Panorama

Bibberfeeling am Wochenende Der Goldene Herbst ist vorbei

5681553.jpg

Zum Wochenende kann sich die Sonne zögerlich wieder etwas blicken lassen.

(Foto: picture-alliance / dpa)

Die warmen Herbsttagen sind vorerst vorbei. Zwar zeigt sich das Wetter am Wochenende von seiner sonnigeren Seite, es wird aber auch spürbar kühler. Nachts kann Bodenfrost drohen. Bis zum ersten Schnee sei aber noch etwas Zeit, sagt n-tv Meteorologe Björn Alexander.

n-tv.de: Björn, die Zeiten des goldenen Oktobers sind scheinbar schon wieder vorbei. Wann wird es wieder schöner?

Björn Alexander: Das dauert gar nicht mehr so lang. Bereits am Wochenende können Sie sich vielerorts wieder auf die sonnigeren und ruhigeren Seiten des Herbstes freuen. Allerdings wird es dabei auch spürbar kälter.

Zeit für Winterreifen?

Man sagt ja gerne von O bis O, also von Oktober bis Ostern. Insofern ist so langsam die Zeit zum Wechsel angebrochen. Zumal das Warten bis zu den ersten Schneeflocken ja gerne schon mal den großen Lauf auf die Reifenhändler mit entsprechenden Wartezeiten erzeugt. Es sei denn, Sie fahren Ganzjahresreifen. Dann sind Sie bei dem Wechselzirkus natürlich raus, haben aber eventuell nicht ganz so gute Fahreigenschaften auf Schnee und Eis wie mit einem richtigen Winterreifen.

Gibt es denn schon Prognosen, ab wann die ersten Flocken fallen?

Nach jetzigem Stand der Wettermodelle könnten in der kommende Woche in den östlichen und zentralen Mittelgebirgen vorübergehend erste Flocken tanzen. Dichtere Wolkenfelder könnten dort dann ab etwa 500 Meter aufwärts etwas Schnee mitbringen.

Ist das schon ein Hinweis auf einen strengen Winter?

Nein. Daraus lässt sich eigentlich kaum etwas ableiten. Und Vorhersagen über mehrere Wochen bis Monate hinaus sind sowieso grober Unfug. Auch wenn es immer mal wieder Meteorologen gibt, die Prognosen ganze Jahreszeiten abgeben. Was sich allerdings jetzt schon abzeichnet ist, dass es binnen der 7 bis 12 Tage eher kalt bis deutlich zu kalt für die Jahreszeit weitergehen dürfte.

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander.

Dann schauen wir doch mal konkret auf die nächsten Tage.

Am Freitag im Norden und Osten noch allerletzte Tropfen und die Sonne setzt sich zögerlich schon mal etwas besser durch. Ansonsten ist es abseits bzw. nach Nebelauflösung freundlicher. Dabei meldet sich im Nordosten schon die kältere Luft an bei nur noch 9 bis 12 Grad. Im übrigen Land sind es oft 14 bis 18 Grad, mit den wärmsten Werten am Oberrhein.

Wie schön und kalt wird das Wochenende?

Nach Frühnebelfeldern eigentlich ganz schön schön, auch ganz schön kalt. Zumindest im Norden und Osten bringen die Nächte wieder häufiger Frost oder Bodenfrost. Und auch tagsüber ist es dort schon recht frisch. Denn viel mehr als Höchstwerte von 7 bis 11 Grad sehe ich für den Sonntag im Norden und Osten am Sonntag nicht mehr. Und die Werte fühlen sich durch den Ostwind sogar nochmals etwas kälter an.

Bibber!

Ein bisschen Bibberfeeling wird es da auf jeden Fall geben. Milder ist es am Sonntag im Westen und Süden. Da sind es immerhin noch oft 11 bis 14 Grad. Am Oberrhein 15 bis 17 Grad. Jedoch dürfte es auch im Süden in ungünstigen Lagen, wo sich der Nebel länger hält, kälter bleiben.

Und nächste Woche kommt dann der Schnee.

Wie gesagt: in den mittleren und höheren Lagen sieht es momentan nach erstem Schneefall aus. Denn einerseits breitet sich die kalte Luft auch in den zunächst noch milderen Landesteilen aus. Damit droht unter Aufklarungen nachts verbreitet Frost oder Bodenfrost. Und auch tagsüber sind am Montag und Dienstag oft nur noch 5 bis 13 Grad möglich. Andererseits, um auf den Schneefall zurück zu kommen, schieben sich in der kalten Luft schwache Wetterfronten heran, die etwas Schnee mitbringen können.

Ist so etwas eigentlich für einen Meteorologen eine spannende Wetterlage?

Ganz bestimmt. Es gibt übers Jahr verteilt schon ein paar richtige Highlights. Beispielsweise das erste Mal 30 Grad im Jahr oder im Sommer gar mal die 40 Grad in den Prognosen zu haben. Und dann gehören eben auch der erste Schnee abseits der Alpen bzw. bis in die tieferen Lagen, die Trends für die weiße Weihnacht oder polare Kaltvorstöße dazu.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen