Panorama

Zweiter Vorfall in zwei Wochen Deutsche von Felsen erschlagen

Die Behörden warnten vor Felsstürzen, der Weg war als "gefährlich" gekennzeichnet. Trotzdem werden innerhalb von 14 Tagen zwei Deutsche Frauen auf La Gomera von herabstürzenden Steinen erschlagen.

Vor allem ältere Menschen träumen davon, die kalten Wintermonate in wärmeren Gefilden zu verbringen. Teneriffa ist dafür bestens geeignet. Foto: dpa/tmn.

Die Kanaren - hier die Insel Teneriffa - sind ein beliebtes Reiseziel im Winter (Archivbild).

Auf der kanarischen Ferieninsel La Gomera sind binnen zwei Wochen zwei deutsche Frauen von herabstürzenden Felsbrocken getötet worden. Die Unglücke ereigneten sich bei der Ortschaft Valle Gran Rey im Westen der Insel. Wie die spanischen Behörden mitteilten, war am Vortag eine 26-Jährige Urlauberin von Steinbrocken getroffen worden, die sich infolge von Stürmen und heftigen Regenfällen von einem Felsen gelöst hatten.

Das Unglück ereignete sich auf einem Weg, der von Valle Gran Rey zu einem Strand führt. Die Urlauberin wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus nach Teneriffa gebracht, erlag dort aber ihren Verletzungen. In unmittelbarer Nähe der Unglücksstelle war Mitte Februar bereits eine 38 Jahre alte Deutsche von Felsbrocken erschlagen worden.

Der Bürgermeister von Valle Gran Rey, Miguel Angel Hernández, wies darauf hin, dass die Stelle als "sehr gefährlich" ausgeschildert sei. An der Unglücksstelle solle nun ein - als besonders gefährlich geltender - Weg mit einem Gitter abgesperrt werden. Außerdem sollten zusätzliche Warnschilder aufgestellt werden.

Vor dem jüngsten Unglück hätten die Behörden wegen des Unwetters die höchste Alarmstufe gegeben und vor Spaziergängen gewarnt, sagte Hernández der spanischen Nachrichtenagentur Efe. Die Warnung sei auch auf Englisch verbreitet worden. Dennoch habe die Frau sich auf den Weg gemacht.

Quelle: ntv.de, dpa

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