Panorama

Blindgänger aus Weltkrieg 500-Kilo-Bombe in Frankfurt entschärft

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Rund 12.800 Anwohner mussten für die Entschärfung ihre Wohnungen verlassen.

(Foto: Kampfmittelräumdienst / RP Darmstadt)

Im Frankfurter Gallusviertel wird eine Weltkriegsbombe bei Bauarbeiten entdeckt. Eine Detonation würde massive Schäden und eine große Lebensgefahr bedeuten. Im Umkreis von 700 Metern müssen alle Gebäude evakuiert werden.

Experten des Hessischen Kampfmittelräumdienstes haben in Frankfurt am Main eine 500 Kilogramm schwere Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft. Knapp 13.000 Anwohner konnten in der Folge in ihre Wohnungen zurückkehren. Auch der Fern- und Regionalverkehr der Deutschen Bahn sollte bis zum Abend wieder ohne Verspätungen rollen.

Der Sprengkörper war am Donnerstag bei Bauarbeiten im Frankfurter Stadtteil Gallus gefunden worden. Die Einsatzkräfte waren zunächst davon ausgegangen, dass die Entschärfung des mechanischen Zünders im Fall von Komplikationen bis zu sechs Stunden dauern könnte. Tatsächlich benötigten die Sprengstoffexperten dann nur eineinhalb Stunden.

Im Gefahrenbereich lagen Altenheime, eine Fernwärmeleitung, Internetknotenpunkte und Umspannanlagen sowie zentrale Einrichtungen der Deutschen Bahn. Im Fern- und Regionalverkehr der Bahn gab es teilweise Beeinträchtigungen und Verspätungen. Einzelne Züge wurden umgeleitet. Wie die Deutsche Bahn bei Twitter meldete, sollten die Umleitungen und Beeinträchtigungen bis etwa 18.00 Uhr andauern. Reisende sollten vor Fahrtantritt ihre Verbindungen prüfen, hieß es. So hielten die ICE-Züge von Berlin über Kassel nach Frankfurt beziehungsweise von Stuttgart und München nicht am Hauptbahnhof, sondern in Frankfurt-Süd. Die ICE-Züge von Frankfurt nach Amsterdam und Brüssel fielen zwischen dem Frankfurter Hauptbahnhof und Köln Hauptbahnhof aus.

Ehe der Kampfmittelräumdienst den Sprengkörper entschärfen konnte, mussten am Sonntagmorgen knapp 13.000 Anwohner ihre Wohnungen verlassen. Für alle, die nicht bei Freunden oder Verwandten unterkommen konnten, wurde in einer Messehalle eine Betreuungsstelle eingerichtet - wegen der Corona-Pandemie mit Maskenpflicht und Abstand. Bis zum Nachmittag waren nach Angaben der Feuerwehr bis zu 700 Menschen in die Messehalle gekommen.

Quelle: ntv.de, mba/AFP

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