Panorama

240 Personen in Quarantäne Corona-Fälle nach Hochzeit im Schwarzwald

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16 Gäste der Hochzeitsfeier sind nach Angaben der Behörden im Ortenaukreis mittlerweile infiziert. (Symbolbild)

(Foto: imago images/localpic)

Private Feiern gelten als Infektionsherde schlechthin, nicht zuletzt durch den enthemmenden Alkoholkonsum. Feste dieser Natur finden allerdings weiterhin statt. Eine Hochzeitsfeier im Schwarzwald endet für Hunderte Menschen in der Quarantäne.

Bei einer großen Hochzeit Ende September in Lahr mit rund 120 Personen haben sich mehrere Gäste mit dem Coronavirus infiziert. Derzeit verfolgt das Gesundheitsamt des Ortenaukreises mehr als 240 Kontaktpersonen aus Lahr und Umgebung, die sich in Quarantäne begeben müssen.

"Nach aktuellem Stand haben sich bisher 16 Gäste der Hochzeitsfeier mit dem Coronavirus infiziert", sagte die Leiterin des Gesundheitsamts, Evelyn Bressau. Einige der betroffenen Personen seien zusätzlich auf anderen Familienfeiern gewesen, was das Amt vor besondere Herausforderungen stelle. Nach Auskunft eines Sprechers des Landratsamtes wird mit weiteren Infizierten gerechnet.

Im Zusammenhang mit der Hochzeit sind auch Schüler der Werkrealschule in Seelbach und der Grundschule in Kuhbach, beide im Ortenaukreis gelegen, betroffen. Mehrere Klassen befinden sich laut Landratsamt in Quarantäne.

*Datenschutz

Private Feiern und illegale Partys werden von Behörden als Infektionsherde gesehen, nicht zuletzt durch den enthemmenden Alkoholkonsum. Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder verständigten sich unter anderem auf abgestufte Obergrenzen von zehn bis 50 Teilnehmern an Privatfeiern. Diese Grenzen sollen in Landkreisen gelten, in denen die Zahl der Neuinfektionen bestimmte Werte überschreitet.

Die Maßnahme findet bei der großen Mehrheit der Deutschen Anklang. Im ARD-"Deutschlandtrend" gaben 85 Prozent der Befragten an, es gehe in die richtige Richtung, private Feiern wie Geburtstags- oder Hochzeitsfeiern nur noch für höchstens 50 Gäste zu erlauben. Nur 13 Prozent sind der Ansicht, eine solche Maßnahme gehe in die falsche Richtung.

Quelle: ntv.de, mba/dpa