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Abschiebung vorerst vom Tisch Bäcker erstreikt Bleiberecht für Lehrling

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Dem Lehrling des Bäckermeister Ravacley aus Besançon drohte die Abschiebung aus Frankreich. (Symbolbild)

(Foto: imago/PanoramiC)

Ein französischer Bäcker will seinen Lehrling nicht verlieren, dem die Abschiebung droht. Die Sache ist ihm so ernst, dass er sich bis ins Krankenhaus hungert. Mit Erfolg: Der Lehrling bekommt nun eine Aufenthaltsgenehmigung.

Großer Erfolg für den französischen Bäckermeister Stéphane Ravacley: Der 50-Jährige aus Besançon kann seinen elftägigen Hungerstreik gegen die Abschiebung eines Lehrlings aus Guinea endlich beenden. Der 18-Jährige darf in Frankreich bleiben, wie Ravacley berichtete.

"Laye hat eine Aufenthaltsgenehmigung! Und er kann ab Dienstag wieder arbeiten", sagte der glückliche Bäckermeister. "Das ist eine Riesenfreude, ein echter Sieg." Der französische Europapolitiker Raphaël Glucksmann schrieb auf Twitter: "Der Mut von Stéphane Ravacley hat gesiegt - dank der Welle der Solidarität, die er ausgelöst hat". Glucksmann hatte den Bäcker und seinen Lehrling in einem offenen Brief an Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron unterstützt.

Den Aufruf unterschrieben mehr als 40 Schauspieler, Sänger und andere Prominente, darunter auch Oscar-Preisträgerin Marion Cotillard ("La vie en rose"), Ex-Umweltminister Nicolas Hulot oder Schauspieler Omar Sy ("Ziemlich beste Freunde"). Eine Online-Petition für den 18-Jährigen wurde mehr als 235.000 Mal unterzeichnet.

Ravacley war am 3. Januar in Hungerstreik getreten, um die Abschiebung seines Lehrlings zu verhindern. Zuletzt musste er mit einem Schwächeanfall ins Krankenhaus, nachdem er sich tagelang nur von klarer Brühe ernährt hatte. Dennoch wollte er den "Kampf" bis zum Ende fortsetzen - nun hat er gewonnen.

Quelle: ntv.de, lwe/AFP