Panorama

Coronavirus-Liveticker +++ 23:55 ECDC warnt vor Wiederaufleben von Coronavirus in Europa +++

Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen mit dem Coronavirus nimmt in vielen Ländern Europas wieder zu. Das liegt zum einen an der Zunahme von Tests, zum anderen aber auch an der Lockerung von Corona-Maßnahmen - zu diesem Schluss kommt das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in ihrer jüngsten Risikobewertung für die Länder des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) zuzüglich Großbritannien. Viele Staaten testeten jetzt bereits milde Verdachtsfälle ohne Symptome, was zu der Zunahme der Fallzahlen beitrage, erklärt das in Solna bei Stockholm ansässige Zentrum. Zum anderen gebe es in einigen Ländern "ein echtes Wiederaufleben an Fällen", das eine Folge davon sei, dass die Maßnahmen zum Abstandhalten gelockert worden seien. Weitere Anstiege der Infektionszahlen und mit ihnen zusammenhängenden Krankenhausaufenthalten und Todesfällen könnten vermindert werden, indem ausreichende Kontrollmaßnahmen rechtzeitig wiedereingeführt oder verstärkt würden. Zugleich sei es natürlich, dass die Menschen weniger achtsam bei der Einhaltung der Maßnahmen geworden seien. Dem müsse mit der richtigen Kommunikation entgegengewirkt werden.

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+++ 23:22 Finnland kündigt Testpflicht für Reisende aus Risikostaaten an +++
Finnland will Pflicht-Tests und Zwangsquarantänen für Reisende aus gewissen Risiko-Staaten einführen. Das kündigt die zuständige Ministerin für Soziales, Krista Kiuru, an. Am Samstag war bei freiwilligen Tests auf dem Flughafen Turku bei 24 von 157 Flugpassagieren einer Maschine aus Skopje eine Corona-Infektion nachgewiesen worden.

+++ 22:16 Kuba meldet Rekord bei Corona-Neuinfektionen +++
In Kuba haben die Behörden einen neuen Rekord bei den Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus gemeldet. Seit Sonntag seien 93 neue Infektionsfälle registriert worden, teilt das Gesundheitsministerium mit. Laut Berichten von Staatsmedien kündigte die Regierung als Reaktion die Schließung von Stränden und Bars an. Restaurants und Cafés dürften zudem nur noch Gerichte zum Mitnehmen anbieten. Laut dem Epidemiologen Francisco Duran seien in Kuba landesweit inzwischen mehr als 3000 Infektionsfälle nachgewiesen worden, 88 Menschen seien an den Folgen ihrer Corona-Infektion gestorben. Im Vergleich zu anderen Ländern in der Karibik und Lateinamerika sind sowohl die Sterbe- als auch die Infektionsrate in Kuba relativ niedrig.

+++ 21:45 Erneut mehrere hundert Neuinfektionen in Deutschland +++
Auch am Montag gibt es mehrere hundert Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland, aber die gemeldeten Zahlen bleiben weiterhin unter der Schwelle von 1000 Fällen. Die Länder melden 681 neue Fälle innerhalb eines Tages.

Der 7-Tage-Trend deutet auf eine derzeit rückläufige Entwicklung des Infektionsgeschehens hin: Der Wert ist auf 840 gesunden (851 am Vortag). Aktuell sind 10.603 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle steigt im Vergleich zum Vortag erneut um eine Person auf 9200. Bis Montag haben laut RKI-Schätzung 196.801 Menschen die Infektion überstanden.

+++ 20:47 Weltweit mehr als 20 Millionen Corona-Infektionen festgestellt +++
Die Zahl der festgestellten Infektionen mit dem Coronavirus ist weltweit auf über 20 Millionen angestiegen. Das ergeben Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters auf Grundlage von Statistiken der Regierungen. Mehr als die Hälfte der Ansteckungen wurden in den USA, Brasilien und Indien ermittelt. Die Zahl der Todesfälle, die mit dem Virus in Verbindung gebracht werden, beträgt inzwischen über 728.000. Sie liegt damit höher als die Zahl der jährlichen Grippetoten in Jahren mit hohen Opferzahlen.

+++ 20:12 US-Behörden melden mehr als 48.000 Neuinfektionen +++
Die US-Seuchenzentren CDC geben 48.690 bekannte Neuinfektionen und 558 weitere Todesfälle bekannt. Damit sind in den USA insgesamt 5,02 Millionen Infektionen und 161.842 Tote verzeichnet. Laut Zählung der "New York Times", auf die sich n-tv.de stützt, sind es sogar schon 5.052.168 bestätigte Infektionen und 162.462 Todesfälle.

+++ 19:24 Israel: Fremdenführer sollen in Schulen aushelfen +++
Die von der Corona-Krise hart getroffenen Fremdenführer sollen in Israel vorübergehend Lehrern an Schulen assistieren. Das Tourismus- und das Bildungsministerium gab eine entsprechende Vereinbarung bekannt. Die Fremdenführer sollen demnach dabei helfen, im kommenden Schuljahr die Stufen 3 und 4 zu betreuen. Dafür sollen sie bis zu 75 Schekel (umgerechnet etwa 19 Euro) pro Stunde erhalten. Den Schülern werde dadurch unter anderem Kleingruppenunterricht im Klassenraum ermöglicht, heißt es in einer Mitteilung des Tourismusministeriums. Weil Israel sich seit Beginn der Corona-Krise praktisch abgeschottet hat und nur noch in Ausnahmefällen die Einreise erlaubt, haben viele Fremdenführer ihren Job verloren. Die Tourismusindustrie des Landes leidet stark unter den Folgen der Pandemie.

+++ 18:34 El Salvador will Immunitätspässe für Corona-Genesene einführen +++
Genesene Corona-Patienten sollen in El Salvador Immunitätspässe bekommen. Diese würden den Inhabern gestatten, über das allgemein Erlaubte hinaus zu arbeiten und soziale Kontakte zu pflegen, erklärte Präsident Nayib Bukele in einer Ansprache an die mittelamerikanische Nation. Es gibt bislang jedoch keinen Beleg für eine automatische Immunität nach einer überstandenen Corona-Infektion. Studien deuten darauf hin, dass bei Menschen, die nur wenige oder gar keine Symptome hatten, schon bald nach einer Infektion keine Antikörper im Blut mehr nachweisbar sind. Auch in Deutschland und anderen Ländern ist die Einführung von Immunitätspässen diskutiert worden.

+++ 17:51 Griechenland verschärft Corona-Maßnahmen wieder +++
Die griechische Regierung hat nach gestiegenen Corona-Infektionszahlen umfangreiche Einschränkungen für zahlreiche Urlaubsregionen und Städte angeordnet. Nachdem am Vortag mehr als 200 nachgewiesene Corona-Fälle gemeldet wurden, müssen alle Tavernen, Bars und Discos in zahlreichen Regionen des Landes, darunter auf Kreta, Santorin, Mykonos und anderen bekannten Urlaubsregionen um Mitternacht schließen. Diese Maßnahme gilt vorerst bis 23. August, teilt eine Regierungssprecherin in Athen mit. Zudem müssen alle über die Landesgrenzen einreisende Menschen ab 17. August einen negativen Coronatest vorlegen, egal aus welchem Land sie stammen. Der Test darf nicht älter als 72 Stunden sein. Das Auswärtige Amt in Berlin hat seine Reisehinweise für Griechenland entsprechend aktualisiert.

+++ 17:31 Gesundheitsminister: Rückkehr der Fans in Fußball-Stadien hat keine Priorität +++
Eine mögliche Rückkehr von Fans in die Stadien der Fußball-Bundesliga mit Corona-Schutzauflagen hat aus Sicht der Gesundheitsminister der Länder derzeit keine Priorität. Darin bestehe Einigkeit, verlautet aus Teilnehmerkreisen nach einer Besprechung der Gesundheitsministerkonferenz (GMK). Wie es weiter heißt, wurde das Konzept der Deutschen Fußball-Liga grundsätzlich als gut angesehen. Aus Sicht der großen Mehrheit der Ressortchefs wäre eine Umsetzung aber aktuell ein falsches Signal. Zuschauer in den Stadien seien zunächst nicht vor dem 31. Oktober wieder vorstellbar. Die GMK-Vorsitzende, Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci, hatte in der "Berliner Morgenpost" vor den Beratungen über das Rückkehrkonzept der Deutschen Fußball-Liga (DFL) bereits gesagt, die Idee, dass unter anderem alle Besucher nach Testungen wieder ins Stadion kommen könnten, werde von der Mehrheit der Minister kritisch gesehen. "Ganz besonders, weil vor und nach dem Spiel niemand große Menschenansammlungen und Alkoholkonsum ausschließen und kontrollieren kann."

+++ 17:16 Bayerischer Polizist nach Rede bei Corona-Demo versetzt +++
In Bayern ist ein Polizeibeamter einem Bericht zufolge nach einer Rede auf einer Corona-Demo intern versetzt worden. Der Mann habe am Samstag in Augsburg beim "Fest für Freiheit und Frieden" seine Kollegen dazu aufgerufen, sich dem Protest anzuschließen, wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet. In seiner Rede habe er gängige Verschwörungstheorien bemüht. Der Polizist habe unter anderem gesagt, dass er bedrückt sei, wie sich der Staat "durch die Verbreitung von Angst und Schrecken durch die Medien und die Politik" in einen "Denunziantenstaat" verwandelt habe. Die Presse unterdrücke ihm zufolge wesentliche Informationen. Nach BR-Informationen war der Beamte Dienstgruppenleiter bei einer Polizeiinspektion. Die Polizei habe Videoaufnahmen der Proteste gesichtet und prüfe, ob ein dienstrechtliches Fehlverhalten vorliege. Der Beamte werde ab sofort nicht mehr als Führungskraft oder im Dienst mit Bürgerkontakt eingesetzt. Das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung sei wichtig, es gebe allerdings beamtenrechtliche Grenzen, zitiert der BR einen Polizeisprecher.

+++ 17:01 Corona-Konjunkturpaket: Wissenschaftlicher Dienst hält Schulden für verfassungsgemäß +++
Der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags hält die enorme Neuverschuldung zur Finanzierung des Corona-Konjunkturpakets für verfassungsgemäß. Das geht aus einem Gutachten im Auftrag der AfD hervor, das am Montag in Berlin verbreitetet wurde. Darin heißt es, der im Juli verabschiedete Nachtragshaushalt mit einem Volumen von 61,8 Milliarden Euro sei zwar verfassungsrechtlich problematisch, doch angesichts der "immensen Unsicherheiten" durch die Corona-Krise alles in allem mit dem Grundgesetz vereinbar. Die vom Bundestag beschlossenen Rekordschulden sind für Maßnahmen gedacht, die den Konsum und die Konjunktur nach dem Corona-Lockdown wieder ankurbeln sollen. Einen derartigen Bruch der Schuldengrenze erlaubt das Grundgesetz nur in "außergewöhnlichen Notsituationen". AfD und FDP hatten den Nachtragshaushalt schon vor Wochen als unnötig und damit verfassungswidrig bezeichnet. Ähnlich äußerte sich auch kürzlich der Bundesrechnungshof.

+++ 16:48 Iran: Zeitung wegen kritischer Corona-Berichterstattung geschlossen +++
Die iranische Tageszeitung "Dschahan Sanaat" ist ihrem Chefredakteur zufolge wegen eines kritischen Berichts zu den amtlichen Corona-Fallzahlen geschlossen worden. Das Blatt hatte am Sonntag ein Interview mit einem Epidemiologen veröffentlicht, der angab, dass die Corona-Fallzahlen im Iran aus politischen und sicherheitstechnischen Gründen manipuliert würden und die wahren Zahlen, insbesondere die der Toten, 20 Mal höher seien als vom Gesundheitsministerium veröffentlicht. Der Epidemiologe sagte in dem Interview außerdem, dass der Ausbruch der Pandemie früher als Ende Februar begonnen habe. Dies sei aber wegen der Parlamentswahl und des Jahrestages der Revolution (beide im Februar) geheimgehalten worden. Das iranische Gesundheitsministerium hat den Bericht dementiert und das Blatt als unprofessionell kritisiert.

+++ 16:10 Lager auf Lesbos: 17 Migranten positiv auf Corona getestet worden +++
17 Migranten, die in den vergangenen Tagen aus der Türkei zu der griechischen Insel Lesbos übersetzten, sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilt ein Sprecher des griechischen Corona-Krisenstabs mit. Die infizierten Menschen leben demnach aber nicht in dem überfüllten Lager von Moria auf Lesbos. Sie müssen in den nächsten 14 Tagen in einer Isolierstation im kleineren Lager von Kara Tepe in Quarantäne bleiben. Im und um das Lager von Moria wird scharf kontrolliert. Die griechischen Behörden haben bereits Isolierstationen aufgebaut, falls das Coronavirus auch in Moria ausbrechen sollte.

+++ 15:48 Curevac-Börsengang soll bis zu 245 Millionen US-Dollar bringen +++
Der geplante US-Börsengang des Biotech-Unternehmens Curevac, das an einem Corona-Impfstoff forscht, soll bis zu 245 Millionen US-Dollar (rund 209 Millionen Euro) einbringen. Es sei geplant, zunächst gut 13,3 Millionen Stammaktien anzubieten und zu verkaufen, teilt das Unternehmen mit. Zusätzlich solle Zeichnern eine 30-Tage-Option zum Erwerb von bis zu knapp zwei Millionen zusätzlichen Stammaktien gewährt werden. Der Preis je Aktie werde voraussichtlich zwischen 14 und 16 US-Dollar liegen. Die Aktien sollen unter dem Tickerkürzel "CVAC" an der New Yorker Technologiebörse Nasdaq gelistet werden. Das Geld solle unter anderem in die weitere Entwicklung eines Corona-Impfstoffs und die Erweiterung der Produktionskapazitäten investiert werden, heißt es. Angaben zum genauen Zeitplan für den Börsengang wurden nicht gemacht.

+++ 15:20 WHO-Chef: Für den Kampf gegen Corona fehlen Milliarden Dollar +++
Für den Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie fehlt nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation WHO Geld. Es würden über 100 Milliarden Dollar allein für die Impfstoffe benötigt und die WHO habe bisher lediglich zehn Prozent davon erreicht, erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Die kommenden drei Monate seien entscheidend, sagte er mit Blick auf Impfstoffe bei einem Briefing in der WHO-Zentrale in Genf. "Um dieses Zeitfenster zu nutzen, müssen wir jedoch die Investitionen erhöhen." Es gebe eine große Lücke zwischen den Möglichkeiten und den Geldern, die weltweit bereitgestellt würden. Es sei nie zu spät, die Pandemie zu stoppen, so Tedros.

+++ 14:55 Maskenpflicht im Freien an gut besuchten Orten in Paris +++
Nach Brüssel und Madrid gilt nun auch an stark besuchten Orten der französischen Hauptstadt Paris die Maskenpflicht im Freien. Seit Montagmorgen müssen die Menschen unter anderem am Pariser Seine-Ufer, an Touristenmagneten wie dem Montmartre, auf Märkten, in beliebten Einkaufsstraßen oder Partymeilen Mund und Nase bedecken. Ausgenommen sind die Champs-Elysées. Insgesamt gilt die Maskenpflicht im Freien in mehr als hundert Straßen in fast allen Bezirken der französischen Hauptstadt sowie an einigen Orten im Umland. Bei Verstößen droht ein Bußgeld von 135 Euro.

+++ 13:51 Barmer: Zuletzt mehr Corona-Krankschreibungen bei unter 40-Jährigen +++
Die Barmer-Krankenkasse verzeichnet einen Anstieg der Krankmeldungen aufgrund von Corona-Erkrankungen bei den unter 40-Jährigen. Innerhalb von vier Wochen bis zum 18. Juli stieg die Zahl bei den Barmer-Versicherten um 31 Prozent von 744 auf 978. Die Krankschreibungen bei der älteren Gruppe sei im selben Zeitraum um ein Prozent von 1942 auf 1964 angestiegen, teilte die Barmer weiter mit. Die Corona-Pandemie sei "keineswegs ausgestanden", warnte Barmer-Vorstandschef Christoph Straub. "Ganz im Gegenteil, die Gefahr einer zweiten Welle baut sich offensichtlich immer mehr auf."

+++ 13:34 Knapp 15 Prozent ohne Maske im ÖPNV - Hamburg führt Strafe ein +++
In Hamburg werden Verstöße gegen die Maskenpflicht im ÖPNV künftig kostenpflichtig. Wer keine Maske oder diese nur lustlos unter der Nase oder gar am Kinn trägt, muss 40 Euro zahlen. Verstärkte Kontrollen nach den Sommerferien hätten ergeben, dass die Maskendisziplin im öffentlichen Nahverkehr abnehme, teilten die Verkehrsbehörde und die Unternehmen im Verkehrsverbund HVV mit. Am Wochenende seien in U-Bahnen der Hamburger Hochbahn knapp 15 Prozent Nicht-Maskenträger angetroffen worden. Daher werde wie bei Schwarzfahrern und bei Alkohol- und Tabakkonsum nun eine Vertragsstrafe erhoben, die mit den Nachbarländern abgestimmt sei.

+++ 13:16 Giffey bringt "Corona-Kita-Rat" und "Kita-Register" an den Start +++
Noch immer ist es Gegenstand vieler Diskussionen - im Privaten wie in der Fachwelt - welche Rolle Kinder und Jugendliche bei der Ausbreitung des Coronavirus spielen. Familienministerin Franziska Giffey will das nun durch die Einberufung eines "Corona-Kita-Rates" zum 31. August begleiten. Vertreter von Bund, Ländern, Kommunen, Gewerkschaften, Eltern und Kindertagespflege sollen sich in dem Gremium einmal im Monat über Erfahrungen und Konzepte in den Kitas austauschen. An diesem Dienstag soll zudem ein bundesweites "Kita-Register" online gehen. Kitas und Tagesmütter sollen auf der Internetplattform regelmäßig unter anderem Informationen zum Infektionsgeschehen und den Kapazitäten in ihrer Einrichtung eintragen können. "Wir hoffen auf eine hohe Beteiligung, die uns einen guten Überblick über die bundesweite Situation in der Kindertagesbetreuung verschafft", sagte der Direktor des Deutschen Jugendinstituts, Thomas Rauschenbach. Ziel ist es, Futter für die "Corona-Kita-Studie" zu gewinnen. Diese wird vom Familien- und Gesundheitsministerium finanziert und vom Deutschen Jugendinstitut umgesetzt.

+++ 12:55 Bayerns Corona-Pläne: Testzentren, Rückkehrer, Masken in der Schule +++
Markus Söder hat nicht nur gemahnt (s.u.), sondern auch Entscheidungen verkündet: So soll es künftig flächendeckende Testzentren geben - je Landkreis und kreisfreier Stadt eines. Insgesamt wären das rund 100 Zentren. Für Tests müsse man dann nicht mehr zum Arzt gehen. Die Testkapazitäten in Bayern sollen weiter massiv ausgebaut werden - von derzeit 55.000 pro Tag auf dann "weit über 200.000 pro Tag". Die bisherigen Corona-Testzentren an der Grenze sollen weiter professionalisiert werden, damit Testergebnisse schneller als bisher ermittelt werden und schneller übertragen werden könnten. Reiserückkehrer aus Risikogebieten sollten sich zwei Mal testen lassen - einmal bei der Einreise und einmal fünf bis sechs Tage später. Söder schlägt zudem vor, weitere Gebiete zu Risikogegenden zu erklären. Im Kabinett war auch die Rede von der Frage nach Masken in Schulen. Darüber soll aber erst kurz vor Ferienende in Bayern Anfang September entschieden werden.

+++ 12:31 Söder: "Corona wird jeden Tag gefährlicher" +++
CSU-Chef Markus Söder übt sich in seiner Rolle als Mahner: "Corona wird jeden Tag gefährlicher", sagte Bayerns Ministerpräsident nach einer außerplanmäßigen Kabinettssitzung via Video. Corona sei in ganz Europa auf dem Vormarsch. Zugleich nähmen Leichtsinn und Unvernunft zu, wie Söder es formulierte. Daher müssten die Menschen zu der Vorsicht zurückkehren, die in den vergangenen Wochen ein guter Schutz gewesen sei. Immer mehr Infizierte klagten auch nach Monaten noch über Spätfolgen wie fehlenden Geruchssinn. Das zeige, dass Corona viel heimtückischer und gefährlicher sei als bislang angenommen. Daher müsse mit Umsicht reagiert werden, sagte der CSU-Chef.

+++ 12:03 Schule ohne Abstand in Berlin hält juristischer Prüfung stand +++
Ist es rechtens, dass in Berliner Schulen die Abstandsregel außer Kraft gesetzt wird? Ja, sagt das Berliner Verwaltungsgericht in einer Eilentscheidung. Der Unterricht an öffentlichen Schulen könne effektiv nur als Präsenzunterricht erfolgen, so das Gericht. Und dies sei aufgrund personeller und räumlicher Zwänge nur in voller Klassenstärke zu gewährleisten. Das sei nur unter Verzicht auf den Mindestabstand möglich. Am Montag begann das neue Schuljahr in Berlin. Zwei Berliner Schülerinnen und ihre Eltern hatten geltend gemacht, dass als Schutz vor einer Corona-Ansteckung auch in der Schule der Mindestabstand einzuhalten sei. Das Land Berlin habe aber "eine ausreichende Anzahl anderer Maßnahmen" vorgesehen, entschied das Gericht.

+++ 11:49 Brandenburg beginnt mit Schuljahr und Stichprobentests der Kinder +++
In Brandenburg startet nach den Ferien die Schule im Regelbetrieb. Und zugleich beginnt das Bundesland mit der systematischen Testung einer Stichprobe von Kita- und Schulkindern. Ein Prozent der Kinder sollen bis Ende August auf das Coronavirus getestet werden, wie das Gesundheits- und das Bildungsministerium mitteilten. Die freiwilligen Tests betreffen rund 2900 Schüler und 1100 Kita-Kinder aus 72 Schulen und 12 Kitas. "Mit den Stichproben möchten wir mehr über die Ausbreitung des Virus in dieser Altersgruppe in Brandenburg erfahren", sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher von den Grünen. Die Ergebnisse sollen bei der Anordnung von Corona-Maßnahmen berücksichtigt werden. Ähnliche Testreihen gibt es auch in anderen Bundesländern.

+++ 11:11 Berliner Senatorin droht Alkoholverbot in Kneipen an +++
In Berlin sind die Kneipen wieder voll. Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci macht das Sorgen. Die SPD-Politikerin kündigte in der "Berliner Morgenpost" an, dass es wieder strengere Kontrollen durch Polizei und Ordnungsämter geben soll. Auch über ein Alkoholverbot müsse man nachdenken, "wenn sich die Disziplin in den Gaststätten nicht verbessert", sagte Kalayci. "In den Gaststätten kommen oft viele Menschen eng zusammen, wenn dann noch viel Alkohol getrunken wird, dann wird es schwierig." Oft würden Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten und die Dokumentationspflicht vernachlässigt. "Das aber geht gar nicht. Die Kontaktdaten müssen von den Gastronomen eingeholt und natürlich auch von den Gästen korrekt angegeben werden."

+++ 10:52 Schule mit Maske: Ruf nach schnellerem Hitzefrei +++
Am Mittwoch startet Nordrhein-Westfalen ins neue Schuljahr und in dem Bundesland herrscht die Maskenpflicht auch im Unterricht. Die Temperaturen von über 30 Grad machen das zu einer besonderen Herausforderung. Der Vorsitzende des Städtetags, Pit Clausen, fordert daher praxistaugliche Erleichterungen: "An heißen Sommertagen brauchen wir dann großzügigere Hitzefrei-Entscheidungen", sagt er. Die Landesschülervertretung forderte zudem, dass Hitzefrei dann auch für Oberstufenschüler gelten müsse.

+++ 10:12 Im Mai weniger Firmenpleiten als im Vorjahr +++
Trotz der Corona-Krise sind auch im Mai weniger Firmen in die Pleite gerutscht als ein Jahr zuvor. 1504 Fälle meldeten die deutschen Amtsgerichte nach Angaben des Statistischen Bundesamtes. Das waren 9,9 Prozent weniger als im gleichen Vorjahresmonat. Ein wichtiger Grund für den Rückgang ist, dass die Insolvenzantragspflicht für Unternehmen seit dem 1. März 2020 ausgesetzt ist. Die wirtschaftliche Not durch die Corona-Krise spiegele sich somit bislang nicht wider, folgerten die Statistiker. Ökonomen rechnen im Gesamtjahr allerdings mit einem deutlichen Anstieg der Firmenpleiten. Wirtschaftsverbände fordern, die Insolvenzantragspflicht über Ende September hinaus auszusetzen.

+++ 09:36 Lehrer sind für Maske auch im Unterricht +++
Der Deutsche Lehrerverband spricht sich für eine flächendeckende Maskenpflicht im Schulunterricht aus. "Wer vollen Unterrichtsbetrieb will, kommt an der Maskenpflicht nicht vorbei", sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der "Passauer Neuen Presse". Weder Lehrer noch Schüler seien Fans einer solchen Vorschrift, "aber das ist wohl das Opfer, das wir zumindest vorübergehend bringen müssen, um eine zweite Infektionswelle zu verhindern".

+++ 08:51 In 51 Kreisen gibt es aktuell kein Infektionsgeschehen +++
Die ntv.de Infektionskarte liefert einen aktuellen Überblick über die Lage in den Landkreisen: Lediglich der Kreis Dingolfing-Landau ist rot, überschreitet also die zwischen Bund und Ländern vereinbarte Obergrenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb der vergangenen sieben Tage. Insgesamt liegen 51 Kreise in dieser Kategorie bei 0, haben also in der vergangenen Woche keine Infektionen zu verzeichnen. Hier die Übersicht als Karte und Tabelle:

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+++ 08:34 Giffey beschwichtigt Angst vor kompletten Kita-Schließungen +++
Kitas und Schulen gehen in die Zeit nach den Sommerferien und die Sorge um neue Infektionen und damit verbundene Schließungen sind allgegenwärtig. Familienministerin Franziska Giffey will Letzteres unbedingt vermeiden. "Die komplette Schließung ist das allerletzte Mittel", sagte die SPD-Politikerin dem ZDF. Dafür müssten jedoch alle nötigen Maßnahmen ergriffen werden. "Hygiene ist das A und O, Lüftungsverhalten ist ganz wichtig." Zudem solle es möglichst feste Gruppen geben - ist das nicht möglich, sollen die Kitas zumindest sicherstellen, dass das Infektionsgeschehen im Zweifelsfall nachvollzogen werden kann. Auf die Frage nach bundesweiten Regelungen sagte Giffey, dass die Länder durchaus den Wunsch hätten, ihre eigenen Regeln durchzusetzen. Diese Zuständigkeit der Länder müsse man respektieren. "Der Bund begleitet und unterstützt." Eine Maskenpflicht für Kitas hält Giffey für "nicht praktikabel".

+++ 08:12 USA: 97.000 infizierte Kinder in nur zwei Wochen +++
In den USA wurden alleine in den letzten beiden Juli-Wochen 97.000 Kinder positiv auf das Coronavirus getestet. Das geht aus einer Studie der American Academy of Pediatrics und der Children's Hospital Association hervor. Damit seien mehr als ein Viertel aller Fälle bei Kindern innerhalb dieses kurzen Zeitraums festgestellt worden. Insgesamt gebe es knapp 339.000 Fälle bei US-Kindern, das sind 8,8 Prozent aller Fälle im Land.

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Anders Tegnell steht für den Sonderweg der Schweden.

(Foto: imago images/TT)

+++ 07:26 Tegnell zweifelt Nutzen von Masken an +++
Schwedens Chefepidemiologe Anders Tegnell zweifelt am Nutzen von Mund-Nasen-Bedeckungen im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie. Der "Bild"-Zeitung sagte er: "Das Resultat, das man durch die Masken erzeugen konnte, ist erstaunlich schwach, obwohl so viele Menschen sie weltweit tragen." Er sei überrascht, "dass wir nicht mehr oder bessere Studien darüber haben, welchen Effekt die Masken tatsächlich herbeiführen". Und weiter: "Zu glauben, dass Masken unser Problem lösen können, ist jedenfalls sehr gefährlich." In vielen Ländern wie Spanien oder Belgien, in denen die Bevölkerung Masken tragen musste, seien die Infektionszahlen hochgegangen.

+++ 06:56 Sommerboom kann Jahr für Tourismusbranche nicht retten +++
Auf den Lockdown folgte in Deutschland die Reiselust. Viele Menschen verbrachten oder verbringen die Ferien im Inland - und das tut der Tourismusbranche gut. Doch trotz des Sommerreisebooms in vielen Urlaubsregionen kann der Deutschland-Tourismus die Einbrüche durch die Corona-Krise nach Einschätzung der Branche nicht aufholen. "Von einem Boom im Deutschland-Tourismus wird man in diesem Jahr unter dem Strich kaum sprechen können. Dazu waren die Verluste während des Lockdowns zu groß", sagte Norbert Kunz, Geschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes. Aktuell müssen Urlauber in besonders beliebten Regionen für Übernachtungen tiefer in die Tasche greifen. Kunz spricht von Preiserhöhungen von bis zu maximal 10 Prozent. Besonders gefragt sind nach seinen Angaben aktuell die Nord- und Ostsee sowie die Voralpen.

+++ 06:07 RKI meldet 436 Neuinfektionen am Sonntag +++
Sie kennen das schon: Das Robert-Koch-Institut meldet in der Nacht die neuen Coronavirus-Fallzahlen, und sie weichen von dem ab, was Sie bei ntv.de in Grafiken und vielen Bericht ablesen können. Der Grund: ntv.de berechnet die täglichen Zahlen abseits der offiziellen Meldewege an das RKI auf Basis der gemeldeten Zahlen aus den Ländern. Dennoch ist der Wert des RKI wichtig, entlang dieser Zahlen bewegt sich zumeist die politische Debatte. Also, nach langer Vorrede, hier die RKI-Zahlen: Innerhalb eines Tages kamen demnach 436 neue Infektionen hinzu. Insgesamt sind demnach 216.327 Menschen infiziert worden (Datenstand: 0 Uhr). Es kam ein Todesfall hinzu. Als genesen gelten 197.400 Personen. Die Zahl der Neuinfektionen liegt damit nur halb so hoch wie die Werte in der vergangenen Woche. Allerdings fehlen einige Angaben, nicht alle Gesundheitsämter übermitteln am Wochenende die aktuellen Fälle.

+++ 05:08 Mehr Geld für Corona-Detektive +++
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellt mehr Geld für die Nachverfolgung von Infektionsketten bereit. Gesundheitsämter sollten für sechs weitere Monate Hilfe von sogenannten Containment-Scouts bekommen, berichtet die "Augsburger Allgemeine". Das Robert-Koch-Institut erhält dafür demnach 10,7 Millionen Euro für Personal- und Sachkosten. Damit könnten die Gesundheitsämter bis ins nächste Jahr hinein bei der Nachverfolgung von Kontakten zu Corona-Infizierten unterstützt werden.

+++ 04:04 Corona-Krise schlägt sich im Duden nieder +++
Eine Reihe häufig benutzter Wörter aus der Corona-Krise ist in den Duden aufgenommen worden. "Coronavirus" steht bereits seit dem Sars-Ausbruch 2002/03 in dem Wörterbuch. Neu sind unter anderem Covid-19, Reproduktionszahl und Lockdown.

+++ 03:51 Verbraucherschutz-Chef will Druck auf Lufthansa erhöhen +++
Deutschlands oberster Verbraucherschützer Klaus Müller hat wegen schleppender Rückzahlung von Tickets mehr Druck von der Bundesregierung auf die Lufthansa gefordert. "Es kann nicht sein, dass die Lufthansa Hilfszahlungen in Milliardenhöhe aus Steuergeldern erhält und trotzdem Kunden zu illegalen Zwangsdarlehen zwingt", sagte der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. Die Airline müsse bis Ende August alle ausgefallenen Flugtickets vollständig erstatten.

+++ 02:40 Rund 23.000 Neuinfektionen in Brasilien +++
In Brasilien ist die Zahl der bekannten Infektionen um 23.010 auf insgesamt knapp 3,04 Millionen gestiegen. Das Gesundheitsministerium hat zudem 572 weitere Todesfälle gemeldet. Insgesamt zählt das Land nun 101.049 Covid-19-Tote.

+++ 01:44 Hamburgs Bürgermeister will Fußballfans wieder ins Stadion lassen +++
Vor dem Gespräch der Länder-Gesundheitsminister hat sich Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher für Bundesliga-Spiele mit Fans in den Stadien ausgesprochen. Der SPD-Politiker sagte der "Bild-Zeitung": "Warum soll es nicht möglich sein, ein Fußballstadion mit einigen Tausend Zuschauern aufzumachen?" Es müsse um die Verhältnismäßigkeit gehen. In Hamburg sei es in der Elbphilharmonie bereits möglich, Konzerte mit bis zu 750 Personen auch live zu verfolgen. Der Ärzteverband Marburger Bund hat indes vor einer Fan-Rückkehr in die Stadien der Fußball-Bundesliga gewarnt. "Die Gefahr von Massenansteckungen wäre real. Wenn wir Pech haben, sitzt ein Superspreader unter den Fans, und das Virus breitet sich wie ein Lauffeuer aus", sagte die Vorsitzende Susanne Johna.

+++ 00:50 Innenstaatssekretär für Anzeigepflicht vor Reisen in Risikogebiete +++
Innenstaatssekretär Günter Krings hat die Einführung einer Anzeigepflicht vor geplanten Reisen in Corona-Risikogebiete vorgeschlagen. "Wer in ein Risikogebiet reisen will, sollte das vorher dem Gesundheitsamt melden, damit es hinterher leichter überprüfen kann, ob der verpflichtende Corona-Test bei der Einreise gemacht und gegebenenfalls die Quarantäne eingehalten wurde", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". Für Heimkehrer aus Risikogebieten gibt es derzeit zwei Möglichkeiten: Entweder sie lassen sich noch im Urlaubsland höchstens 48 Stunden vor der Abreise testen und kommen selbst für die Kosten auf. Oder sie lassen sich nach der Rückkehr in Deutschland testen, was bis zu drei Tage kostenlos möglich ist, etwa auch beim Hausarzt.

+++ 00:17 Fast jede zweite Firma beantragte Staatshilfen +++
Viele Firmen verdanken ihr Überleben in der Krise der staatlichen Corona-Hilfe. Laut einer Umfrage der Universität Mannheim und des ZEW-Instituts haben 44 Prozent der Betriebe eine derartige Maßnahme beantragt. Zwei Drittel der 8500 teilnehmenden Firmen beanspruchten irgendeine Form staatlicher Unterstützung. In 40 Prozent der Fälle hatten die Firmen mindestens 30 Prozent ihres Umsatzes verloren.

+++ 23:49 Pflichttests an NRW-Flughäfen starten problemlos +++
An den Flughäfen in Düsseldorf und Köln sind die Corona-Pflichttests von Rückkehrern aus Risikogebieten am Wochenende zügig angelaufen. Der Großteil der Rückkehrer komme aus der Türkei, sagte ein Flughafensprecher am Sonntag. Bei den Teststellen hätten sich auch am Sonntag kaum Schlangen gebildet, hieß es weiter. Die Wartezeiten an den Abstrichkabinen seien kurz gewesen.

+++ 22:00 Vier Rostocker Schüler positiv auf Coronavirus getestet +++
Bei vier schulpflichtigen Kindern einer Rostocker Familie ist eine Corona-Infektion festgestellt worden. Wie das Gesundheitsamt der Hansestadt am Abend mitteilte, haben sich die vier offenbar bei einem Auslandsaufenthalt mit Sars-CoV-2 infiziert. Nachdem Tests bei der Einreise nach Deutschland zunächst negative Befunde geliefert hätten, seien bei Nachkontrollen wegen der Infektion eines erwachsenen Familienmitglieds dann doch Ansteckungen mit dem Virus zutage getreten. Für die gesamte Familie sei eine zweiwöchige Quarantäne angeordnet worden, die auch auf Mitschüler der Kinder und Lehrer an der Rostocker Borwinschule ausgedehnt wurde. Insgesamt seien 67 Personen betroffen.

+++ 21:15 Neuinfektionen fallen unter Schwelle von 1000 +++
Die Zahl der Corona-Infektionen in Deutschland ist nach mehreren Tagen wieder unter die Schwelle von 1000 Fällen gesunken. Konkret melden die Länder 463 Neuinfektionen innerhalb eines Tages, allerdings fehlen die aktuellen Zahlen aus Baden-Württemberg, Bayern, Bremen, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Die meisten Neuinfektionen stammen aus Nordrhein-Westfalen und Hessen.

Am Samstag waren 1122 Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen 24 Stunden gemeldet worden. Auch am Freitag und Donnerstag lagen die Zahlen erstmals seit Anfang Mai wieder über der Schwelle von 1000 Fällen. Die Zahl der Todesfälle steigt zum Vortag um eine Person auf 9199. Bis Sonntag haben laut RKI-Schätzung 196.167 Menschen die Infektion überstanden.

+++ 20:13 Paul-Ehrlich-Institut erwartet ab Jahresende erste Corona-Impfungen +++
Das für die Zulassung von Impfstoffen in Deutschland zuständige Paul-Ehrlich-Institut (PEI) zeigt sich mit Blick auf die Suche nach einem Corona-Impfstoff weiter zuversichtlich. "Ich gehe derzeit davon aus, dass es Ende 2020 und Anfang nächsten Jahres Zulassungen geben wird, vorausgesetzt, die Phase-III-Prüfungsdaten sind positiv", sagte PEI-Präsident Klaus Cichutek dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). In sogenannten Phase-III-Studien wird überprüft, ob ein Impfstoff tatsächlich vor einer Infektion schützt. Diese Zulassungen würden dann voraussichtlich mit der Auflage verbunden, weitere Daten nachzuliefern, sagte Cichutek einem RND-Bericht vom Sonntag zufolge. Positiv sei insbesondere, "dass unterschiedliche Impfstoffkandidaten eine Immunantwort beim Menschen gegen das Sars-Coronavirus 2 hervorrufen". Zudem sei dies mit Dosierungen gelungen, "die sich als verträglich erweisen"

+++ 19:33 R-Wert sinkt, aber noch über kritischer Marke +++
Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 9.8., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,17 (Vortag: 1,32). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab. Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 9.8., 0.00 Uhr, ebenfalls bei 1,17 (Vortag: 1,23). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Die wichtigsten Entwicklungen des Vortages zur aktuellen Lage rund um die weltweite Coronavirus-Pandemie können Sie hier nachlesen.

Quelle: ntv.de, ino/jog/rts/dpa/AFP