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Keine Anrufe und Mails nach Feierabend Arbeitsministerium schützt Mitarbeiter

Ursula von der Leyen geht mit gutem Beispiel voran: Ihr Ministerium will seine Mitarbeiter nur noch in Ausnahmefällen nach Feierabend mit Mails oder Anrufen behelligen. Im Urlaub sollen die Beschäftigten generell in Ruhe gelassen werden.

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Stressfaktor ständige Erreichbarkeit.

(Foto: picture alliance / dpa)

Das Bundesarbeitsministerium hat sich verpflichtet, Mitarbeiter nur noch in Ausnahmefällen in ihrer Freizeit per Anruf oder E-Mail zu stören. Darauf hätten sich Personalrat und Leitung des Ressorts von Ministerin Ursula von der Leyen geeinigt, berichtet die "Süddeutsche Zeitung". Zugleich solle keiner benachteiligt werden, der außerhalb seiner Arbeitszeit sein Handy "abschaltet oder Nachrichten nicht abruft".

In dem Kodex heißt es demnach: "Niemand, der über einen mobilen Zugang und ein Handy verfügt, ist außerhalb der individuellen Arbeitszeit verpflichtet, diese zu nutzen. Eine Selbstausbeutung der Beschäftigten soll vermieden werden." Anrufe oder E-Mails an Beschäftigte im Urlaub seien generell untersagt.

Von der Leyen sagte dem Blatt: "Der Prozess, sich auf feste Regeln zum Schutz der seelischen Gesundheit zu verständigen, war so anstrengend wie lohnend." Man habe bei der Suche nach Stressfaktoren auch gelernt, dass "nicht alles, was immer schon so gemacht wurde, klug organisiert oder wirklich notwendig war". Für die vielen Mitarbeiter, die über Handy und Internet von überall aus arbeiten könnten, sei es enorm wichtig gewesen zu wissen, "wann sie erreichbar sein müssen und wann nicht. Diese Klarheit haben sie jetzt schwarz auf weiß."

Abschalten vom Job

Die CDU-Politikerin hatte vor gut einem Jahr "glasklare Regeln" für den Umgang mit Dienst-Handys gefordert. Es liege im Interesse der Arbeitgeber, "dass ihre Leute verlässlich vom Job abschalten, weil sie sonst auf Dauer ausbrennen".

Bei VW werden nach Dienstschluss keine Mails weitergeleitet. Die Telekom fordert dem Blatt zufolge ihre Mitarbeiter auf, in der Freizeit berufliche Telefonate und Schreiben zu unterlassen. Bei Eon, Puma oder BMW gibt es demnach ebenfalls Beschränkungen.

Quelle: n-tv.de, wne/dpa

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