Panorama

"Architekt des Genozids" Attacke auf Grab von Karl Marx in London

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Das geschändete Grabmal von Karl Marx in London.

(Foto: REUTERS)

Kurz nach dem Fall der Mauer prangt ein Graffito auf dem Marx-Engels-Denkmal in Berlin: "Wir sind unschuldig". Auch heute noch werden die Vordenker des Kommunismus für die Gräuel verantwortlich gemacht, die später in ihrem Namen begangen wurden. So wie jetzt in London.

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Schon zum zweiten Mal in diesem Monat haben Unbekannte das Grab des Philosophen und Ökonomen Karl Marx am Londoner Highgate-Friedhof beschädigt. Wie die britische Nachrichtenagentur PA in der Nacht berichtete, hatten die Vandalen auf Englisch die Schriftzüge "Doktrin des Hasses" und "Architekt des Genozids" mit roter Farbe auf die Grabplatte geschmiert. Die Polizei suche jetzt nach Zeugen, hieß es. "Was auch immer man von dem Vermächtnis von Marx hält, dies ist nicht die Art, sich auszudrücken", schrieb die Friedhofsverwaltung auf einem nicht verifizierten Twitter-Account.

Erst vor wenigen Tagen war der Name des kommunistischen Vordenkers aus einer Marmorplatte entfernt worden - wohl mit einem Hammer. Der Hammer-Angriff wird nach Angaben der Stiftung "Friends of Highgate Cemetry" wohl bleibende Schäden an dem Grabmal hinterlassen. Der 1818 in Trier geborene Karl Marx lebte mit seiner Familie seit Mitte des 19. Jahrhunderts in London. Er starb 1883.

Quelle: n-tv.de, ino/dpa

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