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Regen hilft Einsatzkräften Aufatmen in Treuenbrietzen - Brände fast gelöscht

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Die Hoffnung auf Hilfe von oben scheint in Erfüllung zu gehen: Regenschauer sorgen am Morgen für Entspannung in den brandenburgischen Waldbrandgebieten bei Beelitz und Treuenbrietzen. Hunderte Menschen können in ihre Häuser zurückkehren.

Nach Regenfällen hat sich die Lage auch beim Waldbrand bei Treuenbrietzen in Brandenburg deutlich entspannt. Die Brände im Umkreis waren am Vormittag bis auf wenige Glutnester gelöscht, und die Evakuierungen wurden aufgehoben, wie Jan Penkawa sagte, der Sprecher des örtlichen Lagezentrums. 620 Menschen konnten zurück in ihre Häuser in den Stadtteilen Frohnsdorf, Klausdorf und Tiefenbrunn. Sieben Anwohner hätten in der Notunterkunft in der Stadthalle übernachtet, die übrigen seien privat untergekommen.

"Wir danken allen Bürgerinnen und Bürgern trotz der Umstände für ihr äußerst kooperatives und diszipliniertes Verhalten", schrieb die Stadt auf ihrer Internetseite. "Bitte kehren Sie genau so umsichtig in Ihre Häuser zurück."

Ein Waldbrand in einem Kiefernwald bei Treuenbrietzen im Landkreis Potsdam-Mittelmark hatte sich am Wochenende bei wechselnden Winden stark ausgebreitet. Hunderte Feuerwehrleute und Bundeswehrsoldaten führten einen dramatischen Kampf gegen die Flammen. Weil sich starker Rauch entwickelte, wurden die drei Stadtteile vorsorglich geräumt.

Auch bei der brandenburgischen Kleinstadt Beelitz zeichnete sich zuletzt eine Entspannung der Lage ab. So habe man die Brandlinien halten können, teilte Bürgermeister Bernhard Knuth mit. Weitere Evakuierungen seien zuletzt nicht nötig gewesen. "Es sieht deutlich entspannter aus", sagte Knuth. Dazu habe unter anderem beigetragen, dass es auch in Beelitz am Morgen angefangen hatte zu regnen.

Gefahr durch Munition und Kampfmittel

Bei Beelitz und Treuenbrietzen kämpfte die Feuerwehr übers Wochenende gegen Waldbrände, die am Freitag ausgebrochen waren. Wechselnde Winde hatten zu einer starken Ausbreitung des Feuers geführt. 600 Menschen mussten evakuiert werden.

Der Kampf gegen die Flammen ist in dem Gebiet besonders schwierig: Weil im Boden eines ehemaligen Spreng- und Übungsplatzes Munition und Kampfmittel liegen, kommen die Feuerwehrleute nicht direkt an den Brand heran. Das Feuer kann im Boden verborgene Munition hochgehen lassen. Hubschrauber der Bundeswehr nahmen deshalb bei Dutzenden Flügen Zehntausende Liter Wasser aus einem nahen Baggersee auf und löschten von oben.

Insgesamt waren laut Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke zuletzt rund 1400 Kräfte bei den Löscharbeiten im Einsatz. Überwiegend seien es Helfer der Freiwilligen Feuerwehren aus Brandenburg, aber auch solche aus Sachsen-Anhalt. Außerdem wurde Hilfe aus Berlin erwartet. Dazu kamen nach Woidkes Angaben Bundeswehrsoldaten sowie Kräfte des Technischen Hilfswerkes und anderer Rettungsorganisationen.

Quelle: ntv.de, mbe/dpa

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