Panorama

Unfall in den Alpen Bergwanderer stürzt 80 Meter in den Tod

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Am Hohen Göll kommt es immer wieder zu tödlichen Unfällen.

(Foto: imago images / imagebroker)

Die Serie tödlicher Unfälle am Hohen Göll in den Berchtesgadener Alpen setzt sich fort: Ein Bergwanderer stürzt in den Tod, zwei Zeugen können ihn auch unter größtem Einsatz nicht mehr retten.

Ein Wanderer aus dem Raum Fürth ist in den Berchtesgadener Alpen rund 80 Meter in die Tiefe gestürzt und dabei tödlich verletzt worden. Der 57-Jährige sei beim Abstieg des Hohen Göll ausgerutscht, als er ein Schneefeld umgehen wollte, teilte die Polizei mit. Zwei andere Wanderer beobachteten den Absturz am Dienstagnachmittag und setzten einen Notruf ab. Anschließend stiegen sie zu dem zunächst noch ansprechbaren Mann hinunter, dessen Zustand sich rasch verschlechterte. Der eintreffende Notarzt konnte nur noch den Tod des Mannes feststellen.

Der 57-Jährige war am Morgen alleine aufgebrochen, um zum Hohen Göll zu gelangen. Auf etwa 2250 Metern habe sich der Mann offenbar entschlossen, nicht mehr auf den Gipfel zu steigen, sondern in Richtung einer Berghütte abzusteigen, wie die Polizei berichtet. Auf dieser Route kam es zu dem Absturz, erst nach 80 Metern kam der Bergwanderer auf rund 1750 Metern Höhe zum Liegen. Die beiden Zeugen stiegen über gefährliches Steilgelände zu dem Mann ab, konnten ihn aber nicht mehr retten.

Am Pfingstwochenende musste die Bergwacht schon zu mehreren Rettungsaktionen am Hohen Göll ausrücken. Am Samstag mussten die Retter mit dem Helikopter ein Ehepaar aus München ausfliegen, das in rund 2000 Metern Höhe festhing. Am Sonntag geleiteten die Bergretter einen Mann zu Fuß ins Tal, nachdem der Helikopter aufgrund dichten Nebels nicht landen konnte.

In den vergangenen Jahren kam es zu mehreren tödlichen Unglücken am Hohen Göll: So stürzte 2017 erst eine 49-jährige Thüringerin vor den Augen ihres Sohnes in den Tod, wenige Wochen vorher war bereits eine 17-Jährige tödlich verunglückt. Ebenfalls 2017 wurde in unwegsamem Gelände die Leiche eines 23-Jährigen gefunden, der zuvor seit acht Monaten vermisst wurde und sich offenbar verirrt hatte. Ein Jahr zuvor stürzte eine 53-Jährige in der Nähe des Purtschellerhauses 100 Meter in die Tiefe und starb.

Quelle: ntv.de, ter/dpa