Panorama

Blutverschmierte Machete dabeiBundespolizei stellt bei Bahnhofskontrollen 150 Waffen sicher

12.01.2026, 17:10 Uhr
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Bereits Mitte November führte die Bundespolizei eine Schwerpunktkontrolle - hier in Hamburg - durch. (Foto: picture alliance / ABBfoto)

Da zahlreiche Bahnhöfe in Deutschland zu Kriminalitätshotspots gehören, führt die Bundespolizei erneut eine Schwerpunktkontrolle durch. Mit Erfolg. Die Beamten sichern zahlreiche Waffen und können Haftbefehle vollstrecken. Besonderes Aufsehen erregt ein 30-Jähriger mit blutverschmierter Machete.

Nach Schwerpunktkontrollen an deutschen Bahnhöfen hat die Bundespolizei 170 Ermittlungsverfahren eingeleitet, 150 Waffen und andere gefährliche Gegenstände beschlagnahmt und rund 260 Verstöße gegen Aufenthaltsbestimmungen festgestellt. Die Kontrollen zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität gab es Freitag und Samstag an 43 Bahnhöfen mit 2400 Polizisten, wie die Bundespolizei in einer Bilanz mitteilte.

Mehr als 5000 Menschen seien durchsucht worden, hieß es. Das Ergebnis waren 43 Ermittlungsverfahren wegen Gewaltdelikten, 60 Verfahren wegen Verstößen gegen das Waffengesetz und weitere 67 Verstöße wegen gefährlicher Gegenstände.

338 Menschen fielen auf, weil sie auf Fahndungslisten standen, ein großer Teil wegen Aufenthaltsermittlungen. Die Bundespolizisten vollstreckten 13 offene Haftbefehle, erteilten mehr als 285 Platzverweise und führten über 250 sogenannte Gefährderansprachen durch.

In einem Zug in Köln fiel ein 30-jähriger Mann auf, weil er eine blutverschmierte Machete dabeihatte. Ein Bluttest ergab allerdings, dass es sich nicht um menschliches Blut handelte. In Berlin wurde die Polizei zu einem 16-jährigen Jugendlichen gerufen, der einen verdächtigen Gegenstand mitführte, der aussah wie Pyrotechnik. Der Gegenstand wurde aus dem Bahnhof gebracht, stellte sich aber als ungefährlich heraus.

Quelle: ntv.de, als/dpa