Panorama

Sexueller Übergriff verjährt DSK muss nicht vor Gericht

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Dominique Strauss-Kahn muss keinen Vergewaltigungsprozess fürchten.

(Foto: dpa)

Der ehemalige IWF-Chef Strauss-Kahn kommt glimpflich aus der Affäre um die angebliche versuchte Vergewaltigung der Journalistin Tristane Banon heraus. Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärt die Vorwürfe für verjährt und stellt die Vorermittlungen ein.

Die Justiz in Frankreich stellt ihre Vorermittlungen gegen den Ex-IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn wegen versuchter Vergewaltigung ein. Das teilte die Staatsanwaltschaft mit. Es gebe für die Vorwürfe der Schriftstellerin Tristane Banon keine ausreichenden Beweise. Allerdings werde der Vorwurf der sexuellen Aggression "anerkannt" - die Tat sei heute aber längst verjährt.

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Banon verarbeitete das Geschehene in ihrem Buch "Der Ball der Heuchler".

(Foto: dpa)

Die Autorin hatte den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) im Juli angezeigt. Die 32-Jährige warf ihm vor, im Februar 2003 über sie hergefallen zu sein. Der 62-Jährige sei über sie hergefallen "wie ein brünftiger Schimpanse", schilderte sie die Situation Jahre später im Fernsehen. Straus-Kahn bestritt jede Gewaltanwendung gegenüber der Frau.

Nach Banons Anzeige im Juli kam es Ende September zu einer Gegenüberstellung der beiden. Dabei habe sich "DSK" arrogant und selbstgefällig gezeigt, berichtete Banon hinterher.

Banon kündigt weiteres Verfahren an

Die Schriftstellerin hat für den Fall der Einstellung der Untersuchung bereits angekündigt, sie werde dann über ein weiteres Verfahren dafür sorgen, dass sich ein Ermittlungsrichter der Sache neu annimmt. Am Donnerstag war ihr Buch, in dem sie ihre Version des Geschehens präsentierte, in Frankreich auf den Markt gekommen.

Domnique Strauss-Kahn war im Mai als IWF-Chef zurücktreten, nachdem ihm in den USA ein Zimmermädchen versuchte Vergewaltigung vorwarf. Das Strafverfahren in den USA wurde Ende August eingestellt, Strauss-Kahn kehrte Anfang September nach Frankreich zurück.

Quelle: ntv.de, dpa/AFP

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