Panorama

Vater kommt nicht ins FamiliengrabBögerl-Kinder klagen an

14.07.2011, 12:41 Uhr
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Thomas Bögerl bei der Beerdigung seiner Frau - er selbst wird nicht neben ihr bestattet. (Foto: picture alliance / dpa)

Der nächste Paukenschlag im Fall Thomas Bögerl: Die Kinder wollen ihren Vater angeblich nicht neben ihrer Mutter Maria beerdigen. Offenbar soll der Leichnam weit entfernt bestattet werden. In der Traueranzeige machen die Kinder der Polizei schwere Vorwürfe.

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Das Haus der Familie wurde durchsucht. (Foto: dpa)

Es ist eigentlich ein Familiengrab, in dem Maria Bögerl vor etwas mehr als einem Jahr bestattet wurde. Doch irgendetwas hält die Kinder Carina und Christopher davon ab, ihren Vater neben seiner Frau zur letzten Ruhe zu betten. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung planen die beiden gemeinsam mit Onkel und Tante, Thomas Bögerl in Herrieden zu bestatten - rund 100 Kilometer entfernt.

In der Traueranzeige für ihren toten Vater machen die Kinder der Polizei schwere Vorwürfe: "Unser lieber Vater, Sohn, Bruder und Schwager hat den Verlust seiner geliebten Frau, die erfolglosen polizeilichen Ermittlungen, die unsäglichen Verleumdungen und den zuletzt daraus resultierenden Abschied aus seinem Beruf nicht mehr ertragen können", heißt es in der "Heidenheimer Zeitung".

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Maria Bögerl wurde bei ihrer Entführung ermordet. (Foto: picture alliance / dpa)

Und die Polizei? Die geht jedenfalls weiter der Frage nach, ob Thomas Bögerl in den Tod seiner Frau verstrickt ist. Erst gestern gab es eine Durchsuchung des Wohnhauses der Familie in Heidenheim. Diverse Kartons wurden abtransportiert, Computer beschlagnahmt. "Wir erhoffen uns von der Durchsuchung Indizien oder Berührungspunkte, die zur Klärung des Tötungsdelikts an Frau Bögerl beitragen können", so Polizeisprecher Horst Baur.

Die Polizei sucht zudem immer noch nach einer blonden Frau, die am 12. Mai, dem Tag, an dem Maria Bögerl starb, in einem schwarzen Mercedes gesehen wurde. Der Wagen könnte der Getöteten gehört haben. Für den internen Gebrauch gibt es bereits Phantombilder.

Quelle: tsc