Panorama

Schwerer Unfall bei Mailand Drei Tote bei Zugunglück in Italien

Querstehende Waggons und aufgerissene Abteile: Auf einer Pendlerstrecke nahe Mailand kommen bei einem schweren Zugunglück mehrere Menschen ums Leben. Dutzende werden verletzt, darunter einige schwer. Der Frühzug war voll besetzt. Die Rettungsarbeiten dauern an.

Bei einem Bahnunglück in der Nähe der italienischen Großstadt Mailand sind mehrere Menschen ums Leben gekommen. Während eine Sprecherin des regionalen Gesundheitsministeriums von zwei Toten sprach, berichten Medien von drei tödlich Verunglückten. Zudem seien etwa 110 Menschen verletzt worden, 10 von ihnen schwer. Noch seien Menschen in den Wagen eingeklemmt, sagte n-tv-Reporter Udo Gümpel. Sie werden nach und nach von der Feuerwehr aus den entgleisten Wagen befreit.

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Ein Zug der privaten Bahngesellschaft Trenord war bei der Ortschaft Seggiano di Pioltello entgleist, wie Trenord bestätigte. Der Unfallort liegt nur rund neun Kilometer vom Mailänder Hauptbahnhof entfernt.

Der Pendlerzug war um 5.30 Uhr im Bahnhof der rund 60 Kilometer entfernten Kleinstadt Cremona abgefahren und in Richtung Mailand unterwegs. Das Unglück ereignete sich kurz vor 7.00 Uhr morgens. Über die Ursache sei noch nichts bekannt, so Trenord.

"Es war Pendlerzeit"

Der Zug bestand aus sechs Waggons, mehrere hundert Fahrgäste waren an Bord. "Es war Pendlerzeit, der Zug war voll", sagte Chiara Abrosio von der Polizei in Mailand dem Sender Sky TG24. Die Unglücksstelle sei schwer zugänglich, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa.

Auf in italienischen Medien veröffentlichten Fotos waren Fahrgäste zu sehen, die von Helfern versorgt wurden. Zwei Waggons waren in einem 90-Grad-Winkel verkeilt. Dutzende Feuerwehrleute waren im Einsatz. Der Zugverkehr auf der vielbefahrenen Strecke wurde unterbrochen.

Alle in der Region verfügbaren Rettungskräfte sowie Polizisten und ein Rettungshubschrauber wurden zum Unglücksort gerufen. Im Juli 2016 waren bei einer Kollision zweier Züge in der Nähe der Stadt Bari 23 Menschen gestorben.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa