Panorama

Globale Auszeichnung in Dubai Britin ist "Beste Lehrerin der Welt"

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Andria Zafirakou bei der Entgegennahme des Preises.

(Foto: AP)

Seit 2015 wird der Welt-Lehrer-Preis an besonders engagierte und erfolgreiche Lehrkräfte verliehen. Auch die diesjährige Gewinnerin besticht mit Innovation - und einer fulminanten Sprachvielfalt.

Die beste Lehrerin der Welt kommt aus Großbritannien: Das ist jedenfalls das Ergebnis des Welt-Lehrer-Preises, der am Sonntag in Dubai verliehen wurde und mit einer Million Dollar dotiert ist. Die Lehrerin Andria Zafirakou, die in einem Problemviertel in London arbeitet, wurde für ihren Einsatz für ihre Schüler ausgezeichnet. Sie war unter den zehn Finalisten des Wettbewerbs, zu dem ursprünglich 30.000 Kandidaten weltweit angetreten waren.

Unter den ersten Gratulanten war neben dem Herrscher von Dubai auch die britische Premierministerin Theresa May. Formel-Eins-Star Lewis Hamilton übergab bei der Zeremonie die Trophäe und auch US-Sängerin und Schauspielerin Jennifer Hudson trat auf. Der Preis wird seit 2015 in einer Oscar-ähnlichen Zeremonie verliehen. Zafirakou ist die erste britische Preisträgerin.

Kulturelle Vielfalt bringt "lebendige Atmosphäre"

Lehrerin Zafirakou arbeitet an der Alperton Community Schule, die in einem ärmeren Viertel im Norden von London liegt. Da viele Eltern ihrer Schüler kaum Englisch sprechen, eignete sie sich Grundkenntnisse in den meisten der 35 Sprachen an, die an ihrer Schule gesprochen werden, um besser kommunizieren zu können. Sie setzte auch Änderungen beim Lehrstoff durch, um diesen an den Alltag ihrer Schüler anzupassen. Die Jury begründete ihre Wahl auch damit, dass Zafirakou ihren Schülern ein besonderes Gefühl der Sicherheit vermittle.

Die Lehrerin war von ihrem Arbeitgeber für den Preis nominiert worden. In dem Antrag nannte die Schule Zafirakou eine "phänomenale Lehrerin und Führungskraft", die leidenschaftlich danach strebe, jedem Kind in der Schule "die Welt zu geben" und in diesem Bestreben keine Grenzen hinnehme.

Bei Annahme des Preises wies Zafirakou auf die häufig schwierigen Lebensumstände ihrer Schüler und Schülerinnen hin, die häufig mit einer leeren Brotdose in die Schule kämen. Sie plädierte deshalb für mehr künstlerische Fächer im Lehrplan, denn Kunst spende in dieser Situation Kraft und habe das Potenzial Leben zu verändern. Auch die kulturelle Vielfalt ihrer Schülerschaft sei eine "wunderbare Herausforderung", die eine "lebendige Atmosphäre" in der Schule schaffe, hob Zafirakou hervor. Der Preis von einer Million Dollar wird ihr nun über einen Zeitraum von zehn Jahren ausgezahlt - unter einer Bedingung: dass sie mindestens fünf Jahre lang weiter unterrichtet.

Quelle: n-tv.de, lou/AFP

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