Panorama

Patient ohne Symptome Coronavirus erreicht Afrika

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Weltweit ist das Virus inzwischen bei Menschen in mehr als zwei Dutzend Ländern nachgewiesen.

(Foto: imago images/photothek)

Die Ausbreitung des Coronavirus setzt sich fort. Nun hat es auch den afrikanischen Kontinent erreicht. Die Behörden sind alarmiert und Experten besorgt, dass schlechter ausgestattete Gesundheitssysteme überfordert sein können - mit dramatischen Folgen.

Erstmals ist das neuartige Coronavirus auch Afrika nachgewiesen. Das ägyptische Gesundheitsministerium teilte in Kairo mit, es handele sich um eine ausländische Person. Zur Nationalität machte das Ministerium keine weiteren Angaben. Unklar blieb auch, aus welchem Land die Person nach Ägypten gereist war. Der Patient zeige keine Krankheitssymptome und werde auf einer Isolierstation behandelt. Andere Personen, die mit ihm in Kontakt standen, wurden dem Ministerium zufolge negativ getestet.

Bislang war nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) noch keine Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 auf dem Kontinent bekannt geworden. Viele Experten haben die Sorge, dass das Virus Länder mit einem schlechten Gesundheitssystem etwa in Afrika oder Asien erreicht, wo es schwer zu kontrollieren wäre. Dann drohe sich die Lungenkrankheit dauerhaft auf der Welt einzunisten.

Außerhalb von Festland-China sind inzwischen in mehr als zwei Dutzend Ländern rund 580 Fälle bestätigt. In China, wo der Erreger der neuartigen Lungenkrankheit Covid-19 zuerst aufgetaucht war, sind auf dem Festland derzeit knapp 64.000 Infektionen mit Sars-CoV-2 erfasst.

Als erstes Land der arabischen Welt hatten die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) Ende Januar vier bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet. Mittlerweile sind weitere Ansteckungen hinzugekommen. Bei den meisten Betroffenen handelt es sich um Chinesen. In Deutschland wurden bisher 16 Infektionen festgestellt.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa