Panorama

Drei Tote, 18 Verletzte Amoklauf an Bushaltestelle in Japan

In Japan sticht ein Mann an einer Bushaltestelle auf mindestens 20 Menschen ein. Drei Opfer sterben. Der Täter verletzt sich selbst ebenfalls so schwer, dass er wenig später stirbt. Eigentlich gilt Japan als ein Land mit geringer Kriminalität, doch Übergriffe wie diese nehmen in den vergangenen Jahren zu.

Bei einem Amoklauf in Japan hat ein Mann auf 20 Menschen, darunter Schulkinder, mit einem Messer eingestochen. Wie japanische Medien berichteten, sind drei Menschen dabei gestorben und mindestens 18 verletzt. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden. Er soll sich selbst bei der Verhaftung in den Hals gestochen haben, hieß es unter Berufung auf Ermittler. Wenig später sei er im Krankenhaus gestorben.

Der Vorfall ereignete sich am frühen Morgen nahe eines Bahnhofs in Tokios Nachbarstadt Kawasaki. Am Tatort habe die Polizei zwei Messer sichergestellt, hieß es weiter. Über das Motiv der Tat gab es zunächst keine Angaben. Der Mann soll geschrien haben: "Ich werde euch töten". Der Angriff ereignete sich während der Hauptverkehrszeit, als viele Berufspendler und Schulkinder in der Stadt nahe der Hauptstadt Tokio unterwegs waren.  "Ich habe viele Krankenwagen gehört und einen blutenden Mann in der Nähe der Bushaltestelle liegen sehen", berichtete ein Augenzeuge. Auch Grundschulkinder habe er dort liegen sehen.

Zwar gilt die drittgrößte Volkswirtschaft der Welt im internationalen Vergleich nach wie vor als ein Land mit geringer Gewaltkriminalität. Doch haben in den vergangenen Jahren die Übergriffe mit Messern zugenommen. Bei einem der blutigsten Amokläufe in Japan seit Jahrzehnten hatte ein junger Mann 2016 in einem Behindertenheim 19 wehrlose Menschen erstochen.

2008 hatte ein Mann in Tokio sieben Menschen erstochen. Der Japaner war zur Mittagszeit in einem auch bei Touristen beliebten Viertel mit einem Lastwagen in die Menge gerast und hatte wahllos auf Passanten eingestochen. Zehn Menschen wurden verletzt. Der Mann wurde später zum Tode verurteilt. Das Blutbad in Tokio ereignete sich am gleichen Tag wie 2001, als ein Amokläufer in einer Grundschule in der Stadt Ikeda wahllos acht Kinder mit einem Küchenmesser erstach.

Quelle: n-tv.de, bad/dpa/AFP

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