr hoch", sagte die Sprecherin weiter.

+++ 22:27 Fast 1500 neue Fälle allein in Nordrhein-Westfalen +++
Von den 4034 Neuinfektionen, die bundesweit binnen 24 gemeldet wurden, verbucht Nordrhein-Westfalen allein 1477. Baden-Württemberg verzeichnete 674 neue Fälle, gefolgt von Hessen mit 407. In der Tabelle fehlen jedoch die Werte aus Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Üblicherweise übermitteln die drei Bundesländer ihre aktuellen Zahlen am Wochenende nicht, sondern melden sie zu Wochenbeginn nach.

+++ 21:58 Aktuelle Datenlage in Deutschland: 4034 Neuinfektionen gemeldet +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 362.867 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 4034 neue Fälle hinzu. Berücksichtigt sind dabei die Werte von 13 Bundesländern - die aus Bayern, Sachsen und Sachsen-Anhalt fehlen. Üblicherweise melden am Wochenende nicht alle Behörden ihre aktuellen Werte beziehungsweise kann es zu Meldeverzögerungen durch nicht besetzte Gesundheitsämter kommen. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg zuletzt um 12 auf 9783. Als aktuell infiziert gelten rund 62.700 Personen.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,44 angegeben (Vortag: 1,40). Das bedeutet, dass im Durchschnitt zehn Infizierte rund 14 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,35 (Vortag: 1,37). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 769 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 354 davon werden beatmet. Rund 9361 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

Weitere Informationen zu den wichtigsten Corona-Daten können Sie hier nachlesen.

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Die Polizei setzte Tränengas ein.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 21:23 Proteste gegen Corona-Politik in Prag eskalieren +++
Bei Protesten gegen die Anti-Corona-Maßnahmen der tschechischen Regierung ist es in Prag zu Ausschreitungen gekommen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen die Demonstranten ein, fast 20 Polizisten wurden verletzt. Trotz Beschränkungen hatten sich Tausende Demonstranten versammelt und nach Angaben von Polizeichef Tomas Lerch die Polizisten "grundlos" angegriffen. Rund 50 Menschen seien festgenommen worden. Unter den Demonstranten in der Altstadt, die den Rücktritt von Gesundheitsminister Roman Prymula forderten, befanden sich der Polizei zufolge zahlreiche radikale Fußballfans. Prymula warf den Demonstranten vor, mit ihrem Verhalten "Hunderte Neuinfektionen" provoziert zu haben.

+++ 21:05 Frankreich meldet knapp 30.000 Neuinfektionen +++
Frankreich meldet knapp 30.000 Neuinfektionen. Die Fälle seien um 29.837 auf insgesamt 897.034 gestiegen, teilt das Gesundheitsministerium mit. Weitere 85 Personen seien an oder mit dem Virus gestorben. Die Gesamtzahl der Toten in Frankreich beträgt 33.477.

+++ 20:41 FDP-Chef Lindner: Lage "nicht überdramatisieren" +++
FDP-Chef Christian Lindner hat dazu aufgerufen, angesichts der aktuellen Lage nicht nur auf Infektionszahlen zu schauen. "Es wird nur geschaut auf die Zahl der Neuinfektionen", sagte Lindner in der ARD. Es gebe Experten, die auch andere Parameter in Betracht zögen, wie die Situation in den Arztpraxen oder bei der stationären Versorgung im Krankenhaus. Zudem seien zur Zeit eher jüngere Menschen infiziert. "Es wäre Alarmstufe Rot wenn jetzt Menschen in Alten- und Pflegeheimen zuerst betroffen wären." Das sei aktuell glücklicherweise nicht der Fall. "Insofern rate ich zur Vorsicht, wir sollten aber auch nicht überdramatisieren. Ich kann nur sagen: Eine Ausgangssperre wäre völlig unverhältnismäßig", sagte Lindner und ergänzte: "Im Übrigen halte ich es auch für unverhältnismäßig, wenn bei einer kleinen privaten Feier von zehn Leuten plötzlich die Polizei klingelt, weil Nachbarn sich plötzlich denunziatorisch betätigen."

+++ 20:22 Fast 53.000 Neuinfektionen in den USA +++
Die USA verzeichnen binnen eines Tages 52.774 Neuinfektionen. Nach den Berechnungen der "New York Times" steigt damit die Gesamtzahl der Infektionen auf knapp 8,14 Millionen. Die Zahl der Toten wächst um 679 auf mehr als 219.100 an.

+++ 20:03 Tschechien verschiebt Entscheidung über Lockdown +++
Tschechien will frühestens in zwei Wochen entscheiden, ob das öffentliche Leben angesichts zahlreicher Neuinfektionen vollends stillgelegt wird. Kommende Woche werde keine Entscheidung fallen, teilt Vize-Regierungschef Karel Havlicek mit. Vergangene Woche wurden unter anderem Bars und Restaurants geschlossen. Fitness-Studios, Theater und Kinos sind schon länger dicht. In den vergangenen beiden Wochen registrierte die europäische Gesundheitsbehörde 828 Infektionsfälle je 100.000 Einwohner - mehr als zehn Mal so viele wie im Nachbarland Deutschland.

+++ 19:38 Britischer Regierungsberater: Sofort Lockdown verhängen +++
Großbritannien muss nach Einschätzung des Regierungsberaters Jeremy Farrar sofort einen dreiwöchigen landesweiten Lockdown verhängen, um die Ausbreitung des Virus zu stoppen. Die gegenwärtigen regionalen Maßnahmen seien nicht effektiv, sagt er Sky News. "Eine dreiwöchige Periode nationaler und verschärfter Beschränkungen mit der richtigen finanziellen Unterstützung wird es uns erlauben, vor dem Winter neu zu starten." So könnten die Übertragungsspirale durchbrochen, die Gesundheitsdienste geschützt, Vorbereitungen getroffen und Leben gerettet werden. Farrar gehört der Experten-Gruppe an, die die Regierung in Notfällen berät.

+++ 19:09 Großbritannien verzeichnet fast 17.000 Neuinfektionen +++
In Großbritannien haben die Gesundheitsbehörden 16.982 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Zudem seien 67 weitere Menschen in Zusammenhang mit dem Virus gestorben, teilt die Regierung mit.

+++ 18:46 Zweiter Test von Steinmeier negativ +++
Auch ein zweiter Coronatest bei Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist negativ ausgefallen, wie eine Sprecherin mitteilt. Steinmeier hatte sich in Quarantäne begeben, nachdem ein Personenschützer positiv auf das Virus getestet worden war. Die häusliche Isolation solle aber erst nach Absprache mit dem Gesundheitsamt aufgehoben werden, sagt die Sprecherin. Mehr dazu lesen Sie hier.

+++ 18:23 Italien meldet mehr als 11.000 neue Fälle +++
Italien verzeichnet 11.705 Neuinfektionen binnen 24 Stunden. Das ist erneut ein Rekordwert, wie aus den Daten des Gesundheitsministeriums hervorgeht. Am Samstag waren noch 10.925 neue Ansteckungsfälle registriert worden. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt um 69 auf insgesamt 36.543. Italien wurde im Februar als erstes europäisches Land von der Pandemie heimgesucht und hat nach Großbritannien die meisten Todesfälle in Europa zu beklagen.

+++ 18:04 Walter-Borjans befürchtet "schwarzes Fest" für Weihnachten +++
SPD-Chef Norbert Walter-Borjans plädiert für schärfere Regeln im Umgang mit der Pandemie. "Wenn wir nicht Weihnachten ein ganz schwarzes Fest erleben wollen, dann werden wir irgendwann in den nächsten Tagen und Wochen striktere Maßnahmen ergreifen müssen", sagte er im Interview mit ntv. Vor dem Hintergrund der eben ergangenen Gerichtsurteile sei dies nicht einfach. "Nur, wenn man sich anguckt, dass in Frankreich die Sperrstunde auf 21 Uhr vorgelegt worden ist und bei uns 23 Uhr als nicht statthaft gilt, dann muss man sich überlegen, ob das richtig ist", so Walter-Borjans weiter.

+++ 17:34 Karliczek will Azubis in Krise länger unterstützen +++
Bundesbildungsministerin Anja Karliczek will die Übernahmeprämien für Azubis aus insolventen Betrieben um ein halbes Jahr bis Ende 2021 verlängern. Das sagt die CDU-Politikerin dem "Handelsblatt" laut Vorabbericht. Die Prämie von 3000 Euro für kleine und mittlere Unternehmen solle dafür sorgen, dass mehr Auszubildende aus Unternehmen, die wegen der Pandemie zahlungsunfähig würden, ihre Lehre in einem anderen Betrieb fortsetzen könnten. Es sei sinnvoll, dies bis zum Ende des nächsten Jahres zu verlängern.

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Christine Lambrecht sieht die Akzeptanz der Bevölkerung in Gefahr.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 17:15 Justizministerin: Mehr Augenmaß bei Regelungen +++
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht fordert mehr Augenmaß bei den Verboten im Kampf gegen das die Pandemie. "Bei allen Maßnahmen müssen wir stets darauf achten, dass sie gut begründet und für die Bürger nachvollziehbar sind", sagt die SPD-Politikerin der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" angesichts mehrerer Gerichtsentscheidungen, die das Beherbergungsverbot gekippt haben. "Nur so können wir die hohe Zustimmung der Bevölkerung erhalten." Lambrecht teilt zudem Forderungen von Bundestagsabgeordneten, das Parlament künftig wieder stärker einzubeziehen.

+++ 16:55 Höchstwert in Schweiz: Schärfere Maßnahmen ab Montag +++
Die Schweiz verschärft ihre Maßnahmen im Kampf gegen die jüngst wieder raschere Ausbreitung des Coronavirus. Von Montag an seien Versammlungen von mehr als 15 Menschen auf öffentlichen Plätzen untersagt, teilt die Regierung nach einer Sondersitzung mit. In allen öffentlichen Gebäuden müssten Mund-Nase-Bedeckungen getragen werden. Die Pflicht, eine solche Maske im öffentlichen Personenverkehr zu tragen, wird auf Bahnhöfe, Flughäfen sowie Bus- und Straßenbahnhaltestellen ausgeweitet. Dies gilt auch für Geschäfte, Schulen, Kirchen und Kinos. Am Freitag hatte das Land, in dem 8,6 Millionen Menschen leben, mit 3105 die bislang höchste Zahl an Neuinfektionen an einem Tag gemeldet.

+++ 16:36 Parlament in Rom wird zum Hotspot +++
Im Abgeordnetenhaus in Rom häufen sich die Corona-Fälle. Nach einer Zählung der Zeitung "Il Messaggero" wurden bis Samstag 20 Parlamentarier und Parlamentarierinnen der größeren der zwei Kammern in Rom positiv auf das Virus getestet. Hinzu kommen Medienberichten zufolge weitere Personen, die vorsorglich in Quarantäne sind. Zeitungen schrieben unter Berufung auf Abgeordnete, dass es in der kommenden Woche keine Abstimmungen in der Kammer geben solle. Trotzdem gehe die politische Arbeit mit Debatten und Ausschusstagungen weiter.

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Andreas Westerfellhaus fordert höhere Löhne für Pflegekräfte.

(Foto: picture alliance/dpa)

+++ 16:17 Regierungsbeauftragter warnt vor Todesfällen durch Personalmangel +++
Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, warnt vor den Folgen von Personalmangel in Kliniken. Es gebe schon lange Untersuchungen, dass die Zahl der zur Verfügung stehenden Fachkräfte "eine direkte Auswirkung hat auf die Komplikationsrate und die Zahl der Todesfälle", sagte Westerfellhaus den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Wenn ein Patient beatmet wird und da ist niemand außer der Maschine, können Menschen durch Komplikationen sterben, die nicht sterben müssten." Das Risiko sei um ein Vielfaches höher. Westerfellhaus forderte zugleich flächendeckende Tarifverträge und höhere Löhne für Pflegekräfte.

+++ 15:53 Münchner Polizei löst Party in Hotelkeller auf +++
In der Münchner Innenstadt hat die Polizei am Wochenende eine Party im Keller eines Hotels aufgelöst. Die 53 Gäste trugen keinen Mund-Nasen-Schutz und hielten keine Abstände zueinander ein. Zeugen hatten die Polizei gegen 1 Uhr über die Notrufnummer alarmiert. Die Polizisten lösten die Party auf, alle Teilnehmer bekamen wegen Missachtung des Infektionsschutzgesetzes eine Anzeige. Laut Münchner Polizei blieb es am Wochenende nicht bei dem einen Einsatz. Vier weitere Feiern mit bis zu 19 Teilnehmern mussten wegen Verstoßes gegen die neuen Corona-Regeln aufgelöst werden. München ist Risikogebiet, weshalb sich dort nach den neuen verschärften Kontaktbeschränkungen maximal fünf Menschen oder Menschen aus zwei Hausständen zu privaten Feiern treffen dürfen.

+++ 15:09 Mehr als 200.000 Todesfälle in EU und europäischen Partnerstaaten +++
In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten sind mittlerweile mehr als 200.000 Menschen in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Wie diesen Sonntag aus den täglich aktualisierten Zahlen des Europäischen Zentrums für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) hervorging, gab es im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) einschließlich Großbritannien bei nunmehr knapp 4,8 Millionen bestätigten Infektionen bislang 200.587 gemeldete Todesfälle. Die meisten der Toten wurden im Vereinigten Königreich (43.579), in Italien (36.474), Spanien (33.775), Frankreich (33.392), Belgien (10.392) und Deutschland (9777) registriert. Unter den 15 Ländern des Raums mit den meisten Gesamtinfektionen hat Deutschland auf die Bevölkerung gemessen in den vergangenen 14 Tagen gemeinsam mit Schweden die mit Abstand niedrigsten Infektionszahlen und Todesraten. Zum EWR zählen neben den 27 EU-Staaten außerdem Norwegen, Island und Liechtenstein, das ECDC schließt auch das frühere EU-Mitglied Großbritannien mit ein. Nicht eingerechnet in diesen Werten ist somit die Schweiz, die laut dem in Stockholm ansässigen Zentrum bei mehr als 74.000 Infektionen auf 1822 Todesfälle in Verbindung mit Covid-19 kommt.

+++ 14:41 Steinmeier nennt Pandemie "Nagelprobe für internationale Solidarität" +++
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Pandemie als eine "Nagelprobe für internationale Solidarität und weltweite Kooperation in Forschung und Politik" bezeichnet. Nirgends zeige sich dies so deutlich wie bei der Frage nach einer gerechten weltweiten Verteilung eines Impfstoffs, sagte Steinmeier in seiner am Sonntag verlesenen Rede zur Verleihung des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels an den indischen Wirtschaftswissenschaftler und Philosophen Amartya Sen in der Frankfurter Paulskirche. Wegen seiner Quarantäne konnte Steinmeier die Rede nicht selbst halten, sie wurde von dem Schauspieler Burghart Klaußner verlesen. Auch Amartya Sen konnte nicht persönlich nach Frankfurt am Main reisen, er war aus Boston in den USA zugeschaltet.

+++ 14:11 Hohe Strafen für Hochzeitsgäste in Italien +++
Wegen eines Festes mit rund 80 Gästen in der Gemeinde Pontinia südlich von Rom sollen alle Beteiligten hohe Strafgelder zahlen. Nach Medienberichten rückte die Polizei vergangene Woche zu der Hochzeitsfeier in einem Restaurant in der Region Latium an. Die Beamten stoppten die Party und verteilten die Geldbußen. Den Berichten nach soll die Strafe 400 Euro pro Person betragen. Wer das Geld innerhalb weniger Tage zahlt, kann den Betrag etwas senken. Die Region sprach von einem "unverantwortlichen" Verhalten. Seit vergangenen Mittwoch sind Partys in Italien grundsätzlich verboten. Nur Feierlichkeiten wie Hochzeiten dürfen stattfinden - aber mit höchstens 30 Teilnehmern, wie die Regierung in Rom festlegte.

+++ 13:42 Auf Niedersachsen kommen weitere Einschränkungen zu +++
Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil kündigt für kommende Woche weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens an. "Wir werden die Sperrstunde, wie alle anderen Ergebnisse der Berliner Konferenz, in Niedersachsen Punkt für Punkt umsetzen und im Zweifel auch in die nötigen Gerichtsverfahren gehen", sagt der SPD-Politiker der "Welt". "Aus meiner Sicht ist es jedenfalls eine hinreichend bestätigte Erfahrung, dass Alkohol zu später Stunde in geselligen Runden das Infektionsrisiko deutlich erhöht." Sperrstunden seien ein wesentlich milderes Mittel als die Schließung von Lokalen.

+++ 13:17 Hamburger Polizei muss Reeperbahn-Party auflösen +++
Die Hamburger Polizei hat in der Nacht zu Sonntag eine Kellerparty auf der Reeperbahn mit mehr als 90 Teilnehmern aufgelöst. Die Beamte wollten die Einhaltung der Sperrstunde und der Corona-Auflagen kontrollieren, als ihnen ein "unüblich hoher Personenverkehr" im "Club 25" aufgefallen war. Einige Teilnehmer hätten versucht, sich einer Kontrolle zu entziehen und zu flüchten.

+++ 12:59 Klöckner warnt Verbraucher vorm Hamstern +++
Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner appelliert an die Verbraucher, trotz der steigenden Zahl von Corona-Infektionen keine größeren Mengen einzukaufen als sonst. "Für Hamsterkäufe gibt es keinen Grund", sagte sie der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Die Lieferketten funktionieren - das gilt nach wie vor." Zu keiner Zeit in der Pandemie sei die Lebensmittelversorgung in Deutschland gefährdet gewesen. "Wer hortet, handelt nicht nur unlogisch, sondern auch unsolidarisch. Und am Ende landet vieles in der Tonne." Hintergrund ist, dass große Supermarktketten wie Aldi und Edeka über eine steigende Nachfrage nach bestimmten Produkten ähnlich wie im Frühjahr berichten.

+++ 12:41 Slowenien stellt Kontakt-Nachverfolgung ein +++
Wegen der rasch steigenden Zahl von Infektionen mit dem Corona-Virus hat das slowenische Gesundheitsamt die Nachverfolgung der Kontakte von positiv getesteten Menschen eingestellt. Man sei nicht mehr in der Lage, die große Zahl der Fälle zu bewältigen, hieß es. Positiv Getestete werden aber weiterhin vom Gesundheitsamt über ihre Infektion informiert. Zugleich erhalten sie die Anweisung, in Quarantäne zu gehen und ihre relevanten Kontakte selbstständig zu informieren. Im EU-Land Slowenien wurden am Sonntag 726 und am Vortag 897 Neuinfektionen mit dem Coronavirus bekannt. Damit hat sich die Zahl der aktiven Fälle in dem Zwei-Millionen-Einwohner-Land binnen einer Woche nahezu verdoppelt. Die Zahl der Infizierten der letzten 14 Tage pro 100.000 Einwohner wurde am Sonntag mit 317 angegeben. Seit Beginn der Pandemie im März haben sich nach offiziellen Angaben 13.151 Menschen mit dem Virus Sar-CoV-2 angesteckt, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann. 187 von ihnen starben an den Folgen einer Corona-Erkrankung.

+++ 11:51 Italien beschließt milliardenschwere Notmaßnahmen +++
Die Regierung in Rom hat einen Haushaltsentwurf mit neuen Maßnahmen in Höhe von rund 40 Milliarden Euro für Anti-Corona-Maßnahmen und die Stärkung der angeschlagenen Wirtschaft beschlossen. Das Kabinett habe den von Finanzminister Roberto Gualtieri vorgelegten Gesetzentwurf für das Haushaltsjahr 2021 sowie den Mehrjahresetat bis 2023 genehmigt, teilte die Regierung mit. Die Pläne sehen "eine erhebliche Haushaltserweiterung vor", um die Gesundheit der Bürger und Italiens wirtschaftliche Stabilität zu schützen. Eingeplant sind rund vier Milliarden Euro für das Gesundheitssystem, darunter die Verlängerung von Zeitverträgen für 30.000 Ärzte und Krankenschwestern. Etwa sechs Milliarden Euro sollen in Schulen und Universitäten fließen, vier Milliarden sind für Hilfen in Krisensektoren der Wirtschaft eingeplant. Außerdem will die Mitte-Links-Regierung von Ministerpräsident Giuseppe Conte eine spezielle Arbeitslosenkasse weiter aufstocken. Große Summen sind für Familien, eine Steuerreform und die Unterstützung des armen Südens eingeplant.

+++ 11:13 Forscher: Luftfeuchtigkeit wirkt sich auf Virusverbreitung aus +++
Wissenschaftler haben mit der Hilfe eines japanischen Supercomputers errechnet, wie sich das Coronavirus bei einem gemeinsamen Abendessen am Tisch ausbreitet. Auch der Einfluss der Luftfeuchtigkeit spiele eine Rolle, so die Forscher: Je trockener die Luft, desto besser kann sich das Virus verbreiten.

+++ 10:48 Russland meldet mehr als 15.000 Neuinfektionen +++
Russland verzeichnet 15.099 bestätigte Corona-Neuinfektionen, wie die Behörden mitteilen. 185 weitere Menschen seien im Zusammenhang mit der Pandemie gestorben.

+++ 10:15 New Yorker Behörden verbieten Hochzeit mit 10.000 Gästen +++
Die New Yorker Behörden haben eine geplante Hochzeit mit möglicherweise mehr als 10.000 Gästen untersagt. Die für Montag im Stadtteil Brooklyn geplante Feier hätte gegen die in der Corona-Pandemie geltenden Versammlungsbeschränkungen verstoßen, sagte New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo am Samstag auf einer Pressekonferenz. Medienberichten zufolge handelte es sich um eine jüdisch-orthodoxe Hochzeit. "Sie können heiraten. Sie können nur nicht tausend Menschen auf einer Hochzeit haben. Am Ende des Tages haben Sie das gleiche Ergebnis. Und es ist auch noch günstiger", sagte Cuomo. In New York sind maximal 50 Teilnehmer bei Veranstaltungen zugelassen.

+++ 09:33 Erste Lockerungen in Israel in Kraft getreten +++
Nach einem Monat Corona-Lockdown sind in Israel heute erste Lockerungen in Kraft getreten. Kindergärten und Vorschulen öffneten zu Beginn der israelischen Arbeitswoche ihre Tore für Hunderttausende Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren. Auch Einrichtungen ohne Publikumsverkehr dürfen ihre Arbeit wieder aufnehmen. Die Auflage, dass Bürger sich nicht weiter als einen Kilometer von ihrem Zuhause entfernen dürfen, wurde aufgehoben. Auch Naturparks und Strände können wieder besucht werden. Restaurants dürfen Mahlzeiten zur Abholung verkaufen. Die Klagemauer, die Grabeskirche sowie der Tempelberg in Jerusalem sollen unter Auflagen für Besucher zugänglich sein. Es gelten jedoch weiterhin Versammlungsbeschränkungen.

+++ 08:55 Coronavirus überlebt fünf Mal so lange auf der Haut wie Grippevirus +++
Das neuartige Coronavirus kann laut einer Studie japanischer Forscher fünf Mal so lange auf der menschlichen Haut überleben wie das Grippevirus. Der in der Fachzeitschrift "Clinical Infectious Diseases" veröffentlichten Studie zufolge bleibt das Virus Sars-CoV-2 bis zu neun Stunden aktiv, während das die Grippe auslösende Influenza-A-Virus nur 1,8 Stunden überlebt. Das Risiko einer Infektion könne durch regelmäßiges und gründliches Händewaschen, wie es auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlen wird, reduziert werden, schreiben die Forscher. Sowohl das Coronavirus als auch das Grippevirus könnten zudem innerhalb von 15 Sekunden durch Ethanol, wie es in Handdesinfektionsmitteln enthalten ist, abgetötet werden.

+++ 07:55 Mehr als die Hälfte aller Landkreise weist erhöhte Verbreitung auf +++
Das Robert-Koch-Institut hat in seinem Lagebericht darauf hingewiesen, dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Landkreise eine erhöhte Verbreitung des Coronavirus von mehr als 25 nachgewiesenen Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben. Die Einstufung als Risikogebiet erfolgt, wenn ein Land oder eine Region den Grenzwert von 50 Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen überschreiten.

+++ 07:38 Söder unterstützt Appell der Kanzlerin +++
Bundeskanzlerin Angela Merkel bekommt für ihren eindringlichen Appell an die Bevölkerung zur Verringerung von Kontakten Unterstützung. "Die Lage ist ernst. Wenn wir nicht rasch gegensteuern, gerät Corona außer Kontrolle", sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) der "Bild"-Zeitung. Wer zögere, riskiere einen zweiten Lockdown. "Nie waren Umsicht, Vorsicht und Solidarität so wichtig wie jetzt", sagte Söder. Nach Einschätzung des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach könne nur die Bevölkerung einen erneuten Lockdown noch abwenden. "Es wird darauf ankommen, wie sich die Bevölkerung verhält. Das ist wichtiger als einzelne Maßnahmen", sagte Lauterbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Sonntag. Viele staatliche Corona-Auflagen ließen sich ohnehin schwer überprüfen. Die Frage sei, ob es gelinge, einen ausreichend großen Teil der Bevölkerung davon zu überzeugen, ihre Kontakte einzuschränken.

+++ 06:48 Lauterbach: Kommt auf die Bevölkerung an +++
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach zählt im Kampf gegen das Coronavirus auf das Verhalten der Menschen - weniger auf die Eindämmungsmaßnahmen. "Es wird darauf ankommen, wie sich die Bevölkerung verhält. Das ist wichtiger als einzelne Maßnahmen. Viele Auflagen lassen sich ohnehin schwer überprüfen", sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

+++ 06:02 Mehr Polizeieinsätze wegen Streit über Corona-Regeln +++
Die Auseinandersetzungen über geltende Corona-Regeln in Deutschland werden nach Ansicht der Polizeigewerkschaften immer aggressiver geführt. "Nach wie vor gibt es immer noch eine hohe Akzeptanz für die Corona-Regeln, aber wir spüren auch, dass die Stimmung beginnt, aggressiver zu werden - zum Beispiel wenn wir als Polizei die Maßnahmen durchsetzen wollen", sagte der Vize-Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, der Deutschen Presse-Agentur. "Da kommt es dann zu Widerstand. Das fängt an mit Beleidigungen, dann wird gepöbelt, gespuckt, angehustet. Das alles erleben unsere Kolleginnen und Kollegen in dieser Pandemie." Die Einsätze gingen nicht nur von sogenannten Maskenverweigerern aus. Auch Bürger, die geschützt werden wollen, hätten zuletzt ihre Schutzrechte stärker und zum Teil auch aggressiver eingefordert und zum Beispiel Maskenverweigerer auf ihr Fehlverhalten hingewiesen. "Daher kommt es nun insgesamt mehr zu solchen Einsätzen", sagte Radek - mit Zahlen belegen ließe sich dieser Trend aber nicht.

+++ 05:20 RKI meldet 5587 Neuinfektionen +++
In den letzten 24 Stunden haben die Gesundheitsämter in Deutschland erwartungsgemäß vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt den Wert mit 5587 an. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI übermitteln. Im Vergleich zu den 3483 Infektionen am Sonntag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Das RKI weist in seinem Lagebericht von Samstagabend darauf hin, dass mittlerweile mehr als die Hälfte aller Landkreise eine erhöhte Verbreitung des Coronavirus von mehr als 25 nachgewiesenen Infektionen pro Woche und 100.000 Einwohner haben.

+++ 04:40 Weber: EU-Corona-Hilfen nur mit Rechtsstaats-Mechanismus +++
Im Streit um den EU-Haushalt hat der Fraktionschef der Europäischen Volkspartei im EU-Parlament eine weitere Blockade der geplanten 750 Milliarden Euro Corona-Hilfen angekündigt, wenn die Auszahlung nicht an einen Rechtsstaats-Mechanismus gekoppelt werde. Geld aus dem Hilfstopf dürften nur jene EU-Länder bekommen, "in denen der Rechtsstaat funktioniert", sagte Manfred Weber der "Augsburger Allgemeinen". Der Rechtsstaatsmechanismus sei für seine Fraktion "die rote Linie, um die Auszahlung freizugeben", sagte der CSU-Politiker.

+++ 03:36 Lauterbrach prognostiziert lokale Shutdowns +++
Bei einer weiterhin so schnellen Ausbreitung des Coronavirus rechnet SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach mit lokalen Shutdowns in Deutschland. "Es ist ganz simpel. Der R-Wert liegt bei etwa 1,3. Wenn wir den nicht runter bekommen, steigen die täglichen Fallzahlen innerhalb kürzester Zeit so stark an, dass die Kliniken und Gesundheitsämter überlaufen werden. Dann kommen lokale Shutdowns", sagte der Mediziner den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Das exponentielle Wachstum hat eine solche Kraft - da würde jedem einleuchten, dass nichts mehr stattfinden kann", so Lauterbach weiter.

+++ 02:59 Lettland mit hoher Ansteckungsdynamik +++
In Lettland hat die Zahl an Corona-Neuinfektionen am zweiten Tag in Folge einen Rekordwert erreicht. In dem baltischen EU-Land wurden 188 positive Tests innerhalb von 24 Stunden registriert, wie die Gesundheitsbehörde in Riga mitteilte. Der bisherige Höchstwert war am Freitag mit 148 erreicht worden. Lettland mit seinen 1,9 Millionen Einwohnern verzeichnet bislang 3392 bestätigte Infektionen und 43 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus. Der Baltenstaat ist als eines von wenigen EU-Ländern vom Auswärtigen Amt in Berlin bisher nicht als Risikogebiet eingestuft worden. Angesichts der steigenden Infektionszahlen gelten seit diesem Samstag in Lettland wieder strengere Schutzmaßnahmen.

+++ 02:10 Stationäre Covid-19 Behandlung kostet im Schnitt fast 11.000 Euro +++
Die stationäre Behandlung eines Covid-19-Patienten kostet im Schnitt 10.700 Euro. Das hat eine Auswertung der Daten von 26,5 Millionen AOK-Versicherten auf Anfrage der "Welt am Sonntag" ergeben. Bei Covid-19-Erkrankten, die beatmet werden müssen, fallen nach Angaben von AOK-Bundesvorstand Martin Litsch im Schnitt 38.500 Euro an. Im Einzelfall könnten die Kosten jedoch stark abweichen. Ähnliche Zahlen nannte die Barmer Ersatzkasse der Zeitung. Bei ihren Versicherten, die wegen Covid-19 ins Krankenhaus mussten, hätten die durchschnittlichen Kosten etwa 6900 Euro betragen, wenn sie nicht beatmet werden mussten.

+++ 01:28 Kretschmer will Beamte in Gesundheitsämtern einsetzen +++
Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer will angesichts der steigenden Infektionszahlen Beamte und Soldaten zur Bekämpfung der Pandemie heranziehen. Die Gesundheitsämter müssten personell aufgerüstet werden. "Da muss die Bundeswehr stärker eingebunden und Mitarbeiter aus den Landesministerien abgeordnet werden. Die Polizei muss den Ordnungsämtern bei der Kontrolle der Maßnahmen helfen", sagt der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag".

+++ 00:51 New York verhindert Hochzeit mit 10.000 Besuchern +++
New Yorker Behörden sind gegen eine geplante Hochzeit vorgegangen, für die mehr als 10.000 Teilnehmer erwartet wurden. Die Feier hätte am Montag im Viertel Williamsburg in Brooklyn stattfinden sollen. Die Veranstaltung sei per Verfügung ausdrücklich untersagt worden, erklärte Gouverneur Andrew Cuomo. "Sie können heiraten. Sie können nur keine 10.000 Menschen bei Ihrer Hochzeit haben", sagte Cuomo. "Das Ergebnis ist am Ende des Tages ist das gleiche". Cuomo erklärte weiter, dass die Strategie, Micro-Clustern in der Stadt durch lokale Lockdowns zu begegnen, Erfolge zeige.

+++ 00:13 Berlin: Wenig Infektionsgeschehen in Bars und Clubs +++
In den Berliner Clubs ist seit den Lockerungen der Corona-Kontaktbeschränkungen im Juli ein Ausbruch mit acht Virus-Fällen innerhalb eines Clubs bekannt geworden. Das geht aus den Antworten der Gesundheitsverwaltung auf eine parlamentarische Anfrage der Grünen hervor. Zudem gab es demnach vier Ausbrüche in Bars mit insgesamt 62 Fällen. Bei privat veranstalteten Partys wurden sechs Ausbrüche mit insgesamt 87 Fällen registriert. "Es scheint, als wurden hier Clubkultur und junge Menschen zu Sündenböcken gemacht, ohne dass die Datenlage das hergibt", erklärte der clubpolitische Sprecher der Grünen, Georg P. Kössler. Viele Berliner Clubs hatten in den letzten Monaten wieder einen eingeschränkten Betrieb aufgenommen, vorwiegend in den Außenanlagen.

+++ 23:28 Irlands Gesundheitsexperten empfehlen neuen Lockdown +++
Irland will Anfang der kommenden Woche über neue Maßnahmen entscheiden. Das kündigte Transportminister Eamonn Ryan nach einem Treffen mit Vertretern der Gesundheitsbehörden an. Diese hätten einen landesweiten Lockdown empfohlen. Die Regierungsmitglieder teilten die Sorgen der Experten. Doch es müssten diverse Faktoren berücksichtigt werden.

+++ 22:56 Staat New York öffnet Kinos wieder +++
Im US-Bundesstaat New York dürfen Kinos ab dem 23. Oktober wieder öffnen. Ausgenommen sei jedoch die Metropole New York City, sagt Gouverneur Andrew Cuomo. Zudem gebe es Auflagen. Die Kapazität darf nicht mehr als 25 Prozent betragen mit maximal 50 Zuschauern pro Leinwand. Öffnen dürfen die Lichtspielhäuser auch nur in Bezirken, in denen die Rate von positiven Tests innerhalb von 14 Tagen unter zwei Prozent liegt.

+++ 22:20 Tschechien errichtet Feldlazarett +++
Die tschechische Armee hat mit den Vorbereitungen für den Aufbau eines Feldkrankenhauses auf dem Prager Messegelände begonnen. Im rund 100 Kilometer entfernten Hradec Kralove (Königgrätz) wurden die ersten Container mit medizinischem Gerät verladen, wie das Verteidigungsministerium bekanntgab. Der Konvoi soll sich am Montag auf den Weg in die Hauptstadt machen. «Der Kampf gegen die Pandemie ist jetzt nicht nur für die Armee die Aufgabe Nummer eins», sagte Verteidigungsminister Lubomir Metnar. Das Feldkrankenhaus soll im Fall einer Überlastung der Krankenhäuser mit Corona-Patienten als Reservekapazität zur Verfügung stehen. Es hat einen voll ausgerüsteten Operationssaal, eine Intensivstation, ein Labor und Röntgengeräte. Insgesamt sollen knapp 500 Betten zur Verfügung stehen. Tschechien kämpft mit rapide steigenden Ansteckungszahlen. Am Freitag kamen 11.105 bestätigte Corona-Fälle hinzu, wie aus Behördendaten hervorging. Damit wurde erstmals die Schwelle von 10.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden überschritten.

+++ 21:45 Frankreich verzeichnet fast 33.000 Ansteckungen +++
Frankreich meldet einen Rekord bei den Neuinfektionen. Binnen eines Tages habe es 32.427 neue Fälle gegeben, gibt das Gesundheitsministerium bekannt. Insgesamt zählt das Land seit Beginn der Pandemie 867.197 Infektionen. Die Zahl der Toten steigt um 90 auf 33.392.

+++ 21:14 Österreich meldet 1747 neue Fälle +++
In Österreich verzeichnet erneut eine Rekordzahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums in Wien wurden 1747 neue Fälle binnen 24 Stunden registriert. Der jüngste Tageshöchstwert war am Donnerstag mit 1552 Fällen gemeldet worden. Die Fallzahlen sind seit Anfang September stetig gestiegen - damals lagen sie noch bei unter 400 pro Tag. Die österreichische Regierung will am Montag mit Vertretern der neun Provinzen über neue Schutzmaßnahmen beraten.

+++ 20:40 Hessen und Niedersachsen mit Rekordzuwächsen +++
Zwei Bundesländer verzeichnen zum Abend neue Höchststände: Hessen mit 882 und Niedersachsen mit 554 neuen Fällen. Spitzenreiter bleibt Nordrhein-Westfalen, das allein 1889 Neuansteckungen meldet, gefolgt von Bayern mit 1383 registrierten Infektionen. Nur noch vier Bundesländer kommen auf lediglich zweistellige Zuwachsraten: Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Thüringen und Bremen. Wegen des Wochenendes lieferten von den 16 Bundesländern Sachsen und Sachsen-Anhalt keine Zahlen.

+++ 20:20 Deutschland meldet 6580 neue Fälle +++
Die Zahl der gemeldeten Coronavirus-Infektionen in Deutschland ist auf 358.833 gestiegen. Wie aus den von ntv.de ausgewerteten Angaben der Landesbehörden hervorgeht, kamen damit binnen 24 Stunden 6580 neue Fälle hinzu. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Infektion stieg um 26 auf 9771. Als aktuell infiziert gelten rund 60.470 Personen. Wegen des Wochenendes lagen bis zum Abend nur die Zahlen von 14 der 16 Bundesländer vor, Sachsen und Sachsen-Anhalt haben keine Daten geliefert. Bei den Neuinfektionen geht der Trend weiter nach oben. Nachdem gestern die Marke von 5000 überschritten wurde, liegt der 7-Tage-Schnitt aktuell bei 5409,9.

Die Ansteckungsrate (R-Wert) wird vom Robert-Koch-Institut (RKI) mit 1,40 angegeben (Vortag: 1,22). Das bedeutet, dass im Durchschnitt zehn Infizierte 14 weitere Menschen mit Sars-CoV-2 anstecken. Der 7-Tage-R-Wert liegt aktuell bei 1,37 (Vortag: 1,30). Laut Divi-Register werden in Deutschland derzeit 730 Covid-19-Patienten intensivmedizinisch behandelt, 345 davon werden beatmet. Rund 8800 Intensivbetten sind in den deutschen Kliniken derzeit noch frei.

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Quelle: ntv.de, ino/dpa/rts/AFP