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Die junge Mutter wurde gefeiert und verdiente gut, inzwischen sind alle ihre Social Media-Kanäle leer.
Die junge Mutter wurde gefeiert und verdiente gut, inzwischen sind alle ihre Social Media-Kanäle leer.(Foto: Instagram)
Mittwoch, 15. März 2017

Erfundene Krebserkrankung: Australische Bloggerin schuldig gesprochen

Eine Zeitlang sah es so aus, als hätte Belle Gibson es geschafft. Sie schien den Krebs besiegt zu haben, erfand eine erfolgreiche App und schrieb einen Bestseller. Doch dann wurde klar: Sie ist nur eine Hochstaplerin.

Eine australische Gesundheits-Bloggerin ist wegen einer erfundenen Krebs-Erkrankung, mit der sie viel Geld eingenommen hatte, schuldig gesprochen worden. Die 25-jährige Belle Gibson wurde von einem Gericht in Melbourne der vorsätzlichen Täuschung für schuldig befunden.

Die Australierin hatte behauptet, an einem Hirntumor zu leiden und die Krankheit allein mit ayurvedischer Medizin, einer Sauerstofftherapie sowie dem Verzicht auf Gluten und Zucker überwunden zu haben. In Wahrheit war sie jedoch nie an Krebs erkrankt. Das Strafmaß wird von der Justiz erst später festgelegt.

Nach Erkenntnissen des Gerichts kam die Bloggerin, die mit der Geschichte über ihre vermeintliche Heilung bekannt wurde, über eine eigene App und den Verkauf eines Buchs auf Einnahmen von insgesamt 420.000 australischen Dollar (etwa 300.000 Euro). Davon soll sie umgerechnet nur etwa 7000 Euro gespendet haben. Eigentlich hatte Gibson versprochen, einen "Großteil" der Einnahmen an wohltätige Organisationen weiterzureichen. Als dies nicht geschah, habe man mit Nachforschungen begonnen.

Mentale Probleme vermutet

Richterin Debra Mortimer hielt es in ihrem Schuldspruch für möglich, dass Gibson selbst an eine Krebs-Erkrankung geglaubt habe. "Vielleicht hatte sie andere, psychologische oder psychiatrische Probleme. Nicht alle Menschen sind jederzeit rational und vernünftig." Dennoch sei sie aber nicht davon überzeugt, dass Gibson unwissentlich gehandelt habe.

Die Bloggerin selbst war vor Gericht nicht anwesend. Gibson hatte 2015 zugegeben, dass sie gar nicht an Krebs erkrankt war.

Quelle: n-tv.de